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Social Media Trends 2023: 8 Entwicklungen für deine nächste Kampagne

TikTok, Instagram Reels, BeReal, Micro Influencer:innen und mehr – unsere Social Media Trends 2023 prognostizieren eine rasante Entwicklung in den sozialen Medien. Die Richtung: Authentischer Content, der Interaktionen hervorruft und in manchen Fällen auch zum Kauf animiert.

Die Social Media Nutzung stieg im Jahr 2022 noch einmal an. Wie die Ergebnisse der ARD/ZDF Onlinestudie beweisen, nutzen 50 % der Erwachsenen soziale Medien mindestens einmal wöchentlich – das sind nochmal 3 % mehr als 2021. Insgesamt bewegen sich mehrere Milliarden an User:innen auf den Meta Plattformen Facebook und Instagram, aber auch auf TikTok, YouTube, Pinterest, LinkedIn und Co. Den Großteil macht naturgemäß noch immer die junge Zielgruppe um Menschen unter 30 aus: Laut der Studie sind neun von zehn von ihnen auf Social Media aktiv.

Social Media Nutzung Onlinestudie 2022

Gerade diese Tatsache macht soziale Medien zu einem wichtigen Kanal für Unternehmen, um ihre Botschaften an eben jene Zielgruppe zu bringen. Der große Vorteil: Der Markt wächst nicht nur weiter (Stichwort BeReal und TikTok), er entwickelt sich auch technisch immer weiter. Das steigert die Möglichkeiten, durch kreative Inhalte Interaktionen zu erzeugen. Aber der Einfluss sozialer Medien beschränkt sich nicht nur auf den unterhaltsamen, privaten Bereich. Für Unternehmen geht es auf Social Media nicht vorwiegend um Spaß oder Coolness, vielmehr geht es um knallharten Geschäftsalltag. Wer seine Marke dort positiv positionieren möchte, muss die Bedürfnisse seiner potenziellen Kund:innen erkennen und befriedigen. Gerade das ist bei sozialen Medien aufgrund der hohen Diversifizierung Fluch und Segen zugleich. 

Warum das so ist? Auf der einen Seite kannst du dich inhaltlich und kreativ richtig austoben, indem du auf verschiedenen Plattformen verschiedene Formate (Videos, Reels, Fotos, Textbeiträge etc.) nutzt. Andererseits ist es in Zeiten steigender Bedürfnisse der User:innen schwer, sich von Wettbewerber:innen abzuheben. Mit passgenauem Content steigen die Chancen auf eine positivere Wahrnehmung erheblich. 

Wir zeigen dir hier, welche Inhalte und Plattformen 2023 im Fokus stehen und die Social Media Trends bestimmen. 

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Trend #1: TikTok: Lange nicht mehr nur für Kids

Der Erfolg von TikTok lässt sich nicht von der Hand weisen. Die Plattform für Kurzvideos ist seit Beginn der COVID-19 Pandemie nicht nur bei Jüngeren beliebt, sondern wird immer mehr von älteren Personen und Unternehmen genutzt. Die App weist direkt hinter Facebook die meisten aktiven Nutzer:innen aus – und hat damit Instagram längst überholt. 2022 waren es schon etwa 1,7 Milliarden User:innen und bis 2024 wird laut Prognosen auf jeden Fall die Marke von 2 Milliarden geknackt. Wenn das Wachstum TikToks so rapide weitergeht, wäre das ein Tempo, das noch keinem anderen Netzwerk gelungen ist.

Social Media Nutzerzahlen Entwicklung

Das ist ein enormes Potenzial, oder? Das Problem ist: Die meisten Unternehmen haben TikTok nach wie vor nicht in ihre Marketing Strategie eingebaut – was sie schleunigst ändern sollten. Denn: TikTok nimmt laut Expert:innen eine immer wichtigere Rolle als Kommunikationskanal ein. Dementsprechend solltest du es in die Content Strategie deines Unternehmens einbauen.

Das Stichwort bei TikTok lautet: Creation. Dadurch verschiebt sich der Fokus im Social Media Marketing auf User Generated Content. Was den nächsten wichtigen Social Media Trend 2023 darstellt. 

Trend #2: Die vielen Vorteile des User Generated Contents

User Generated Content (UGC), also nutzergenerierte Inhalte, rücken schon länger durch Influencer:innen und Content Creator:innen auf den verschiedenen Social Media Plattformen in den Vordergrund. Damit wird auch 2023 nicht Schluss sein, weshalb UGC definitiv auf die Liste der Social Media Trends gehört.

Nutzer:innen nehmen User Generated Content oft als authentischer und vertrauenswürdiger wahr, was einen entscheidenden Einfluss auf die Kaufentscheidung hat. Außerdem steigert UGC die Verweildauer der Besucher:innen und die Klickrate. Auch besuchen User:innen Websites eher wieder, wenn das Unternehmen oder die Marke UGC nutzt. 

Influencer:innen können dabei helfen, deine Marke authentisch zu kommunizieren und eine höhere Interaktionsrate zu generieren. Vor allem Micro Influencer:innen zeichnen sich durch engen Kontakt und regelmäßiger Kommunikation mit den Follower:innen aus. 

Trend #3: Instagram Reels wichtig für den Algorithmus

Es ist kein Geheimnis, dass Instagram schon häufiger Features anderer Plattformen adaptiert hat. Nehmen wir als Beispiel die Storys: Diese waren zunächst der USP von Snapchat, das damit vor allem die sehr junge Zielgruppe zwischen 14 und 21 Jahren erreichte. Instagram führte das Feature dann selbst ein, was zwangsläufig dazu führte, dass einige User:innen Snapchat fortan nicht mehr nutzten. Gleiches gilt nun für TikToks, die auf der Meta Plattform als Reels schon vor längerer Zeit Einzug gehalten haben.

Das entscheidende Novum ist aber, dass Profile, die häufiger Reels erstellen, von Instagram Algorithmus priorisiert werden. Bedeutet: Sobald User:innen auf ihre “Entdecken”-Seite gehen (das Lupensymbol am unteren Rand) werden ihnen dort nicht nur Reels selbst, sondern auch Bilder von Profilen angezeigt, die bei genauerem Hinsehen auch mehrere Reels in ihrem Profil haben. 

Für Unternehmen und Creator:innen bedeutet das, neben hochwertigem Foto- und Videocontent von jetzt an auch häufiger mit Reels zu arbeiten. Das bringt gleichzeitig ein großes kreatives Potenzial z. B. für die Zusammenarbeit mit Influencer:innen oder das Aufgreifen von Trends mit. 

Trend #4: Direktes Verkaufen mit Social Selling

Immer stärker im Trend liegt Social Commerce. Neben den eigenen Checkouts bei den Meta Plattformen Facebook und Instagram ist hier Shopify ein wichtiger Faktor. Es bietet für kleine bis mittelständische Händler:innen eine Infrastruktur, mit der sie ihre Online Shops starten oder weiter ausbauen können. 

Vom Erstellen des Shops, über Verkaufen und Vermarkten von Produkten, bis hin zum Managen von Bestellungen, Versand und Inventar: Mit dieser Software können Unternehmen dem Kunden ganz einfach selbst ein bequemes Kauferlebnis ermöglichen, und zwar direkt über Social Media. Besonders für Social Commerce über TikTok und Pinterest ist Shopify ein wichtiger Faktor.

Du willst mehr über die Rolle von Shopify auf Social Media erfahren? Alles Wissenswerte darüber findest du in unserem Social Commerce Whitepaper.
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Das sogenannte Social Selling sollte also auf keinen Fall in deinem Unternehmen fehlen, da es deine Verkaufszahlen enorm steigern kann. 

Die entscheidenden Vorteile:

  • Vereinfachte Zahlungsmethoden durch u. a. Shopify Payment oder breites Angebot an externen Payment Services wie Apple Pay, PayPal, Amazon Pay
  • Online-Präsenz durch die Integration aller Vertriebskanäle an einem Ort. Gerade Social Media Plattformen wie Instagram, Facebook oder Pinterest kannst du nutzen, um die Markenwahrnehmung und den Verkauf zu stärken.
  • Bereitstellung von Buy Buttons, die alle nötigen Informationen beim Produktkauf anzeigen und aktualisieren. Sie ermöglichen Zahlungen, ohne auf eine externe Webseite weiterzuleiten, direkt in Beiträgen.

Die Transformation von Social Media in Online Shops baut sich seit einigen Jahren immer weiter auf und findet auch im Jahr 2023 kein Halten und bleibt so wie auch 2022 ein wichtiger Social Media Trend. Laut Shopify starteten bereits über eine Million Händler ihr Geschäft über die E-Commerce Plattform. Der Erfolg Shopifys bemisst sich unter anderem an den seit Jahren stetig steigenden Einnahmen.

Shopify monatliche Einnahmen bis Q3 2022
Übersicht der Entwicklung von Shopifys monatlichen Einnahmen (Quelle: Marketplace Pulse)

Wer Werbeanzeigen über Social Media schaltet, sollte Produktinteressierten die Möglichkeit bieten, Transaktionen auf Knopfdruck durchzuführen. Zukünftig sollten weiterhin soziale Medien für ein schnelleres Kauferlebnis einbezogen werden, weil wichtige Kundendaten beim Bestellvorgang vorausgefüllt werden können. Denn die Digital Customer Journey ist schnelllebig: Die Kund:innen sehen das Produkt und wollen es sofort und einfach kaufen.

Trend #5: Mit Authentizität beeindrucken: BeReal und die Macht des Moments

Sozialen Medien im Allgemeinen wird oft nachgesagt, in der Kommunikation besonders direkt zu sein. Im Prinzip stimmt das auch, jedoch hat die Plattform BeReal es geschafft, diese Direktheit nochmal auf ein neues Level zu heben. Die Social Media App aus Frankreich war gerade in der zweiten Hälfte von 2022 DAS Online Phänomen und hielt diesen Status damit schon länger als Clubhouse. BeReal schreibt sich selbst auf die Fahne, echter zu sein als die Konkurrenz um Instagram und TikTok. Keine Bearbeitungen, keine Filter, einfach den Moment live und authentisch festhalten – das ist das Prinzip von BeReal. 

Obwohl es die App bereits seit 2020 gibt, stieg das Interesse daran besonders in 2022 exorbitant. Zum Vergleich: Im Jahr 2021 waren es etwa 920.000 User:innen, nun (Dezember 2022) sind es schon mehr als 21 Millionen. Klingt erstmal nach einem enormen Potenzial, es gibt aber noch ein paar Wermutstropfen: Derzeit ist weder das Erstellen von Unternehmensaccounts noch die Verbreitung von Werbung ein Thema auf der Plattform. Influencer Marketing ist in der Theorie umsetzbar, in der Praxis erwarten User:innen – insofern sie Influencer:innen bei BeReal folgen – aber authentische Inhalte. Genau das sind gesponsorte Posts von Influencer:innen eher nicht. 

Warum BeReal trotzdem ein Social Media Trend ist, der äußerst relevant für eine Online Marketing Strategie ist? Es wird nur eine Frage der Zeit sein, bis Instagram das USP Feature von BeReal adaptiert. Da Werbung und Unternehmensaccounts dort schon normal und auch von User:innen akzeptiert sind, werden auch “echte” Momentaufnahmen mit Werbebotschaften von Influencer:innen, denen sie dort folgen, eher wohlwollend angenommen. 

Trend #6: Verlinkungen in Storys für alle: neues Instagram Potenzial 

Lange Zeit waren Verlinkungen und Instagram keine guten Freunde. Auch im Rahmen von Instagram Storys hat die Plattform im Hinblick auf Linkplatzierungen ein ambivalentes Verhältnis zu den Nutzer:innen: Zunächst ging es gar nicht, dann konnten nur Accounts mit einer gewissen Zahl von Follower:innen Links in Storys platzieren, nun ist es für alle Konten freigeschaltet. Konkret bedeutet das, dass auch kleinere Unternehmensaccounts und Privatpersonen jetzt Websites in einer Story platzieren können. 

Gerade für Unternehmen, die Instagram als wichtigen Kommunikationskanal begreifen, aber noch nicht die Anzahl an Mindestfollower:innen erreicht hat, ist das eine enorme Erleichterung. So können sie Hinweise auf Waren oder Produkte, aber auch Unternehmensnews oder gar Employer Branding und Recruiting Postings in der Story unterbringen. 

Trend #7: Mit Micro Influencer:innen die Nische bedienen

Influencer Marketing hat 2022 an Bedeutung nochmal zugenommen und sich als führende Marketingmaßnahme herausgebildet, auf die Unternehmen nicht verzichten sollten. Es hat dabei nicht nur einen positiven Einfluss auf den ROI (Return of Investment), sondern auch auf die User Experience und das Engagement. Zusätzlich sehen potenzielle Kund:innen Influencer:innen (vor allem Micro Influencer:innen) als vertrauenswürdig und authentisch an.

Eine Frau macht ein Selfie mit einem Kosmetikprodukt

Doch wie kannst du für dein Unternehmen passende (Micro) Influencer:innen finden?

  • Mithilfe der Suchfunktion von Social Media Kanälen: Hier kannst du das Suchfeld für bestimmte Keywords, die mit dem Produkt oder dem Unternehmen zusammenhängen, nutzen. Außerdem eignet sich der #hashtag, um den idealen Influencer bzw. die ideale Influencerin zu finden.
  • Durch Communitys oder sozialen Gruppen: Ebenfalls hilfreich können Erwähnungen in Kommentaren sein. Dabei ist die Häufigkeit der Markierung entscheidend.
  • Mithilfe der eigenen Seite des Unternehmens in den sozialen Netzwerken: Halte  Ausschau nach überdurchschnittlich aktiven Nutzer:innen, z. B. Top Fans auf Facebook, die regelmäßig Posts kommentieren oder bestimmte Produkte liken.
  • Indem du Influencer Marketing Tools nutzt: Anbieter wie Buzzsumo, Upfluence oder InfluData können für die Recherche von Markenbotschafter:innen verwendet werden. Diese analysieren und bewerten Daten tausender Influencer:innen in sozialen Netzwerken.
Tipp:
Bevor sich Unternehmer:innen auf die Suche machen, sollten sie im voraus Marketingziele, mögliche Funktionen des Influencers bzw. der Influencerin und die für die Marke interessanten Personengruppen festlegen.

Trend #8: Corporate Social Responsibilities: Unternehmenswerte auf Social Media

Wie sich bereits 2022 herauskristallisiert hat, rücken die Corporate Social Responsibilities (CSR) immer mehr in den Fokus. Ob Krieg in der Ukraine, Klimawandel, COVID, LGBTQ+-Rechte etc. – User:innen erwarten von Unternehmen, dass diese Stellung beziehen und eine Haltung zu wichtigen gesellschaftlichen Themen einnehmen. Dass Unternehmen Haltung beweisen müssen, kommt dir bekannt vor? Das ist kein Zufall, schließlich ist das auch einer der wichtigsten PR Trends für 2023.

Bei der Kommunikation liegt der Fokus auf Authentizität. Hier reicht es nicht aus, an der Oberfläche der CSR zu kratzen. User:innen haben hohe Erwartungen an Unternehmen und wollen, dass sie Initiative ergreifen: Unternehmen müssen z. B. Nachhaltigkeit, Diversity und andere Aspekte des CSR in die Unternehmensphilosophie aufnehmen und leben.

Wichtig ist: Die Handlungen und das Tun deines Unternehmens müssen genau analysiert sein, damit Kund:innen nicht durch bspw. Versprechungen, die dein Unternehmen anschließend nicht einhält, enttäuscht werden. So bringen CSR neue Möglichkeiten, aber auch gleichzeitig neue Herausforderungen für dein Unternehmen.

Fazit: Ein Blick auf die Social Media Trends 2023

Die Social Media Trends 2023 sind gezeichnet von Faktoren wie Authentizität und Glaubwürdigkeit, aber auch von enormer Kreativität. Gerade letztere ist z. B. gefordert, um mit Reels den neuen Regeln des Instagram Algorithmus gerecht zu werden und Sichtbarkeit zu generieren. Ein besonderes Auge müssen wir auf BeReal haben – wird es wie Clubhouse wieder in die Nische gehen oder doch zum einschlagenden und dauerhaften Erfolg? Apropos Nische: Ein probates Mittel für dich sollte sein, mithilfe von Micro Influencer:innen eine eher nischige Zielgruppe anzusprechen. Dank der Aufhebung der Mindestfollowerzahl für Verlinkungen in Storys ist das nun problemlos möglich. 

Du siehst: Die Social Media Trends 2023 bieten so viele Möglichkeiten, über soziale Medien Relevanz und Sichtbarkeit zu schaffen. Falls du noch offene Fragen hast oder Inspiration für deine nächste Social Media Kampagne brauchst, stehen wir als Social Media Agentur dir gerne zur Seite! 


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Björn Erbslöh

Björn Erbslöh

Business Director

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