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Content Marketing Beispiele für B2B und B2C

Content Marketing ist nicht länger mehr nur eine Option. Wer über seine Unternehmenskommunikation Ziele wie z.B. Leadgenerierung, Reichweite, Linkaufbau bzw. SEO oder Markenaufbau verfolgt, ist mit Content Marketing als Teil der Kommunikationsstrategie gut aufgestellt. Wie Rand Fishkin, Co-Founder von SparkToro, jedoch bereits 2015 sagte: Es geht dabei nicht ums Unternehmen.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Produkt-zentrischen Marketingstrategien, die sich auf den harten Verkauf konzentrieren und Produkte und ihre Marken ins Zentrum stellen, positioniert das Content-Marketing Marken als vertrauenswürdig und geschäftsfähig, in dem sie Inhalte erstellen, die einen Mehrwert für den User darstellen.

Im Folgenden werden verschiedene überzeugende Content Marketing Beispiele sowohl aus B2B als auch B2C vorgestellt, die guten Input für die eigene Kreativität und Content Marketing Strategie sind. 

B2B – 3 erfolgreiche Content Marketing Beispiele, die überzeugen

1. Beispiel: Magazin und Studie von Saxoprint


Saxoprint entwickelte zur Steigerung der Lead Generierung ein Online-Magazin. Das “B2B Manager Vertriebsmagazin” fokussiert sich auf Ratgeberinhalte zu den Themen Sales, Messe, Marketing und B2B-Relations. Jedoch haben die redaktionellen Beiträge eine inhaltliche Nähe zu Saxoprints Produkten, sodass der User sein vorherrschenden Informationsbedürfnis mit der Option auf eine Transaktion verknüpft. Saxoprint hat sich mit seinem Online-Magazin erfolgreich als Thought Leader im deutschen Mittelstand positioniert und gleichzeitig die Lead Generation mit dieser Strategie angekurbelt

Zusätzlich wurde eine Studie aufgesetzt, die im Anschluss für das Seeding genutzt wurde. Mithilfe dieser konnte nachhaltig an Offpage-SEO, Brand-Effekten und mehr Leads und Traffic gearbeitet werden. Auch am Sichtbarkeitsindex wird der Erfolg deutlich.

2. Beispiel: Lead Generation mit Content Marketing am Beispiel von arvato

Das B2B Unternehmen arvato hat mit seinem Whitepaper ein überzeugendes Contents Asset erstellt. Die Positionierung zielt auf die Consideration-Phase ab, sodass das Whitepaper das reine Informieren hinter sich lässt und ein sehr spezielles Thematik anspricht. Demnach haben die User einen sehr gezielten Anlass, um mit arvato ins Gespräch zu kommen. Der sehr konkrete Anlass macht das Einbauen einer Lead-Hürde wie hier unproblematisch. Persönliche Daten wie Name, Telefonnummer und E-Mail-Adresse werden gerne gegen die ersehnte Lösung ihres Problems eingetauscht. Gleichzeitig geht eine Selektion mit der Lead-Hürde einher, sodass nur besonders relevante Leads generiert werden.

3. Beispiel: Online Blog von Hubspot

Hubspot als B2B-Dienstleister bietet Lösungen für Online Marketing mit dem Schwerpunkt auf Inbound für Unternehmen an. Dabei macht das Unternehmen mit ihrem eigenen Auftritt vor, wie es geht. Hubspot hat einen eigenen Online-Blog entwickelt und auf der Webseite integriert. Hier findet man neben Tipps, Learnings und Insights auch Inhalte zum Downloaden. Wer beispielsweise nach Inbound Marketing Kampagnen sucht, findet einen Artikel, in dem 7 Beispiele für Inbound-Marketing-Kampagnen in Nischenmärkten vorgestellt werden. Der eigentliche Clou findet sich jedoch am Ende des Artikels. Hubspot hat hier einen Link zu einem Download-Angebot hinzugefügt und bietet dem User zur Vertiefung ein Whitepaper mit vertiefenden Ausführungen zum Thema Leadgeneration mit Hilfe der Inbound-Methodik – gegen den Tausch von Kontaktdaten an. So generiert das Unternehmen wertvolle Leads durch den fairen Austausch von Content an.

B2C – 6 Unternehmen machen vor wie es geht!

1. Beispiel: Turn On Online Magazin von Saturn

Der Elektronikhandelskette Saturn ist es gelungen, ein nennenswertes Online Magazin aufzubauen. Das Magazin bietet eine große Bandbreite an gutem und vor allem informativem Content und deckt die Themenbereiche

  • Tech,
  • Primetime,
  • Play
  • und Smart Living ab.

Die verschiedenen Artikel sind damit stets aktuell gehalten, informieren über Neuheiten auf dem Markt und gehen so weit über das reine Produktanpreisen hinaus. Das Turn On Magazin setzt zusätzlich auf Interaktion und ermöglicht das Kommentieren und Liken der Artikel. So werden gleichzeitig zusätzliche Trust-Signale geschaffen, die sich sehr positiv auf andere Nutzer auswirken.


Trotzdem sind die Artikel sehr nah am Angebot von Saturn gestaltet. Produktneuheiten werden vorgestellt, getestet und bewertet. So werden attraktive Kaufhilfen geschaffen, die den sowieso schon interessierten User den letzten Impuls geben, eine tatsächliche Transaktion durchzuführen.

2. Beispiel: Mit einem E-Book zu mehr Traffic 

Das E-Book für Ulla Popken war eine ähnliche Content Marketing Maßnahme und stellte vor allem das Seeding in den Mittelpunkt der Strategie. Ziel war es Inhalte zu erstellen und zu verbreiten, die einen Mehrwert für die Zielgruppe bieten. Dafür hat die Marke für große Größen sich zunächst an aktuellen Trends orientierte und machte Body Positivity mit Hilfe von Yoga zum Gegenstand des E-Books. Dafür arbeitete das Unternehmen mit der der Fachautorin Amiena Zylla zusammen, um gleichzeitig von ihrer Expertise als Yogalehrerin und ihrer Funktion als Multiplikatorin zu profitieren. Daran anschließend wurde an der strategischen Platzierung gearbeitet, um Likes, Verlinkungen und Shares zu erzeugen.

Für die Vermarktung wurde eine Landingpage mit attraktiver UX erstellt. Die Seite ist sehr umfangreich und mit Liebe zum Detail gestaltet. Der Besucher der Webseite bekommt genau so viel Input wie nötig, um neugierig auf mehr zu werden.

Als User findet man auf der Landingpage:

  • Vorstellung der Autorin inklusiver erster Tipps
  • erste Übungen zum Nachmachen in einem Video von Amiena Zylla 
  • Influencer und bekannte Größen aus dem Plus Size Yoga Bereich werden vorgestellt und interviewt – gleichzeitig werten die das E-Book mit ihrer Expertise auf
  • umfangreiche Abschnitte rund ums Thema Curvy Yoga oder warum Yoga wichtig ist

Das E-Book konnte wunderbar im Seeding aufgegriffen werden und erreichte eine signifikante Steigerung der Reichweite.

Wer bis zum Ende der Webseite scrollt, findet neben der erneuten Aufforderung zum Download des E-Books auch nochmal die Verlinkung zum Shop.

3. Beispiel: Instagram-Blog von Rewe

Im Marketing geht es ums Verkaufen – im Content Marketing darf jedoch der Verkauf nicht im Zentrum stehen, um die volle Wirkung des Content Marketings zu entfalten. Wie können dann aber Produkte oder Dienstleistungen verkauft werden im B2C? Brillante Inhalte müssen entwickelt werden, die den User dazu bewegen, das Produkt und Unternehmen aufzusuchen. Der deutsche Supermarkt Rewe hat den Dreh raus und führt für diesen Zweck einen erfolgreichen Instagram-Account. 

Rewe stellt dafür regelmäßig leckere Rezepte und Kochtipps auf ihrem Instagram-Account vor, die den User zum Nachkochen animieren. Das Verkaufen selbst oder das Vorstellen konkreter Produkte bleibt jedoch aus. Dafür werden in den Stories und unter den Posts die Rezepte verraten, sodass die Posts auf subtile Weise ermutigen, zu Rewe zu gehen, um die Zutaten zu kaufen, die für die Zubereitung von Mahlzeiten oder Snacks benötigt werden.

Solche Art von Content begeistert deutlich mehr als Fotos von den Produkten und Gängen im Supermarkt und schafft es gleichzeitig, dass der Kunde sich deutlich mehr mit den Produkten auseinandersetzt. Der Account wirbt letztendlich für eine gesunden und frischen Lifestyle, der mit dem Nachkochen der saisonalen Rezepte erreicht werden kann. Obwohl es sich um einen Supermarkt handelt, hat der Konzern Rewe seine Marke so aufgebaut, dass sie als Quelle für professionelle Rezepte und Kochtipps fungieren und nicht als bloßer Lebensmittellieferant. 

4. Beispiel: Die Techniker Krankenkasse überzeugt auf YouTube

YouTube wird nach und nach auch im Content Marketing erobert. Und das zurecht – YouTube ist nach Google die zweitgrößte Suchmaschine und birgt damit ein enormes Reichweitenpotential. Die Techniker Krankenkasse hat das früh erkannt und produziert gemeinsam mit dem Mediziner und Fernsehmoderator Dr. Johannes Wimmer Kurzvideos von circa 4 Minuten auf YouTube. Dabei werden leicht verständliche Antworten auf medizinische Fragen gegeben, die der gemeinen Bevölkerung im Alltag begegnen können. Gerade Problematiken im medizinischen Bereich sind häufig schwer greifbar, sodass eine audiovisuelle Aufbereitung sehr viel einfach zu konsumieren ist als ein Text.

  • Gleichzeitig fungiert Dr. Johannes Wimmer als das sympathische Gesicht der Krankenkasse und macht den sonst anonymen Konzern menschlich, nahbar und hilft dabei eine Beziehung zwischen User und Unternehmen aufzubauen.
  • Wenn der User nach Antworten sucht und sein informationales Bedürfnis mit dem Video befriedigt wird, wird er sein positives Erlebnis mit dem Absender, also die Techniker Krankenkasse, verknüpfen und gleichzeitig auf diese aufmerksam.
  • Die Krankenkasse schafft es also mit dieser Content Marketing Maßnahme sowohl Aufmerksamkeit zu generieren als sich auch als Lösungsanbieter zu positionieren.

5. Beispiel: Corporate Blog von Ritter Sport

Für alle Schokoladenliebhaber hat das Unternehmen Ritter Sport ihren Corporate Blog ins Leben gerufen. Ritter Sport findet im Blog eine Plattform zur Selbstdarstellung. Der Mehrwert ist jedoch auch hier auf den User ausgerichtet, um sich so als ein für die Zielgruppe relevantes Unternehmen zu positionieren. Dafür berichtet Ritter Sport über News, Produktneuheiten oder stellt Rezepte vor, die die Schokolade von Ritter Sport verarbeiten.  Zusätzlich wird Interaktion im Blog groß geschrieben, sodass sowohl jeder Artikel kommentiert werden kann als auch eigene Schokoladenkreationen eingereicht werden können. Wer Glück hat, schafft es damit sogar in die echte Produktion und hat damit ein ganz persönliches Erfolgserlebnis gemeinsam mit dem Unternehmen und fühlt sich als Zielgruppe ernst genommen.

6. Beispiel: User Generated Content als Content Marketing Maßnahme mit TikTok

Wer ganz brandaktuell sein will, widmet sich Content Marketing auf TikTok. Zwar ist die Zielgruppe im Vergleich zu anderen sozialen Netzwerken verhältnismäßig jung, doch das kann für Unternehmen insbesondere aus den Bereichen Fashion, Beauty Technik und Reisen interessant sein. Auch hier liegt der Fokus auf User Generated Content. Das Challenge-Format der App wurde von H&M genutzt, um unter dem Hashtag #HMGetTheLook dazu aufzurufen, drei verschiedene Outfits der aktuellen Kampagne zu teilen. Ergebnis waren mehr als 134,4 Millionen Aufrufe und damit enorme Reichweite allein durch User Generated Content.


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