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Digitalmarketing

Digitalmarketing (oder „digitales Marketing”) ist die Kommunikation mittels digitaler Technologien, meist über das Internet. Es dient dem Aufbau einer Brand Awareness, der Leadgenerierung, der Conversion, der Kundenloyalität und dem Upselling und zielt auf ein erhöhtes Engagement zwischen Zielgruppe und Marke ab. Digitales Marketing wird auch Data-Driven Marketing genannt, da es auf Datensätzen basiert und anhand der Analyse von Kundendaten die Optimierung der Kommunikationsstrategien verfolgt.

Digitalmarketing Strategie
Digitalmarketing umfasst alle Maßnahmen, welche den Kommunikationszielen und den ökonomischen Zielen im digitalen Raum dienen.

Was ist der Unterschied zwischen Digitalmarketing und Online Marketing?

Die Begriffe bzw. Konzepte Digitalmarketing und Online Marketing mögen zwar ähnlich klingen, sind aber nicht deckungsgleich – ganz im Gegenteil! Digitalmarketing ist die gezielte, inzwischen zunehmend personalisierte, Kommunikation mit den (potenziellen) Kund:innen über elektronische Geräte mittels digitaler Signale. Der Vorteil der Digitaltechnik liegt in der Messbarkeit aller Maßnahmen: die User Signals ermöglichen den Digital Marketing Manager:innen eine Erfolgsmessung, um das Marketing zu optimieren. Die Inhalte werden dabei oft über digitale Anwendungen ausgespielt, wie etwa auf Websites, in Apps, E-Mails oder auf Social-Media-Plattformen.

Online Marketing ist eine Unterform von Digitalmarketing – digitale Kommunikation muss nämlich nicht zwingend mit dem Web verbunden sein. Digitalmarketing kann auch offline stattfinden – beispielsweise über Display-Werbung an öffentlichen Orten. Digitalmarketing beschreibt im engeren Sinn lediglich die Kommunikation über Digitaltechnik, dessen Signale auf dem binären System beruhen – unabhängig von der Quelle und dem Medium, über welche die Inhalte ausgespielt werden. 

Digitales Marketing: Maßnahmen und Strategien

Digitales Marketing besteht aus vielen verschiedenen Instrumenten, mit denen jeweils unterschiedliche Ziele verfolgt werden. Dabei greifen die einzelnen Möglichkeiten als Teile einer größeren Strategie ineinander und beeinflussen sich oft gegenseitig. Eine Digitalmarketing-Strategie ist in der Regel auf eine Verzahnung verschiedener Maßnahmen ausgelegt, um Schnittstellen zu schaffen und Multiplikationseffekte zu ermöglichen. Eine gelungene Kampagne über mehrere Medien hinweg mit konsistenter Botschaft und starkem Wiedererkennungswert wird als integrierte Kommunikation bezeichnet. Zeitgleich muss darauf geachtet werden, dass Inhalt und Format den Bedürfnissen, Anforderungen und Erwartungen der User:innen gegenüber dem jeweiligen Medium entsprechen. Ziel sollte immer sein, dass das digitale Marketing die User:innen während ihrer Customer Journey in ihren Bedürfnissen komplementiert und zeitgleich dem formalen Wesen der verschiedenen Touchpoints gerecht wird. Für mehr Informationen beraten wir dich gerne als Online Marketing Agentur aus Berlin und finden die passenden Stellschrauben für deine Online Marketing Strategie. Wir stellen die wichtigsten Instrumente und Begriffe des digitalen Marketings kurz vor. 

Content Marketing

Content Marketing beschränkt sich nicht nur auf den digitalen Raum, nimmt dort jedoch einen zentralen Stellenwert in der Kommunikation zwischen einem Unternehmen und seinen Zielgruppen ein. Content Marketing geschieht zunehmend und hauptsächlich digital. Zudem ist das Digitalmarketing durch den strategischen Ansatz des Content Marketing wesentlich geprägt worden. Gleichzeitig vereint das inhaltsgetriebene Digitalmarketing weitere Disziplinen mit anderen strategischen Gewichtungen, welche jedoch alle im Zusammenspiel die gewünschten Multiplikationseffekte erzeugen.

Content

Digitalmarketing lebt von Content. Content Marketing bedeutet eine bedürfnisorientierte Ansprache der Zielgruppe durch inhaltlichen Mehrwert. Er wird an relevanten Kommunikationskanälen publiziert, ohne dass dafür eine Gegenleistung von den Rezipient:innen gefordert wird. Unverbindlich und kostenfrei muss der Content sein, damit sich die Zielgruppe auf ihn einlässt. Je relevanter und hochwertiger der Inhalt für die User:innen, desto mehr interagieren diese mit ihm und desto mehr wächst die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer Kaufentscheidung kommt. Der Mehrwert kann jedoch erst sein volles Potenzial bei den User:innen entfalten, wenn dieser tatsächlich den Bedürfnissen entspricht und psychologisch auf sie gemünzt ist. Er muss wahrnehmbar sein und dort kommuniziert werden, wo die User:innen nach Antworten sucht.

Social Media

Die sozialen Netzwerke bieten dem Digital Marketing besonders interessante Möglichkeiten, um die Zielgruppe zu erreichen. Hier segmentieren sich die User:innen selbst durch die Einstellungen im eigenen Account. Die psychologische Dynamik in den Sozialen Medien lebt zudem von der gezielten Positionierung der User:innen in einem sozialen Raum mittels selektiver Rezeption und Interaktion. Egal ob durch Likes, Shares oder Kommentare – mit Inhalten bestärken die User:innen ihr Selbstkonzept. Dementsprechend ist die Kommunikation über Social Media tendenziell emotionalisiert. Es werden im Social-Media-Kontext von den User:innen Inhalte erwartet, welche sie inspirieren, erstaunen oder unterhalten. Die Ansprache muss auf einer emotionalen Ebene stattfinden. Digitalmarketing bedeutet hier eine affektive Ansprache. Zugleich können Unternehmen von den großen Datensätzen profitieren, welche die einzelnen Plattformen von ihren User:innen gesammelt haben, um Werbung über Anzeigen gezielt und effizient der relevanten Zielgruppe auszuspielen.

PR

Public Relations ist ein eher klassisches Instrument, um mit den Zielgruppen zu kommunizieren, hat durch die Online-PR jedoch den Sprung in das Digitalmarketing geschafft. PR im digitalen Marketing ist nicht nur dazu da, ein Unternehmen in ein positives Licht zu rücken, sondern zielt vor allem auf mehr Sichtbarkeit im Netz ab. Die Präsenz, die ein Unternehmen im Netz hat, zahlt sich für das Digitalmarketing aus, wenn sie auch als Transparenz wahrgenommen wird – sofern alle Stakeholder im digitalen Raum mit den jeweiligen relevanten Inhalten abgeholt werden. Eine geschickte Online-PR hilft dem Digitalmarketing dabei, den Corporate Brand Trust, die Authority und die Reputation bei den Zielgruppen zu stärken. Du hast noch Fragen? Als Digital PR Agentur aus Berlin setzen wir genau hier an und entwickeln maßgeschneiderte Strategien. Kontaktiere uns gerne für ein Erstgespräch in dem wir alle offenen Fragen klären können!

SEO

Digitales Marketing funktioniert nicht ohne die Suchmaschinenoptimierung. SEO ist ein gutes Beispiel für die Interdependenzen der einzelnen Maßnahmen im digitalen Marketing: So bedingen sich SEO, Content Marketing und Seeding gegenseitig. Google als Suchmaschine ist der Touchpoint Nummer 1 für jede Zielgruppe, doch wer dort auf den vordersten Plätzen in den Suchergebnisseiten zu den relevanten Keywords vertreten sein möchte, der muss qualitativ hochwertige Inhalte in erster Linie für die Nutzer:innen erstellen. Wenn digitale Inhalte und die User Signals in der Interaktion mit dem Content positiv sind, wird auch die Maschine den Content als relevant einstufen und ihm ein gutes Ranking geben. Hinzu kommen die Anzahl und die Qualität der Backlinks, die ein Inhalt erhält. Gemeint sind die Links, die von einer Webseite auf die eigene Domain führen. Verlinken hier Seiten mit einer gewissen Autorität im Themengebiet die eigene Domain, gilt der Backlink als besonders wertvoll. Linkaufbau ist ein zentraler Hebel im digitalen Marketing, welcher vor allem mittels Seeding ermöglicht wird.

Seeding

Seeding ist die strategische Content-Distribution, ohne die das Digitalmarketing nicht funktioniert. Mittels Seeding werden Inhalte strategisch verbreitet und platziert, um einerseits die relevante Reichweite zu steigern sowie virale Effekte zu erzeugen. Andererseits soll Seeding den organischen Linkaufbau unterstützen und wertvolle Backlinks für Owned Media-Plattformen gewinnen. Dabei gibt es verschiedene strategische Ansätze, deren Anwendung abhängig vom verfolgten Seeding-Ziel ist. 

Linkbaits

Linkbaits sind im digitalen Marketing Inhalte, die dazu konzipiert wurden, für Redakteur:innen anderer Medien möglichst relevant zu erscheinen, damit diese den Content in ihren Medien publizieren und dort einen Link zur Owned-Media-Plattform des Unternehmens setzen. Bei der Erstellung von Linkbaits müssen sich die Content Creator bewusst sein, welche Medien für die Zielgruppe relevant sind und wo die Schnittmenge zwischen Kundenbedürfnis, inhaltlicher Ausrichtung der Medien und dem eigenen Markenkern liegt. Wenn alle Interessen und Anforderungen berücksichtigt werden, können Linkbaits die gewünschten Effekte erzielen.

Branded Content Seeding

Beim Branded Content Seeding werden Inhalte verbreitet, welche eng mit einer Marke verknüpft sind, ohne dass die Marke im Vordergrund steht. Die Inhalte stellen für die Zielgruppe einen hohen Mehrwert dar und befassen sich mit bedürfnisrelevanten Nutzerfragen. Dies können Inhalte zu den Bereichen Beruf, Beziehung, Finanzen oder Hobbys sein – alles, was für die Zielgruppe relevant erscheint und eine Brücke zum Markenkern des Unternehmens schlägt.

Digitalmarketing Strategie
Beispiel: Ebook zum Thema „Hochwasserschutz”, präsentiert von der Baufinanzierungs-Plattform baufi.de. Der Content bietet der Zielgruppe einen unmittelbaren Mehrwert – das Portal baufi.de positioniert sich mit dem Thema als Problemlöser.

Die Formate können variieren: Ob E-Books, Whitepaper, Infografiken, Videos oder Online-Wettbewerb – das Medium, in dem der Inhalt publiziert werden soll, gibt das Format vor

Viral Seeding

Virale Kampagnen bereichern jedes Digitalmarketing um organische Multiplikationseffekte, welche jedoch zunächst durch Kooperationen initiiert werden müssen. Voraussetzungen für Viralität sind bestimmte Attribute des Contents, damit sich die einzelnen User:innen inspiriert fühlen, den Inhalt mit ihrem Freundeskreis zu teilen: Der Content kann durch Storytelling inspirieren (beispielsweise in Form eines Videos), humoristisch sein (zum Beispiel lustige Visuals zu aktuellen Ereignissen) oder polarisieren (zum Beispiel durch Statements, offene Briefe, Skandalmeldungen). Wichtig ist, dass der Content an richtiger Stelle proaktiv geteilt wird – bis die Verbreitung ein Momentum entwickelt und in einem Schneeballeffekt resultiert. Hierzu eignet sich insbesondere die Zusammenarbeit mit Influencer:innen, die bereits eine etablierte Community mit Nutzer:innen verschiedener Zielgruppen hinter sich vereinen. Die Multiplikationseffekte, die durch Viral Seeding per Influencer:innen entstehen, eröffnen noch einmal völlig neue Möglichkeiten im Digitalmarketing. 

Video Seeding

Das Videoformat gibt den Seeding-Prozess vor. Die Verbreitung findet organisch, durch die Kooperation mit Multiplikatoren und die Schaltung von Video-Ads statt. Die einzelnen Maßnahmen sind keine Optionen, sondern komplementieren sich gegenseitig. Einerseits müssen Redakteur:innen anderer Medien angesprochen werden, um eine Kooperation zu initiieren. Andererseits ermöglicht die Zusammenarbeit mit inhaltlich relevanten Multiplikatoren einen Push für die Reichweite. Die emotionale Bindung der Community zu den Multiplikatoren wertet den Video-Content aus der Sicht der Zielgruppe erheblich auf. Die Schaltung der Video-Ads ist ergänzend, aber dennoch notwendig, da sie eine erste Reichweite bei einer auf der Social-Media-Plattform eigens definierten Zielgruppe ermöglicht und während der Seeding-Kampagne die Aufmerksamkeit und Awareness gegenüber der Marke zusätzlich aufbaut.

Häufige Fragen zum Thema “Digitalmarketing”

Warum brauchen Unternehmen digitales Marketing?

Digitalmarketing ist für Unternehmen heutzutage aus zweierlei Sicht essenziell: Zum einen ist es notwendig, um am digitalen Zahn der Zeit zu bleiben und nicht den Anschluss an die Konkurrenz zu verpassen. Zum anderen ergeben sich aus der Nutzung von Digitalmarketing eine Vielzahl an Chancen und Vorteilen. Dazu gehören unter anderem: Personalisierte Zielgruppenansprache, crossmediale Vermarktungsmöglichkeiten für Produkte/Services aller Art, Steuerung von digitalen Marketingstrategien erfolgt auf Basis von Tools in Echtzeit und nicht zuletzt eine verbesserte Kosteneffizienz im Marketing.

Wie kann mein Unternehmen/meine Marke von Digitalmarketing profitieren?

In der vorangehenden Frage wurden schon einige wichtige Benefits des Digitalmarketings genannt. Prinzipiell hilft es dabei, Ziele wie die Neukundengewinnung oder die Umsatzsteigerung mithilfe verschiedenster Maßnahmen zu erreichen. Das gelingt vor allem, weil digitales Marketing nicht nur die Zielgruppe anspricht, die klassische Anzeigen in Tageszeitungen oder Werbung im Fernsehen sieht. Dank der unzähligen Kanäle und Instrumente im digitalen Marketing werden spezielle Zielgruppen besser angesprochen und das Werbebudget deutlich effektiver eingesetzt.

Was gehört zu einer umfassenden Strategie im Digitalmarketing?

Da es im Digitalmarketing verschiedene Instrumente gibt, gibt es nicht DIE eine perfekte Strategie. Wichtig ist es, sich zu verdeutlichen, dass bei einer idealen Strategie jedes Zahnrad ins Nächste greift. Nur so werden Schnittstellen auf der einen Seite geschaffen und Multiplikationseffekte auf der anderen Seite ermöglicht. Ein wichtiges Stichwort in diesem Zusammenhang ist “integrierte Kommunikation.” Im Kontext einer Kampagne ist damit gemeint, dass sie über mehrere Medien hinweg eine konsistente Botschaft mit starkem Wiedererkennungswert verbreitet. Insgesamt lautet die Maxime im digitalen Marketing, die Nutzer:innen während ihrer Customer Journey in ihren Bedürfnissen zu komplementieren.

Was sind die wichtigsten Kanäle und Formate im digitalen Marketing?

Im digitalen Marketing Kanäle auszumachen, die in ihrer Funktionalität oder ihrem Effekt besser oder wichtiger als andere sind, ist wenig sinnvoll. Das entscheidende Moment ist die Verzahnung der Kanäle miteinander, da nur so Multiplikationseffekte erzielt und die volle Wirksamkeit einer Strategie im Digitalmarketing entfaltet wird.

Funktioniert Digitalmarketing für Unternehmen aus dem B2B- und aus dem B2C-Bereich?

Digitales Marketing funktioniert prinzipiell für Unternehmen aller Branchen und Sektoren. Egal, welche Produkte oder Services ein Unternehmen anbietet – ob Internet-Startup, das kleine Café in der Nachbarschaft oder riesiger Industriekonzern – die Ziele und der Weg dahin, diese zu erreichen, sind meist dieselben: Personas ermitteln, Zielgruppe(n) erfassen und ansprechenden, maßgeschneiderten Content erstellen, der über digitale Kanäle verbreitet wird. Wichtig ist es jedoch zu beachten, dass jedes Unternehmen seine eigene Digitalmarketing-Strategie braucht, da die Budgets und damit auch die strategische Vorgehensweise stets variiert.

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