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Social Commerce Trends 2021 – welche Entwicklungen sind zu erwarten?

Wir zeigen die wichtigsten Social Commerce Trends im Jahr 2021 und erklären, welche bestehenden Trends sich weiter verschärfen werden.

 Die weiterhin nicht endende Popularität von Social-Media-Plattformen macht diese zu einem wichtigen Marketing-Kanal für Unternehmen. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Plattformen ermöglicht es Unternehmen seit einiger Zeit auch, Social Media als direkten Verkaufskanal zu nutzen. Wir zeigen, welche Entwicklungen im Social Commerce in Zukunft zu erwarten sind. 

1. Social Commcerce Definition

Social Commerce beschreibt die Bewerbung und den direkten Verkauf von Produkten über Social Media Plattformen. Dabei können Kunden direkt mit dem Unternehmen durch Kommentare, Gefällt-mir Angaben und private Nachrichten interagieren.  

2. Ein integrierter Checkout für Instagram

Der Instagram In-App Checkout wird kommen. Nach einer Testphase mit ausgewählten Unternehmen in den USA wird die direkte Shopping-Funktion auch in anderen Ländern ausgerollt werden. Ein genaues Datum wurde vom Facebook-Konzern jedoch noch nicht kommuniziert. Die neue Funktion ermöglicht den Verkauf von Produkten ohne einen eigenen Online-Shop direkt über Instagram. Dadurch wird die User Experience deutlich verbessert und die Anzahl der Klicks bis zum Kaufabschluss kann auf zwei verringert werden. Das wiederum dürfte zu hohen Conversion Rates führen. Der Nachteil für Unternehmen: neben einer Transaktionsgebühr in Höhe von 5 % behält Facebook auch die Zahlungsdaten der Käufer ein. Bisher liegt die Nutzung bzw. das Interesse an der Nutzung Social Shopping noch jeweils bei ~ 25 % (Abbildung 1), diese Anteile dürften sich aber in Zukunft erhöhen. 

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Abb. 1: Nutzung und Interesse an Social Shopping (Appinio, 2019)

3. TikTok bietet auch Shopping-Links

TikTok ist mittlerweile längst auf der Bühne der großen Social-Media-Plattformen angekommen. Der Beweis: Instagram hat kürzlich das Konzept von TikTok mit den Instagram Reels kopiert. Genau wie Instagram wird auch TikTok an einer Erweiterung seiner Shopping-Funktionen arbeiten. Für Unternehmen gilt auf TikTok: verschiedene Formate ausprobieren und nicht zu “corporate” auftreten. Bisher existiert bereits die Möglichkeit einen klickbaren Link in das eigene Profil einzufügen sowie seit kurzem die Möglichkeit, Swipe-URLs zu Social-Commerce-Zwecken in  Videos zu platzieren. Die Swipe-Up Shopping Links sind besonders für Kooperationen mit Influencern sehr praktisch. Vor dem Hintergrund der bereits umfangreich verfügbaren Shopping-Möglichkeiten chinesischer Social-Media Plattformen wie WeChat, ist zusätzlich davon auszugehen, dass TikTok auch einen direkten Checkout wie Instagram einführen wird.

4. Conversational Commerce durch Chatbots

Conversational Commerce bezeichnet im E-Commerce den Einsatz von Chats und Instant-Messengern wie WhatsApp, Facebook Messenger & Co., um mit Menschen, Marken oder Services zu interagieren. Bisher ist vor allem die Nutzung des WhatsApp Messengers als Unternehmenskanal in Deutschland noch nicht weit verbreitet. WhatsApp und andere Instant-Messenger können jedoch mit der Integration von Chatbots deutlich mehr Möglichkeiten bieten, als einfachen Kundenservice. Abbildung 2 zeigt darüber hinaus, dass Kunden den Einsatz von Chatbots bei bestimmten Anwendungsbereiche auch als sinnvoll erachten.

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Abb. 2: sinnvolle Einsatzgebiete von Chatbots aus Kundensicht (Research Now, 2019)

Es sollte zwar immer ein menschlicher Ansprechpartner erreichbar sein, aber für häufig gestellte Fragen ist ein Chatbot rund um die Uhr eine verlässliche Kontaktoption. Es kann deswegen davon ausgegangen werden, dass die Nutzung von Chatbots in Messengern im deutschsprachigen Raum deutlich zunimmt.

 

5. Trends, die sich verschärfen werden 

Die folgenden Punkte sind keine neuen Trends, sondern bereits länger bekannt, werden aber im Jahr 2021 weiter an Relevanz gewinnen:

Video first Ansatz

Die Erstellung von Video-Content für den organischen Feed oder auch Werbeposts ist zwar mit mehr Aufwand verbunden, bringt aber die besseren Ergebnisse. Videos haben schlichtweg ein höheres Potenzial, für Nutzer relevant zu sein. Nicht umsonst ist TikTok als reine Videoplattform der Shooting Star unter den Social-Media-Plattformen. Schafft es ein Video auf Social Media in den ersten Sekunden der Betrachtung die Aufmerksamkeit des Nutzers zu gewinnen, kann eine höhere Betrachtungsdauer des Contents verglichen mit Bild-Content erwartet werden. Neben der längeren Betrachtungszeit bieten Videos zudem die Möglichkeit, Produktfeatures zu zeigen und zu erklären, die mit statischem Bild-Content nicht oder nur schwer zu vermitteln sind.

User Generated Products

Erfolgreiche Social Media-Strategien lebt bekannterweise von der Interaktion und dem Engagement der beteiligten Akteure. Im Context von Social Commerce bieten die Einbeziehung von Usern bei der Produktgestaltung und individualisierbare Produkte enormes Potenzial für ein hohes User-Engagement sowie einen hohen Re-share Value. User, die mitentschieden haben, wie beispielsweise eine neue Modekollektion aussehen soll, können mit hoher Wahrscheinlichkeit leichter zu Käufern konvertiert werden, als bei der Entstehung unbeteiligte. Zwei wichtige Faktoren dabei: Authentizität und Zielgruppenkonformität. Nur wenn der Unternehmensauftritt authentisch und zielgruppenkonform ist, lassen sich User aktivieren. 

 

6. Social Commerce Trends – Fazit 

Die Social Commerce Trends gehen in Richtung der Bereitstellung von Plattform-eigenen Shops (Facebook, Instagram, möglicherweise auch TikTok) sowie der Einbeziehung der User in die Produktentwicklung. Die Nutzung von Videos sowohl in organischen als auch in werblichen Postings wird weiter zunehmen, da Videos im Vergleich zu Fotos mehr Informationen optisch besser aufbereiten können. Zusätzlich werden Unternehmen Chatbots – als Text-basiertes Pendant zu Siri, Alexa & Co. – auch zunehmend in Social Media und Instant-Messengern nutzen.


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