KI-Sichtbarkeit erhöhen: Wie Digital PR an 10 Touchpoints auf GEO einzahlt
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KI-Sichtbarkeit beschreibt, wie oft und in welchem Zusammenhang ChatGPT, Gemini, Perplexity oder Googles AI Overviews eine Marke nennen, empfehlen oder als Quelle zitieren. Wer seine KI-Sichtbarkeit erhöhen will, muss über die eigene Website hinausdenken: Sprachmodelle setzen ihre Antworten aus dem zusammen, was an vielen Stellen im Netz konsistent über ein Unternehmen steht.
Genau dort, bei Bewertungen, Expertenprofilen, Presseberichten und Communities, setzt Digital PR an und zahlt damit direkt auf die Generative Engine Optimization (GEO) ein. Wir bei suxeedo haben dazu im Meltwater-Webinar „Digital PR meets GEO“ zehn Touchpoints vorgestellt. Dieser Artikel ordnet sie nach Wirkung, Aufwand und Zuständigkeit
Das Wichtigste in Kürze:
- KI-Systeme stützen ihre Antworten auf Trainingsdaten, Live-Suchen und Nutzerkontext. Digital PR wirkt vor allem auf die ersten beiden Ebenen.
- Gute Google-Rankings bleiben die Basis, denn ChatGPT zitiert Seiten auf Position 1 deutlich häufiger als Seiten jenseits der Top 20.
- KI-Sichtbarkeit entsteht durch ein konsistentes Markenbild über viele Touchpoints, vom Google Business Profile bis zu Reddit.
- Tools messen KI-Sichtbarkeit nur innerhalb des Prompt-Sets, das du festlegst, und nicht im Gesamtmarkt.
Die komplette Aufzeichnung des Webinars kannst du dir hier ansehen:
Warum entsteht KI-Sichtbarkeit nicht allein auf der eigenen Website?
Früher führte der Weg zur Kaufentscheidung in vielen Branchen über Google. Heute entdecken Zielgruppen ein Produkt in einem Instagram-Reel oder per TikTok, lassen sich von ChatGPT Alternativen nennen, lesen Erfahrungsberichte auf Kununu oder Reddit und landen erst am Ende auf der Website. Jeder dieser Kontaktpunkte prägt das Bild einer Marke, bei Menschen wie bei KI-Systemen, und gehört deshalb in die Planung deiner Customer Journey.

Gleichzeitig beantworten Suchmaschinen immer mehr Fragen direkt. In einer Auswertung des Pew Research Center klickten US-Nutzer:innen bei Google-Suchen mit KI-Zusammenfassung nur bei 8 Prozent der Besuche auf ein klassisches Suchergebnis, ohne Zusammenfassung bei 15 Prozent. Die Antwort selbst wird damit zum Ort, an dem Sichtbarkeit entsteht, ein Grundgedanke jeder Zero-Click-Content-Strategie.
Ob eine Marke in dieser Antwort auftaucht, hängt davon ab, was Dritte über sie schreiben und wie einheitlich ihre Daten auf verschiedenen Plattformen sind. Wir würden das so zusammenfassen:
Google verliert dabei nicht an Bedeutung. wir warnen ausdrücklich davor, die klassische Suche zu früh abzuschreiben: Zero-Click-Suchen nehmen zu, organische Sichtbarkeit bleibt trotzdem hochrelevant.
Wie entscheiden KI-Systeme, welche Marken sie nennen?
Bevor ein KI-System antwortet, ordnet ein Router die Anfrage ein und entscheidet, wer antwortet: ein Sprachmodell, eine Websuche oder etwa ein Bildgenerator. OpenAI beschreibt ChatGPT selbst als System mit einem solchen Router.

Für die Antwort greift das System auf drei Wissensquellen zurück, bei Recherchefragen meist auf mehrere gleichzeitig:
| Wissensquelle | Was dahintersteckt | Typischer Einsatz | Hebel für Digital PR |
| Trainingsdaten | vortrainiertes Weltwissen mit festem Wissensstichtag | etablierte Fakten, allgemeine Fragen | dauerhafte Präsenz in Quellen, die in Trainingsdaten stark gewichtet sind |
| Externe Retrieval-Quellen | Live-Suche, Crawling, Datenbanken, News- und Produkt-Feeds | aktuelle und sehr spezifische Fragen | gute Rankings und Erwähnungen in Quellen, die Suchsysteme finden |
| Nutzerdaten und Kontext | Chatverlauf, Standort, Profil, Präferenzen | personalisierte Antworten | kaum direkt beeinflussbar |
Bei den Trainingsdaten zählt nicht nur, ob eine Marke vorkommt, sondern auch, in welchen Quellen: Das Gewicht einer Quelle entscheidet mit, welche Antworten ein Sprachmodell bevorzugt. Reddit etwa hat Google und OpenAI über Partnerschaften strukturierten Zugriff auf seine Inhalte gegeben.
Bei aktuellen oder sehr konkreten Fragen startet das System zusätzlich eine Live-Suche und verankert seine Antwort in überprüfbaren Quellen, das sogenannte Grounding. Google beschreibt dafür eine Query-Fan-out-Technik, die eine Frage in viele verwandte Teilsuchen aufteilt. Konkret heißt das: Aus einer Frage wie „Welche Agentur hilft bei der Sichtbarkeit in KI-Suchen?“ macht das System mehrere Teilsuchen, etwa nach Anbietern, Erfahrungen, Vergleichen oder Alternativen. Jede Teilsuche liefert eigene Treffer, und erst aus deren Summe setzt das System seine Antwort zusammen. Sichtbar ist deshalb, wer nicht nur zur Ausgangsfrage auftaucht, sondern auch zu den Teilfragen in glaubwürdigen Quellen wie Bewertungsportalen, Vergleichsartikeln oder Fachmedien. Genau diese Quellen erreicht Digital PR.
Wie stark diese Mechanik wirkt, zeigt eine AirOps-Analyse, die Kevin Indig im Newsletter Growth Memo ausgewertet hat: Bei knapp 90 Prozent der Prompts stellte ChatGPT mindestens zwei Folgesuchen, und 85 Prozent der abgerufenen Seiten tauchten in der Antwort nicht als Quelle auf. Seiten auf Position 1 bei Google zitierte ChatGPT 3,5-mal häufiger als Seiten außerhalb der Top 20.
Google selbst formuliert es nüchtern: AI Overviews und AI Mode erfordern keine spezielle Optimierung, die bekannten SEO-Grundlagen bleiben wirksam. Danny Sullivan von Google spricht von „Good SEO is good GEO“. Deshalb setzen wir GEO immer auf einem belastbaren SEO-Fundament auf. Wie du Inhalte auf der eigenen Website zitierfähig machst, beschreibt unser Artikel zur ChatGPT-Sichtbarkeit. Hier geht es um alles, was außerhalb deiner Website passiert.
10 Touchpoints, mit denen du deine KI-Sichtbarkeit erhöhst
Aus dieser Mechanik leitet Henning zehn Touchpoints ab, die wir in drei Ebenen sortiert haben: Fundament, Vertrauen und Reichweite. Aufwand, Frequenz, Owner und Ziel stammen aus den Steckbriefen des Webinars.
| Touchpoint | Ebene | Aufwand | Frequenz | Owner | Ziel |
| Google Business Profile | Fundament | gering | monatlich | Marketing | Markenpräsenz und Reputation |
| Social-Media-Profile | Fundament | gering | monatlich | Social Media | Markenpräsenz und Autorität |
| Internet-Archiv (archive.org) | Fundament | mittel | monatlich | SEO und Content | korrekte Unternehmensdaten in KI-Antworten |
| Expertenprofile und Autorenschaft | Vertrauen | mittel | wöchentlich | Kern-Team, C-Level | Expertenstatus, Trust, Autorität |
| Reputationsmanagement | Vertrauen | mittel | monatlich | Marketing, HR, PR | Reputation und Sentiment |
| Presse-Hub | Vertrauen | mittel | laufend | Marketing und Fachbereich | Themenautorität und Zielgruppennähe |
| Podcasts und Interviews | Reichweite | mittel | vierteljährlich | PR | Markenpräsenz und Reputation |
| Reichweite | hoch | wöchentlich | Kundenservice, Fachabteilungen | Trust, Autorität, Sentiment | |
| YouTube | Reichweite | hoch | monatlich | Marketing | Markenpräsenz und Autorität |
| Community-Events und Mitmach-Formate | Reichweite | hoch | kampagnenbasiert | PR und Social Media | Reichweite und Markenerwähnungen |
Die Übersicht zeigt auch: KI-Sichtbarkeit ist kein reines Marketingthema, denn HR, Kundenservice, Fachabteilungen und Geschäftsführung tragen genauso dazu bei.

Fundament: Daten, die KI-Systeme abgleichen
Die drei Fundament-Touchpoints brauchen wenig bis mittleren Aufwand und sorgen dafür, dass KI-Systeme dein Unternehmen eindeutig erkennen und korrekt beschreiben.
Google Business Profile
Das Google Business Profile ist eine zentrale Informationsquelle für die lokale Suche, Google Maps und KI-Systeme. Halte Unternehmensdaten, Leistungen und Kategorien vollständig und aktuell und verlinke deine Social-Media-Profile. Beantworte Bewertungen aktiv, auch die kritischen: Eine sachliche Antwort zeigt Kundennähe und bleibt für alle sichtbar. Die Grundlagen der Einrichtung fasst unser Ratgeber zu Google My Business zusammen.
Social-Media-Profile
LinkedIn, Instagram, Facebook oder X liefern Nutzer:innen und KI-Systemen Informationen über Aktivität und Expertise eines Unternehmens. LinkedIn- und X-Profile enthalten oft Angaben wie Adresse, Website oder Follower als strukturierte Daten. Achte deshalb auf übereinstimmende Kernaussagen, eine korrekte Website-URL und aktuelle Leistungen. Verlinke die Profile von deiner Website aus, etwa über das sameAs-Attribut im Organization-Markup, damit Suchmaschinen sie eindeutig zuordnen.
Internet-Archiv
Die Wayback Machine des Internet Archive speichert seit 1996 Versionen von Webseiten, auch längst überarbeitete oder gelöschte. Sie sind eine mögliche Quelle für veraltete Angaben in KI-Antworten, etwa alte Adressen oder eingestellte Produkte. Wie stark KI-Anbieter das Archiv tatsächlich auswerten, ist umstritten: Große Verlage wie die New York Times blockieren es aus Sorge vor KI-Scraping, einen konkreten Fall hat bislang aber Stand jetzt (zum Datung der Veröffentlichung dieses Artikels) kein Verlag belegt. Ein pragmatisches Vorgehen lohnt sich trotzdem:
- Prüfe KI-Antworten regelmäßig mit festen Testfragen und dokumentiere Fehler.
- Finde die Quellen falscher oder veralteter Angaben.
- Beantrage bei Bedarf einen Ausschluss per E-Mail an info@archive.org und belege, dass dir die Domain gehört.
- Teste danach erneut, ob die Fehler verschwunden sind.
Nutze den Ausschluss gezielt für fehlerhafte Angaben, denn er greift in ein öffentliches Archiv ein.
Vertrauen: Menschen, Bewertungen und Presse sichtbar machen
Die nächsten drei Touchpoints brauchen mehr Abstimmung im Unternehmen. Sie beantworten eine Frage, die Menschen und KI-Systeme gleichermaßen stellen: Wem kann ich bei diesem Thema vertrauen?
Expertenprofile und Autorenschaft
Je mehr KI-generierte Inhalte kursieren, desto wichtiger wird, wer hinter einer Aussage steht. Google empfiehlt in seinen Richtlinien für hilfreiche Inhalte korrekte Autorenangaben und warnt vor erfundenen Autorenprofilen. Mach deshalb echte Expert:innen sichtbar: Teile Fachwissen regelmäßig, zeig persönliche Erfahrungen und verknüpfe Autorenprofile auf der Website mit den passenden Social-Media-Profilen. Wie viel Reichweite daraus entsteht, zeigt ein Beispiel aus dem Webinar: Von einem Corporate Content Creator der Deutschen Bank finden sich mehr als 600 LinkedIn-Beiträge im Google-Index. Unser Beitrag über Corporate Influencer beschreibt, wie Unternehmen solche Stimmen aufbauen.
Reputationsmanagement
Bewertungen von Kund:innen und Mitarbeitenden prägen, wie Menschen, Bewerber:innen und KI-Systeme ein Unternehmen einschätzen. Welche Plattformen für dich zählen, verrät ein einfacher Test: Suche nach deinem Markennamen plus „Erfahrungen“. Je nach Branche tauchen Kununu, Trustpilot, OMR Reviews, G2 oder Reddit-Threads auf. Halte Kunden- und Arbeitgeberprofile vollständig, fördere positive Bewertungen aktiv und reagiere professionell auf jede Bewertung, gerade auf kritische.
Beobachte darüber hinaus, wie Presse, Communities und KI-Systeme über deine Marke sprechen, spüre falsche Narrative samt Quellen auf und stärke gezielt belastbare positive Informationen. Weil Marketing, HR und PR gleichermaßen beteiligt sind, braucht das Thema eine gemeinsame Verantwortung. So wird Reputationsmanagement zu einem zentralen Baustein für Brand Trust.
Presse-Hub
Ein Presse-Hub bündelt Meldungen und Fakten zum Unternehmen an einem Ort: für Journalist:innen eine Recherchehilfe, für KI-Systeme eine zitierfähige Primärquelle. Ein guter Hub enthält Kernfakten, ein Presse-Kit mit Fotos und Daten sowie einen Pressespiegel mit Links zu externer Berichterstattung, und jede Pressemitteilung verweist auf ihn. So entsteht ein Netz aus eigener Quelle und Earned Media, das sich gegenseitig bestätigt. Gute Beispiele hierfür sind die Newsrooms von Telefónica und Vodafone.
Reichweite: Communities und Formate mit Zitierpotenzial
Die vier Reichweiten-Touchpoints sind überwiegend aufwendig, erzeugen aber Inhalte, die KI-Systeme häufig auswerten: Laut Pew Research gehören YouTube und Reddit neben Wikipedia zu den am häufigsten verlinkten Quellen in Googles KI-Zusammenfassungen.
Podcasts und Interviews
Podcast-Auftritte stärken den Expertenstatus und verbreiten sich über Spotify, YouTube und weitere Plattformen. Ein eigener Podcast ist dafür nicht nötig: Identifiziere relevante Branchen-Podcasts, bereite Expert:innen und Themen-Pitches vor und frage Auftritte aktiv an. Sichere dir Erwähnungen in Shownotes und Profilen, denn dort entstehen die Textspuren, die KI-Systeme lesen. Ein gutes Beispiel hier sind die Edutainment-Podcasts von Comdirect. Passende Formate für Unternehmen stellt unser Beitrag zum Podcast-Marketing vor.
Reddit gehört zu den wichtigsten Quellen für Erfahrungsberichte, Vergleiche und Empfehlungen. Google und OpenAI haben sich über Partnerschaften Zugriff auf Reddit-Inhalte gesichert und auch in klassischen Suchergebnissen zählt Reddit zu den meistverlinkten Seiten. Unternehmen können sich auf drei Ebenen einbringen: mit einem eigenen Subreddit, einem offiziellen Unternehmensprofil und über Erfahrungsberichte zufriedener Nutzer:innen. Im Webinar zeigen wir alle drei Ebenen am Beispiel von Fairphone: r/fairphone, das Profil u/WeAreFairphone und Beiträge aus der Community.

Wir sagen dabei auch klar: Reddit-Marketing ist aufwendig. Viele Communities haben strenge Regeln gegen Eigenwerbung, und verdeckte Werbung über vermeintlich private Accounts fällt schnell auf. Beantworte Fachfragen kompetent und teile eigene Insights nur dort, wo sie echten Mehrwert bieten. Die häufigsten Fragen aus den Threads liefern außerdem Input für deine GEO-Strategie.
YouTube
YouTube ist für KI-Systeme besonders interessant, weil Videos über Titel, Beschreibungen und Transkripte auch als Text vorliegen. Wir bei suxeedo halten die Nutzung von YouTube-Daten durch KI-Systeme noch immer für unterschätzt. Bereite Fachthemen und Anwendungsfälle als Video auf, beantworte konkrete Fragen, nutze aussagekräftige Titel und Beschreibungen und binde die Videos auf deiner Website ein. Ein Beispiel aus dem Webinar ist die Waldeck-Frankenberger Bank mit ihrem Videopodcast „Mein Waldeck-Frankenberg“.
Community-Events und Mitmach-Formate
Am aufwendigsten sind Formate, in denen die Community selbst Inhalte erzeugt: Creator-Kooperationen, Wettbewerbe oder Events. Sie schaffen authentische Anlässe für Berichterstattung und verankern die Marke in Gesprächen, die sie nicht selbst führen muss. Gute Beispiele für dieses Vorgehen aus unserem Webinar mit Meltwater sind die Gameshow „House of Power“ von E.ON, die Hashtag-Challenge #makeitreal von Schwäbisch Hall und der Female Founders Contest der Berliner Volksbank. Creator einzubinden ist klassisches Influencer Marketing, hier mit einem zusätzlichen Ziel: Brand Mentions auf vielen Plattformen gleichzeitig.
Wo du anfängst, wenn du deine KI-Sichtbarkeit erhöhen willst
Nicht jeder Touchpoint passt zu jedem Unternehmen. Kläre vor dem Start drei Fragen: Wo recherchiert deine Zielgruppe wirklich? Welche Teams können dauerhaft Zeit investieren? Und wo widersprechen sich deine Daten heute schon?
B2B: Im B2B-Marketing entscheiden oft mehrere Personen nach langer Recherche. Hier zahlen Expertenprofile, Fachpodcasts, ein Presse-Hub und Bewertungen auf OMR Reviews oder G2 besonders stark auf die KI-Sichtbarkeit ein, weil KI-Systeme bei Anbieter-Vergleichen nach unabhängigen Belegen suchen. Das Google Business Profile zählt vor allem, wenn Standorte relevant sind.
B2C und regionale Unternehmen: Hier stehen Google Business Profile, Bewertungen, YouTube und Community-Formate vorn. Reddit lohnt sich, wo Menschen Produkte vergleichen, etwa bei Finanzprodukten, Technik oder Reisen.
Internationale Zielgruppen: Wir empfehlen, zweisprachig zu denken, weil englische Inhalte zusätzliche Suchräume öffnen. Wie groß der Effekt in deiner Branche ist, testest du am besten mit eigenen Prompts, bevor du in Übersetzungen und internationales SEO investierst.
Was GEO-Hacks leisten und was nicht
Rund um GEO kursieren viele Listen mit vermeintlichen Hacks. Im Webinar zeigen wir als Beispiel eine Korrelationsanalyse von Malte Landwehr, nach der Merkmale wie Inhaltsverzeichnis, Tabellen, Autorenboxen oder ein sichtbares Aktualisierungsdatum mit höheren Zitierraten einhergehen. Solche Auswertungen helfen, Inhalte zitierfähig aufzubereiten. Sie zeigen aber Zusammenhänge und keine Ursachen, und die bevorzugten Quellen können sich mit jeder Modellversion verschieben. Eine aktuelle Jahreszahl im Titel bleibt ohne echte Aktualisierung ein Etikett. Nachhaltiger ist eine Strategie, die SEO, Content, Digital PR und Reputationsmanagement als System denkt, weil gute Ergebnisse keine Abkürzungen brauchen.
KI-Sichtbarkeit messen: Was Tools zeigen und was nicht
Ob deine Maßnahmen wirken, zeigen klassische Rankings nur zum Teil. Definiere ein festes Set an Prompts, die deine Zielgruppe tatsächlich stellt, etwa Anbieter-Vergleiche oder Fragen nach Erfahrungen mit deiner Marke. Prüfe die Antworten regelmäßig und dokumentiere, ob deine Marke vorkommt, wie die Antwort sie beschreibt und auf welche Quellen sie sich stützt.
Im Meltwater-Webinar geben wir einen Einblick, wie du über die Entwicklertools des Browsers siehst, welche Suchanfragen ChatGPT im Hintergrund stellt. Das lohnt sich: In der AirOps-Analyse hatten 95 Prozent dieser Folgesuchen kein klassisches Suchvolumen, und knapp ein Drittel der zitierten Seiten tauchte nur in ihren Ergebnissen auf.
Für kontinuierliches Monitoring bieten SEO-Suiten wie Sistrix, Semrush und Ahrefs inzwischen AI-Visibility-Funktionen, dazu kommen Spezial-Tools wie Peec AI, Profound oder Otterly.AI. Wichtig dabei: Jedes Tool misst nur innerhalb des Prompt-Sets, das du festlegst, und nicht im Gesamtmarkt. Wähle die Prompts entlang echter Entscheidungsfragen und halte das Set über Monate stabil, damit Veränderungen vergleichbar bleiben.
Fazit: KI-Sichtbarkeit ist eine Frage der Konsistenz
Mit Blick auf Digital PR und GEO kommen wir zu drei zentralen Erkenntnissen:
- Touchpoints zusammendenken: Suche und Entscheidung verteilen sich auf immer mehr Kanäle. Plane deshalb das Bild, das über alle Quellen entsteht, und nicht Kanal für Kanal.
- Vertrauen aktiv gestalten: Expertise, echte Menschen und Bewertungen gehören in die Markenführung.
- Konsistent und nahbar bleiben: Gleiche Fakten, eine klare Positionierung und erkennbare Werte an jedem Kontaktpunkt machen es KI-Systemen leicht, deine Marke richtig einzuordnen.
Digital PR bekommt damit eine neue Rolle: Sie erzeugt nicht mehr nur Reichweite und Backlinks, sondern die Quellen, aus denen KI-Systeme ihr Bild von deiner Marke zusammensetzen. Das gelingt nur als Teil einer Systematik aus SEO, Content, Digital PR und Reputationsmanagement.
Wenn du Fragen dazu hast oder Digital PR für dein Unternehmen gewinnbringend einsetzen willst, sprich uns gerne an. Als Digital PR Agentur helfen wir dir dabei, den Kanal zur Verbesserung deiner KI-Sichtbarkeit zu nutzen.
FAQ: Häufige Fragen zur KI-Sichtbarkeit
KI-Sichtbarkeit beschreibt, wie häufig und in welchem Kontext KI-Systeme wie ChatGPT, Gemini, Perplexity oder Google AI Overviews eine Marke nennen, empfehlen oder als Quelle zitieren. Anders als bei Rankings gibt es keine feste Position, denn Antworten variieren je nach Prompt, Modell und Nutzerkontext. Neben der Häufigkeit zählen Tonalität und die Quellen, auf die sich eine Antwort stützt.
SEO zielt auf gute Positionen in den Suchergebnissen, GEO auf Erwähnungen und Zitate in KI-generierten Antworten. Beide hängen eng zusammen, denn gut rankende Seiten zitiert ChatGPT deutlich häufiger. GEO ergänzt SEO vor allem um direkt antwortfähige Inhalte und externe Quellen wie Presse, Bewertungen und Communities.
Ja, SEO bleibt die Grundlage für Sichtbarkeit, auch in KI-Systemen. Google betont, dass AI Overviews und AI Mode keine spezielle Optimierung erfordern und die bekannten SEO-Grundlagen weiter gelten. Was sich ändert, ist das Ziel: Neben Klicks zählen zunehmend Erwähnungen und Zitate in KI-Antworten.
Am zuverlässigsten misst du KI-Sichtbarkeit mit einem festen Set an Prompts, die deine Zielgruppe tatsächlich stellt. Prüfe diese Fragen regelmäßig und dokumentiere Erwähnungen, Tonalität und genannte Quellen. AI-Visibility-Tools automatisieren das, messen aber ebenfalls nur innerhalb des gewählten Prompt-Sets.
GEO ist seriös, wenn es auf hilfreichen Inhalten, sauberer Technik, echter Expertise und glaubwürdigen externen Quellen aufbaut. Skeptisch solltest du werden, wenn Anbieter garantierte Platzierungen in ChatGPT versprechen, denn KI-Antworten lassen sich nicht direkt steuern. Wir sagen deshalb auch, wenn eine Taktik kurzfristig wirkt, aber keine stabile Sichtbarkeit aufbaut.
