B2B Google Ads sind kein Einheitsprodukt. Je nach Produkt, Sales Cycle und Vertriebsmodell sehen Kampagnenlogik, Keyword-Strategie und Erfolgsmessung grundlegend anders aus.
Szenario 1: Von Awareness-Keywords zu Meta-Retargeting
Nutzer:innen, die über informationelle oder vergleichende Suchanfragen auf die Website kommen, sind selten sofort kaufbereit. Google Ads zieht sie über Awareness- und Consideration-Keywords in den Funnel – mit Anzeigen, die auf Ratgeber, Produktvergleiche oder Lösungsseiten führen. Wer die Seite verlässt ohne zu konvertieren, wird anschließend über Meta Retargeting mit transaktionaleren Anzeigen erneut angesprochen: präzise auf Basis des gezeigten Interesses, mit passendem Creative und konkretem Angebot. Das Ergebnis ist eine mehrstufige Funnel-Logik, die aus anonymem Suchtraffic systematisch qualifizierte Kontakte macht – ohne Budget in unqualifizierte Reichweite zu investieren.
Szenario 2: Keyword-Strategie nach Kaufbereitschaft – transaktional oder Awareness-first
Nicht jede B2B-Zielgruppe recherchiert monatelang. Es gibt B2B-Produkte und Dienstleistungen, bei denen Entscheider:innen mit klarer Kaufabsicht suchen – konkret, lösungsorientiert, mit kurzer Entscheidungszeit. Für diese Fälle bauen wir Kampagnen bewusst transaktional auf: enge Keyword-Sets mit hoher Kaufabsicht, Anzeigen die direkt auf Demo-Request, Angebotsanfrage oder Kontaktformular führen, Landingpages ohne Umwege. Das Ziel ist der direkte qualifizierte Lead, nicht ein vorgelagertes Micro-Commitment.
Anders sieht es bei erklärungsbedürftigen Produkten mit langen Recherchephasen aus. Hier wäre ein rein transaktionaler Ansatz verschwendetes Budget – die Zielgruppe ist noch nicht bereit. Wir bieten dann gezielt auf informationelle und komparative Keywords, führen auf Ratgeber, Whitepaper oder Webinar-Landingpages und definieren den Content-Download oder die Event-Anmeldung als Conversion. Die Kaufabsicht wird über Zeit aufgebaut, nicht vorausgesetzt.
Die Entscheidung, welcher Ansatz passt, hängt vom Produkt, dem durchschnittlichen Auftragswert und der Länge des typischen Sales Cycles ab. Zusätzich ist das eine der ersten Fragen, die wir im Audit klären.
Szenario 3: Google Ads und LinkedIn Ads als abgestimmtes System
B2B-Entscheider:innen bewegen sich auf Google und auf LinkedIn. Wer beide Kanäle unabhängig voneinander bespielt, lässt Synergien liegen. Wir stimmen Google Ads und LinkedIn Ads so aufeinander ab, dass beide Kanäle dieselbe Zielgruppe konsistent ansprechen – Google für aktive Suchanfragen, LinkedIn für gezielte Präsenz in der beruflichen Umgebung, auch ohne aktive Suchabsicht. Retargeting-Audiences fließen zwischen beiden Kanälen, Botschaften sind aufeinander abgestimmt, und das Reporting bildet beide Kanäle gemeinsam ab.