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Content Marketing Trends 2020: Die 5 relevantesten Entwicklungen

„Mobile First“ – Als ständige Begleiter sind Smartphones nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Die 5 Content Marketing Trends 2020 zeigen die Relevanz von mobilen Kommunikationswegen für eine persönlichere Customer Journey und schnellere Interaktion.

Die Digitalisierung ist in aller Munde und wird zukünftig weiterhin eine übergeordnete Rolle spielen. Auch in den Content Marketing Trends 2020 wird sie Einzug halten und die Customer Journey entscheidend beeinflussen. Content Marketing wird primär auf das Smartphone ausgerichtet. Im Zentrum stehen mobiloptimierte Inhalte, die die Positionierung der Marke und die Interaktion mit den Usern definieren. Denn worauf es vermehrt ankommt, ist die Schnelligkeit, mit der individualisierte und emotional ansprechenden Content vermittelt werden können. Wer die Content Marketing Trends 2020 befolgt, kann weiterhin Erfolg in der Branche verbuchen.

1. Messenger Marketing: schneller, einfacher & persönlicher Content

Auch im Jahr 2020 steht die künstliche Intelligenz im Content Marketing ganz vorn im Kurs. Denn diese können nicht nur mit Leichtigkeit Nutzerverhalten analysieren. Das kognitive Computersystem Watson von IBM erkennt Sprachmuster und zeigt ein tieferes Sprachverständnis. Das ermöglicht eine natürliche und individuelle Sprachausgabe. Somit ist Watson anderen herkömmlichen KIs überlegen.

Nicht nur künstliche Intelligenz ist auf der Überholspur. Data-Driven Marketing wird in Zukunft immer relevanter werden. Durch Social-Media oder Messenger-Dienste stehen Unmengen an Daten zur Verfügung, die strategisch im Content Marketing von Unternehmern genutzt werden können – und sollten. So gelingen die Sammlung und Analyse von User-Informationen, die Rückschlüsse auf die Kommunikation zulassen und gezielt genutzt werden können.

Worauf kein Unternehmen verzichten sollte, ist der direkte Kontakt zum Nutzer durch Messenger Marketing. Bis zu 97% der User nutzen WhatsApp zur direkten Kommunikation mit Verwandten oder Freunden, und machen somit andere Social-Media-Kanäle wie Facebook Messenger obsolet. Ein bestechlicher Grund, um leicht und direkt mit den Usern zu interagieren. Wo erreicht man die Zielgruppe besser mit anspruchsvollem Content, als an den Orten, wo sie den Großteil ihrer Freizeit verbringen? Daher sind Messenger-Dienste optimal, um Userverhalten, Wünsche und Bedürfnisse zu verstehen und individuellen Content zu bieten.

Was Messenger Marketing besonders effektiv macht:

  • Ideal für eine “basic communicaton”
  • Hoher Grad an Individualisierung und Intimität
  • Kreative & außergewöhnliche Call-to-Action Buttons, GIFs, Bildern und Emojis
  • Automatisiertes und schnelles Interagieren mit Chatbots möglich
  • Holt zusätzlich junge Zielgruppe ab

Damit zählen digitale Kommunikationskanäle zu den führenden Strategien im Content Marketing 2020.

2. Facebook? Weniger relevant für junge Zielgruppen in den Content Marketing Trends

Apropos Facebook Messenger: Facebook wird 2020 immer weniger relevant für Content Marketing, um junge Zielgruppen zu erreichen. Die meisten Unternehmen nutzen nach wie vor Facebook als Kommunikationsplattform und wagen keinen Outreach zu anderen Plattformen. Jedoch ist Mut an dieser Stelle gefragt.

Auch wenn die Nutzerzahlen etwas anderes sagen, ist Facebook zumindest in Deutschland nicht Nummer 1 bei der jungen Zielgruppe. WhatsApp und Instagram werden immer wichtiger; die Anzahl an aktiven Nutzern steigt. Daher sollte die Umsetzung von Content-Marketing-Strategien umgehend auf diese Kommunikationskanäle fokussiert werden. Aber auch LinkedIn und Xing etablieren sich als direkte Brücke zu jungen Kunden – Tendenz steigend.

Das heißt aber nicht, dass Facebook gänzlich den Rücken zugewandt werden muss. Die Kommunikationsplattform eignet sich nach wie vor, ältere Personengruppen mit relevantem Content zu erreichen und anzusprechen.

3. Voice Apps: Geben Sie Ihrem Content eine Stimme

Content Marketing wird zukünftig nicht nur auf schriftlicher Ebene stattfinden. Sprachassistenten von Amazon oder Google sind immer häufiger im Alltag vorzufinden. Das primäre Kommunikationsmittel hierbei ist die gesprochene Sprache. Um sich und die Marke ebenfalls für die Sprachsteuerung positionieren zu können, sollten Unternehmer nicht auf Voice Content Marketing verzichten.

Immer beliebter werden Voice Apps, mit denen Dialoge und Funktionalitäten im Sprachassistenten integriert werden können. Hierbei werden Text-to-Speech-Technologien genutzt, um Texte mit natürlich klingenden Stimmen umwandeln zu können. Sprachassistenten wie Alexa oder Google Assistant bieten Unternehmern so die Chance, unter eigenem Markennamen direkt mit dem Nutzer in Kontakt zu treten und bei der Customer Journey präsent zu sein.

Um Qualität und Mehrwert über Voice Apps zu bieten, sollten Hersteller auf folgende Schritte achten:

  • Suchintentionen der Zielgruppe identifizieren: Wünsche und Bedürfnisse der User müssen verstanden werden, um passende Inhalte liefern zu können und den Erwartungen zu entsprechen.
  • Wenige, aber relevante Keywords festlegen: Mündlich werden mehr Wörter pro Minute erzeugt als schriftlich. Die Verwendung von Füllwörtern unterscheidet mündlicher von schriftlicher Sprache, weswegen Unternehmen ihre Inhalte auf natürliche Wortkombinationen optimieren sollten.
  • Sprachinhalte erstellen bzw. bestehende Inhalte sprachlich anpassen: Inhalte sollten immer den Kundenbedürfnissen entsprechen. Ist dies bereits in den vorhandenen Content Formaten gewährleistet, sollten Unternehmen prüfen, ob sich diese für eine Text-to-Speech-Konvertierung eignen. Dabei sollte der Content zwei bis drei Sätze oder max. 30 Wörter nicht überschreiten.
  • Content technisch implementieren: Abhängig von der Häufigkeit der Verwendung von Sprachassistenten bei der Zielgruppe, sollten die zur Verfügung stehenden Ressourcen ermittelt werden. Unternehmen mit wenig Kapazitäten sollten sich mit dem Speakable Markup beschäftigen. Können viele Ressourcen investiert werden, sollten Firmen über die Erstellung eigener Voice Apps nachdenken.

4. Micro Moments – Entscheidungsmomente

Die richtige Person zur richtigen Zeit mit der richtigen Aussage erreichen – bei jedem Kontakt.

Kennt ihr das, wenn ihr nach einer Antwort sucht, aber sie einfach nicht findet? Dann greift ihr zum Smartphone, eurem ständigen Begleiter, und googlet schnell das, was ihr wissen wollt. Genau in diesem Entscheidungsprozess steckt der Micro Moment. Der Moment, in dem Unternehmen und Marken dem Nutzer näherkommen können. Um dieses Potenzial für Content Marketing voll ausschöpfen zu können, muss der Marketer die 4 Arten von Google-Momenten kennen:

  • I-want-to-know moments: schnelle Informationssuche zu bestimmten Sachverhalten
  • I-want-to-go moments: Suche nach nahegelegenen Orten
  • I-want-to-do moments: Suche nach kurzen einfachen Lösungen und Hilfe für ein bestimmtes Problem
  • I-want-to-buy moments: Entscheidungsgrundlage für einen Kauf

Der lineare Marketing Funnel wird dabei auf den Kopf gestellt. Bei den Mikro-Momenten geht es nicht darum, Vertrauen zum potentiellen Kunden aufzubauen. Der Kunde möchte etwas – und er will es sofort. Das heißt für Marketer, dass sie sich auf eine kürzere Reise mit weniger Touchpoints einstellen müssen. Es geht um schnellen, einfachen und qualitativ hochwertigen Content. Unternehmer müssen sich die Frage stellen: Was kann ich tun, um das beste daraus zu kriegen? Bin ich über die gesamte Customer Journey präsent? Sind meine Inhalte auf diese speziellen Momente optimiert?

5. Micro Influencer – aussichtsreicher Content Marketing Trend

Influencer Marketing gehört schon seit ein paar Jahren zu den meist genutzten Marketing Strategien für eine größere Reichweite. Jedoch zeigen Studien, dass Influencer mit unzähligen Followern an Glaubwürdigkeit verlieren – und mit hohen Kosten verbunden sind.

Da Instagram und YouTube im Content Marketing trotzdem relevante Plattformen bleiben, ist der beste Weg zu Nutzern nach wie vor über Influencer. Die „Micro-Influencer“ verfügen über weitaus weniger Abonnenten. Das hat den Vorteil, dass sie authentischer und glaubwürdiger erscheinen, weil ihre Reichweite organisch durch Familienmitglieder, Freunde oder Bekannte aufgebaut ist. Das bestehende Vertrauensverhältnis bietet sich zukünftig optimal für Marketing-Experten an, sich durch Empfehlungen des Influencers zu positionieren.

  • Micro-Influencer verfügen über ca. 1.000 bis 10.000 Follower. Somit bieten sie eine dichtere Zielgruppe für ein bestimmtes Themengebiet. Das ermöglicht Unternehmen eine zielgerichtete direkte Ansprache.
  • Eine höhere Engagement Rate wird erzielt, je niedriger die Abonnentenzahl ist. Das bietet Influencern die Möglichkeit, häufiger und intensiver mit Nutzern zu interagieren. Die zeitnahe und freundliche Kommunikation ist ideal für ein positives “Digital Branding.
  • Micro-Influencer überzeugen mit einem authentischen Austausch zur Marke, wenn sie inhaltlich zu dieser passen.

Tipp:
Marketer sollten im Voraus darauf achten, dass die Marke ansprechend für den Influencer ist, um eine möglichst natürlich wirkende Kooperation umzusetzen. Spaltet sich der Influencer zu sehr von den Unternehmenszielen ab, “verschreckt” das unauthentische Auftreten mögliche Kunden.

Fazit: Mobile Optimierung und direkte Kommunikation als klare Content Marketing Trends für 2020

Die Content Marketing Trends im Jahr 2020 deuten darauf hin, Marketing Strategien auf die mobile Nutzung von potentiellen Kunden anzupassen und die Entwicklungen ständig im Blick zu haben. Der Sales Funnel ist schnelllebiger geworden, worauf sich Marketer vorbereiten müssen. Denn nicht nur die Customer Journey nimmt an Geschwindigkeit zu. Konkurrierende Unternehmen legen ebenfalls an Schnelligkeit zu. Die Präsenz auf Kommunikationsplattformen wird daher entscheidend sein, um sofort und direkt mit Usern zu interagieren. Dabei werden relevante, authentische Inhalte, die den User emotional mitnehmen weiterhin eine Rolle spielen.


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Fionn Kientzler

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