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Das 1×1 des Facebook Marketing – Die größte Social Media Plattform erfolgreich nutzen

Facebook Marketing ist weiterhin ein wichtiger Bestandteil im Online-Marketing für B2C-Unternehmen. Die weiterhin hohe Nutzerzahl und ein effektiver wie effizienter Werbealgorithmus garantiert Facebook trotz schwindender Beliebtheit weiterhin den Status als wichtigste Social Media Plattform.

Die Zeiten, in denen rein organischer Content auf Facebook erfolgreich sein kann, sind längst vorbei. Dank dem Business Manager, Gruppen und der Shopping-Funktion kann Facebook mit einer durchdachten Content-Strategie aber weiterhin als erfolgreicher Marketing-Kanal genutzt werden. 

1. Facebook Marketing Basics 

Modernes Online-Marketing für B2C-Unternehmen kommt um Facebook immer noch nicht herum. Laut eigenen Angaben nutzen in Deutschland rund 32 Millionen Menschen Facebook monatlich, 23 Millionen davon sogar täglich. Auch wenn Facebook in Deutschland kein Wachstum, sondern einen geringen Rückgang an Nutzern verzeichnet, ist es immer noch das wichtigste Soziale Netzwerk für Online Marketer

Bevor an konkrete Marketing-Bemühungen zu denken ist, sollte aber erst einmal das eigene Unternehmensprofil zu 100% vollständig ausgefüllt werden. Dies ist ein wichtiger Aspekt, der häufig von Unternehmen vernachlässigt wird. Die Impressumspflicht gilt auch für Facebook, zudem sind algorithmische Abstrafungen bei der Ausspielung von Posts wahrscheinlich, sollten wesentliche Angaben (wie eine Unternehmensbeschreibung) fehlen. 

Außerdem gilt: Facebook Marketing ist zeit- und kostenintensiv. Die Dienstleistungen, die Facebook anbietet, sind jedoch qualitativ so gut und konkurrenzlos, dass es sich für Unternehmen lohnt, diese in Anspruch zu nehmen. 

2. Facebook Ads mit dem Business Manager schalten

Der Facebook Business Manager ist ein Tool für Unternehmen, mit dem Werbekampagnen mit frei wählbaren Zielen und beliebigem Zielgruppen-Targeting erstellt werden können. Da der Funktionsumfang und die Auswahlmöglichkeiten des Facebook Business Managers riesig sind, ist es wichtig, vorher die eigenen Werbeziele und die relevanten Zielgruppen zu definieren. Sind diese zwei Aspekte nicht konkret definiert, sieht man im Business Manager später vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. 

Facebook-Kampagne-Werbeziele

Kampagnenziele im Facebook Business Manager

Abb. 1: Auswahlmöglichkeiten für Kampagnenziele im Facebook Business Manager

Nachdem das Kampagenenziel (Abbildung 1) feststeht, kann die Zielgruppe genau ausgewählt werden. Die Targeting-Optionen sind grob in vier Kategorien unterteilt:

  • Demographie
  • Interessen & Hobbies
  • Verhalten
  • Verbindung zum Unternehmen

Für jeden dieser Bereiche gibt es dutzende Targeting-Optionen, mit denen vom Gesamtmarkt bis hin zur sehr spezialisierten Nischenzielgruppe alles abgedeckt werden kann. Je nach Kampagnenziel können Anzeigen bereits ab 1 € pro Tag geschaltet werden. 

Tipp:
Es lohnt sich, verschiedene Werbeanzeigen in sogenannten Anzeigengruppen innerhalb einer Kampagne parallel laufen zu lassen, um verschiedene Zielgruppen und Assets gegeneinander zu testen. Damit lässt sich diejenige mit der besten Performance identifizieren und anschließend skalieren. 

3. Produkte im Facebook Shop verkaufen

Der Verkauf von Produkten über Social Media wird gemeinhin als Social Commerce bezeichnet. Unternehmen können auf Facebook ihren eigenen Shop eröffnen und direkt Produkte verkaufen. Im Shop verfügbare Produkte können in normalen Posts getaggt werden, wodurch der Kaufabschluss und die Conversion deutlich beschleunigt werden.

Die Einrichtung eines Facebook Shops ist kostenlos und leicht durchzuführen, sofern die folgenden Voraussetzungen gegeben sind: 

  • Admin-Rechte im Business Manager
  • Verwaltung der Facebook-Seite und des Produkt-Katalogs im selben Business Manager 
  • Berechtigung im Business Manager zum Verwalten der Seite und zum Verwalten des Katalogs

Der einzige Nachteil von Facebook Shops: Facebook behält von jedem Verkauf 5 % vom Verkaufspreis oder mindestens 0.40 € als Gebühr sowie die Käuferdaten ein. 

4. Facebook-Gruppen als Instrument für User Engagement

Über Facebook Gruppen können Unternehmen Nutzer mit gleichen Interessen zusammenbringen und einen Austausch anregen, durch den sowohl die Nutzer als auch das Unternehmen einen Mehrwert erhalten. In einer Gruppe können sich Kunden gegenseitig Fragen zu Produkten stellen, Erfahrungen austauschen oder Tipps geben. 

Findet in der Gruppe ein reger, positiver und produktiver Austausch zwischen den Nutzern statt, trägt dies zu einer langfristigen Kundenbindung bei. Gerade bei einer noch geringen Anzahl an Gruppenmitgliedern (<1000)  muss das Unternehmen regelmäßig als „Conversation Starter“ fungieren, während in größeren Gruppen (>1000) in der Regel genügend Fragen/Erfahrungen/Tipps von Nutzern geteilt werden, sodass ein reger Austausch stattfindet. 

Eine Facebook-Gruppe erfordert seitens des Unternehmens vor allem Moderation: Es müssen klare Gruppenregeln existieren, die festlegen, was erlaubt ist und was nicht. Diese Gruppenregeln müssen von Moderatoren durchgesetzt werden. Hierzu zählt bspw. das Löschen von regelwidrigen Posts und die Entfernung von Nutzern, die gegen die Etikette verstoßen. 

5. Die passende Content-Strategie entwickeln 

Es gibt viele Wege, eine passende Content-Strategie für Social Media und Facebook im Speziellen zu definieren. Allerdings gibt es keine Blaupause, denn die richtige Content-Strategie sieht für jedes Unternehmen anders aus. 

Vier Stellschrauben der eigenen Content-Strategie sind: 

  • Kontinuität
    Bei allem Content muss durch festgelegte Richtlinien in Typografie, Farben, Sprache und Bildmaterial Kontinuität zu erkennen sein. Kontinuität bezieht sich darüber hinaus auch auf die Anzahl und Frequenz der Posts. Im B2C-Bereich sollten aufstrebende Unternehmen mindestens alle zwei Tage Content posten.
  • Qualität
    Die wichtigste Stellschraube ist die Qualität: Visuell hochwertig produzierter Content – ob als Bild oder als Video – sind der größte Garant für positive Entwicklungen von KPIs wie Reichweite, Follower, Total Engagements und Engagement Rate.
  • Interaktion
    Bei der Erstellung des Contents sollte immer die Schaffung eines Anreize für Interaktion berücksichtigt werden. Dies kann entweder im Video/Bild geschehen oder auch in der Caption, in Form eines CTAs oder einer Frage bzw. Aufforderung an die Nutzer.

Steht die Content-Strategie fest, sind bei der Umsetzung zeitliche und vor allem auch finanzielle Investitionen nötig. Von der immer noch häufig anzutreffenden Facebook-Marketing-Strategie “Nebenher noch etwas auf Facebook posten“ kann sich kein Unternehmen mehr Erfolg versprechen. 

6. Facebook Marketing Fazit

Facebook ist zurzeit das größte und wichtigste soziale Netzwerk mit den umfangreichsten Werbemöglichkeiten. Der Facebook Business Manager bietet eine unglaubliche Anzahl an Targeting-Optionen, weswegen die Vorab-Definition der Ziele und Zielgruppe sehr wichtig ist. Facebook-Gruppen sind für die Kundenbindung und den Austausch von Kunden untereinander hervorragend geeignet, erfordern aber einen nicht zu vernachlässigenden Moderationsaufwand. Die Facebook-Shopping-Funktion trägt dazu bei, dass die in organischen Posts gezeigten Produkte und Dienstleistungen mit sehr wenigen Klicks direkt zum Kauf zur Verfügung stehen. Das Fundament für die Content-Strategie bilden Kontinuität, Qualität und Interaktion.


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Björn Erbslöh

Business Director

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