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Content Marketing Trends 2023: Die 7 relevantesten Entwicklungen

Content UX, flexible Inhalte, Ausmisten, Marketing Automation und KI: Das Jahr 2023 steht im Zeichen der User:innen und neuster Technologie. Wir zeigen, welche Content Marketing Trends im neuen Jahr am relevantesten für eine persönliche Customer Journey und schnelle Interaktionen sind.

Spätestens seit Corona haben sich die allermeisten Unternehmen auf den Weg der Digitalisierung begeben. So hat die Pandemie wenigstens dafür gesorgt, zu beschleunigen, was längst überfällig war. Doch seit 2022 ist klar, dass die Zeiten für Unternehmen keinesfalls leichter werden. Zwischen Inflation, Lieferengpässen, Personalmangel und Wirtschaftskrise haben viele Unternehmen große Herausforderungen zu meistern. Dennoch: Auf alt Bewährtes zu setzen, wäre jetzt ein Fehler. 

Content Marketing ist kosteneffizient und erfolgversprechend und im ständigen Wandel. Wir zeigen dir die wichtigsten Trends und Entwicklungen, die du für 2023 kennen musst.

1. Flexible Inhalte für jede Gelegenheit 

Einzigartigen Inhalten geht meist eine intensive Recherche bzw. Analyse voraus. Oft entsteht daraus „nur“ ein PDF oder ein Blogartikel – verlorenes Potenzial. Denn 2023 gilt stärker als je zuvor: Inhalte können und müssen verschiedene Gesichter haben. Umso vielfältiger dein Content ist, umso eher fühlt sich deine gesamte Zielgruppe angesprochen und interagiert. Nutze deine Erkenntnisse aus der Recherche und spinne den Content weiter: Erstelle Bilder und Grafiken für den visuellen Teil deiner Audience. Überlege, ob für deinen Inhalt zusätzlich ein Audioformat Sinn macht oder doch ein kurzes Video.

Übrigens: Google hat im vergangenen Jahr immer wieder den Fokus auf User:innen und deren Bedürfnisse betont. Indem du alle mit deinen Inhalten abholst und für jede:n das richtige Format bereitstellst, profitierst du unter Umständen auch von Rankings und organischem Traffic.

Es müssen nicht immer bunte Bewegtbilder sein, auch Text bietet viel Varianz. Kurze Zusammenfassungen in Boxen für eilige Leser:innen, Tabellen mit Fakten und Zahlen auf einen Blick oder auch nur Bullets sorgen für eine gute Lesbarkeit. Und damit wären wir beim nächsten Content Marketing Trend.

2. Erfolgsfaktor Content UX: Inhalte nicht nur schreiben, sondern gestalten

Um die Aufmerksamkeit der User:innen auch zu halten, nachdem sie einmal geweckt wurde, braucht es heute mehr als nette Worte und ein passendes Bild. Digitale Nutzer:innen sind mit Inhalten sehr anspruchsvoll und geben ihnen weder viel Zeit, noch Nerven, um sie von sich zu überzeugen. Sobald sie sich langweilen oder nicht auf Anhieb finden, wonach sie suchen, sind sie weg. Das heißt: Unternehmen sollten alles dafür tun, um Nutzer:innen auf den ersten Blick von ihrem Content zu überzeugen.

Das Stichwort lautet Content UX. Die Content UX beschreibt das Erlebnis, das Nutzer:innen erfahren, während sie einen Inhalt sehen und lesen. Um dieses Erlebnis so positiv wie möglich zu beeinflussen und User:innen zu positiven Signalen zu motivieren, müssen Inhalte modern, unterhaltsam und für digitale Kanäle optimiert sein. Dazu gehören visuelle Elemente, Überschriften, Grafiken, Conversion Elemente und sehr viel mehr. Du möchtest wissen, was möglich ist? Dann lies unseren Artikel zum Thema Content Design.

3. Content Commerce: Information und Produkt in einem Schwung

Die Grenze zwischen informationalen und transaktionalen Inhalten verschwimmt immer mehr, wie sich nicht nur an Beispielen wie Facebook und Instagram zeigt. Auf vielen digitalen Kanälen gehen Content und Commerce Hand ind Hand und erweitern rein informationale Inhalte um E-Commerce Funktionalitäten. So können User:innen mit einem Inhalt in Interaktion treten und direkt darüber zu Kundschaft konvertieren.

Content Commerce bedeutet für Content Marketing Kampagnen, das eigene Unternehmen schon bei der Konzeption von Inhalten strategisch mitzudenken – und das entlang der gesamten digital Customer Journey. Das Ziel: User:innen an allen Touchpoints mit den Informationen und Inhalten zu begegnen, die sie in der jeweiligen Phase erwarten und brauchen. Hier sind alle Köpfe des Content Marketings gefragt: Autor:innen, aber auch Personen, die sich um die Technologie kümmern. Sie müssen alle Features so zusammenbringen, dass Unternehmen dynamisch, kanalübergreifend und zeitlich flexibel auf ihre Kundschaft eingehen und ihre Bedürfnisse befriedigen können.

CTA Banner schwarz Erfolgsfaktor Umsatzfaktor Content Marketing WEBP

4. Content aufräumen und optimieren 

More ist more? Das gilt nicht für Content Marketing. Im Gegenteil: Nach den Google Updates im Jahr 2022 kristallisiert sich heraus, dass das Ausmisten der neue SEO Trend ist. Damit deine Seite gut in der Suchmaschine performt, rät Google dir, Inhalte auf die Frage des Mehrwerts hin zu prüfen. Profitieren Leser:innen wirklich von einem Blogartikel, einer Landingpage bzw. URL? Oder bietet sie veraltete Informationen, kaum Neuigkeitswert und dünne Inhalte?

Wenn du diese Fragen mit “ja” beantwortest, heißt es 2023: ausbauen, ändern oder löschen. Das Motto „Schadet ja nicht“ geht nicht mehr auf. Denn Google bewertet Websites seit dem Helpful Content Update anhand aller URLs. Findet der Crawler relativ viele schlechte URLs, kann das einen negativen Einfluss auf die gesamte Domain haben – so Google.

5. KI als Content Marketing Trend? 

Künstliche Intelligenz als Content Marketing Trend zu bezeichnen, ist sicherlich umstritten. Aber genau das macht es zum Trend: Die ersten Technologien zur automatischen Texterstellung sind auf dem Markt und sorgen für heißen Diskussionsstoff. Im Jahr 2023 werden wir unseren Content sicher nicht automatisch erstellen lassen, wir raten aber dazu, diesen Technologien offen gegenüberzustehen. So können sie im folgenden Jahr eine Schreibhilfe oder eine Recherchequellen sein, die Texter:innen unter die Arme greift. Mehr aber nicht.

Userfokus und Mehrwert sind die wichtigsten Kriterien für erfolgreichen Content. Das heißt: Nutze KI nicht für massenhafte Textproduktion, die das alleinige Ziel von Keywords und Rankings verfolgt. Text darf durch die KI auf keinen Fall an Wert verlieren. Wie diese Gratwanderung gelingt? Wir freuen uns über Diskussionen, Analysen und Experimente im Jahr 2023.

6. Marketing Automation: Intelligentes Nurturing für deine Zielgruppen

Die Kanäle für digitales Marketing nehmen fortlaufend zu. Und damit auch die potenziellen Touchpoints zwischen Unternehmen und Nutzer:innen. Das hat eine mitunter hochkomplexe Content Aussteuerung zur Folge: Welcher Content kommt wann auf welchem Weg zu bestimmten, aber nicht allen User:innen? Die einzig plausible Antwort auf diese Frage lautet Marketing Automation. Automation ermöglicht es Unternehmen, Streuverluste zu minimieren und personalisierten Content für verschiedene Zielgruppen an den unterschiedlichen Stationen der Customer Journey anzubieten. So können sie Interessent:innen oder bereits konvertierte Kund:innen begleiten und sie zu Bestandskund:innen machen.

Das A und O für einen erfolgreichen Automatisierungsprozess ist die optimale technische Umsetzung einer Automation Strecke. Das bedeutet, dass alle Komponenten wie CMS, CRM und Google Analytics fließend ineinander übergehen müssen, um reibungslos zu funktionieren und das volle Potenzial auszuschöpfen. Dafür braucht es digitale Automation Systeme, die alle relevanten Daten speichern sowie definiert und zuverlässig ausspielen. 

7. Micro Influencer:innen: stabiler Content Marketing Trend

Influencer Marketing gehört schon seit ein paar Jahren zu den meist genutzten Marketing Strategien für eine größere Reichweite. Jedoch zeigen Studien, dass Influencer:innen mit unzähligen Followern an Glaubwürdigkeit verlieren – und mit hohen Kosten verbunden sind.

Da Instagram und YouTube im Content Marketing trotzdem relevante Plattformen bleiben, ist der beste Weg zu Nutzer:innen nach wie vor über Influencer:innen. Die „Micro-Influencer:innen“ verfügen über weitaus weniger Abonnent:innen. Das hat den Vorteil, dass sie authentischer und glaubwürdiger erscheinen, weil ihre Reichweite organisch durch Familienmitglieder, Freunde oder Bekannte aufgebaut ist. Das bestehende Vertrauensverhältnis bietet sich zukünftig optimal für Marketing Expert:innen an, sich durch Influencer:innen Empfehlungen zu positionieren.

Smartphone mit Insights auf dem Display

  • Micro Influencer:innen haben ca. 1.000 bis 10.000 Follower:innen. Somit bieten sie eine dichtere Zielgruppe für ein bestimmtes Themengebiet. Das ermöglicht Unternehmen eine zielgerichtete und direkte Ansprache.
  • Eine höhere Engagement Rate wird erzielt, je niedriger die Abonnentenzahl ist. Das bietet Influencer:innen die Möglichkeit, häufiger und intensiver mit Nutzer:innen zu interagieren. Die zeitnahe und freundliche Kommunikation ist ideal für ein positives „Digital Branding„.
  • Micro Influencer:innen überzeugen mit einem authentischen Austausch zur Marke, wenn sie inhaltlich zu dieser passen.

Tipp:
Marketing Experti:innen sollten im Voraus darauf achten, dass die Marke zur Person passt, um eine möglichst natürlich wirkende Kooperation umzusetzen. Spalten sich Influencer:innen zu sehr von den Unternehmenszielen ab, „verschreckt“ das unauthentische Auftreten mögliche Kund:innen.

Fazit: User:innen Fokus & cross Channel Marketing geben den Ton an

Die Content Marketing Trends im Jahr 2022 deuten darauf hin, Marketing Strategien noch stärker auf die Nutzerbedürfnisse auszurichten. Der Sales Funnel ist schnelllebiger geworden, worauf sich Marketing Expert:innen vorbereiten müssen. Denn nicht nur die Customer Journey nimmt an Geschwindigkeit zu. Konkurrierende Unternehmen geben ebenfalls Gas. Die Präsenz auf Kommunikationsplattformen wird daher entscheidend sein, um sofort und direkt mit User:innen zu interagieren. Dabei werden relevante, authentische Inhalte, die die Nutzer:innen emotional mitnehmen,weiterhin eine Rolle spielen.

 


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Fionn Kientzler

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