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Linkaufbau Guide: Definition, Tipps und Tricks

Wer sich der Off Page Optimierung widmet, kommt am Linkaufbau nicht vorbei. Dieser Artikel klärt alle Grundlagen und beleuchtet Chancen und Risiken einer Linkaufbau Strategie.

Was ist Linkaufbau?

Linkaufbau, oder auch Linkbuilding, gehört zu den wichtigsten Strategien im Offpage SEO. Dabei geht es um das Generieren von Backlinks, also Links, die von externen Seiten (Linkquellen) auf die eigene führen. Im Idealfall finden Verlinkungen auf Seiten statt, die zu themenverwandten Feldern gehören und durch Autorität und Expertise glänzen. Solch eine Form von Prestige macht den Backlink als eine Art “Empfehlung” besonders wertvoll.

Welches Ziel verfolgt Linkaufbau?

Linkaufbau kann drei Ziele verfolgen:

  1. Traffic: Wenn andere Seiten auf deine Website verlinken, ziehst du mehr Besucher:innen auf deine Seite.
  2. Trust: Sieht Google, dass andere Websites auf deine verlinken, assoziieren sie deine Domain mit mehr Trust und schätzen deine Brand als wichtige Autorität für einen Themenbereich ein.
  3. Rankings: Vor allem der vorherige Punkt mündet in diesem Ziel. Wenn deine Seite für Google an Relevanz gewinnt, zahlt sich das auch in besseren Rankings aus.

Außerdem kann Content Marketing dazu beitragen, dass dein Unternehmen an Markenbekanntheit und Reichweite gewinnt, was wiederum dem Linkbuilding zuträglich ist. Wer als Expert:in in seinem Gebiet gilt, hat Vertrauen aufgebaut, sodass Dritte auch gerne auf die entsprechende Seite verlinken.

Für wen bietet sich Linkaufbau an?

Linkaufbau bzw. Linkbuilding bietet sich vor allem für Unternehmen an, die sich in einem sehr kompetitiven Umfeld bewegen. Ist deine Website technisch sauber aufgesetzt und verfolgst du das Ziel, zu bestimmten Seiten bestimmte Rankings aufzubauen, ist Linkaufbau eine wichtige Maßnahme. Denn wer in den Ergebnissen der Suchmaschine ranken möchte, muss sich vom starken Wettbewerb differenzieren. 

Was sagen Google Webmaster zum Thema Linkaufbau?

  • Grundsätzlich führt Google ständig Updates durch, die das Einschätzen von Rankingfaktoren erschweren. Mittlerweile ist der Algorithmus der selbstlernenden Suchmaschine so intelligent, dass selbst Google nicht mehr genau weiß, was für das Ranking relevant ist. So sagte Paul Haahr Googles Ranking Engineer: “Google versteht wie RankBrain (danach folgte 2019 das BERT Update) funktioniert, aber nicht wirklich was es macht”.
  • Andrey Lipattsev, Search Quality Senior Strategist bei Google, sagte in einem Q&A, dass Rankbrain der drittwichtigste Rankingfaktor wäre. Natürlich ergibt sich im Anschluss daran die Frage, welche Faktoren die ersten beide Plätze belegen. Lipattsev antwortet darauf hin: “Its content and links going into your site.” Folglich ist anzunehmen, dass obwohl immer mehr selbstlernende Algorithmen eingesetzt werden, die Grundpfeiler des Internets, nämlich Hypertext und Hyperlinks, immer noch eine maßgebliche Bedeutung für die Suchmaschine haben.

Grundlegend liegt spätestens seit dem Google Core Update im Sommer 2021 die Page Experience und das Nutzungserlebnis im Fokus, sodass Google das Linkprofil einer Seite wahrscheinlich nach folgenden Kriterien bemisst:

  • Anzahl der Links, die auf eine Seite verweisen
  • Qualität der Links
    • thematische Relevanz
    • Stärke der verlinkten Domain
  • Handelt es sich um organische oder gekaufte Links?

Ankertexte von Backlinks

Auch den Ankertext von einem Backlink, also der klickbare Text der Verlinkung, nimmt Google wahr. Führen auf eine Seite viele Backlinks mit demselben Wort als Ankertext, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass diese Seite zu dem Wort Rankings bekommt. Das gilt aber nicht für generische Wörter wie “hier” oder “Download”.

Natürlich widerspricht es dem organischen Linkaufbau, wenn Backlinks in hundertfacher Ausführung mit demselben Ankertext versehen sind und auf ein und dieselbe Seite führen. Diese Optimierung der Ankertexte wird von Google seit dem Penguin Update (April 2012) hart abgestraft. Daher bemühten sich in den letzten Jahren die Websitenbetreiber:innen, auffällige Ankertexte zu vermeiden. Tipp: Du kannst sie so setzen, dass nicht nur das betreffende Keyword enthalten ist, sondern gegebenenfalls ein kurzer Stichpunkt.

Ist Linkaufbau immer sinnvoll?

Zu der gesamten Linkbuilding Thematik findest du viele Studien und Korrelationsanalysen, die den Impact von Links klären wollen. Schnell kommen sie zu dem Ergebnis, dass Verlinkungen zwar einen Unterschied machen, jedoch ist auch klar, dass Autoritätsmerkmale wie die Bedeutung einer Website in ihrem Themenfeld oder das von dem amerikanischen SEO Unternehmen Moz entwickelte Verfahren “Page Authority”, das Ranking beeinflussen.  

Das zeigen auch die Ergebnisse der Fallstudie von Stone Temple. Die Studie wurde erstmals 2016 durchgeführt und mehrmals wiederholt, um wesentliche Veränderungen in der Bedeutung des Linkbuildings zu erfassen. Dafür untersucht das Team Korrelationen zwischen den einzelnen Variablen und versucht, diese zu messen. 

Eine simple Prämisse war die Grundlage. Wenn eine Website für eine Anfrage nicht relevant ist, sollte sie nicht in den SERPs vorkommen. Das ist offensichtlich – jedoch ist die Betrachtung vielschichtiger. Nehmen wir an, es gäbe zehn Websites, die alle relevant genug sind, um bei einer Anfrage für die SERPs in Betracht gezogen zu werden. Wäre das der Fall, gäbe es jedoch immer noch keinen Anhaltspunkt für die konkrete Reihenfolge, die die Relevanz der Seiten berücksichtigt. Demnach muss die Relevanz präziser benannt werden, weshalb die Studie einen Relevanz-Score bemisst.

Auf den ersten Blick würde der Relevanz Score eine einfache Lösung und ein guter Ranking Algorithmus der Suchmaschine sein. Problematisch ist jedoch, dass es ziemlich einfach ist, Inhalte relevant aussehen zu lassen. Denn Inhalte können schnell mit guter Wortwahl aufgewertet werden, ohne das tatsächlich Inhalt dahinter steckt. Für den Algorithmus ist die tatsächliche Relevanz schwer zu erkennen, sodass eine weitere Variable gebraucht wird. Die Studie fügt daher einen Qualität Score hinzu.

Der zweite Score ist eine Verbesserung. Jedoch tauchen auch hier Probleme auf. Wie bei der Messung der Relevanz, ist die objektive Messung der Qualität nicht so einfach wie gedacht. An dieser Stelle kommt der Link Score hinzu, der zusätzlich Hinweise gibt, welche Inhalte zu diesem Thema die besten sind.

Du kannst an den drei Abbildungen der Studie gut ablesen, wie sich die Rangfolge mit den verschiedenen Scores und den hinzugefügten Scores verschoben hat. Dem echten Google Algorithmus wird das natürlich nicht gerecht. Jedoch gibt dieses Fallbeispiel einen Einblick in die Komplexität des Algorithmus und verdeutlicht anhand des hier herunter gebrochenen Modells die Bedeutung der Links als Komponente in den SERPs.

Auch suxeedo nahm sich dieser Thematik an und führte Tests und Analysen durch, um zu ermitteln, wie es um den Impact des Linkaufbaus steht. Dafür wurden mehrmals Seiten über einen längeren Zeitraum beobachtet und analysiert, um wieder auftauchende Muster zu entdecken.


Gemeinsam war den untersuchten Seiten, dass sie nichts verändert hatten, bis auf die Intensivierung des Linkaufbaus. Weder Content, UX oder technische Details wurden verbessert. Die beobachtbare Veränderung wurde in Verbindung zum Traffic und CTR (kurz für: Click Through Rate) gesetzt. Ein ablesbares Muster war letztendlich eine Korrelation zwischen Linkaufbau, Traffic und CTR – jedoch keine Kausalität.

Tipp:

Zwar legen solche Korrelationen nahe, dass der Linkaufbau einen Impact hat und für einen positiven ROI sorgt, doch die wissenschaftliche Aussagekraft solcher Korrelationen bleibt aus bzw. ist limitiert. Dennoch ist dem hinzuzufügen, dass jegliche Studien zum Thema Ranking am Erkennen und Nachweisen der Kausalität selbst scheitern. Kausalitäten können im SEO so gut wie gar nicht hergeleitet werden. Darum sollte man sich Datenmuster anschauen und diese in der Praxis validieren.

Wie funktioniert Linkmarketing? Hochwertige Inhalte als Schlüssel zu erfolgreichem Linkaufbau

Zwar können sich Mittel und Wege durch Googles Updates stetig ändern, doch grundsätzlich gibt es zwei Formen des Linkmarketings.

Seeding als wirkungsvolle Offpage SEO Maßnahme

Zum einen der, der im Googles Sinne ist: Content Seeding. Wer Seeding betreibt, arbeitet mit der strategischen Platzierung von Hero Content, um Reichweite in Form von Views, Likes, Traffic, Shares oder eben Verlinkungen zu generieren. Dafür kontaktieren Seeder:innen Multiplikator:innenen wie Blogger:innen, PR-Manager:innen oder Online Marketer:innen aus themenrelevanten Feldern, um sie dazu zu bewegen, den Hero Content in ihrem Netzwerk zu teilen. 

Seeding verfolgt dabei eine sehr proaktive Kontakt Strategie und setzt darauf, dass der Hero Content attraktiv genug ist, um für ein Redaktionsteam relevant zu sein. Dafür ist zum einen viel Kapazität, aber auch viel Erfahrung notwendig, weshalb sich viele an eine Seeding Agentur wenden.

Der Aufwand lohnt sich aber. Denn die Wahl dieser Strategie hat gute Gründe:

  • Reichweite ohne Medienbruch: Ziel des Seedings ist die Platzierung des Hero Contents mit Links. Der Link ermöglicht dem:der User:in, ohne viel Aufwand direkt auf die Zielseite zu gelangen. Die Verlinkung mündet im besten Fall in einer Conversion im Sinne eines Newsletter Abonnements oder Downloads.
  • Natürliche Backlinks: Je besser das Ranking einer Website ist, desto besser ist auch ihre Sichtbarkeit und damit der Traffic. Natürliche Backlinks sind ein gutes Trust Signal und bieten sich als wirkungsvoller Hebel an, wenn es um die Sichtbarkeit der Website geht.
  • Markenbindung: Wenn Inhalte strategisch verbreitet und platziert werden, kann das das Markenbewusstsein der Nutzer:innen steigern. Über Seeding kann sich eine Marke:
    • über den Inhalt profilieren
    • fachliches Standing aufbauen
    • als Thought Leader positionieren
  • SEO Engagement: User Signals werden getriggert durch:
    • inhaltlichen Mehrwert, der auf die User Bedürfnisse ausgelegt ist,
    • den Erwartungen, die den User:innen entsprechen
    • Anregung zur Interaktion

Es gibt einige Hinweise darauf, dass Google das Nutzerverhalten im Ranking verwertet. Im User Signals Whitepaper wird diese Thematik intensiv beleuchtet – es lohnt sich, reinzuschauen! Werden mittels Seeding relevante Inhalte verbreitet, kann die Traffic-Qualität verbessert und gleichzeitig zur Generierung von User Signals beigetragen werden.

Linkkauf: Googles Dorn im Auge 

Es gibt jedoch auch Linkbuilding, das nicht den Google Webmaster Guidelines entspricht, denn dort fließt Geld. In der SEO Szene hört man immer wieder, dass das Kaufen von Links trotzdem funktioniert, jedoch solltest du sehr vorsichtig sein. Der Linkkauf verstößt gegen Googles Richtlinien. Dennoch nutzen selbst SEO Profis manchmal dieses Vorgehen. Und der Grund liegt nahe: Es ist einfach. Google duldet solchen Linkspam nicht und honoriert stattdessen die Natürlichkeit der Backlinks, da die Suchmaschine das bestmögliche Nutzererlebnis ins Zentrum stellt und das optimale Suchergebnis zur Suchanfrage generieren möchte. 

Wenn schon von Risiken gesprochen wird, sollte auch das bereits erwähnte Penguin Update nicht unerwähnt bleiben. Das Update widmet sich vor allem zu stark optimierten Websites als Resultat von Suchmaschinenoptimierung und wird daher auch gerne Webspam Update genannt. Das Update bewegte sich erneut einen Schritt in Richtung Qualität. Websites, die Keyword Stuffing betreiben und Linktausch oder Linkkauf intensiv betreiben, um ihr Linkprofil aufzuwerten und das Ranking zu beeinflussen, befinden sich zu Unrecht auf solch guten Positionen und werden dafür seitdem abgestraft.


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Fionn Kientzler

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