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Content Marketing Trends 2022: Die 5 relevantesten Entwicklungen

Content Commerce, Marketing Automation, Content UX und Short Videos: Auch das Jahr 2022 steht ganz im Zeichen der User:innen und ihren Bedürfnissen. Wir zeigen, welche Trends für das neue Jahr am relevantesten für eine persönlichere Customer Journey und schnelle Interaktionen sind.

Spätestens jetzt, wo wir uns fast zwei Jahre in einer globalen Pandemie befinden, steht fest: Die allermeisten Unternehmen haben sich auf den weg der Digitalisierung gemacht. Sie haben verstanden: Wer nicht mitmischt, wird abgehängt. Das Spotlight der Content Marketing Trends 2022 ist auf die digital Customer Journey gerichtet. Im Fokus stehen userzentrierte und für alle Endgeräte optimierte Inhalte, die die Aufmerksamkeit der Nutzer:innen einfangen, halten und schließlich so gut sind, dass sie sich positiv auf die Conversion Rate auswirken. Es geht um positive Brand Wahrnehmung und vermehrte Interaktionen zwischen Inhalten und User:innen. Es geht um Schnelllebigkeit, Individualität und Emotionen. Das ist der Bausatz für erfolgreiches Content Marketing in 2022. 

1. Content Commerce: Information und Produkt in einem Schwung

Die Grenze zwischen informationalen und transaktionalen Inhalte verschwimmt immer mehr, wie sich nicht nur an Beispielen wie Facebook und Instagram zeigt. Auf vielen digitalen Kanälen gehen Content und Commerce Hand ind Hand und erweitern rein informationale Inhalte um E-Commerce Funktionalitäten. So können User:innen mit einem Inhalt in Interaktion treten und direkt darüber zu Kundschaft konvertieren.

Content Commerce bedeutet für Content Marketing Kampagnen, das eigene Unternehmen schon bei der Konzeption von Inhalten strategisch mitzudenken – und das entlang der gesamten digital Customer Journey. Das Ziel: User:innen an allen Touchpoints mit den Informationen und Inhalten zu begegnen, die sie in der jeweiligen Phase erwarten und brauchen. Hier sind alle Köpfe des Content Marketings gefragt: Autor:innen, aber auch Personen, die sich um die Technologie kümmern. Sie müssen alle Features so zusammenbringen, dass Unternehmen dynamisch, kanalübergreifend und zeitlich flexibel auf ihre Kundschaft eingehen und ihre Bedürfnisse befriedigen können.

2. Marketing Automation: Intelligentes Nurturing für deine Zielgruppen

Die Kanäle für digitales Marketing nehmen fortlaufend zu. Und damit auch die potenziellen Touchpoints zwischen Unternehmen und Nutzer:innen. Das hat eine mitunter hochkomplexe Content Aussteuerung zur Folge: Welcher Content kommt wann auf welchem Weg zu bestimmten, aber nicht allen User:innen? Die einzig plausible Antwort auf diese Frage lautet Marketing Automation. Automation ermöglicht es Unternehmen, Streuverluste zu minimieren und personalisierten Content für verschiedene Zielgruppen an den unterschiedlichen Stationen der Customer Journey anzubieten. So können sie Interessent:innen oder bereits konvertierte Kund:innen begleiten und sie zu Bestandskund:innen machen.

Das A und O für einen erfolgreichen Automatisierungsprozess ist die optimale technische Umsetzung einer Automation Strecke. Das bedeutet, dass alle Komponenten wie CMS, CRM und Google Analytics fließend ineinander übergehen müssen, um reibungslos zu funktionieren und das volle Potenzial auszuschöpfen. Dafür braucht es digitale Automation Systeme, die alle relevanten Daten speichern sowie definiert und zuverlässig ausspielen. 

3. Facebook? Weniger relevant für junge Zielgruppen in den Content Marketing Trends

Auch in 2022 wird Facebook im Content Marketing weiter an Relevanz verlieren, insbesondere für junge Zielgruppen. Die meisten Unternehmen nutzen nach wie vor Facebook als Kommunikationsplattform und wagen keinen Outreach zu anderen Plattformen. Jedoch ist Mut an dieser Stelle gefragt.

Auch wenn die Nutzerzahlen etwas anderes sagen, ist Facebook zumindest in Deutschland schon lange nicht mehr Nummer 1 bei der jungen Zielgruppe. WhatsApp und Instagram sind viel wichtiger; die Anzahl an aktiven Nutzer:innen steigt weiterhin an. Daher sollten Unternehmen die Umsetzung von Content Marketing Strategien umgehend auf diese Kommunikationskanäle fokussieren. Aber auch LinkedIn und Xing haben sich längst als direkte Brücke zu jungen Kund:innen etabliert – Tendenz steigend.

Das heißt aber nicht, dass Unternehmen Facebook gänzlich den Rücken zukehren müssen. Die Kommunikationsplattform eignet sich nach wie vor, um ältere Personengruppen mit relevantem Content zu erreichen und anzusprechen.

4. Erfolgsfaktor Content UX: Inhalte nicht nur schreiben, sondern gestalten

Um die Aufmerksamkeit der User:innen auch zu halten, nachdem sie einmal geweckt wurde, braucht es heute mehr als nette Worte und ein passendes Bild. Digitale Nutzer:innen sind mit Inhalten sehr anspruchsvoll und geben ihnen weder viel Zeit, noch Nerven, um sie von sich zu überzeugen. Sobald sie sich langweilen oder nicht auf Anhieb finden, wonach sie suchen, sind sie weg. Das heißt: Unternehmen sollten alles dafür tun, um Nutzer:innen auf den ersten Blick von ihrem Content zu überzeugen.

Das Stichwort lautet Content UX. Die Content UX beschreibt das Erlebnis, das Nutzer:innen erfahren, während sie einen Inhalt sehen und lesen. Um dieses Erlebnis so positiv wie möglich zu beeinflussen und User:innen zu positiven Signalen zu motivieren, müssen Inhalte modern, unterhaltsam und für digitale Kanäle optimiert sein. Dazu gehören visuelle Elemente, Überschriften, Grafiken, Conversion Elemente und sehr viel mehr. Du möchtest wissen, was möglich ist? Dann lies unseren Artikel zum Thema Content Design.

5. Micro Influencer:innen: stabiler Content Marketing Trend

Influencer Marketing gehört schon seit ein paar Jahren zu den meist genutzten Marketing Strategien für eine größere Reichweite. Jedoch zeigen Studien, dass Influencer:innen mit unzähligen Followern an Glaubwürdigkeit verlieren – und mit hohen Kosten verbunden sind.

Da Instagram und YouTube im Content Marketing trotzdem relevante Plattformen bleiben, ist der beste Weg zu Nutzer:innen nach wie vor über Influencer:innen. Die „Micro-Influencer:innen“ verfügen über weitaus weniger Abonnent:innen. Das hat den Vorteil, dass sie authentischer und glaubwürdiger erscheinen, weil ihre Reichweite organisch durch Familienmitglieder, Freunde oder Bekannte aufgebaut ist. Das bestehende Vertrauensverhältnis bietet sich zukünftig optimal für Marketing Expert:innen an, sich durch Influencer:innen Empfehlungen zu positionieren.

  • Micro Influencer:innen haben ca. 1.000 bis 10.000 Follower:innen. Somit bieten sie eine dichtere Zielgruppe für ein bestimmtes Themengebiet. Das ermöglicht Unternehmen eine zielgerichtete und direkte Ansprache.
  • Eine höhere Engagement Rate wird erzielt, je niedriger die Abonnentenzahl ist. Das bietet Influencer:innen die Möglichkeit, häufiger und intensiver mit Nutzer:innen zu interagieren. Die zeitnahe und freundliche Kommunikation ist ideal für ein positives „Digital Branding„.
  • Micro Influencer:innen überzeugen mit einem authentischen Austausch zur Marke, wenn sie inhaltlich zu dieser passen.

Tipp:

Marketing Experti:innen sollten im Voraus darauf achten, dass die Marke zur Person passt, um eine möglichst natürlich wirkende Kooperation umzusetzen. Spalten sich Influencer:innen zu sehr von den Unternehmenszielen ab, „verschreckt“ das unauthentische Auftreten mögliche Kund:innen.

Fazit: User:innen Fokus & cross Channel Marketing geben den Ton an

Die Content Marketing Trends im Jahr 2022 deuten darauf hin, Marketing Strategien noch stärker auf die Nutzerbedürfnisse auszurichten. Der Sales Funnel ist schnelllebiger geworden, worauf sich Marketing Expert:innen vorbereiten müssen. Denn nicht nur die Customer Journey nimmt an Geschwindigkeit zu. Konkurrierende Unternehmen geben ebenfalls Gas. Die Präsenz auf Kommunikationsplattformen wird daher entscheidend sein, um sofort und direkt mit User:innen zu interagieren. Dabei werden relevante, authentische Inhalte, die die Nutzer:innen emotional mitnehmen,weiterhin eine Rolle spielen.


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Fionn Kientzler

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