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Google Core Update – Ein Überblick und wie du in Zukunft von Updates profitieren kannst

Google Core Updates sorgen bei vielen Websitebetreiber:innen für Aufregung und Sorge vor dem plötzlichen Verlust an Sichtbarkeit. Dabei muss das nicht sein. Wir zeigen dir, wie du die Google Core Updates als Chance nutzen kannst und die Angst vor Unberechenbarkeit verlierst. Außerdem geben wir dir einen Überblick über die Chronologie der Updates in den vergangenen Jahren.

Was ist ein Google Core Update?

Ein Google Core Update ist ein Update des Google Algorithmus’ zur Bewertung von Websites. Zwar gibt es sehr häufig kleinere Änderungen am Algorithmus, bei einem Core Update sind die Eingriffe aber umfassender und ziehen dementsprechend auch größere Schwankungen in den SERPs mit sich.

Google verfolgt mit den Core Updates das erklärte Ziel, die Suchergebnisse zu verbessern. Das bedeutet, Google möchte den User:innen in jeder Situation genau das Ergebnis liefern, nachdem er oder sie sucht.

Nie wieder Angst vor Google Core Updates – mit diesen 2 Grundregeln

Da es bei den Core Updates teils um grundlegende Veränderungen geht, ist es verständlich, dass SEOs und Webmaster das Thema genau im Blick haben – und das sollten sie auch. Denn oft gibt Google sogar ein paar Wochen im Voraus Bescheid und verrät auch grob, welche Faktoren sie bei der Bewertung von Websites neu gewichten. Aber das ist kein Grund zur Panik, denn die gute Nachricht lautet: Mit zwei Grundregeln brauchst du keine Angst mehr vor neuen Google Core Updates zu haben:

  • Aktuelle Richtlinien: Die aktuell geltenden Richtlinien, die größtenteils durch die Inhalte älterer Google Core Updates entstanden sind, gelten nach wie vor als wichtiges Rankingkriterium. Starker Content mit Mehrwert für die User:innen nennt Google beispielsweise mit fast jeder Veränderung des Algorithmus’ als wichtigen Faktor für bessere Rankings.
  • Saubere technische Grundlage: Ein Plädoyer für’s Aufräumen! Ein SEO Audit sollte zu deinen wiederkehrenden Aufgaben gehören, denn eine saubere technische Grundlage gefällt Suchmaschinen wie User:innen. In den Updates kann Onpage SEO auch in Zukunft immer wieder eine Rolle spielen. Wenn du regelmäßig aufräumst, musst du davor jedoch keine Angst haben – im Gegenteil, du kannst dir sogar einen Vorteil verschaffen.

Google Core Updates – Ein Überblick über die aktuellsten Änderungen und die Vergangenheit

Was genau haben die letzten Google Core Updates ergeben? Welche Veränderungen gab es und welche Seiten oder Themen hat Google besonders ins Visier genommen? Wir geben dir einen Überblick und starten mit dem aktuellsten Update.

November 2021 – Local Search Update

Kurz vor Weihnachten 2021 hat Google ein Core Update ausgerollt, das vor allem Auswirkungen auf lokale Suchanfragen hatte. Relevanz, Distanz und Prominenz sind die Stichworte, die sich um das Update bewegen.

  • Relevanz: Wie relevant ist eine Website für die Intention der Kund:innen?
  • Distanz: Wie weit ist der:die User:in von dem Geschäft entfernt?
  • Prominenz: Wie bekannt ist der Laden online und offline?

Mai und Juni 2021 – Google Core Web Vitals Update

Im frühen Sommer 2021 wussten SEOs genau, worum es in den Updates geht. Google hat nämlich schon relativ lange angekündigt, dass die Page Experience einen stärkeren Einfluss auf die Rankings bekommen soll. Hierunter fallen vor allem die Core Web Vitals, die Auskunft darüber geben, wie schnell eine Seite lädt, interagiert und wie stark sich Elemente dabei verschieben. Auf diese Weise möchte Google bevorzugt Seiten ausspielen, auf denen sich User:innen schnell und einfach navigieren können, sprich eine positive Experience haben.

Dezember 2020 – Content Update

Das Google Core Update im Dezember 2020 traf keine bestimmte Branche und auch kaum ganze Domains. Es waren vielmehr einzelne Seiten, die enorme Verluste bzw. starke Gewinne in den Rankings verzeichneten. Thin Content und Reichweitenaufbau von Magazinen außerhalb ihrer eigentlichen Themenschwerpunkte waren die Hauptgründe für negative Schwankungen.

Mai 2020 – ein breit angelegtes Update

Mitten in der Corona Pandemie sorgt der Rollout eines Google Core Update für Aufruhr in den SERPs. Veränderungen waren vor allem für Websites mit Gesundheitsbezug (Stichwort EAT; Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness), jedoch auch für Seiten mit Automobil- oder Fashion-Fokus spürbar. Das Feld an

betroffenen Domains ist also relativ divers, es scheint ein eher breit angelegtes Update zu sein. Google selbst hat sich nicht zu konkreten Details geäußert.

August 2019 – BERT Update

Im Sommer 2019 hat Google das größte Update seit mehreren Jahren ausgerollt. Im Fokus standen Long Tail Suchanfragen, die Google besser verstehen und den Nutzer:innen passendere Ergebnisse liefern wollte. Mit Natural Language Processing versucht Google, den Kontext der Suchanfragen besser zu verstehen und passgenaue Artikel zu liefern. In Deutschland hat Google das Update Ende 2019 ausgerollt.

September 2019 – September 2019 Core Update

Das Google Core Update im September 2019 hatte Google angekündigt, nicht aber die konkreten Inhalte. Die Analysen in SEO Kreisen zeigen vor allem Schwankungen im EAT Themenbereich, aber auch eine deutliche Aufwertung von Videoinhalten.

Juni 2019 – Video und Newsseiten

Für den Juni 2019 hat Google das Core Update das erste Mal angekündigt – via Twitter. Nach dem Rollout haben vor allem Videoinhalte an Sichtbarkeit gewonnen, da Google bei mehr Suchanfragen als zuvor ein Video Karussell in den SERPs anbietet. Schwache News Webseiten haben hingegen an Rankings verloren.

März 2019 – EAT Update

Vor allem Gesundheitsseiten hat Google in Bezug auf EAT und YMYL Suchanfragen (Your Money or Your Life) bewertet. Gesundheitsseiten mit besonders sensiblen Themen sind häufig unter den Gewinnern und Verlierern. Google scheint vor allem großen Brands stärker zu vertrauen, während kleinere Nischenseiten verloren haben.

August 2018 – Medic Update

YMYL Suchanfragen sind von diesem Google Core Update besonders betroffen. Damit sind Suchanfragen gemeint, die sensible Informationen zum Thema Gesundheit und Finanzen der Nutzer:innen nach sich ziehen. Um in diesem Kontext besonders gute Ergebnisse auszuspielen, setzt Google auf EAT. Das heißt: Websites mit hoher Expertise, Autorität und Vertrauen gewinnen an Rankings. Die Suchmaschine setzt zur Bewertung dieser Kriterien Quality Rater ein, also Menschen, die Websites manuell mit Hilfe von Google Leitfäden bewerten. Im Oktober gab es hierzu ein Update, in dem einige Websites, die besonders stark verloren hatten, wieder an Sichtbarkeit gewonnen haben – und andersherum. 

Juli und März 2018 – Mobile Updates

Im Frühjahr und Frühsommer 2018 drehte sich bei Google alles um mobile Suchergebnisse. Mit dem Ausrollen des Core Updates bewertet Google fortan nur noch die Inhalte mobiler Websites. Die Folge: Seiten, die nicht auf mobil optimiert sind, stürzen in den SERPs ab, auf mobilen Zugriff zugeschnittene Seiten gewinnen an Sichtbarkeit. “Mobile first” ist seitdem das Motto für den Google Index.

Wenige Monate später folgte im Juli ein zweites Google Core Update, bei dem es um die Geschwindigkeiten mobiler Websites ging – mit erneut starken Auswirkungen auf die Rankings der mobilen Suchergebnisse. Google möchte die User:innen nicht warten lassen und bevorzugt deshalb ab sofort schnelle Websites.

November und Juni 2017 – The Unknown

Sowohl im Juni als auch im November hielt sich Google mit Ankündigungen, Bestätigungen oder Ausführungen zu dem Rollout neuer Updates zurück. Die Bewegung in den SERPs war aber deutlich spürbar. Die genauen Inhalte der Google Core Updates sind nicht klar, es sind allerdings keine Penalty Updates – das heißt, Google “bestraft” keine Seiten für verstoßene Richtlinien. Es scheint dabei keine bestimmte Branche zu treffen, es sind aber vor allem bekannte Marken, die an Sichtbarkeit verlieren. Analysen von Sistrix haben ergeben, dass vor allem jene Unternehmen verlieren, die eine extrem hohe Anzahl an Backlinks im Verhältnis zu verlinkenden Domains haben. Die Annahme: Es gab vor dem Update viele Seiten, die einfach nur gerankt haben, weil die Domain viele Backlinks hatte, auch wenn der Inhalt nicht passend ist.

März 2017 – Fred Update

Das Google Core Update mit einem Namen, der eigentlich ein Witz war, nimmt wieder einmal Content ins Visier: Thin Content, Content der keinen Mehrwert mitbringt und von Werbung überladene Seiten sind laut Analysen die Stellen, an denen Google schraubt. Diese Seiten verlieren seitdem zunehmend an Sichtbarkeit.

Oktober 2016 – Penguin Update

Das Penguin Update hat, wie in den vergangenen Jahren auch, 2016 für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Das Ziel von Google: Webspam aus den SERPs entfernen, also Seiten, die Webmaster künstlich in die Höhe treiben mit dem alleinigen Ziel, bessere Rankings zu bekommen. Darunter fallen z. B. Maßnahmen wie Keywordstuffing und Linktauschprogramme.

August 2015 – Panda Update

Das Panda Update, mit dem Rollout im August 2015, verfolgt das Ziel, qualitativ schlechte Webseiten aus dem Index zu entfernen. Wie Penguin ist auch das Panda Update ein Penalty Update, also ein Google Core Update, das Websites bestraft, die bestimmten Richtlinien nicht folgen. Die Auswirkungen sind auf ganzen Domains spürbar, nicht einzelnen Seiten. Was genau sind aber qualitative schlechte Websites bzw. die genannten Richtlinien? Abgestraft hat Google unter anderem: Duplicate Content, qualitativ minderwertige Backlinks, Domains mit geringer Verweildauer und hoher Bounce Rate, viel Werbung und Keywordstuffing.

August 2013 – Hummingbird Update

Hummingbird gilt als Google Core Update, das für viele spätere Updates einen Grundstein gelegt hat, vor allem für Panda und Penguin. Wie so oft ist auch hier das erklärte Ziel, Suchanfragen besser zu verstehen und Ergebnisse darauf basierend passender ausspielen zu können. Zu diesem Zeitpunkt war es schon über zehn Jahre her, dass Google einen so starken Eingriff in den Algorithmus vorgenommen hatte.

Google Core Updates – Ein Fazit zu Historie, Zukunft und Umgang mit den Rankingschwankungen

Wenn du dir die Historie der Google Core Updates anschaust, fällt schnell auf, dass Google mit jeder Veränderung ein Ziel verfolgt: User:innen die besten Antworten auf ihre Fragen zu geben. Denn nur so kann die Suchmaschine weltweit an Dominanz gewinnen. Merken Nutzer:innen, dass sie bei Google die besten Ergebnisse bekommen, werden sie nicht zur Konkurrenz wechseln. So hat sich Google als Unternehmen eine Spitzenposition am Markt erarbeitet. Dieses Ziel zieht sich durch die vergangenen Updates und wird es auch in Zukunft tun.

Im Nachhinein und objektiv betrachtet kommt kein Update überraschend. Was der Google Algorithmus jeweils in den Fokus genommen hat, lässt sich kaum als Paradigmenwechsel beschreiben. Genau hier müssen Unternehmen ansetzen und dem roten Faden folgen, der sich durch die Updates zieht. Sie müssen Inhalte erstellen, die genau auf die User:innen und Ihre Bedürfnisse abzielen, sie müssen mit einem Mehrwert überzeugen. Gleichzeitig muss die technische Basis stimmen. Wenn du deine Website regelmäßig pflegst, aufräumst und auf die Qualität deiner Inhalte achtest, wirst du vermutlich in Zukunft von den Google Core Updates profitieren.

Wenn du Hilfe bei der Pflege deiner Website brauchst und du den Auswirkungen von Google Core Updates vorbeugen willst, helfen wir als SEO Agentur dir gerne dabei. Wir wissen, was eine Website braucht, um gut auf Updates vorbereitet zu sein und sogar als Gewinner daraus hervorzugehen! 

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Marie Bachmayr

Marie ist Senior Projektmanagerin bei suxeedo. Als Content Marketing Expertin hilft sie Kunden in den verschiedenstens Branchen seit über sechs Jahren dabei, organische Reichweite zu generieren und Leads zu konvertieren.


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Fionn Kientzler

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