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Mit diesen Tipps zum erfolgreichen E-Mail-Marketing 2021

Die E-Mail ist als Kanal besonders entscheidend für die erfolgreiche Distribution von Content, erhält aber dennoch nicht oft die notwendige Aufmerksamkeit. Wer die Customer Journey beschleunigen und die Conversion Rate maximieren möchte, der sollte auf den inhaltlichen Mehrwert für den User setzen.

1. Wir stellen vor: Das E-Mail-Marketing

  • E-Mail-Marketing wird regelmäßig totgesagt und dessen Relevanz infrage gestellt. Das Gegenteil ist jedoch der Fall: Die E-Mail ist einer der effizientesten Kanäle im Online-Marketing und 86% der Deutschen nutzen das Internet für das Senden und Empfangen von E-Mails.
  • E-Mails zielgruppengerecht, personalisiert und relevant zu gestalten und zum richtigen Zeitpunkt zuzustellen ist heutzutage keine Raketenwissenschaft, kostet kein Vermögen und bietet einen der höchsten ROIs (wenn richtig umgesetzt).
  • Die E-Mail spielt in jeder Phase der Customer Journey eine Rolle – ob die Abfrage der Interessen per E-Mail zu Beginn der Journey, die Inspiration für die Nutzung des Produktes in der Retentionphase, die Transaction nach dem Wiederkauf oder das unschlagbare Angebot für verlorengegangene Kunden in der Win-back-Phase.

Newsletter Marketing Prinzip

Doch welche Rolle spielt der Newsletter als strategischer Hebel im Content Marketing? Wer die E-Mail nicht auf Basis der Nutzerinteraktion der Zielgruppe mit den Inhalten optimiert, verliert einen der wichtigsten Touchpoints zum Kunden bzw. Abonnenten. Wir haben da ein paar Tipps. 

2. Wie die E-Mail als Kommunikationskanal eingesetzt werden kann

Die E-Mail gehört als Kanal eigentlich in jede gelungene Kommunikationsstrategie und jede Phase der Customer Journey – ob als Einzelanstoß oder als Bestandteil einer automatisierten E-Mail-Strecke. Hier sind ein paar Beispiele

  • Der regelmäßige Informations-Newsletter, in dem die neuesten Blog-Artikel vorgestellt werden, binden Kunden und Interessenten an den Content. Der Klick in der E-Mail wird noch einmal wahrscheinlicher, sofern die genannten Blog-Artikel auf Basis des bisher konsumierten Contents zusammengestellt wird. 
  • Eine E-Mail-Kampagne ist einer der effektivsten Wege ein neues Produkt zu launchen und dieses Kunden und Interessenten aus der eigenen Datenbank vorzustellen. Ein zeitlich begrenztes Early Bird Angebot anlässlich des Launches in Kombination mit einem Countdown in der E-Mail wird die Dringlichkeit unterstrichen und macht eine Conversion wahrscheinlicher. 
  • Gerade im E-Commerce-Bereich ist die Cart Abandonment E-Mail ein beliebtes Format. Sie soll potenzielle Kunden an verwaiste Artikel im Warenkorb erinnern, um so begonnene Kaufprozesse doch noch abzuschließen. Zusätzliche Anreize wie der kostenlose Versand oder der Nachlass bei einem höheren Warenkorbwert können ein weiterer Conversion-Booster sein.
  • Eine automatisierte E-Mail-Strecke nach dem Download eines Whitepapers kann dabei helfen die Interessen einen neuen Leads zu identifizieren. Basierend auf dem Klickverhalten in der E-Mail und ggf. der Webseite können die Follow-up-E-Mails durch dynamischen Content noch relevanter gestaltet werden und so schneller zu einer Conversion führen. Sollte es keinem Kaufabschluss kommen, wurde zumindest eine Datenbasis geschaffen, um den Interessenten in ein Nurturing-Programm zu überführen.

3. Warum E-Mail-Marketing? 

3.1 Mehr Subscriptions, mehr Relevanz, mehr Klicks, mehr Kaufabschlüsse

Die E-Mail ist ein oft unterschätztes und/oder nicht ernst genommenes und dennoch zentrales Instrument im Content Marketing. Die E-Mail spielt in jeder Phase der Customer Journey eine Rolle und dient der Erreichung ganz unterschiedlicher Ziele.

Dabei muss sich ein Unternehmen der verschiedenen Stadien der Customer Journeys einer Zielgruppe bewusst sein, um den User mit den passenden Inhalten, zur richtigen Zeit entlang der Journey zu führen.  Abhängig von der Phase in der Journey funktionieren bestimmte Call-to-Actions und Conversion-Elemente besonders gut, wenn sie die inhaltlichen Erwartungen des Users treffen und als relevant wahrgenommen werden. Die Performance ist dabei davon abhängig, wie gut wir den User kennen und wie passgenau der richtige Inhalt zur richtigen Zeit platziert wird. 

3.2. Acht gute Gründe, warum E-Mail in eine Kommunikationsstrategie gehört. 

Es sprechen einige grundlegende Punkte für den Einsatz des E-Mail-Kanals.

  1. Zum einen bietet die Automatisierung der E-Mails große Vorteile. Durch das automatische Versenden von Mails, die durch das Verhalten von Usern ausgelöst werden, wird nicht nur eine hohe Relevanz der Kommunikation aus Sicht des Empfängers erzielt, sondern auch operative Aufwände reduziert. Somit können sich Teams auf die Auswertung, das Testing und die Weiterentwicklung automatisierter Kampagnen und strategische Themen fokussieren.
  2. Ferner gilt die E-Mail als einer der Kommunikationskanäle mit dem höchsten ROI.
  3. Zum anderen lassen sich die E-Mails von Unternehmen in jeder Kundenlebenszyklusphase einsetzen. Von der Kundenneugewinnung über die Kundenbindung bis zur Reaktivierung können alle Stufen adressiert werden.
  4. E-Mail bietet die Möglichkeit ad hoc mit Kunden und Interessen zu kommunizieren – ohne große Aufwände. Eine E-Mail ist in vielen Versandtools innerhalb weniger Stunden gebaut und versandfertig. Die Datenbasis ist dabei jedoch entscheidend für den Erfolg einer Maßnahme und Listenhygiene sollte hierbei nicht unterschätzt werden. Sie ist das Fundament für erfolgreiches E-Mail-Marketing und ermöglicht es,  eine Datenbasis aufzubauen und einen direkten Draht zu Interessenten und Kunden zu pflegen.
  5. Die Planbarkeit gibt dem Newsletter einen strategischen Spielraum. Die E-Mail-Kampagnen können im Voraus geplant und entwickelt werden sowie zeitlich genau und auf Basis von Triggern wie das Verhalten eines Users getaktet werden. Das ist insbesondere für immer wiederkehrende Prozesse wie der Anmeldebestätigungen von Vorteil.
  6. E-Mail ermöglicht Marketern ein exaktes Messen des Kampagnenerfolges anhand von umfangreichen Sets an Kennzahlen wie den Öffnungs- und Klickraten bis hin zu Inbox Placement Raten oder Lesezeiten. Noch wichtiger ist jedoch, dass das Tracking, das Lernen und Testen von Performances von Inhalten, Designs und Versandzeitpunkten ermöglicht.
  7. Inzwischen können Empfänger an jedem Ort und auf jedem Gerät aus erreicht werden. Durch ein responsives Design lässt sich die E-Mail an das Endgerät anpassen und somit die User Experience optimieren. Aber auch durch Geolocation-Services kann der Empfänger einer E-Mails eine Nachricht mit Discount-Code erhalten, sobald er sich an einem bestimmten Ort befindet. Natürlich muss hierfür die Erlaubnis des Empfängers vorliegen.
  8. E-Mails ermöglichen einen hohen Grad an Personalisierung. Denn sind die Inhalte exakt auf die Bedürfnisse und Wünsche der Zielgruppe zugeschnitten, steigert das die Wahrscheinlichkeit, deren Aufmerksamkeit zu gewinnen. Das spiegelt sich auch im Tracking wider. Personalisierte E-Mail-Kampagnen haben in der Regel höhere Klick- und Öffnungsraten auf, als E-Mails, die nach dem Gießkannenprinzip verschickt wurden. Personalisierung meint jedoch nicht nur die Ansprache mit dem persönlichen Namen. So gut wie jede Komponente von Inhalt, über CTA bis zum persönlichen Absender lassen sich individualisieren.

Das Nutzerverhalten und die Datenbasis sind dabei maßgebend für die Gestaltung von Content durch Unternehmen – Relevancy counts!

4. Ein E-Mail-Marketing-Tool macht alles einfacher 

Ganz egal in welchem Umfang die E-Mail-Marketing-Kampagne stattfindet, ein professionelles E-Mail-Marketing-Tool wie Mailchimp oder Hubspot wird helfen, die Prozesse zu automatisieren. Es müssen jedoch nicht immer die großen Anbieter von Customer Experience Plattformen sein, denn die Auswahl des richtigen Tools hängt letztendlich von den Anforderungen des Business ab. Die Verwendung eines solchen Tools hat dabei vielerlei Vorteile:

  • Das Versenden der E-Mails ist vollautomatisch. Die Automatisierung ermöglicht mehr Effizienz und einen höheren Individualisierungsgrad.
  • Dadurch wird zum einen Zeit eingespart aber zum anderen auch Flüchtigkeitsfehler vermieden. Ferner profitierst du durch die Zeiteinsparungen besonders, weil du so die Chance hast, dich stattdessen verstärkt um deine Strategie und deine Performance kümmern zu können.  
  • Da viele Tool-Anbieter Voraussetzungen hinsichtlich der Listenhygiene an Versender stellen, sorgen sie damit für eine gewisse Basis für eine gute IP-Reputation. Somit werden E-Mails von diesen IPs von E-Mail-Programmen häufig als vertrauenswürdiger eingestuft. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass E-Mails, die von einem professionellen Tool aus verschickt werden, seltener Gefahr laufen, im Spam-Postfach zu landen. 
  • Ferner bieten Tools unter anderem einen umfangreichen Pool an Templates, definierte QA Prozesse und umfangreichen Deliverability Support an.

5. Die E-Mail in den einzelnen Phasen der Customer Journey

Der E-Mail übernimmt in den einzelnen Phasen der Customer Journey unterschiedliche Aufgaben. 

5.1 Awareness:

  • In der Awareness-Phase sucht die Zielgruppe nach Inhalten zu einem bestimmten Thema oder wird durch Marketingmaßnahmen darauf aufmerksam gemacht.
  • E-Mail kann hierzu in unterschiedlichen Facetten dazu beitragen. Über List Broker können Adressen für Kaltakquise-Maßnahmen gemietet werden. Durch Kooperationen können Kunden und Interessenten anderer Unternehmen auf Produkte oder Services in deren Newsletter aufmerksam gemacht werden. Und natürlich sollte die Anmeldung für den Newsletter prominent auf der Webseite platziert werden. 
  • An diesem Punkt im Sales Funnel können Unternehmen eine Sichtbarkeit und Brand Awareness generieren, wenn sie inhaltlichen Mehrwert über Newsletter anbieten – beispielsweise durch hochwertige Content-Formate wie E-BooksWhitepaperVideos oder ganze Online Magazine zu den relevanten Themen. 
Tipp:
Die Glaubwürdigkeit und der Mehrwert sind entscheidend für die Subscriptions des Newsletters. Aus dem User wird nur dann ein Abonnent des Newsletters, wenn er ein Unternehmen oder die Marke als Experten in ihrem Gebiet empfindet und sich von einer Newsletter-Anmeldung einen weiteren hohen Informationsnutzen erhofft. Wenn die Webseite des Unternehmens bloß wie eine Werbetafel ohne inhaltlichen Mehrwert im Vordergrund erscheint, werden auch nur jene User sich anmelden, die eine klare Kaufabsicht besitzen.


5.2 Consideration:

  • Die Consideration-Phase ist geprägt von einem Kaufinteresse, ohne dass der User eine Entscheidung getroffen hat.
  • Er sucht nach Informationen und recherchiert, um zu vergleichen, abzuwägen und zu planen.
  • Unternehmen können die Recherche als Anlass nehmen, um dem Interessenten personalisierten Content per E-Mail zu senden. Alternativ kann basierend auf der bekannten E-Mail-Adresse
  • Content in den Feeds von sozialen Netzwerken der Interessenten ausgespielt werden.   
  • So werden relevante Inhalte wie beispielsweise Trials oder konkrete Angebote die Entscheidungsgrundlage für die Transaktion.
Tipp:
Der Content muss konkret und direkt die Pros und Contras zu einem Sachverhalt, Produkten und Dienstleistungen vermitteln können und die Argumentation in den Vordergrund stellen. So wird der User in der Consideration-Phase abgeholt. Der Mehrwert wird hier durch schnell erfassbare Gegenüberstellungen von Optionen definiert. Für den Newsletter bedeutet dies, dass der User sich von dem Informationsangebot besondere Insights wünscht. Seine Erwartungen an das Format sind schließlich an die Erfahrungen mit dem Content auf der Webseite gekoppelt. Das E-Mail-Marketing sollte daher an dieser Stelle individualisiert werden und Tests, Vergleiche und Gründe zu Produkten liefern, um die Conversion und letztlich den Kaufabschluss zu triggern.


5.3 Transaction:

  • In der Transaction-Phase ist die Entscheidung bereits gefallen: Der User weiß, was er will. 
  • Die E-Mail dient hier nicht nur als Bestellbestätigung oder für den Versand der Rechnung. Transaktionale E-Mails können und sollten dazu genutzt werden, um die Customer Experience zu optimieren – z.B. durch Versand- oder Anlieferungsbestätigungs-E-Mails und Updates bei Verzögerung in der Zustellung.
Tipp:
Transaktionale E-Mails zeigen überdurchschnittliche Engagementraten, da sie wichtige Informationen wie Bestellbestätigungen, Rechnungen etc. beinhalten. Die Platzierung von Cross-Sell-Elementen wie z.B. das passende Zubehör-Set zu einem bestellten Grill. Zu beachten ist jedoch, dass werbliche Nachrichten nur in E-Mails an Kunden, die ihr Einverständnis für den Erhalt von Werbung erteilt haben, integriert werden dürfen.

5.4 Retention:

  • Ist ein Kauf einmal vorgenommen, ist das Informationsbedürfnis jedoch nicht beendet. Vielmehr sind weitere Inhalte sinnvoll, die dem Kunden bei der Verwendung, der Pflege und der Optimierung des Produktes helfen. 
  • Ein Upgrade, Ersatzteile oder saisonal bedingte Angebote sowie Innovationen zu Produkten sind in der Retention-Phase besonders relevant und können gut in einen Newsletter integriert werden.
  • Es gilt dem Kunden und seiner Erfahrung mit dem Produkt oder der Dienstleistung zuzuhören, zu lernen und zu reagieren, um die Customer Experience so optimal wie möglich zu gestalten.
Tipp:
Ein bereits bestehender Kunde wird sich für einen Newsletter anmelden, wenn er sich hilfreiche Informationen verspricht, die ihm nach seinem Kauf mit weiterführenden Tipps und ergänzenden Angeboten entgegenkommen. Wenn der ursprüngliche Mehrwert, über den der Kunde auf das kommerzielle Angebot aufmerksam geworden ist, konsistent fortgeführt wird, wird ein Upsell wahrscheinlich sein. Der Inhalt sollte vorausblickend zukünftige Fragen adressieren oder aufwerfen, welche anschließend subtil mit weiteren Produkt- oder Service-Angeboten verknüpft werden

5.5 Loyalty:

  • Ziel sind zufriedene Kunden, die das Produkt erneut kaufen oder die Dienstleistung erneut in Anspruch nehmen. 
  • Zufriedene Kunden werden zu loyalen Kunden, identifizieren sich mit der Marke, teilen positive Erfahrungen im Netz und werden zu Brand Ambassadors. 
  • Hoch personalisierte E-Mails ermöglichen Unternehmen ihren wertvollsten Kunden Wertschätzung zu zeigen und einen direkten Kontakt zu halten. Die E-Mail ermöglicht es aber auch Kunden auf Reviews, Empfehlungsaktivitäten und andere Loyalty-Maßnahmen aufmerksam zu machen.
Tipp:
Loyalty-Programme verstärken die Bindung zwischen dem Kunden und der Marke bzw. dem Produkt und können ganz unterschiedlich gestaltet werden. Ob Earn- und Burn-Mechaniken, Status-Level und somit Zugang zu exklusiven Benefits oder Incentives für die regelmäßige Nutzung des Produktes oder der Dienstleistung: Loyale Kunden tragen nicht nur zum Umsatz bei, sondern ermöglichen es Unternehmen, auch über ihre Kunden zu lernen und die Customer Experience kontinuierlich zu verbessern.

5.6 Win-back:

  • Verlorengegangene Kunden können durch Win-back oder auch sogenannte Re-Engagement-Programme zurückgewonnen werden. Es ist bekannt, dass die Neugewinnung von Kunden oft teurer ist als bestehende Kunde zu erhalten.
  • Das Ziel ist daher, die Anzahl der verloren gegangenen Kunden so gering wie möglich zu halten. 
  • Durch Incentives wie z.B. Preisnachlässe, doppelte Punkte im Loyalty-Programm oder der kostenfreie Versand können alte Kunden reaktiviert werden.
  • Wenn auch diese Maßnahmen den Kunden nicht zurückbringen ist es in Ordnung den Kunden ziehen zu lassen und sich auf bestehende Kunden zu fokussieren. 
  • Eine Kampagne für verloren gegangene Kunden, die z.B. in den letzten 12 Monaten keine Transaktion durchgeführt haben oder keine weiteren Touch Points mit der Marke hatten, kann im Voraus geplant und automatisiert umgesetzt werden.
Tipp:
Bei Re-Engagement-Maßnahmen kommt dem Deliverability Management eine besondere Bedeutung zu. Da ältere Adressen angeschrieben werden und somit eine erhöhte Gefahr von Bounces besteht oder gar Spamfallen angeschrieben werden können, sollte eine Strategie für den Versand ausgearbeitet werden. Hier gibt es unterschiedliche Ansätze, um der IP-Reputation nicht zu schaden und andere E-Mail-Kampagnen zu gefährden.

6. Acht Tipps für das E-Mail-Marketing

1. Zieldefinition und KPIs im Vorfeld definieren.

  • Bei der Definition der Ziele, die mit der E-Mail-Marketing-Kampagne verfolgt werden sollen, sollte grundsätzlich das gesamte kommunikative Auftreten des Unternehmens und seine verschiedenen Marketing-Maßnahmen einbezogen werden.
  • Erst das Gesamtbild verdeutlicht, welche Ziele die E-Mail als Kommunikationskanal erfüllen kann oder ob eine E-Mail Marketing-Strategie eigenständig agierend oder eher unterstützend eingesetzt werden kann.
  • Daran anknüpfend können dann Key-Performance-Indikatoren festgelegt werden, wie die Anzahl der Empfänger, Klick- und Öffnungsrate, Conversions, Attribution oder die Deliverability, um so die eigenen Leistung zu tracken.

2. Mit der Betreffzeile die Öffnungsrate beeinflussen.

  • Der erste Eindruck zählt. Damit der Abonnent auch auf den Newsletter klickt und er nicht direkt im Papierkorb landet, sollte die Betreffzeile gut durchdacht sein.
  • Da die Betreffzeile nur auf circa 40 Zeichen beschränkt ist, sollte der Inhalt der Mail kurz, prägnant und vor allem anteasernd auf den Punkt gebracht werden, um die Öffnungsrate positiv zu beeinflussen.
  • Der Pre-Header der E-Mail sollte als Verlängerung der Betreffzeile genutzt werden. Im Posteingang wird dieser direkt unter der Betreffzeile angezeigt.

3. Gute Vorarbeit bringt gute Ergebnisse.

  • Bevor die Newsletter-Kampagne gestartet wird, muss der richtige Verteiler erstellt werden.
  • A und O ist die Zustimmung der Kontakte, an die der Newsletter geschickt werden soll.
  • Der generierte Verteiler besteht nur aus Personen, die sich die E-Mails ausdrücklich wünschen. Je weniger der Newsletter als Spam wahrgenommen und gemeldet wird, desto höher ist die Inbox Placement Rate.
  • Generell sollte jeder Versender eine Deliverability-Strategie haben und folgen.

4. Personalisierter Absender und persönliche Ansprache.

  • Versuche den richtigen Absendernamen zu finden. In manchen Fällen funktioniert der Name einer Person besser als der Unternehmensname. Das Unternehmen bekommt damit ein Gesicht, was zu erhöhten Öffnungsraten führen kann.
  • Im B2B-Bereich können beispielsweise regionale Vertriebsmitarbeiter als Absender verwendet werden. 
  • Zusätzlich hat der Leser im selben Moment eine konkrete Ansprechperson, falls sich Fragen ergeben oder weitere Informationen gebraucht werden.

5. Am Ende hilft nur ausprobieren: A/B-Testing

  • Um herauszufinden was die Zielgruppe wirklich anspricht, hilft nur eins: Ausprobieren! Variiere zum Beispiel die Betreffzeilen, um zu überprüfen, welche Variante höhere Öffnungsraten erzielt.
  • A/B-Tests eignen sich dafür besonders gut. Dafür werden zwei sich geringfügig unterscheidende Versionen einer E-Mail verschickt und die Performance verglichen.
  • A/B-Test oder auch multivariate Tests lassen sich aber nicht nur für Betreffzeilen durchführen, sondern auch für Gestaltungselemente, CTAs, Bilder und vieles weitere. 
  • Im Zuge der Conversion-Optimierung sollte eine Testing-Strategie entwickelt werden.

6. Responsive Design nutzen

  • Ist die E-Mail nicht für mobile Endgeräte optimiert, passt sich das Layout nicht an die Bildschirmgröße an und wirkt sich negativ auf die User Experience aus. 
  • Das responsive Design sorgt über die sogenannten Media Queries für eine bessere User Experience und Bedienung und verhindert, dass das Layout der E-Mail durch die mobilen Nutzung verschoben wird.

7. Segmentierung mit entsprechend personalisiertem Content

  • Mithilfe der Segmentierung kann die ganze E-Mail aber auch nur gesonderte Abschnitte an ausgewählte Kontakte weitergeleitet werden. Das Einrichten der Segmentierung lohnt sich, da Inhalte nur die Personen erreichen, die daran Interesse haben. Das resultiert in höheren Engagement-Raten.
  • Der Newsletter wird also nicht mehr ungefiltert an die gesamte Kontaktliste verschickt, sondern die Zielgruppe wird so weit eingegrenzt, dass der richtige Inhalte die richtigen Empfänger erreicht – Win-Win für beide Seiten!

8. Der Zeitpunkt ist entscheidend.

  • Es gibt keine Antwort auf den bestmöglichen Versandzeitpunkt für eine E-Mail und werden von vielen Faktoren beeinflusst.
  • Selbst im B2B-Bereich lässt sich nicht mehr sagen, dass E-Mails z.B. nicht am Wochenende versendet sollen. 
  • Wann eine E-Mail geöffnet wird hängt vom einzelnen Empfänger ab und kann basierend auf Technologie, die sich Send Time Optimization nennt, definiert werden. 
  • Aber auch ohne Technologie lässt sich durch simple Tests ein Zeitfenster, in dem die Mehrheit der E-Mails geöffnet und geklickt wird, identifizieren. Wie immer gilt auch hier: testen, testen, testen. 

7. Achtung: rechtliche Vorgaben beachten

Werbliche E-Mails können jedoch nicht einfach so verschickt werden. Denn seit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gibt es einige Vorgaben, an die es sich zu halten gilt. Folgenden Punkte sind daher besonders wichtig:

  • Single- und Double-Opt-In
    Seit der DSGVO muss der Empfänger sich ausdrücklich für den Erhalt der Mailings entschieden habe. Der Knackpunkt liegt dabei in der Nachweispflicht. Zwei Verfahren bieten sich dafür an:

    • Bei der Single-opt-in-Methode füllt der Kontakt das Registrierungsformular aus und klickt auf „Submit“. Seine eingegebenen Daten werden daraufhin gespeichert. Hinter den Kulissen speichert das Formular jedoch zusätzlich wichtige Informationen wie die IP-Adresse, das Datum und die Uhrzeit der Registrierung.
    • Noch sicherer und ganz eindeutig zu empfehlen ist das sogenannte Double-Opt-in-Verfahren. Meldet sich der Empfänger für einen Newsletter an oder hinterlässt in einem Kontaktformular seine E-Mail-Adresse, muss er bei diesem Verfahren, zum Beispiel per Link (in einer separaten an ihn adressierten E-Mail), zum Versenden der E-Mails zustimmen.
  • E-Mails in die Datenschutzerklärung integrieren
    Wer E-Mail-Marketing betreibt, muss es auch in die Datenschutzerklärung integrieren und dort transparent erläutern, wie welche Daten erhoben und verarbeiten werden.
  • Abmelde-Link einfügen
    Ferner ist es vorgeschrieben, dass jeder Newsletter einen Abmelde-Link enthält. Der Empfänger hat so jederzeit die Möglichkeit, sein Abonnement mit einem Klick rückgängig zu machen.

8. Fazit: Die E-Mail ist und bleibt am Leben

  • Die E-Mail kann in jeder Phase der Customer Journey zur Erfüllung der Ziele beitragen – ob Kundenakquise, -bindung oder -rückgewinnung.
  • Die E-Mail ist flexibel, schnell und effizient. Durch Automatisierungen können Aufwände minimiert werden.
  • Die E-Mail kann unheimlich relevant sein. Das schon alte Statement „die richtige Botschaft zur richtigen Zeit am richtigen Ort“ ist heute gültiger als nie zuvor. Die Kombination mit dem richtigen Content ist dann erfolgversprechend. 
  • Die E-Mail ermöglicht Unternehmen, unabhängig von der Vertriebsstrategie, eine direkte Beziehung mit ihren Kunden aufzubauen, diese zu pflegen und aus Kunden Brand Ambassadors zu machen. 

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Fionn Kientzler

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