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Offpage SEO: so wird’s richtig gemacht!

Offpage SEO ist in der Theorie einfach - in der Praxis sieht es jedoch anders aus. Bei einer erfolgreichen Optimierung sollte vor allem auf Linkbuilding gesetzt werden. Mittels Seeding kann diese Herausforderung erfolgreich gemeistert werden!

 1. Was ist Offpage SEO überhaupt?

Die Offpage Optimierung umfasst generell alle externen Faktoren einer Webseite – jedoch wird sich in erster Linie dem Linkaufbau gewidmet. Gemeint sind Maßnahmen zum Akquirieren von Backlinks, also externe Seiten, die die eigene Webseite verlinken. Beim Linkaufbau sind vor allem Backlinks aus themenverwandten Bereichen mit Expertise und Autorität wertvoll. Hat der “Absender” des Links diese Art von Prestige, wertet er den Backlink mit seiner Rolle als “Empfehlung” besonders auf und reproduziert Autorität.

2. Warum wird Offpage SEO betrieben?

Ein Hauptgrund warum Offpage SEO betrieben wird, ist das Erzielen von Offpage Signalen. Offpage Signale werden benötigt, 

  • um Autorität in seinem Themengebiet zu demonstrieren 
  • und mit der eigenen Webseite aus dem breiten Angebot herauszustechen,
  • um so einen Platz in den SERPs zu erhalten.

Gerade bei Themenfeldern wie beispielsweise dem E-Commerce, die sehr wettbewerbsintensiv sind und es mehrere konkurrierende Webseiten gibt, 

  • die eine ähnliche Struktur haben, 
  • ähnliche Produkte anbieten 
  • oder eine ähnlich gute UX bieten, 

ist es sehr schwer, sich von der Konkurrenz abzuheben. Nicht nur für den User ist es mühsam, zu erkennen, wer den besten Content liefert. Sondern auch für Google ist es folglich schwer, ein Ranking aufzustellen. 

Zwar wird Google immer besser darin, User Signale auszulesen, doch der Algorithmus ist komplex, sodass diese Merkmale allein nicht ausreichen. Die Suchmaschine bezieht daher auch die Autorität einer Webseite in ihrem Themenfeld ein und nutzt dafür Offpage Signale wie Backlinks als Indikator.

3. Machen Links wirklich einen Unterschied?

Dass Links tatsächlich einen Unterschied machen, haben bereits zahlreiche Studien immer wieder zum Thema gemacht. Schnell kommen die Studien zu dem Ergebnis, dass die Anzahl der Backlinks einen Unterschied macht, jedoch zeigen sie auch, dass Autoritätsmerkmale wie die Relevanz einer Seite in ihrem Themengebiet ebenso das Ranking beeinflussen.

Eine Fallstudie von Stone Temple aus dem Jahr 2016 zeigt ähnliche Ergebnisse. Die Studie wurde mehrmals wiederholt, um signifikante Veränderungen in der Rolle der Links zu ermitteln. Kern der Untersuchung war die Messung mehrerer Variablen, um zwischen ihnen eine Korrelation festzustellen. 

Die Prämisse, unter der die Untersuchung aufgesetzt worden wurde, war zunächst einfach: Wenn eine Webseite für eine Suchanfrage nicht relevant ist, sollte sie nicht in den SERPs auftauchen. Jedoch kommt diese Annahme schon in Bedrängnis, wenn man sich die Fülle an Content im Internet anschaut. 

Sobald es mehr als 10 relevante Inhalte zur Suchanfrage gibt, müssen neue Anhaltspunkte gefunden werden, um spezifischer auszuwählen. Ein reiner Relevanz-Score versagt also unter Anbetracht der Fülle an Content. 

Der hinzugezogene Qualitätsscore hilft auch nicht. Eine objektive Messung der Qualität des Contents ist nicht so einfach wie gedacht, da jeder das 

  • von sich selbst behaupten kann besonders qualitativen Content anzubieten oder
  • seinen Content mit Tricks relevant erscheinen lässt.

An dieser Stelle werden Backlinks in Form des Link-Scores in der Studie interessant. Sie lösen das Problem, indem sie zusätzliche Hinweise geben, welcher Content tatsächlich für die Suchanfrage am besten geeignet ist.

suxeedo beobachtete Ähnliches. Um den Einfluss des Linkaufbaus zu ermitteln, wurden über einen längeren Zeitraum mehrmals Seiten, mit dem Ziel wiederkehrende Muster zu entdecken, analysiert und beobachtet.

Die untersuchten Seiten hatten eine Sache gemeinsam: 

  • Weder UX, technische Details noch der Content wurden verändert.
  • Es fand ausschließlich eine Intensiverung des Linkbuildings statt. 

Die festgestellte Veränderung wurde daraufhin in Verbindung mit der CTR und dem Traffic gebracht. Das Ergebnis der Beobachtung, also das ablesbare Muster, war eine Korrelation zwischen den Linkaktivitäten und einer Rankingsteigerung.

Das klingt erstmal vielversprechend, allerdings darf eine Korrelation nicht mit einer festgestellten Kausalität in diesem Zusammenhang verwechselt werden. Eine Korrelation ist keine 100%ig fundierte wissenschaftliche Aussage, sodass solche Beobachtungen stetig überprüft werden müssen, um Muster zu entdecken, die die Aussagekraft solcher Korrelationen unterstützen.

4. Webmaster Guidelines

Wie eine Offpage Optimierung letztendlich aussehen kann, legt Google in seinen Webmaster Guidelines fest. Google definiert in diesen Richtlinien Maßnahmen, die innerhalb der Suchmaschinenoptimierung angewendet werden dürfen, damit die Webseite besser indiziert oder gecrawlt werden kann. Gleichzeitig macht Google in den Guidelines deutlich, dass es Wege gibt, die nicht für die Suchmaschinenoptimierung beschritten werden dürfen. Solche Maßnahmen werden als Verstoß gewertet, sodass dies zur Abwertung oder sogar zum Ausschluss des Google-Index einer Webseite führen kann. 

Dazu gehört zum Beispiel der Linkkauf. Um den positiven Effekt des Linkbuildings für sich auszunutzen, betreibt nicht jeder nachhaltige Suchmaschinenoptimierung, sondern beschleunigt das Linkbuilding durch den sogenannten Linkkauf. Dafür werden künstlich sehr viele Backlinks auf einmal generiert, sodass sich ein kurzfristiger Erfolg einstellen kann. Solch ein unfaires Vorgehen duldet Google jedoch unter keinen Umständen und straft die betreffenden Seiten ab. 

Die Suchmaschine rückt nach wie vor das Nutzererlebnis in den Mittelpunkt, sodass der Kauf von Backlinks sich damit nicht vereinbaren lässt, da er die SERPs verfälscht. 

In der Search-Console Hilfe gibt Google umfangreich Auskunft zu Themen wie der Teilnahme an Linktauschprogrammen und informiert welche Verhaltensweisen sich negativ auf das Ranking auswirken können.

Dazu gehören Vorgehensweisen wie z.B:

  • Linkkauf: Sowohl der Austausch von Geld als auch Waren oder Dienstleistungen gegen Links sind verboten. Das gleiche gilt für das Versenden vermeintlich “kostenloser” Produkte, die als Gegenleistung einen Link einfordern.
  • Das Verwenden von Diensten oder Programmen, die Links für die Webseite erstellen, ist ebenso verboten.
  • Links dürfen nicht im Rahmen eines Vertrages eingefordert werden.
  • Exzessiver Linktausch oder Partnerseiten, die sich gegenseitig über das Maß hinaus verlinken, werden sich negativ auf das Ranking auswirken.

Google geht auf der Search Console-Hilfe noch sehr viel detaillierter auf Do’s and Dont’s ein, sodass es sich lohnt, sich zu informieren!

Denkt man in die andere Richtung, kann die Frage aufkommen, ob es auch zu viel des Guten und damit zu viel organischen Linkaufbau geben kann? Matt Cutts, damaliger Chef des Web Spam-Teams bei Google, sagte bereits 2010 dazu, dass eigentlich nicht zu viel Linkbuilding betrieben werden kann, allerdings immer unter der Prämisse, dass hier organisch vorgegangen wird. 

5. Seeding ist die Lösung im Offpage SEO

Was kann als Unternehmen getan werden, um erfolgreich eine Offpage Optimierung zu betreiben? Die Lösung im Offpage Bereich ist Seeding, also die Verbreitung von Hero Content mittels Linkbaits

Ziel ist dabei die Platzierung eines brillanten Inhalts mithilfe eines Backlinks. Der User bekommt so die Möglichkeit, den empfohlenen Inhalt direkt über den Link aufzurufen. Auf der Zielseite angekommen, resultiert aus der Verlinkung meist eine Interaktion, die im besten Fall sogar eine Conversion sein kann in Form von Downloads oder Newsletter-Abonnements. Wirft man einen  Blick auf herkömmliche Distributionen, wird schnell klar,

  • dass diese zum einen oft bezahlt sind
  • und zum anderen weder organisch sind noch einen Link beinhalten.


Ergebnis ist dann in der Regel in Medienbruch, da der Nutzer gezwungen ist, eine Recherche einzulegen, um die gesuchten Informationen oder kommerziellen Angebote zu erhalten. Wird allerdings mit Verlinkungen gearbeitet, profitiert die Effizienz der User Journey.

6. Überzeugende Linkbait Best Practices im Offpage SEO

Um Offpage SEO gewinnbringend zu gestalten, bedarf es eines kreativen Content Marketings, dass nicht einfach den Wettbewerb kopiert, sondern einen erfahrbaren und einzigartigen Mehrwert für den User bietet. Die folgenden Beispiele zeigen, wie’s funktioniert!

6.1 Infografiken und Maps als Eye-catcher

Was macht Infografiken oder Maps so interessant? Qualitativer Inhalt und eine hochwertige visuelle Aufbereitung gehen hier Hand in Hand. Der User kann auf dieser interaktiven Karte über Klicks ablesen, wo welche Immobilienpreise momentan in London zu erwarten sind. Die Karte schafft damit einen erheblichen Mehrwert für den User, da dieser gesammelte Informationen auf einen Blick konsumieren kann, ohne ewig recherchieren zu müssen. Kein Wunder also, dass die Karte ein überzeugender Linkbait ist und mit zwischenzeitlich 243 Backlinks erfolgreich zur Offpage Optimierung beigetragen hat.

 

6.2 E-Books – der Evergreen unter den Linkbaits

Welches Format letztendlich für das Seeding gewählt wird, ist eigentlich zweitrangig. Entscheidend ist stattdessen, wie qualitativ der Inhalt ist. E-Books, Whitepaper oder ähnliche Experten-Inhalte bieten sich daher hervorragend an. Um inhaltlich zu glänzen, wird in der Regel mit Fachautoren gearbeitet, die mit ihrer Expertise und Erfahrung den Inhalt aufwerten.

Das Qualität zählt, zeigt das E-Book “Think Phyton” von Allen B. Downey. Das E-Book ist eine Einführung in die Programmiersprache Python für Einsteiger. Es beginnt mit den grundlegenden Konzepten des Programmierens und achtet sorgfältig darauf, alle Begriffe bei ihrer ersten Verwendung zu definieren und jedes neue Konzept in einer logischen Abfolge zu entwickeln. Die Tiefe der Thematik überzeugt, sodass eine ungeheure Menge an Webseiten auf die Landingpage verlinken und ihre “Empfehlung” für dieses E-Book aussprechen.

6.3 Stipendien – der ganz andere Linkbait

Einen ganz anderen Ansatz wählte Adobe. Adobe fördert junge amerikanische Studentinnen mit einem Adobe-Forschungsstipendium für Frauen in der Technologie. Die glücklichen Gewinnerinnen haben Anspruch auf

  • eine einmalige Auszahlung von 10.000 US-Dollar,
  • eine Creative-Cloud-Abonnement-Mitgliedschaft für ein Jahr
  • und einen Adobe-Forschungs-Mentor.
  • Zusätzlich besteht die Möglichkeit zu einem Vorstellungsgespräch für ein Praktikum bei Adobe. 

Adobe sagt dazu selbst, dass es zur Schaffung der besten Produkte dazu gehört, eine vielfältige Gruppe von Menschen zusammenzubringen. Um mehr geschlechtsspezifische Vielfalt in die Technologiebranche zu bringen, lädt der Konzern zum Adobe Research Women-in-Technology Stipendium ein. Mit dem Adobe-Forschungsstipendium für Frauen werden weltweit herausragende Studentinnen im Grundstudium und Masterstudium der Informatik ausgezeichnet. 

Neben diesem Stipendium bietet Adobe auch weitere an, die teilweise komplette Studien, die in Amerika sehr kostspielig werden können, finanziert. Das sind zwar hohe Summen für einen Linkbait – doch die Außenwirkung solcher Stipendien ist gigantisch. Wie das Tool ahref ermittelt, verweisen über 1000 Backlinks auf die Webseite und machen so auf das Stipendium aufmerksam. Das stärkt natürlich nicht nur das Ranking in der organischen Suche, sondern verhilft Adobe zu einer guten Positionierung im Sinne der Corporate Social Responsibility.

Über 1000 Backlinks hat dieses E-Book generiert. Ein überzeugender Linkbait im Offpage SEO.

Das Unternehmen demonstriert mit dem Stipendium seine Hilfsbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein gegenüber jungen Menschen und positioniert sich als Befürworter von Chancengleichheit. Gleichzeitig profitiert neben den Stipendiaten auch das Unternehmen von diesem Vorgehen, denn es investiert nicht nur in Schüler und Studenten sondern gleichzeitig in die eigene Zukunft. Die finanzielle Unterstützung und das Eröffnen von Chancen fördert genau die Studenten, die später wertvolle Berufseinsteiger sein könnten. Das Unternehmen beginnt so schon sehr früh mit dem Recruiting – auf dem Campus.

7. Fazit 

Was lernt man von solchen Beispielen? 

  • Natürliches Linkbuilding ist absolut sinnvoll und notwendig im Offpage SEO.
  • Das Vorgehen entspricht den Webmaster Guidelines und kann sich positiv auf das Ranking auswirken.
  • Inhalte zu entwickeln, die dem User einen Mehrwert bieten, ist so oder so wertvoll für die Zielgruppe – auch ohne Backlinks. Denn hier wird letztendlich entschieden, welche Marke als wertvoll oder schützenswert erachtet wird, sodass das Investieren in eine langfristige Kundenbindung immer positiv ist.

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Fionn Kientzler

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