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Die wichtigsten Facts und Erfolgsstrategien fürs E-Mail Marketing 2022

E-Mails sind nach wie vor zentrale Kanäle für die Content Distribution. Wer die Customer Journey beschleunigen und die Conversion Rate maximieren möchte, kommt an ihnen nicht vorbei.

1. Wir stellen vor: Das E-Mail Marketing

  • Totgesagte leben länger: Dem E-Mail Marketing wird regelmäßig die Relevanz abgesprochen. Dabei ist das Gegenteil der Fall: E-Mails gehören nach wie vor zu den effizientesten Kanälen im Online-Marketing. Rund 86% der Deutschen nutzen das Internet für das Senden und Empfangen von E-Mails.
  • E-Mail Newsletter sind so beliebt wie lange nicht mehr. Durch Plattformen wie Substack, Steady oder Patreon erleben E-Mails als Content-Format eine Art Renaissance. Das führt auch dazu, dass User:innen wieder empfänglicher fürs E-Mail Marketing werden.
  • E-Mails zielgruppengerecht, personalisiert und relevant zu gestalten und zum richtigen Zeitpunkt zuzustellen, ist heutzutage keine Raketenwissenschaft, kostet kein Vermögen und bietet einen der höchsten ROIs (wenn richtig umgesetzt).
  • Die E-Mail spielt in jeder Phase der Customer Journey eine Rolle – ob bei der Abfrage der Interessen zu Beginn der Journey, als Inspiration für die Nutzung des Produktes in der Retentionphase, für die Transaction nach dem Wiederkauf oder als unschlagbares Angebot für verlorengegangene Kunden in der Win-back-Phase.

Newsletter Marketing Prinzip

Doch welche Rolle spielt der Newsletter als strategischer Hebel im Content Marketing? Wer die E-Mail nicht auf Basis der Nutzerinteraktion der Zielgruppe mit den Inhalten optimiert, verliert einen der wichtigsten Touchpoints zum Kunden bzw. Abonnenten. Wir haben da ein paar Tipps. 

2. Wie die E-Mail als Kommunikationskanal eingesetzt werden kann

E-Mail-Marketing App
E-Mails erreichen User:innen direkt in ihrem Alltag, ob auf dem Laptop, Desktop oder unterwegs auf dem Smartphone.

Die E-Mail gehört als Marketing-Kanal eigentlich in jede gelungene Kommunikationsstrategie und jede Phase der Customer Journey – ob als Einzelmaßnahme oder als Bestandteil einer automatisierten E-Mail-Strecke. Hier sind ein paar Beispiele für die individuellen Einsatzgebiete von E-Mails: 

  • Regelmäßige Informations-Newsletter, in denen die neuesten Blog-Artikel vorgestellt werden, binden Kund:innen und Interessent:innen an den Content. Der Klick in der E-Mail wird noch einmal wahrscheinlicher, sofern die genannten Blog-Artikel auf Basis des bisher konsumierten Contents zusammengestellt wird. 
  • Newsletter-Magazin-Fomate: Wie bereits erwähnt, feiern vor allem thematisch ausgerichtete E-Mails von Einzelpersonen derzeit große Erfolge. Das Prinzip ist einfach: Eine Personenmarke schreibt einen regelmäßigen, exklusiven Newsletter, in dem er:sie sich mit bestimmten Themen auseinandersetzt. Dies lässt sich auch in bestehende E-Mail Marketing Strategien integrieren. Wichtig dabei ist, dass der Content Newsletter-exklusiv ist, also nur in der E-Mail verfügbar. Dies garantiert höhere Opening Rates und eine intensivere Auseinandersetzung mit den Inhalten.
  • E-Mail Kampagnen gehören zu den effektivsten Wegen, um ein neues Produkt zu launchen und dieses Kund:innen und Interessent:innen aus der eigenen Datenbank vorzustellen. Ein zeitlich begrenztes Early Bird Angebot anlässlich des Launches in Kombination mit einem Countdown in der E-Mail wird die Dringlichkeit unterstreichen und macht eine Conversion wahrscheinlicher. 
  • Gerade im E-Commerce-Bereich ist die Cart Abandonment E-Mail ein beliebtes Format. Sie soll potenzielle Kund:innen an verwaiste Artikel im Warenkorb erinnern, um so begonnene Kaufprozesse doch noch abzuschließen. Zusätzliche Anreize wie der kostenlose Versand oder der Nachlass bei einem höheren Warenkorbwert können dabei als weitere Conversion-Booster agieren.
  • Eine automatisierte E-Mail Strecke nach dem Download eines Whitepapers kann dabei helfen, die Interessen einen neuen Leads zu identifizieren. Basierend auf dem Klickverhalten in der E-Mail und ggf. der Webseite können die Follow-up E-Mails durch dynamischen Content noch relevanter gestaltet werden und so schneller zu einer Conversion führen. Sollte es nicht zu einem Kaufabschluss kommen, wurde zumindest eine Datenbasis geschaffen, um die Interessent:innen in ein Nurturing-Programm zu überführen.

B2B Customer Journey Whitepaper Banner

3. Warum E-Mail Marketing? 

3.1 Mehr Subscriptions, mehr Relevanz, mehr Klicks, mehr Kaufabschlüsse

Die E-Mail ist ein oft unterschätztes und/oder nicht ernst genommenes und dennoch zentrales Instrument im Content Marketing. Denn E-Mails spielen in jeder Phase der Customer Journey eine Rolle; mit ihnen lassen sich unterschiedliche Ziele erreichen.

Dabei muss sich ein Unternehmen der verschiedenen Stadien der Customer Journey einer Zielgruppe bewusst sein, um die User:innen mit den passenden Inhalten, zur richtigen Zeit entlang der Journey zu führen. Abhängig von der Phase in der Journey, funktionieren bestimmte Call-to-Actions und Conversion Elemente besonders gut, wenn sie die inhaltlichen Erwartungen der User:innen treffen und als relevant wahrgenommen werden. Die Performance ist dabei davon abhängig, wie viel Informationen über die User:innen vorhanden sind und wie passgenau der richtige Inhalt zur richtigen Zeit platziert wird. 

3.2. 8 Gründe, warum E-Mails in eine holistische Kommunikationsstrategie gehören 

Es sprechen einige grundlegende Punkte für den Einsatz des E-Mail Kanals:

  1. Zum einen bietet die Automation von E-Mails große Vorteile: Durch die automatische Versendung, die auf das Verhalten von User:innen abgestimmt wird, werden nicht nur eine hohe Relevanz der Kommunikation aus Sicht der Empfänger:innen erzielt, sondern auch operative Aufwände reduziert. Somit können sich Teams auf die Auswertung, das Testing und die Weiterentwicklung automatisierter Kampagnen und strategischer Themen fokussieren.
  2. Ferner gilt die E-Mail als einer der Kommunikationskanäle mit dem höchsten ROI.
  3. Darüber hinaus lassen sich E-Mails von Unternehmen in jeder Kundenlebenszyklusphase einsetzen. Von der Kund:innengewinnung über die Kundenbindung bis zur Reaktivierung, können alle Stufen adressiert werden.
  4. E-Mails ermöglichen es, ad hoc mit Kund:innen und Interessent*innen zu kommunizieren – ohne großen Aufwand. Eine E-Mail ist in vielen Versandtools innerhalb weniger Stunden umgesetzt und versandfertig. Die Datenbasis ist dabei jedoch entscheidend für den Erfolg einer Maßnahme und Listenhygiene sollte hierbei nicht unterschätzt werden. Sie ist das Fundament für erfolgreiches E-Mail Marketing und ermöglicht es, eine Datenbasis aufzubauen und einen direkten Draht zu Interessent:innen und Kund:innen zu pflegen.
  5. Die Planbarkeit gibt dem Newsletter einen strategischen Spielraum. Die E-Mail-Kampagnen können im Voraus geplant und entwickelt werden sowie zeitlich genau und auf Basis von Triggern, etwa dem Verhalten eines*r User*in, getaktet werden. Das ist insbesondere für wiederkehrende Prozesse wie Anmeldebestätigungen von Vorteil.
  6. E-Mails ermöglichen Marketer:innen die exakte Messung des Kampagnenerfolges anhand von umfangreichen KPIs, bspw. den Öffnungs- und Klickraten bis hin zu Inbox Placement Raten oder Lesezeiten. Noch wichtiger ist jedoch, dass das Tracking, die Optimierung und das Testen von Inhalten, Designs und Versandzeitpunkten ermöglicht.
  7. Inzwischen können Empfänger:innen an jedem Ort der Welt auf verschiedenen Endgeräten erreicht werden. Durch ein responsives Design lässt sich die E-Mail an das jeweilige Endgerät anpassen und somit die User Experience optimieren. Aber auch durch Geolocation Services können Empfänger:innen eine Nachricht mit Discount-Code erhalten, sobald sie sich an einem bestimmten Ort befinden. Natürlich muss hierfür die Erlaubnis der Empfänger*innen vorliegen.
  8. E-Mails ermöglichen einen hohen Grad an Personalisierung. Denn sind die Inhalte exakt auf die Bedürfnisse und Wünsche der Zielgruppe zugeschnitten, steigert das die Wahrscheinlichkeit, deren Aufmerksamkeit zu gewinnen. Das spiegelt sich auch im Tracking wider. Personalisierte E-Mail Kampagnen weisen in der Regel höhere Klick- und Öffnungsraten auf, als E-Mails, die nach dem Gießkannenprinzip verschickt werden. Personalisierung beinhaltet jedoch nicht nur die Ansprache mit dem individuellen Namen. So gut wie jede Komponente – vom Inhalt, über den CTA bis zum:r Absender:in – lassen sich individualisieren.

Das Nutzerverhalten und die Datenbasis sind dabei maßgebend für die Gestaltung von Content durch Unternehmen – Relevance counts!

4. Ein E-Mail Marketing-Tool macht alles einfacher 

Ganz egal, in welchem Umfang die E-Mail Marketing Kampagne umgesetzt wird, ein professionelles E-Mail Marketing Tool wie etwa Mailchimp oder Hubspot ist von zentraler Bedeutung für die Automatisierung der Prozesse. Es müssen jedoch nicht immer die Software-Lösungen großer Anbieter von Customer Experience Plattformen sein. Vielmehr hängt die Auswahl des richtigen Tools von den individuellen Anforderungen des Unternehmens ab. Die Verwendung eines solchen E-Mail oder Newsletter Marketing Tools hat dabei vielerlei Vorteile:

  • E-Mails können vollautomatisch versendet werden. Die Automatisierung ermöglicht mehr Effizienz und einen höheren Individualisierungsgrad.
  • Dadurch wird zum einen Zeit eingespart und zum anderen werden mögliche Flüchtigkeitsfehler vermieden. Ferner profitierst du durch die Zeiteinsparungen besonders, weil du so die Chance hast, dich stattdessen verstärkt um deine Strategie und deine Performance zu kümmern.  
  • Da viele Tool Anbieter Voraussetzungen hinsichtlich der Listenhygiene an Versender stellen, sorgen sie damit für eine gewisse Basis für eine gute IP-Reputation. Somit werden E-Mails von diesen IPs von E-Mail Programmen häufig als vertrauenswürdiger eingestuft. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass E-Mails, die von einem professionellen Tool aus verschickt werden, seltener Gefahr laufen, im Spam Postfach zu landen. 
  • Ferner bieten Tools unter anderem einen umfangreichen Pool an Templates, definierten Q&A-Prozessen und umfangreichen Deliverability Support an.

5. Die E-Mail in den einzelnen Phasen der Customer Journey

E-Mails können in den verschiedenen Phasen der Customer Journey für unterschiedliche Zwecke eingesetzt werden: 

5.1 Awareness:

  • In der Awareness Phase sucht die Zielgruppe nach Inhalten zu einem bestimmten Thema oder wird durch Marketingmaßnahmen darauf aufmerksam gemacht.
  • E-Mails können hierzu in unterschiedlichen Facetten dazu beitragen. Über List Broker können beispielsweise Adressen für Kaltakquise-Maßnahmen gemietet werden. Durch Kooperationen können Kund:innen und Interessent:innen anderer Unternehmen auf Produkte oder Services in deren Newsletter aufmerksam gemacht werden. Und natürlich sollte die Anmeldung für den Newsletter prominent auf der Webseite platziert werden. 
  • An diesem Punkt im Sales Funnel können Unternehmen eine Sichtbarkeit und Brand Awareness generieren, wenn sie inhaltlichen Mehrwert über Newsletter anbieten – beispielsweise durch hochwertige Content-Formate wie E-BooksWhitepaper, Imagefilme oder ganze Online Magazine zu den relevanten Themen. 
Tipp:
Die Glaubwürdigkeit und der Mehrwert sind entscheidend für die Subscriptions des Newsletters. Aus den User:innen werden nur dann Abonnent:innen, wenn sie ein Unternehmen oder die Marke als Experten in ihrem Gebiet empfinden und sich von einer Newsletter-Anmeldung einen weiteren hohen Informationsnutzen erhoffen. Wenn die Webseite des Unternehmens bloß wie eine Werbetafel ohne inhaltlichen Mehrwert im Vordergrund erscheint, werden sich nur User*innen mit klarer Kaufabsicht anmelden.


5.2 Consideration:

  • Die Consideration-Phase ist geprägt von einem Kaufinteresse, ohne dass User:innen bereits eine Entscheidung getroffen haben.
  • Sie suchen nach Informationen und recherchieren, um zu vergleichen, abzuwägen und zu planen.
  • Unternehmen können die Recherche als Anlass nehmen, um dem Interessent:innen personalisierten Content per E-Mail zu senden. Alternativ kann basierend auf der bekannten E-Mail-Adresse Content in die Social-Media-Feeds der Interessent:innen ausgespielt werden.   
  • So werden relevante Inhalte wie beispielsweise Trials oder konkrete Angebote die Entscheidungsgrundlage für die Transaktion.
Tipp:
Der Content muss konkret und direkt die Vor- und Nachteile eines Sachverhalts, Produkts und einer Dienstleistung vermitteln können und die Argumentation in den Vordergrund stellen. So werden die User:innen in der Consideration-Phase abgeholt. Der Mehrwert wird durch die schnell erfassbare Gegenüberstellungen von Optionen definiert. Für den Newsletter bedeutet dies, dass der User sich von dem Informationsangebot besondere Insights wünscht. Seine Erwartungen an das Format sind schließlich an die Erfahrungen mit dem Content auf der Webseite gekoppelt. Das E-Mail Marketing sollte daher an dieser Stelle individualisiert werden und Tests, Vergleiche und Gründe zu Produkten liefern, um die Conversion und letztlich den Kaufabschluss zu triggern.


5.3 Transaction:

  • In der Transaction-Phase ist die Entscheidung bereits gefallen: User:innen wissen, was sie wollen. 
  • Die E-Mail dient hier nicht nur als Bestellbestätigung oder für den Versand der Rechnung. Transaktionale E-Mails können und sollten dazu genutzt werden, die Customer Experience zu optimieren – z.B. durch Versand- oder Anlieferungsbestätigungs-E-Mails und Updates bei Verzögerung in der Zustellung.
Tipp:
Transaktionale E-Mails zeigen überdurchschnittliche Engagement-Raten, da sie wichtige Informationen wie Bestellbestätigungen, Rechnungen etc. beinhalten. Die Platzierung von Cross-Sell-Elementen wie z.B. das passende Zubehör-Set zu einem bestellten Grill kann zu weiteren Conversions führen. Zu beachten ist jedoch, dass werbliche Nachrichten nur in E-Mails an Kund:innen, die ihr Einverständnis für den Erhalt von Werbung erteilt haben, integriert werden dürfen.

5.4 Retention:

  • Ist ein Kauf einmal vorgenommen, ist das Informationsbedürfnis jedoch nicht beendet. Vielmehr sind weitere Inhalte sinnvoll, die den Kund:innen bei der Verwendung, der Pflege und der Optimierung des Produktes helfen. 
  • Ein Upgrade, Ersatzteile oder saisonalbedingte Angebote sowie Innovationen zu Produkten sind in der Retention-Phase besonders relevant und können gut in einen Newsletter integriert werden.
  • Es gilt, den Kund:innen und deren Erfahrungen mit dem Produkt oder der Dienstleistung zuzuhören, zu lernen und darauf zu reagieren, um die Customer Experience so optimal wie möglich zu gestalten.
Tipp:
Ein:e bereits bestehende:r Kund:in wird sich für einen Newsletter anmelden, wenn er:sie sich hilfreiche Informationen verspricht, die ihm:ihr nach seinem:ihrem Kauf mit weiterführenden Tipps und ergänzenden Angeboten entgegenkommen. Wenn der ursprüngliche Mehrwert, über den der:die Kunde:in auf das kommerzielle Angebot aufmerksam geworden ist, konsistent fortgeführt wird, wird ein Upsell wahrscheinlich sein. Der Inhalt sollte vorausblickend zukünftige Fragen adressieren oder aufwerfen, die anschließend subtil mit weiteren Produkt- oder Service-Angeboten verknüpft werden.

5.5 Loyalty:

  • Ziel sind zufriedene Kund:innen, die das Produkt erneut kaufen oder die Dienstleistung erneut in Anspruch nehmen. 
  • Zufriedene Kund:innen werden zu loyalen Kund:innen, identifizieren sich mit der Marke, teilen positive Erfahrungen im Netz und werden zu Brand Ambassadors. 
  • Hochpersonalisierte E-Mails ermöglichen Unternehmen, ihren wertvollsten Kund:innen Wertschätzung zu zeigen und einen direkten Kontakt zu halten. Die E-Mail ermöglicht es aber auch, Abonnent:innen auf Reviews, Empfehlungsaktivitäten und andere Loyalty-Maßnahmen aufmerksam zu machen.
Tipp:
Loyalty-Programme verstärken die Bindung zwischen Kund:innen und Marke bzw.  Produkt und können ganz unterschiedlich gestaltet werden. Ob Earn- und Burn-Mechaniken, Status-Level und somit Zugang zu exklusiven Benefits oder Incentives für die regelmäßige Nutzung des Produktes oder der Dienstleistung: Loyale Kund:innen tragen nicht nur zum Umsatz bei, sondern ermöglichen es Unternehmen, ihre Zielgruppe besser kennenzulernen und die Customer Experience kontinuierlich zu verbessern.

5.6 Win-back:

  • Verlorengegangene Kund:innen können durch Win-back oder auch sogenannte Re-Engagement-Programme zurückgewonnen werden. Es ist bekannt, dass die Neugewinnung von Kund:innen oft teurer ist, als bestehende Kund:innen zu erhalten.
  • Das Ziel ist daher, die Anzahl der verlorengegangenen Kund:innen so gering wie möglich zu halten. 
  • Durch Incentives wie z.B. Preisnachlässe, doppelte Punkte im Loyalty-Programm oder dem kostenfreien Versand ,können alte Kund:innen reaktiviert werden.
  • Wenn auch diese Maßnahmen die Kund:innen nicht zurückbringen, ist es in Ordnung diese ziehen zu lassen und sich auf die bestehenden zu fokussieren. 
  • Eine Kampagne für verlorengegangene Kund:innen, die z.B. in den letzten 12 Monaten keine Transaktion durchgeführt haben oder keine weiteren Touch Points mit der Marke hatten, kann im Voraus geplant und automatisiert umgesetzt werden.
Tipp:
Bei Re-Engagement-Maßnahmen kommt dem Deliverability Management eine besondere Bedeutung zu. Da ältere Adressen angeschrieben werden und somit eine erhöhte Gefahr von Bounces besteht oder gar Spamfallen angeschrieben werden könnten, sollte eine Strategie für den Versand ausgearbeitet werden. Hierfür gibt es unterschiedliche Ansätze, um der IP-Reputation nicht zu schaden und andere E-Mail-Kampagnen zu gefährden.

6. 8 Tipps für erfolgreiches E-Mail Marketing

1. Zieldefinition und KPIs im Vorfeld definieren

  • Bei der Definition der Ziele, die mit der E-Mail Marketing-Kampagne verfolgt werden sollen, sollte grundsätzlich das gesamte kommunikative Auftreten des Unternehmens und seine verschiedenen Marketing-Maßnahmen einbezogen werden.
  • Erst das Gesamtbild verdeutlicht, welche Ziele die E-Mail als Kommunikationskanal erfüllen kann oder ob eine E-Mail Marketing-Strategie eigenständig agierend oder eher unterstützend eingesetzt werden kann.
  • Daran anknüpfend können dann Key-Performance-Indikatoren (KPIs) festgelegt werden, wie die Anzahl der Empfänger:innen, Klick- und Öffnungsraten, Conversions, Attribution oder die Deliverability, um so die eigenen Leistung zu tracken.

2. Mit der Betreffzeile die Öffnungsrate beeinflussen

  • Der erste Eindruck zählt. Damit Abonnent*innen auch auf den Newsletter klicken und er nicht direkt im Papierkorb landet, sollte die Betreffzeile gut durchdacht sein.
  • Da die Betreffzeile nur auf circa 40 Zeichen beschränkt ist, sollte der Inhalt der Mail kurz, prägnant und vor allem anteasernd auf den Punkt gebracht werden, um die Öffnungsrate positiv zu beeinflussen.
  • Der Pre-Header der E-Mail sollte als Verlängerung der Betreffzeile genutzt werden. Im Posteingang wird dieser direkt unter der Betreffzeile angezeigt.

3. Gute Vorarbeit bringt gute Ergebnisse

  • Bevor die Newsletter-Kampagne gestartet wird, muss der richtige Verteiler erstellt werden.
  • A und O ist die Zustimmung der Kontakte, an die der Newsletter geschickt werden soll.
  • Der generierte Verteiler besteht nur aus Personen, die sich die E-Mails ausdrücklich wünschen. Je weniger der Newsletter als Spam wahrgenommen und gemeldet wird, desto höher ist die Inbox Placement Rate.
  • Generell sollte jeder Versender eine Deliverability-Strategie haben und folgen.

4. Personalisierter Absender und persönliche Ansprache

  • Versuche den richtigen Absendernamen zu finden. In manchen Fällen funktioniert der Name einer Person besser als der Unternehmensname. Das Unternehmen bekommt damit ein Gesicht, was zu erhöhten Öffnungsraten führen kann.
  • Im B2B-Bereich können beispielsweise regionale Vertriebsmitarbeiter:innen als Absender:innen verwendet werden. 
  • Zusätzlich haben Leser:innen im selben Moment eine konkrete Ansprechperson, falls sich Fragen ergeben oder weitere Informationen benötigt werden.

5. Am Ende hilft nur ausprobieren: A/B-Testing

  • Um herauszufinden, was die Zielgruppe wirklich anspricht, hilft nur eins: Ausprobieren! Variiere zum Beispiel die Betreffzeilen, um zu überprüfen, welche Variante höhere Öffnungsraten erzielt.
  • A/B-Tests eignen sich dafür besonders gut. Dafür werden zwei sich geringfügig unterscheidende Versionen einer E-Mail verschickt und die Performance verglichen.
  • A/B-Test oder auch multivariate Tests lassen sich aber nicht nur für Betreffzeilen durchführen, sondern auch für Gestaltungselemente, CTAs, Bilder und vieles weitere. 
  • Im Zuge der Conversion-Optimierung sollte eine Testing-Strategie entwickelt werden.

6. Responsive Design nutzen

  • Ist die E-Mail nicht für mobile Endgeräte optimiert, passt sich das Layout nicht an die Bildschirmgröße an und wirkt sich negativ auf die User Experience aus. 
  • Das responsive Design sorgt über die sogenannten Media Queries für eine bessere User Experience und Bedienung und verhindert, dass das Layout der E-Mail durch die mobilen Nutzung verschoben wird.

7. Segmentierung mit entsprechend personalisiertem Content

  • Mithilfe der Segmentierung kann die ganze E-Mail aber auch nur gesonderte Abschnitte an ausgewählte Kontakte weitergeleitet werden. Das Einrichten der Segmentierung lohnt sich, da Inhalte nur die Personen erreichen, die daran Interesse haben. Das resultiert in höheren Engagement-Raten.
  • Der Newsletter wird also nicht mehr ungefiltert an die gesamte Kontaktliste verschickt, sondern die Zielgruppe wird so weit eingegrenzt, dass der richtige Inhalte die richtigen Empfänger:innen erreicht – Win-Win für beide Seiten!

8. Der Zeitpunkt ist entscheidend

  • Es gibt keine Antwort auf den bestmöglichen Versandzeitpunkt für eine E-Mail und werden von vielen Faktoren beeinflusst.
  • Selbst im B2B-Bereich lässt sich nicht mehr sagen, dass E-Mails z.B. nicht am Wochenende versendet sollen. 
  • Wann eine E-Mail geöffnet wird hängt vom einzelnen Empfänger ab und kann basierend auf Technologie, die sich Send Time Optimization nennt, definiert werden. 
  • Aber auch ohne Technologie lässt sich durch simple Tests ein Zeitfenster, in dem die Mehrheit der E-Mails geöffnet und geklickt wird, identifizieren. Wie immer gilt auch hier: testen, testen, testen. 

7. Achtung: rechtliche Vorgaben beachten

Werbliche E-Mails können jedoch nicht einfach so verschickt werden. Denn seit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gibt es einige Vorgaben, an die es sich zu halten gilt. Folgenden Punkte sind daher besonders wichtig:

  • Single- und Double-Opt-In
    Seit der DSGVO müssen Empfänger:innen sich ausdrücklich für den Erhalt der Mailings entschieden habe. Der Knackpunkt liegt dabei in der Nachweispflicht. Zwei Verfahren bieten sich dafür an:

    • Bei der Single-opt-in-Methode füllt der Kontakt das Registrierungsformular aus und klickt auf „Submit“. Seine:ihre eingegebenen Daten werden daraufhin gespeichert. Hinter den Kulissen speichert das Formular jedoch zusätzlich wichtige Informationen wie die IP-Adresse, das Datum und die Uhrzeit der Registrierung.
    • Noch sicherer und ganz eindeutig zu empfehlen ist das sogenannte Double-Opt-in-Verfahren. Melden sich Empfänger:innen für einen Newsletter an oder hinterlassen in einem Kontaktformular seine E-Mail-Adresse, müssen sie bei diesem Verfahren, zum Beispiel per Link (in einer separaten an ihn adressierten E-Mail), zum Versenden der E-Mails zustimmen.
  • E-Mails in die Datenschutzerklärung integrieren
    Wer E-Mail Marketing betreibt, muss es auch in die Datenschutzerklärung integrieren und dort transparent erläutern, wie welche Daten erhoben und verarbeiten werden.
  • Abmelde-Link einfügen
    Ferner ist es vorgeschrieben, dass jeder Newsletter einen Abmelde-Link enthält. Der Empfänger hat so jederzeit die Möglichkeit, sein Abonnement mit einem Klick rückgängig zu machen.

8. Fazit: Die E-Mail ist und bleibt am Leben

  • Die E-Mail kann in jeder Phase der Customer Journey zur Erfüllung der Ziele beitragen – ob Kundenakquise, -bindung oder -rückgewinnung.
  • Die E-Mail ist flexibel, schnell und effizient. Durch Automatisierungen können Aufwände minimiert werden.
  • Die E-Mail ist durch die steigende Beliebtheit des Content Formats Newsletter populärer als zuvor.
  • Die E-Mail kann unheimlich relevant sein. Das schon alte Statement „die richtige Botschaft, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort“ ist heute gültiger als je zuvor. 
  • Die E-Mail ermöglicht Unternehmen, unabhängig von der Vertriebsstrategie, eine direkte Beziehung mit ihren Kund:innen aufzubauen, diese zu pflegen und aus Kund:innen Brand Ambassadors zu machen. 

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Fionn Kientzler

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