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User Intent: Die Absichten der User:innen erkennen und dein Ranking verbessern

Wenn du einen Suchbegriff bei Google eingibst, spuckt dir die Suchmaschine meistens genau die Seiten aus, mit den Inhalten, die du gesucht hast. Das hat folgenden Grund: Sowohl Suchmaschinen als auch Websites wollen den User Intent treffen und erfüllen. Was aber ist User Intent genau, warum ist das Erfüllen des User Intents so wichtig und welche Bedeutung hat er für dein SEO? Das erfährst du hier!

Was ist der User Intent?

Der User Intent, zu deutsch Nutzerabsicht, beschreibt die Absicht oder das Ziel, mit dem User:innen einen Suchbegriff in der Suchmaschine eingeben. Der User Intent ist ein zentraler Bestandteil der Content- und Suchmaschinenoptimierung (SEO) und gilt als wichtiger Rankingfaktor.

Der User Intent, oder auch Suchintention, ist sowohl für die Suchmaschine als auch für die Websites von Bedeutung für den Erfolg.

Suchintention: Wichtig für User:innen und Suchmaschine

Der User Intent spielt eine wichtige Rolle für dein SEO. Denn Suchmaschinen wie Google nutzen den User Intent dazu, um zu entscheiden, welche Seite welchen Rang in den SERPs (Search Engine Result Pages) erhält. Unter anderem aus diesem Grund müssen sich auch Websites den Rankingfaktor zu Herzen nehmen. Wir wollen nun genauer darauf eingehen: 

Warum ist User Intent so wichtig für Google? Und wie versteht Google, wonach User:innen suchen?

Das oberste Ziel von Suchmaschinen, beispielsweise Google, ist, den User:innen die relevantesten und perfekt auf ihre Suchintention zugeschnittenen Suchergebnisse zu präsentieren. Denn User:innen nutzen die Suchmaschine, die ihnen die beste Antwort geben. Und nur wenn Google viele Nutzer:innen verzeichnet, kann das Unternehmen hohe Werbeeinnahmen erzielen.

Daher fokussieren sich Suchmaschinen wie Google immer mehr darauf, die Intention der User:innen, die hinter der Suchanfrage steckt, zu kennen und anhand dessen die Ergebnisse zu verbessern.

Indem Google den User Intent semantisch, also in all den verschiedenen Kombinationen von Keywords, versteht, kann die Suchmaschine besser einschätzen, was die User:innen mit ihrer Sucheingabe inhaltlich gesucht haben. 

Um herauszufinden, welche Intention die User:innen dabei verfolgen, hat Google bestimmte Kategorien eingeführt. Google unterscheidet dabei zwischen Do, Know, Visit in Person und Website Suchanfragen. Die Ergebnisse von Suchanfragen bei jeglichen Keywords werden nach diesen Kategorien bewertet. 

User Signals Banner

DO

Die Nutzer:innen sind aktiv, sie möchten ein bestimmtes Ziel erreichen. Es geht um eine konkrete Handlung der User:innen, z. B. ein Download oder ein Kaufabschluss.

Diese Intention der Suchabfrage hat einen transaktionalen Charakter.

Infobox:
In dieser Kategorie sind die ersten Ergebnisse innerhalb der SERPs oft nicht organisch. Durch den transaktionalen Charakter nehmen bezahlte Ads die ersten Plätze in den Suchergebnissen ein


Eine Unterkategorie von “DO” ist “
Device Action”. Hier haben die Nutzer:innen eine klare Absicht und interagieren mit ihrem Endgerät, indem sie eine konkrete Anweisung in die Suchmaschine eingeben. Neben der klaren Intention haben die Device Action Anfragen außerdem ein bestimmtes Aktionswort. Ein Beispiel wäre hier “Ok Google, spiele bitte Musik ab.”.

KNOW

Die Nutzer:innen suchen in dieser Kategorie nach Informationen zu einem bestimmten Thema. Know- Suchanfragen sind bspw. “Suchmaschinenoptimierung” oder die Suche nach bestimmten Personen wie bspw. “Olaf Scholz”. 

Eine Unterkategorie von “Know” ist “Know Simple”. Hier suchen die Nutzer:innen nach spezifischen Informationen, die auf kleinen Raum, bzw. in ein bis zwei Sätzen wiedergegeben werden können. Bei diesen einfachen Wissensfragen sind vor allem die Direktantworten in den SERPs wie bspw. Featured Snippets von Bedeutung. Hier gibt die Suchmaschine den User:innen direkt in den Suchergebnissen klare und prägnante Antworten auf ihre Fragen, so dass sie die Antwort auf einen Blick sehen können und ohne, dass die User:innen zwingend auf die Website klicken müssen. Suchanfragen sind hier bspw. “Wie funktioniert Onpage SEO?”.

Von “Know Simple” ausgenommen sind Fragestellungen, die zu komplex sind für eine kurze Antwort. Auch sind Suchanfragen ausgenommen, bei denen verschiedene User:innen verschiedene Informationen erwarten oder bei denen es sich um sehr kontroverse Themen handelt.

Bei komplexen Themen, hast du also gute Chancen, Traffic auf deine Website zu bekommen, indem du deine Website mit umfassenden Antworten und relevanten Inhalten bestückst und dir so eine gute Platzierung sicherst.

Tipp:
Kannst du die Suchanfrage mit ein bis zwei Sätzen beantworten, baue das in deine Inhalte auf der Website ein. Google erkennt solche Definitionen und Erklärungen und indexiert diese als Snippet in den SERPs. So kannst du die kurzen Suchintentionen für Branding nutzen (weil Google anzeigt, von wem die Antwort kommt) oder mit einem geschickten Übergang zu deinen Inhalte doch noch das Bedürfnis nach einem Klick wecken.


VISIT IN PERSON

Hierbei handelt es sich um eine standortbezogene Suche. Die User:innen suchen etwas in ihrer Umgebung und das meistens von ihrem mobilen Endgerät aus. Eingaben ins Suchfeld sind bspw. das Suchen nach einem Restaurant in der Nähe, einem Hausarzt, einer Tankstelle, einem Supermarkt oder einem Geldautomaten. Hier werden Ergebnisse ausgespielt, die dabei helfen, den mit einem bestimmten Keyword gesuchten Ort zu finden. Unternehmen versuchen mit speziellen Local SEO Strategien an diese Rankings zu kommen.

Mit der Visit in Person Kategorie werden auch lokale Nutzerintentionen berücksichtigt. Das heißt, je nach Standort passt sich Google dem lokalen Suchverhalten an.

Bei manchen Suchen ist es nicht ganz eindeutig, ob die Person gerade nach dem Ort des Unternehmens oder nach deren Website sucht. Das ist vor allem bei großen Marken der Fall. Beispiele sind hier Suchen nach “Nike” oder “Ikea”.

WEBSITE

In der Kategorie Website, suchen die Nutzer:innen eine spezifische Domain, die ihnen bereits bekannt ist, oder eine der Unterseiten der Website. Diese Suche deckt sich mit den ehemaligen Kategorien “Navigational Queries” und “Brand Queries”.

Die gesuchte Seite rankt meistens organisch auf der ersten Position. Beispiele für Suchanfragen sind bspw. “Content Marketing Agentur suxeedo” oder “Youtube”. 

Tipp:
Richte deine Website und deine Unterseiten auf dein Unternehmen zugeschnittene Keywords aus, damit User:innen dich direkt mit ihrem Anliegen finden können. 


Welchen User Intent haben Nutzer:innen?

Je nachdem, welches Keyword die Nutzer:innen in die Suchanfrage eingeben, verfolgen sie verschiedene Absichten. Diese Absichten spiegeln sich in den von Google festgelegten Kategorien wider. 

So möchten die Nutzer:innen vielleicht etwas kaufen, einen bestimmten Ort oder eine bestimmte Website finden oder eine Information einholen. Je nachdem, was die Nutzer:innen als Suchbegriff eingeben, ordnet Google die Suchanfrage den verschiedenen Kategorien der Suchintention zu.

Warum ist der User Intent wichtig für Websitebetreiber:innen und deren SEO?

Google und andere Suchmaschinen versuchen also den User Intent zu erkennen und wollen User:innen genau die Websites mit den Inhalten anbieten, die sie suchen. Was bedeutet das für Websitebetreiber:innen? Ganz einfach: Dein Content muss sich auf die Absichten und Bedürfnisse der User:innen ausrichten. 

Welche Inhalte erwarten die User:innen, wenn sie ein bestimmtes Keyword in das Suchfeld eingeben? Es reicht nicht, nur den Website Inhalt nach bestimmten Keywords auszurichten. Du musst verstehen, wie User:innen nach bestimmten Informationen, Produkten und Dienstleistungen suchen. Inhalt, Struktur, Seitenaufbau und Funktionalitäten müssen dann nach dem User Intent ausgerichtet sein. 

Gleichst du deine Inhalte auf den User Intent ab, sendest du der Suchmaschine positive Signale und Google und andere Suchmaschinen bewerten deinen Content als relevant. Nur so schaffst du es, in den Top 10 der SERPs zu bestehen und dir ein gutes Ranking zu sichern. Die Ausrichtung deiner Inhalte nach dem User Intent ist also eine gute Möglichkeit, deine Rankings nachhaltig zu verbessern, deinen Traffic zu steigern und deine Conversions zu erhöhen. 

Außerdem verringerst du durch Inhalte, die sich an den Bedürfnissen der Besucher:innen orientieren, die Absprungrate. Denn: Egal, wie gut du mit deiner Seite rankst, treffen deine Inhalte nicht den User Intent, verlassen die Besucher:innen deine Seite auch schnell wieder. Das heißt: Ohne userorientierte Inhalte bleibst du nicht lange auf den oberen Rängen bestehen. Da helfen auch Suchmaschinen und Backlinks nicht viel.

Guter und umfassender Content, der den User Intent trifft und erfüllt, rückt damit in den Mittelpunkt der Suchmaschinenoptimierung.

Tipp:
Um den Content nutzerorientiert zu gestalten, solltest du zunächst deine Zielgruppe kennen. Überleg dir, wen du wie erreichen willst und welche Ziele deine Zielgruppe verfolgt. Dabei können dir das Erstellen einer Buyer Person, eine Keywordrecherche und eine Content Analyse helfen.

User Intent als Erfolgsfaktor 

Die Suchintention der User:innen ist ein wichtiger Faktor für deine Suchmaschinenoptimierung. Mit dem Ausrichten deiner Content Strategie nach der Nutzerintention, kannst du die Ansprüche von Google erfüllen und die User Experience deiner Zielgruppe verbessern. Das verhilft dir zu besseren Rankingpositionen, erhöht deinen Traffic, steigert deine Conversions und verringert deine Absprungrate. 

Den User Intent zu kennen ist das A und O für die Erstellung guten Contents, der nutzerorientiert und kontextbezogen ist.

Wir als SEO Agentur können dir dabei helfen, deinen Content an die Bedürfnisse und Absichten deiner Zielgruppe anzupassen. Wenn du Fragen hast, wende dich gerne an uns!

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Mira Aring

Mira ist Content Marketing Managerin bei suxeedo. Sie kombiniert Wissenschaft an der TU Berlin mit praktischer Arbeit bei suxeedo und schafft sich so ein umfassendes Bild von Marketingprozessen.


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Fionn Kientzler

Fionn Kientzler

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