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Die 10 wichtigsten Rankingfaktoren: Google verstehen

Das Prinzip der Suchmaschinenoptimierung ist eigentlich ganz einfach: Wenn du in den organischen Suchergebnissen ganz oben auftauchen möchtest, musst du nur die Rankingfaktoren von Google erfüllen. Leichter gesagt als getan, denn Google gibt den Algorithmus nicht Preis. Dennoch lassen sich die wichtigsten Rankingfaktoren mit jahrelanger Erfahrung im Content Marketing und einzelnen Mitteilungen von Google relativ gut bestimmen. Wir stellen die wichtigsten vor.

Was sind Rankingfaktoren?

Rankingfaktoren sind die Kriterien, mit denen Google bestimmt, welche Seite welche Position in den Suchergebnissen bekommt.

Beispiel: Wenn ein:e Nutzer:in die Suchanfrage “wohnung einrichten” stellt, sieht er:sie (nach den bezahlten Anzeigen) die organischen Suchergebnisse. Sprich die Ergebnisse, für die Websites nicht bezahlen, um dort gelistet zu sein. Von Platz 1 bis 100 listet Google die relevantesten Seiten auf. Nach welchem Prinzip? Nach den Rankingfaktoren.

Warum sind Rankingfaktoren relevant?

Rankingfaktoren bestimmen, auf welcher Position du in den Ergebnissen der Suchmaschine stehst. Stehst du weit oben, bekommst du mehr Traffic auf deine Seite, stehst du weiter unten weniger. Relevant für das Ziel der Trafficsteigerung ist eigentlich nur die erste Seite. Vereinzelnd sind zwar auch User:innen auf Seite 2 unterwegs, das allermeiste passiert jedoch auf der ersten Seite, sprich auf den Positionen 1 bis 10.

Wenn du oben in den SERPs (Search Engine Result Pages) stehst kannst du von verschiedenen Vorteilen profitieren:

  • Trafficsteigerung: Die meisten User:innen gehen auf das erste Ergebnis der Suchanfrage, aber auch die Positionen 2 bis 10 bringen Traffic auf deine Seite. Zusätzlich variiert der Traffic, je nachdem, zu welchem Keyword du rankst. Der Grund: Umso öfter ein Begriff gesucht wird, umso mehr Menschen kommen auf deine Seite.
  • Conversionsteigerung: Bekommst du mehr Traffic, ist das der erste Schritt Richtung Conversionsteigerung. Baue deine Inhalte so auf, dass User:innen einen Mehrwert erkennen, gern auf deiner Seite bleiben und du sie zur nächsten Handlung motiviers. Mit einem geschickt ausgelegten Content Marketing Funnel gehen deine Conversions dann in die Höhe.
  • Sichtbarkeitssteigerung: Rankt ein Artikel sehr gut in den Suchergebnissen, hat das eine Strahlkraft auf andere Artikel. Du kannst es dir so vorstellen, dass Google mit anderen guten Rankings auf deine Expertise vertraut und andere Keywords schneller ranken lässt.
  • Branding: Schreibst du passende Artikel für deine Branche, die möglichst auf eine für dich absolut relevante Zielgruppe zugeschnitten ist zahlt das auf dein Branding ein. Du tauchst als Thought Leader immer wieder zu bestimmten Themen in der Suchmaschine auf. Ein Faktor, der nicht zu vernachlässigen ist, denn deine Zielgruppe stuft dich schnell als relevanter ein.

Eines ist klar: Es gibt gute Gründe, warum du die Rankingfaktoren kennen und beachten solltest. Nicht zuletzt machst du dich mit organischer Reichweite unabhängig von großen Mediabudgets. Du wirst von deiner Zielgruppe gesehen, ohne dass du Ads schalten musst.

Die 10 wichtigsten Rankingfaktoren

Es gibt viele Rankingfaktoren, von denen nicht alle bekannt sind. Wir fassen für dich die 10 wichtigsten Punkte zusammen, die du beachten musst, um deine Website Performance auf ein neues Level zu heben.

Rankingfaktor #1: User Centricity

Der:die User:in steht über allem. Er:sie ist streng genommen nicht ein Rankingfaktor, sondern DER Rankingfaktor. Warum? Google hat es sich zum Ziel gemacht, User:innen die besten Suchergebnisse für ihre Intention zu liefern. Das Credo lautet also: Lieben die User:innen deine Inhalte, liebt auch Google deine Inhalte. Du kommst mit hoher Wahrscheinlichkeit in die Top 10 der SERPs.

Rankingfaktor #2: User Signale

In engem Zusammenhang mit dem ersten Faktor stehen die User Signale. Zwar gibt es keine Quelle, in der Google es offiziell bestätigt, es gilt aber als wahrscheinlich, dass User Signale wie Session Duration, Klickrate, Bounce Rate und Pages/Session einen großen Einfluss auf die Rankings haben.

Das kannst du dir so vorstellen: Google nimmt eine Seite für ein bestimmtes Keyword in die Top 10 der Rankings auf. Viele User:innen gehen auf die Seite, springen aber schnell wieder ab; andere klicken erst gar nicht auf das Suchergebnis, sehen es aber. Google erkennt diese Signale der User:innen und geht davon aus, dass der Inhalt nicht so relevant für die Zielgruppe ist wie angenommen. Deshalb verschwindet die Seite nach einiger Zeit wieder aus den SERPs.

Warum die Intention der User:innen für dich zentral ist, ist deutlich. Du musst dich ehrlich fragen, ob die Inhalte deiner Seite, die du auf ein Keyword hin optimierst, das ist, was User:innen sehen möchten, sobald sie den Begriff googeln.

Rankingfaktor #3: Content

Content muss einen Mehrwert haben, nur dann ist er für User:innen relevant und nur dann stimmen die Signale Richtung Suchmaschine. Aber was bedeutet das genau? Wie kann ich diesen Rankingfaktor erfüllen? Zunächst sollte dein Content frei von Rechtschreib-, Grammatik und Interpunktionsfehlern sein. Danach geht es um den Inhalt. Folgende Regeln helfen dir dabei, die Qualität deines Inhalts auf den Prüfstand zu stellen:

  • Jeder Satz sollte eine Aussage haben.
  • Jeder Absatz sollte ein Thema behandeln.
  • Kapitel sollten halten, was ihre Überschriften versprechen.
  • Der Aufbau sollte logisch sein.
  • Vermeide generische Aussagen.
  • Ziehe einen Text nicht unnötig in die Länge.
  • Geh genug in die Tiefe, ohne zu kompliziert zu schreiben.
  • Frage dich: Warum ist mein Inhalt besser als der der anderen?

Rankingfaktor #4: Die Keywordoptimierung

Trotz immer stärkerem Einsatz von KI – letztlich ist und bleibt Google eine Maschine. Diese Maschine scannt Inhalte und versucht zu verstehen, worum es geht. Ein entscheidender Faktor sind dafür die Keywords. Es geht darum strategisch Wörter in den Text zu integrieren, um ihn für die Suchmaschine relevanter zu machen. Dass dadurch Stil und Grammatik nicht leiden dürfen ist klar. Diese verschiedenen Aspekte der Keywordoptimierung musst du beachten:

  • Das Fokuskeyword: Integriere das Fokuskeyword (natürlich!) in deinen Text. Achte darauf, dass es sich gut durch den Text zieht, ohne zu spamig zu wirken. Keywordstuffing (also zu häufige, künstlich wirkende Integration) kann Google abstrafen.
  • Nebenkeywords: Ein Text rankt nicht nur zu einem Keyword. Du kannst mit relevanten Nebenkeywords weitere für dich sinnvolle Rankings erzielen. Versuche den Fokus zu behalten und nur Unterthemen als Nebenkeyword aufzugreifen.
  • Semantische Keywords: Semantische Keywords sind relevante Wörter, die in dem Text vorkommen sollten um das Fokuskeyword zu unterstützen. Damit wirst du dem Anspruch gerecht, dass Google behauptet, Texte auch inhaltlich immer besser verstehen zu können. Mit der WDF*IDF Analyse kannst du kontrollieren, welche Begriffe relevant sind und wie du diese themenrelevanten Wörter optimal im Text verteilen musst. Daran erkennt Google, ob du das Thema passend und umfangreich behandelt hast. Im Folgenden siehst du die Formel der Berechnung, aber keine Angst: Arbeitest du mit einem Tool zur semantischen Keywordoptimierung, brauchst du nichts auszurechnen.

wdfFormel

Übrigens: Optimierst du einen Text auf ein bestimmtes Keyword, brauchst du keine Angst haben, User:innen zu vergraulen. Keywordstuffing zum Nachteil der Grammatik gehören der Vergangenheit an. Außerdem suchen User:innen ja nach einem bestimmten Begriff in der Suchmaschine und klicken dann gern auf die Artikel, die genau diesen Begriff aufgreifen.

Rankingfaktor #5: Content UX

Der Inhalt hat Mehrwert, zielt auf die Bedürfnisse der Nutzer:innen ab und ist Keywordoptimiert – ein wichtiger Schritt ist getan. Doch es kommt nicht nur auf das “Was” an auch das “Wie” ist entscheidend. Wie der Inhalt am Ende auf der Website aussieht, ist nämlich der erste Eindruck, den User:innen von dem Text bekommen. Ist es eine Textwüste? Oder ein sinnvoll und ansprechend gestalteter Text?

Gerade online ist unsere Aufmerksamkeitsspanne eher gering, deshalb gilt es, den Text visuell so gut es geht aufzulockern. Am besten kannst du auf eigens gestaltete Elemente im CMS zurückgreifen. Viel Struktur lässt sich aber auch ohne Programmierung umsetzen. Hier eine Liste zur Inspiration:

  • Infoboxen
  • Bullet Points
  • Absätze
  • Aussagekräftige Zwischenüberschriften
  • Tabellen
  • Grafiken
  • Bilder mit Mehrwert 
  • Inhaltsverzeichnis mit Sprungmarken
  • Tippboxen
  • Hervorgehobene Zitate
  • Autorenbox

Mithilfe einer gelungenen Content UX finden sich Nutzer:innen schnell auf deiner Website zurecht, sie wissen genau, welche Information sie wo finden und können erst dann die Qualität deiner Inhalte zu schätzen lernen.

Rankingfaktor #6: Technisches SEO

Technisches SEO ist die Basis deiner Website. Google crawlt eine Website und liest die Codes aus. Dementsprechend heißt es: Der Code muss verständlich, sauber und sinnvoll sein. Unnötige Elemente können raus. Mit verschiedenen Techniken kannst du die Gelegenheit nutzen den Crawler zu steuern. Wenn du ihm genau sagst, was er wo findet und wo er lang muss, fällt Google das Verständnis der Seite leichter. Einige Beispiele:

  • Strukturierte Daten (Schema Markup): Du sagst dem Crawler, welcher Inhalt was ist. Beispiel Impressum: Du kannst im Code angeben, dass die Telefonnummer eine Telefonnummer ist usw.
  • SSL Zertifikat: Sicherheit im Internet ist ein großes Thema und dementsprechend ein Rankingfaktor. Das SSL Zertifikat deiner Website sollte auf dem aktuellen Stand sein und regelmäßig geprüft werden.
  • Canonical Tags: Hast du doppelte Inhalte auf deiner Seite, solltest du Google einen Hinweis darauf geben, welcher Inhalt der Originale ist. Der Canonical Tag zeichnet die Seite mit dem originalen Inhalt aus. So geht die Suchmaschine nicht von minderer Qualität aufgrund von Copy and Paste aus und weiß genau, welcher Inhalt ranken soll.
  • Indexierung (robots.txt): Manche Seiten sollten unter Umständen gar nicht in der Suchmaschine auftauchen. Kennzeichne diese in den sogenannten “robots.txt”.
  • XML Sitemaps: XML Sitemaps kannst du dir wie einen Wegweiser vorstellen. Du gibst der Suchmaschine einen Überblick über all deine wichtigen URLs, die in den SERPs erscheinen sollen.
  • Web Core Vitals: Die Ladezeiten deiner Website sind spätestens seit dem Google Core Update 2021 ein wichtiger Rankingfaktor. Stelle sicher, dass dein Pagespeed und die Interaktionszeiten so kurz wie möglich sind.
  • Responsive Design: Um im SEO erfolgreich zu sein, muss deine Website für mobile Endgeräte optimiert sein. Im B2C ist die allergrößte Zahl der Nutzer:innen inzwischen mit dem Smartphone unterwegs, deshalb liest der Algorithmus von Google nur noch die mobile Version der Website zur Bewertung aus.

Rankingfaktor #7: Technische Hygiene

Die technische Basis ist für SEO sehr relevant. Steht diese, ist es wichtig eine gewisse Hygiene hochzuhalten. Hier geht es um viele Kleinigkeiten, die in der Summe aber relevant für deine Rankings sind. Du solltest dem Crawler eine aufgeräumte Seite bieten, auf der er sich gut zurechtfindet. Achte daher auf Folgendes:

  • Fehlerseiten vermeiden
  • Metadaten pflegen
  • H-Tags in korrekter Hierarchie kennzeichnen
  • Bildmetas ausfüllen
  • Interne Verlinkungen pflegen
  • Slugs übersichtlich halten

Die Grundregel: Machst du deine SEO “Hausaufgaben”, steigen deine Rankings und du brauchst dich nicht vor plötzlichen Updates im Google Algorithmus zu fürchten.

Rankingfaktor #8: Linkprofil

Die bisherigen Rankingfaktoren haben sich auf sogenannte Onpage Maßnahmen beschränkt. Also Maßnahmen, die du auf deiner Website umsetzen kannst. Was außerhalb deiner Website passiert, ist aber ebenso relevant. Backlinks, also Links, die eine andere Website auf deine setzt, sind der wohl wichtigste Aspekt. Hierbei gilt: Qualität vor Quantität. Dein Ziel sollte also nicht sein, so schnell wie möglich viele Backlinks zu sammeln. Denn unnatürliche Backlinkgenerierung straft Google ab.

Genau wie beim Content geht es im Linkprofil darum, qualitativ hochwertige und natürliche Verlinkungen zu erhalten. Seeding ist eine SEO Methode, um diesem Anspruch gerecht zu werden. Gehe von den Link Quellen aus und überlege dir genau, mit welchem Content du sie überzeugen kannst auf deine Seite zu verlinken.

Rankingfaktor #9: Branding und Bewertungen

Zwar waren und sind Verlinkungen schon immer ein sehr wichtiger Teil der Suchmaschinenoptimierung, Branding und Bewertungen gewinnen aber an Relevanz. Möchtest du deine Rankings verbessern, solltest du prüfen, wie oft der Name deines Unternehmens auf anderen Seiten auftaucht. Digital PR kann dafür einen wertvollen Beitrag leisten. Gastbeiträge, Interviews, Branchenverzeichnisse sind sinnvolle Wege, um an eine verstärkte Brandnennung zu kommen.

Bewertungen sind ebenfalls ein wichtiger Faktor, nicht nur für die Suchmaschine auch für die Nutzer:innen. Hast du zufriedene Kund:innen, kannst du versuchen, proaktiv positive Bewertungen einzusammeln. Diese sollten aber – wie bei all den anderen Rankingfaktoren – immer natürlich sein, sonst erzielst du das Gegenteil von guten Rankings.

Rankingfaktor #10: Interne Links

Verlinkungen sind nicht nur von anderen Seiten wichtig, interne Links sind ein – oft vernachlässigter, aber sehr wichtiger – Rankingfaktor. Setze sinnvolle Textlinks zu anderen Inhalten auf deiner eigenen Website um die Bedeutung der Seiten hervorzuheben. Je häufiger du einen Inhalt verlinkst, umso relevanter nimmt ihn Google wahr – so die Annahme. Das hat positive Auswirkungen auf deine Rankings. Wichtig hier: der Ankertext. Vermeide Verlinkungen auf generische Worte wie “hier” oder “mehr Erfahren”. Nutze als Ankertext am besten das Fokuskeyword des verlinkten Textes, damit dieser genau zu diesem Keyword bessere Rankings bekommt.

Ein Beispiel: Wir haben einen Artikel “Lead Magneten: Dein Hebel für mehr Umsatz!” der auf das Keyword “lead magneten” hin optimiert ist. Das Ziel: Der Artikel soll ein Ranking auf der ersten Seite bei Google bekommen. Deshalb setzen wir einen Link auf Lead Magneten, der genau zu diesem Artikel führt. Das ist sowohl für die Nutzer:innen hilfreich, wenn sie mehr über das Thema erfahren möchten, das eventuell in diesem Artikel zu kurz kommt. Gleichzeitig ist es aber auch für die Suchmaschine spannend, welche Artikel du besonders oft verlinkst und welche weniger. Die Annahme ist, dass ein Rankingfaktor die Anzahl der internen Links auf bestimmte Landingpages ist.

Fazit: Dein Weg in die Top 10 der SERPs

Die 10 Rankingfaktoren sind nur ein Ausschnitt von ganz vielen Kriterien, die Google zur Bewertung der Qualität von Websites heranzieht. Das klingt zu Beginn sehr komplex, die Gute Nachricht ist aber, dass fast alles auf die Nutzer:innen zurück kommt. Erfolgreiches SEO setzt den:die User:in in den Mittelpunkt des Handelns. Natürlich spielen Backlinks, Ankertexte, Überschriften, die Sitemaps und vieles mehr eine wichtige Rolle bei den Rankings. Letztlich zahlt es aber immer auf die User Experience ein. Gefallen den User:innen deine Inhalte und finden sie sich intuitiv auf deiner Website zurecht, kommen die Rankings von ganz allein.

Für viele Unternehmen scheint das Thema gerade zu Beginn zu komplex. Die nötigen Ressourcen und das Knowhow fehlen. Eine SEO Agentur kann dir dabei helfen, regelmäßig relevanten Content zu veröffentlichen und Backlinks zu generieren, die dich vom Wettbewerb abheben. Sie findet gemeinsam mit dir heraus, welche Rankingfaktoren du in deinem individuellen Fall stärker in den Fokus nehmen musst.

 

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Marie Bachmayr

Marie ist Senior Projektmanagerin bei suxeedo. Als Content Marketing Expertin hilft sie Kunden in den verschiedenstens Branchen seit über sechs Jahren dabei, organische Reichweite zu generieren und Leads zu konvertieren.


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Fionn Kientzler

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