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Content Marketing Trends 2021: 6 Trends, die du nicht verpassen darfst!

Gute Performance im Content Marketing wird auch 2021 Produkt harter Arbeit sein. Wir haben 6 Trends identifiziert, die im kommenden Jahr für Content Marketer von Bedeutung sind!

Die Corona-Pandemie hat einen großen Schatten über 2020 geworfen und wird wohl auch weiterhin eine übergeordnete Rolle spielen. Die Pandemie spiegelt sich daher auch in den Content Marketing Trends 2021 wieder und hat die Customer Journey nachhaltig beeinflusst. Content Marketing wird weiterhin primär digital stattfinden. Zentral werden daher mobil-optimierte sowie Bild- und Videoinhalte sein. Denn worauf es im nächsten Jahr zunehmend ankommen wird, ist die Geschwindigkeit, mit der emotional ansprechende aber auch personalisierte Inhalte transportiert werden können. 

1. Communitys aufbauen

Ganz gleich, in welcher Branche man sich bewegt – so gut wie immer gibt es eine Sättigung an Inhalten. Folglich wird es für das Content Marketing immer schwieriger, sich von der Masse abzuheben und für ein gutes organisches Ranking zu sorgen. 

In diesem Fall hilft häufig nur eines: Den Inhalt auf eine Nische ausrichten, um einen spezifischeren Zielkundenkreis anzuziehen. Diese Entwicklung ist nicht neu und begleitet uns bereits eine Weile. Die Branche diversifiziert sich. Um als Unternehmen Schritt halten zu können, braucht es den Community-Aufbau. Wir kennen Communitys bereits aus den Social-Media-Plattformen wie Facebook, auf denen es tausende Gruppen gibt, innerhalb deren Menschen ihre Interesse oder Leidenschaften miteinander teilen. Gruppen sind der Ort an dem Fragen, Meinungen und Diskussionen Raum haben. Für Unternehmen bedeutet das, dass Inhalte allein im Content Marketing 2021 für die Lead-Generierung nicht ausreichen werden. Vielmehr muss daran gearbeitet werden, eigene Communitys aufzubauen. Sie sind ein geeignetes Format für das Dialogmarketing und können für eine Kommunikation in Echtzeit sowie einen engen Beziehungsaufbau genutzt werden. Neben einer Reichweitensteigerung können es Unternehmen über die eigenen Communitys schaffen, organische Besucher auf ihre Webseite zu ziehen und sich so aus der Abhängigkeit von Google und Co zu befreien

Der erfolgreiche Aufbau von Communitys lebt von Interaktion. Darunter fällt einmal, dass zeitnahe und zielgerichtet Antworten auf Fragen oder Beschwerden. Weiterhin ist es relevant, über eigene Inhalte die Kommunikationen anzustoßen, auch “meaningful interactions” auf Facebook genannt. Denn Facebook priorisiert Beiträge, die Gespräche und sinnvolle Interaktionen zwischen Menschen anregen und zeigt sie höher im Feed an. Als Indikatoren nutzt Facebook Kommentaren, Reaktionen auf einen Beitrag. Teilst du also spannende Inhalte wie Infografiken oder Updates über neue Produkte oder dein Unternehmen, sorgst du dafür, dass der Account für deine Community interessant bleibt, sich mehr Reichweite aufbaut und deine Community sich vergrößert.

2. Going Live: Mit Videos und Webinaren

Die Pandemie hat dazu geführt, dass Home Office und Remote Work von der Ausnahme zur Regel geworden sind. Digitale Kommunikationskanäle sind so selbstverständlicher geworden. Da ist es nur selbstverständlich, dass auch digitale Inhalte ein immer wichtigerer Teil der Customer Journey werden. Dies schließt auch Video- und Webinar-Inhalte ein, da auch 2021 Präsenzveranstaltungen nocht nicht  regulär stattfinden können. 

Dass der Boom bei Live-Videos nicht abbrechen wird, liegt jedoch nicht nur an den momentanen Einschränkungen. Live-Videos gelten schon lange als ein effektives und schnelles Kommunikationsmedium, um persönliche Botschaften zu vermitteln oder in Kontakt mit dem Publikum in Echtzeit zu treten. Ihr direkter, unmittelbarer Charakter verschafft dem User eine Nähe zum Unternehmen, der Marke sowie den Produkten. Dies erklärt das positive Nutzerverhalten: Der User suchen nach ehrlichen Inhalten, die Überzeugungskraft haben und eine emotionale Bindung ermöglichen. Deswegen gilt: unmittelbare Informationen aus erster Hand übertreffen selbst sorgfältig aufbereitete Beiträge in ihrer glaubwürdigen Strahlkraft.

Jedoch haben auch Live-Videos ihre Grenzen. Sie können nur einen kleinen Teil an Inhalten verbreiten. Wenn es um umfangreiche oder komplexe Inhalte geht, sind Webinare das Mittel der Wahl. Insbesondere im B2B-Bereich. Bereits Anfang 2020 hat dieses Format durch die Pandemie stark an Beliebtheit gewonnen. Doch schon jetzt, ein knappes Jahr später, setzt langsam eine gewisse Sättigung ein. Um dem zu entgehen, ist es für 2021 absehbar, sich auf Nischenthemen mit Spezialwissen für ein kleines, aber spezielles Publikum zu fokussieren. 

3. Podcasts

Podcasts haben einen großen Vorteil gegenüber anderen Formaten: Sie können in fast jeder Lebenslage konsumiert werden. Zudem sind sie informativ, unterhaltsam und ermöglichen es jedem, relevante Inhalte in den Alltag zu integrieren. Nicht umsonst wächst also die Beliebtheit des Audioformats sowohl im B2B-Bereich als auch B2C- und Freizeitbereich rasant. Gleichzeitig führt der Hype aber auch zum Überfluss. Kleine Podcasts haben es zunehmend schwer, große Reichweiten oder kurzfristige Verkaufssteigerungen zu generieren. Stattdessen können sie aber für einen erfolgreichen Abschluss der Customer Journey sorgen: Denn sie erzeugen Vertrauen und Glaubwürdigkeit. Voraussetzung hierfür ist die Übereinstimmung zwischen Host und Zielgruppe, da Podcasts ein sehr Personen-getriebes Format sind. Insbesondere für den B2B-Bereich bieten Podcasts eine großartige Möglichkeit zur Kooperation oder auch Werbung – ganz gleich, ob es sich nun um Interviews oder Werbespots sowie die hybriden Werbeformen Sponsoring und Native Advertising handelt. Für Content Marketer bedeutet das, dass auch 2021 der Trend zum Podcast als Content-Kanal und Werbeplattform nicht abbrechen wird. Wer es also schafft, seinen Hörern hochwertige Inhalte mit Mehrwert zu bieten, kann seine Zielgruppe auch 2021 gezielt mit Podcast Marketing ansprechen, langfristig an sich binden und von Kooperationen profitieren. 

Tipp:
Die meisten Trend-Formate nutzen wir bereits – ohne es jedoch zu wissen:

  • → Jede Konferenzschaltung kann zum Live-Video oder Webinar werden.
  • → Jedes gute Gespräch kann zum Podcast werden, sofern es aufgezeichnet wird. 

Hier werden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Schau also, wie du Content mehrfach verwerten kannst!

4. Content Experience ist das A und O

Die Content Experience bleibt auch 2021 sowohl für den User als auch für Google von immenser Bedeutung für die Bewertung von Webseiten. User Signals, welche die User durch ihr Verhalten beim Besuchen einer Webseite erzeugen, sind dabei die relevanten Metriken. Sie gelten als Indikatoren für die Bewertung der User Experience und bilden damit die Grundlage für die Bewertung der Website, der Content Experience, aber auch der technischen Aspekte.

Drei User Signals sollten deswegen 2021 in Bezug auf eine gelungene Content Experience nicht aus den Augen verloren werden:

  • Die Time on Page sollte immer so hoch wie möglich sein, dabei aber ferner relativ zur Länge und Funktion des Webseiten-Contents betrachtet werden. 
  • Je höher die Bounce Rate ausfällt, desto wahrscheinlicher hat die Seite nicht die Erwartungen der Nutzers getroffen.
  • Ist die Click Through Rate niedrig, sollten Meta-Beschreibung und der SEO-Titel überarbeitet werden. 

 

Unternehmen sind also dazu verpflichtet, sowohl Navigations- und Informationsarchitekturen als auch die Inhalte attraktiv zu gestalten. Denn dies bedeutet im Umkehrschluss, dass, bei einer emotional ansprechenden Gestaltung und einem kognitivem Mehrwert, Call-To-Actions vom Nutzer begrüßt und kommerzielle Angebote gern gesehen werden.

5. Verzahnung von SEO und Content Marketing

Manche Trends kommen nie komplett aus der Mode. SEO ist so ein Fall. Denn während Remote Work und Home Office unser Leben dominieren, ist es klar, dass die digitale Customer Journey auch 2021 immer relevanter wird. Ein Aspekt wird dabei im kommenden Jahr besonders von Relevanz sein: Longtail-Keywords. Insbesondere für kleinere Unternehmen mit starker Konkurrenz wird es 2021 von Bedeutung sein, themenrelevante Nischen- und Longtail-Keywords zu erschließen, welche von der Konkurrenz noch nicht genutzt werden, jedoch über ein hohes Conversion-Potential verfügen. Denn 2020 wurde vor allem von einer steigenden Anzahl an Zero-Click Searches geprägt, welche die Antwort bereits in die Suchergebnissen anzeigen und den Klick auf den Link überflüssig machen. Bisher ist dies vor allem bei sehr häufig vorkommenden bzw. sehr einfachen Suchanfragen zu beobachten. Longtail-Keywords  gewinnen daher an Wichtigkeit und beziehen sich auf meist komplexe Suchanfragen mit geringem Suchvolumen. Unternehmen sollten daher im Rahmen ihrer Content-Marketing-Strategie noch mehr Ressourcen in die Entwicklung einer soliden SEO-Strategie investieren, um möglichst spannende Longtail-Keywords zu identifizieren.

6. User Generated Content bleibt 

User Generated Content ist kein neuer Trend, wird sich aber weiterhin fest im Content Marketing etablieren. Die Vorteile, die mit ihm einhergehen, sind vielfältig. Nicht nur, dass Unternehmen eine kleine Pause von der Produktion eigener Inhalte einlegen können, ferner ermöglicht User Generated Content eine authentische und glaubwürdige Darstellung der Produkte und Dienstleistungen. Das Internet und die Social-Media-Kanäle haben immer mehr Möglichkeiten für Nutzer geschaffen, selbst Content zu beliebigen Themen zu erstellen. Sie können Blogartikel schreiben, Videos drehen, Fotos posten oder Content anderer teilen. Weitere Beispiele sind etwa Rezensionen, Bewertungen oder Kommentare. Solange der Content positiv ist, wird er Neuankömmlinge beeindrucken. Er kann für ein Zugehörigkeitsgefühl sorgen und eine Gemeinschaft schaffen. Wer sich dabei vor allem auf Social-Media-Plattformen wie beispielsweise TikTok fokussiert, sollte bedenken, dass es sich hier vor allem um ein spezielles, sehr junges Publikum handelt. Die Produkte bzw. Dienstleistungen sollten deswegen besonders gut zu diesem humorvollen und unterhaltsamen Format passen.

Wie das funktioniert, macht H&M mit seiner TikTok-Strategie vor. Der Konzern hat das Challenge-Format der Social Media App genutzt und über den Hashtag #HMGetTheLook dazu aufgerufen, verschiedene Outfits der aktuellen H&M-Kampagne in der App zu teilen. H&M erzeugte dadurch mehr als 134,4 Millionen Aufrufe, eine Menge Inspiration für potenzielle Kunden und eine enorme Reichweite.

 

7. Fazit

Auch 2021 können wir uns getrost an den Leitsatz “Content is King” halten.  Jedoch deutet alle daraufhin, dass sich Content Marketing im nächsten Jahr stärker auf die mobile Nutzung fokussiert und die Entwicklungen der Trends ständig im Blick behalten werden müssen. Denn die Customer Journey wird 2021 noch mehr an Geschwindigkeit gewinnen und sich von einem geradlinigen Weg zu einer vielschichtigen und komplexen Reise der Users entwickeln. Die Präsenz in den sozialen Netzwerken wird daher 2021 im Content Marketing an Relevanz gewinnen, um sofort und in Echtzeit mit den Nutzern zu interagieren. Entscheidend werden dabei themenrelevante, ehrliche und authentische Inhalte sein, die den User auf der emotionalen Ebene abholen.


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Fionn Kientzler

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