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SEO Audit

Der SEO Audit erfasst den Ist-Zustand einer Website. Dabei wird ermittelt, ob die Website in ihrem Status quo noch den aktuellen Anforderungen an moderne Suchmaschinenoptimierung entspricht. Integraler Bestandteil eines jeden Audits sind die Überprüfung zahlreicher On- und Offpage-Faktoren. Hinzu kommt die Social Media Performance und die Positionen der direkten Konkurrenz im Ranking. Die Maßnahmen dienen dazu, Potenziale im Hinblick auf eine gezielte Optimierung der Website zu identifizieren und dessen Sichtbarkeit zu erhöhen.

Warum brauche ich einen SEO Audit?

Prinzipiell geht es beim SEO Audit darum, das Suchmaschinenpotenzial einer Website zu ermitteln. Langfristig gesehen steht der Audit zu Beginn einer umfassenderen SEO Strategie, die sich im Optimalfall positiv auf die Unternehmensziele auswirkt. Der Audit und daraus abgeleiteten Maßnahmen zur Optimierung der Website haben also großen Einfluss auf den Unternehmenserfolg.

Zunächst einmal ist das Verfahren von zentraler Bedeutung, wenn es um einen oder mehrere der folgenden Aspekte geht:

  • Ermittlung der Content Qualität
  • Prüfung der internen und externen Verlinkungen
  • Überprüfung der Mobile Performance
  • Durchführung lokaler Suchmaschinenoptimierung
  • Untersuchung der Positionen und Darstellungen in den Suchergebnissen bzw. Rankings

In der Praxis gibt es verschiedene Szenerien, in denen ein SEO Audit Sinn macht. Zum Einsatz kommt es beispielsweise, wenn Unternehmen gänzlich ins Thema SEO einsteigen oder aber wenn ein Relaunch oder eine Internationalisierung der Website ansteht. Da der Prozess technisches Know-how im Bereich der Suchmaschinenoptimierung voraussetzt, wird der Audit häufig von einer SEO Agentur durchgeführt.

Die Zusammenarbeit mit einer Agentur hat auf lange Sicht den Vorteil, dass sie nicht nur beim Audit, sondern auch bei einer umfassenden SEO Strategie beratend zur Seite steht. Zudem haben sie stets die richtigen Tools, mit denen jeder SEO Audit bestmöglich durchgeführt werden kann.

Diese Fragen müssen vor dem SEO Audit der Website geklärt werden

Ein SEO Audit ist in erster Linie hilfreich, um Maßnahmen entsprechend der eigenen Strategie bzw. der eigenen Ziele zu priorisieren. Um die Ziele entsprechend des Status quo zu formulieren, sollten Unternehmen vor dem Audit also Antworten auf den folgenden Fragenkatalog vorbereiten:

  • Warum soll das SEO Audit durchgeführt werden?
  • Welche Ziele bzw. welcher Nutzen hat die Website?
  • Welche Ergebnisse soll das Audit liefern?
  • Soll die komplette Website oder nur ein Teil davon analysiert werden?
  • Gibt es Mitarbeiter:innen im eigenen Unternehmen, die bei der Durchführung des Audits unterstützen können? Welche Mitarbeiter:innen sollen im Falle einer Zusammenarbeit mit einer Agentur als Brücke fungieren?
  • Wurden in der Vergangenheit bereits SEO Maßnahmen durchgeführt?
  • Wo soll nach dem Audit und im Zuge der SEO Strategie der Themenfokus der Website liegen?
  • Wie können Änderungen im CMS, am Server, in der Dateiverwaltung oder am Quellcode der Website vorgenommen werden? Wie gebe ich die Zugänge zu jenen Bereichen für die SEO Agentur frei?
  • Welche SEO Tools wurden bereits genutzt? Gibt es Zugänge zur Google Search Console und Google Analytics? Wie gebe ich diese für die Agentur frei?

Egal, ob der SEO Audit nun von einem/einer Inhouse-Mitarbeiter:in, einer SEO Agentur oder einem/einer externen Berater:in durchgeführt wird, dieser Fragenkatalog sollte in jedem Fall zu Beginn zwischen Auditor:in und dem Auftraggeber bzw. dem Website-Betreiber geklärt werden.

Was sollte ein umfassender SEO Audit beinhalten?

Bei der Durchführung von SEO Audits gibt es verschiedene Philosophien. Jede/r SEO führt den Audit anders durch bzw. setzt andere Schwerpunkte. suxeedo setzt beispielsweise eher einen Fokus auf technische SEO, während wir inhaltliche Optimierungspotenziale in einem separaten Content Audit analysieren. Dennoch gibt es ein paar Fixpunkte, die wir dir in einer kurzen Checkliste vorstellen wollen. Du solltest sie möglichst bei jedem SEO Audit beachten:

  • In welchem Zustand befindet sich die Website vor der SEO Strategie? Hier gilt es z. B., Rankingpositionen zu Keywords vor der Optimierung zu erfassen.
  • Wie sieht das Konkurrenzumfeld der Website aus? Um im Ranking an der Konkurrenz vorbeizuziehen, muss auch deren Position im analysiert werden.
  • Wie lässt sich die Keyword-Ausrichtung oder die Seitenstruktur verbessern? Falls es für die Website noch Potenziale im Hinblick auf ungenutzte wichtige Keywords gibt, werden sie in diesem Schritt aufgedeckt. Auch die Seitenstruktur gibt oftmals Anlass zur Optimierung, da sie vor der SEO meist eher unstrukturiert als geordnet ist.
  • Wie sieht es mit dem User Fokus aus? Suchmaschinen wie Google legen bei der Erstellung von Rankings großen Wert auf eine positive User Experience. Die von Websites eingefangenen User Signals sind heutzutage ein entscheidender Rankingfaktor. Wer also technisches und inhaltliches SEO nicht auf die User:innen fokussiert, der hat nur geringe Chancen auf Erfolg im Suchmaschinenranking.
  • Zuletzt sollten die Ergebnisse zusammengefasst und Handlungsanweisungen und -Hinweise priorisiert und begründet werden.

Ist der SEO Audit abgeschlossen, so werden die Ergebnisse der Analyse in Excel Spreadsheets festgehalten. Das Dokument mit den Handlungsempfehlungen wird in PDF-Form oder gar als Präsentation verschickt – hier ist eine große Übersichtlichkeit vonnöten. Es ist zudem äußerst wichtig und von Vorteil, das Dokument so zu gestalten, dass es selbst eine Person versteht, die noch nie von SEO gehört hat. Eventuell priorisieren CEOs SEO hoch, wenn sie durch das Dokument schnell verstehen, wie wichtig es ist.

Was unterscheidet einen guten Audit von einem Schlechten?

Im Allgemeinen zeichnet einen erfolgreichen Audit aus, wenn er die Sollbruchstellen einer Website identifiziert und entsprechende Handlungsempfehlungen gibt. Wichtig ist es, sich nicht nur auf technische SEO Aspekte auf der einen oder inhaltliche Optimierungen auf der anderen Seite zu beschränken. Jeder erfahrene SEO findet hier in der Regel einen Mittelweg. Er/Sie findet die wichtigsten Baustellen, stellt diese transparent dar, liefert Begründungen für die Maßnahmen und priorisiert die Handlungsempfehlungen. Bei suxeedo begreifen wir den SEO Audit als Teil eines umfassenden Content Audits, der sich eher den technischen Websitekomponenten widmet, während sich der Rest des Audits mit inhaltlichen Faktoren auseinandersetzt.

Gerade wenn du den Audit selbst durchführst, entstehen durch falsche Maßnahmen und Priorisierungen schnell Fehler bei der Analyse. Die Arbeit mit Tools während des SEO Audits ist unerlässlich, allerdings reicht es nicht, dafür nur eines zu verwenden. Zudem müssen die Ergebnisse auch zielgruppengerecht dargestellt werden. Sammelst du sie zum Austausch mit anderen SEOs, so sind diese dazu in der Lage, auch komplexere Datensätze zu interpretieren. Trittst du mit den Ergebnissen an den CEO oder Marketingmanager:in eines Unternehmens heran, musst du die Ergebnisse der Analyse verständlich aufbereiten. Wer hier die Ergebnisse aus den entsprechenden SEO Tools ohne Erklärungen präsentiert, der hat bei diesen Personen einen schweren Stand. Mit richtig dargestellten und erklärten Ergebnissen schaffst du es, die handelnden Personen nachhaltig von SEO und dessen Wirkung zu überzeugen.

Die Zusammenarbeit mit einer erfahrenen SEO oder Content Marketing Agentur bei der Suchmaschinenoptimierung beugt solchen Problemen vor: Für den Audit nutzt sie mehrere SEO Tools, um sich ein umfassendes Bild vom Status quo der Website zu machen. Obwohl sich die Benutzeroberflächen und damit auch die Ergebnisdarstellungen der Tools stark unterscheiden, bereitet sie die Ergebnisse stets zielgruppengerecht auf. So steigen die Chancen, dass du das Konzept SEO langfristig in deinem Unternehmen etablieren kannst.

SEO Audit und der Mythos Checkliste

Bei vielen Maßnahmen im SEO und im Content Marketing gibt es Checklisten – speziell, wenn es um die Optimierung einer Website geht. So auch beim Audit, allerdings müssen wir in diesem Fall das Konzept „Checkliste“ mit Vorsicht genießen. Sicher hilft es sich eine starre Liste an Parametern zurechtzulegen und diese jedes Mal abzuarbeiten. Doch ist es auf Dauer zeitintensiv und damit letztendlich ineffektiv, für jeden SEO Audit erneut die Checkliste herauszuholen.

Stattdessen hilft es, eine Checkliste eher als Gerüst zu begreifen und sich zunächst die Baustellen anzuschauen, die wirklich einen Check benötigen. Meist entsteht eine Hebelwirkung und es ergeben sich weitere Handlungspotenziale. Wichtig für alle SEOs, die nach Liste arbeiten (wollen), ist, dass folgende Faktoren für einen Audit berücksichtigt werden:

  1. Einleitung
  2. Status Quo: Wie ist der allgemeine Zustand der Website? Bei welchen Keywords liegen Potenziale für die Suchmaschinenoptimierung?
  3. Crawling: Welche Ergebnisse liefert ein Websitecrawl über Robots.txt (ausgeschlossene Inhalte), die Sitemap, Links auf 404er-Seiten usw.?
  4. Duplicate Content: Nutzt du bestimmte Keywords doppelt oder decken sich zu viele Inhalte 1:1 mit denen externer Seiten?
  5. Website-Architektur: Ist die Navigation auf der Website natürlich?
  6. Interne Links: Setzt die Seite bereits interne Links auf gut rankende Unterseiten der Website?
  7. Inhalte (beim technischen SEO Audit eher zweitrangig, dafür beim Content Audit äußerst wichtig)
  8. Ladegeschwindigkeit:Wie schnell lädt die Seite?
  9. Mobile Performance: Zeigen mobile Geräte die Website optimal an?
  10. Backlinks: Welche externen Seiten verlinken auf die Website?
  11. Fazit und Priorisierung: Wo muss am dringendsten gehandelt werden und wo liegen Quick-Wins, die schnell positive Ergebnisse bringen?

Wir empfehlen, diese Liste nur als groben Leitfaden zu betrachten. Was wir allerdings nicht empfehlen: sich sklavisch an die Checkliste zu hangeln, denn ein SEO Audit wächst während des Prozesses idealerweise von selbst.  

Welche Tools sind die richtigen für einen SEO Audit?

Wie angedeutet solltest du dich bei einem SEO Audit niemals auf nur ein einziges Tool verlassen. Das bringt a) keine umfassenden Erkenntnisse und wirkt b) es unprofessionell. Stattdessen empfehlen wir Tools, die an verschiedenen Stellen des SEO Audits sind und die wir auch nutzen:

  • Website Analyse Tools: Hier empfehlen wir kostenpflichtige Tools, die einen Überblick über Faktoren wie Content- und Keyword-Potenzial, Backlinks und die Page Performance geben.
    • Sistrix
    • Ryte
    • SEMrush
Sistrix SEO
Einblick in Sistrix und seine Module für SEO, Backlinks und Co.
  • Website Crawler: Diese Tools helfen zu verstehen, wie eine Suchmaschine die Website wahrnimmt. Sie sortieren die Website in thematische Ordner und zeigt Bereiche an, in denen Potenziale zur Optimierung liegen.
    • Audisto
    • Sistrix
    • Ahrefs
  • Seitengeschwindigkeit: Hier helfen schon kostenlose SEO Tools weiter. Suchmaschinen wie Google stellen hier für Webseitenbetreiber:innen nützliche Tools bereit, mit denen du schnell siehst, wo Verbesserungsmöglichkeiten liegen.
    • Google PageSpeed Insights
    • Webpagetest.org
    • Pingdom
Startseite von Google PageSpeed Insights
Google PageSpeed Insights ist ein kostenloses Tool, das von jedem benutzt werden kann und erste Anhaltspunkte beim SEO Audit liefert
  • Backlink Überprüfung: Backlinks dienen Suchmaschinen als Maß für die Linkpopularität. Es kann also nicht schaden zu messen, wie stark der Einfluss von externen Links auf die Website ist.
    • LinkResearchTools

Den SEO Audit für die Website lieber intern durchführen oder outsourcen?

Das A und O beim SEO Audit ist es, strukturiert vorzugehen, Maßnahmen einzuschätzen und richtige Handlungsempfehlungen abzuleiten. Ob das auch intern schon möglich ist, hängt davon ab, ob es im Unternehmen schon erfahrene SEOs gibt. Ist das der Fall, so ist zumindest jemand vor Ort, der die Maßnahmen selbst in die Hand nehmen oder zumindest einen Austausch mit einer SEO Agentur anleiten kann. Offensichtliche Vorteile von internen Suchmaschinenoptimierungsprofis sind, dass sie sich schon bestens mit der Website auskennen und die Wege für Absprachen mit anderen Abteilungen des Unternehmens deutlich kürzer sind. Je größer das Unternehmen allerdings ist, desto größer muss die Expertise des/der SEOs sein, um den Prozess optimal zu begleiten.

Mit einer SEO Agentur als Partner ergibt sich beim Audit ein entscheidender Vorteil: Die Daten werden nicht nur analysiert, sondern auch entsprechend interpretiert und servierfertig aufbereitet! Zudem gibt sie stets Empfehlungen im Interesse der Kund:innen und deren Ziele. Auch über die richtige Nutzung von Tools und die Beachtung aktueller Gesetzmäßigkeiten der Suchmaschinenoptimierung musst du dir keine Gedanken machen. Nach dem Audit hilft sie dir dabei, mithilfe einer SEO Strategie genau die richtigen Hebel zur richtigen Zeit zu betätigen.

Fazit: Keine Suchmaschinenoptimierung ohne Audit

Wer auf wirtschaftliche Faktoren wie organischen Traffic und damit mögliche neue Kund:innen verzichten will, der kann auch auf einen SEO Audit verzichten. Das würden wir allerdings nicht empfehlen, deshalb raten wir dazu, regelmäßige Audits vorzunehmen. Manchmal ist es oberflächlich nicht zu erkennen, warum eine Website nicht so gut läuft und Erfolge ausbleiben. In diesem Fall hilft nur ein SEO Audit, um nach tiefer gehenden Ursachen zu forschen, Potenziale zur Optimierung freizulegen und in die Erfolgsspur zu kommen!

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