Website Relaunch: In 12 Schritten zur Website für Nutzer:innen und KI
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Was ist ein Website Relaunch?
Relaunch bezeichnet allgemein die Wieder- oder Neueinführung eines Produktes, einer Marke oder einer Website. Website Relaunch ist die Veröffentlichung einer neuen verbesserten Version der bisherigen Website. Die Website wird komplett überarbeitet und optimiert. Die Veränderungen betreffen sowohl Inhalte und Design, als auch das technische System und die Struktur. Das Ziel: Eine alte Website optisch und funktional an die neuen Standards und Nutzerbedürfnisse anzupassen.
Gründe für einen Website Relaunch
Ob es sich lohnt eine Website zu relaunchen, solltest du vorher gut abwägen, denn: Ein Relaunch ist ein großer und komplexer Prozess, der Ressourcen benötigt und einiges an Kosten mit sich bringt. Eine gut funktionierende, trafficstarke, ansprechende und gut aufgebaute Website braucht keinen Relaunch. Überprüfe also zunächst, ob ein Relaunch nötig ist. Doch woran erkennst du das? Wir listen hier einige Gründe für einen Website Relaunch:
- Strukturelle Veränderung innerhalb des Unternehmens durch bspw. ein neues Angebot von Produkten oder Dienstleistungen, einem neuen Corporate Design oder neuem Standort
- Stagnation, die Zielgruppe wird nicht erreicht
- Anpassung an neue Technologien
- Nicht genügend oder keinen Mehrwert für Besucher:innen
- Die Website ist nicht responsiv, ist nicht mobil optimiert
- Neue strategische Ziele oder Geschäftsbereiche
- Die Usability bzw. Benutzerfreundlichkeit der Website ist schlecht
- Das Design ist veraltet und nicht ansprechend
- Keine Beachtung von SEO-Richtlinien (=Suchmaschinenoptimierung)
- Der Datenschutz entspricht nicht mehr den aktuellen Standards
- Hohe Bounce Rate bzw. Absprungrate
- Niedrige Conversion Rate
- Nicht genug Traffic
- Wenige bis keine Leads
Aus diesen Gründen gehen auch die Ziele des Website Relaunches hervor. Die Ziele orientieren sich an dem, was der Website fehlt, was ergänzt werden sollte, an den neuen Standards und an den Bedürfnissen der Nutzer:innen.
In 12 Schritten durch den Website Relaunch
Wenn du dich nun dazu entschieden hast, deine Website zu relaunchen, gilt es bis zur Durchführung, bei der Durchführung selbst und nach der Durchführung des Website Relaunches einiges zu beachten. Wir führen dich in 12 übersichtlichen Schritten durch den gesamten Prozess. Dabei zeigen wir auch, wo KI den Relaunch heute verändert, von der Zielgruppenanalyse über Design und Entwicklung bis zum Testing.
Wenn du direkt starten willst und einen praktischen Self-Check während des Website Relaunches brauchst, dann haben wir eine umfangreiche Checkliste für dich. Mit ihr entgeht dir kein Arbeitsschritt und du hast garantiert den Überblick. Lade dir die Liste gratis herunter!
Schritt 1: Bestandsaufnahme
Wie sieht der Status Quo deiner Website aus? Mache eine Bestandsaufnahme und Analyse deiner aktuellen Website. Wie nehmen Nutzer:innen deine Website wahr? Wie rankt die Website und wie steht es um den organischen Traffic der Seite? Was sagen die Kennzahlen über die Performance der Website aus? Überprüfe deine Sichtbarkeit, deine Rankings, den Traffic, die Nutzersignale, Kennzahlen wie Verweildauer und Besucherzahlen und kontrolliere die allgemeine Performance deiner Website. Tools wie bspw. Sistrix helfen dir dabei, deine aktuelle Situation zu erfassen. Aber auch Umfragen bei den Seitenbesucher:innen können Aufschluss über den Stand der Website geben.

Mit der Durchführung eines Content Audits kann die Website zusätzlich noch inhaltlich geprüft werden. So kannst du dir sowohl einen Überblick darüber verschaffen, welche Inhalte bereits vorhanden sind, als auch warum die jeweiligen Inhalte auf der Seite sind, welche Nutzersignale sie aktuell bekommen und ob sie weiterhin auf der Seite bleiben sollen. Mit Hilfe des Content Audits kannst du mögliche Content Lücken und Potenziale identifizieren und Inhalte ohne Mehrwert aussortieren.
Checkliste:
Mit der Bestandsaufnahme solltest du auch Vorbereitungen und Datensicherungen für den Website Relaunch treffen. Folgende Punkte solltest du berücksichtigen:
- Liste die wichtigsten Backlinks auf
- Sichere den Stand der alten Website bzw. des Webauftritts, darunter fallen auch Bilder, Scripte und XML-Sitemaps
- Plane eine Fallback-Option ein, eine Art Sicherheitsnetz für den Fall, dass ein technischer Fehler auftritt
- Halte ggf. die Arbeit an der Website in dem Zeitraum zwischen der Sicherung der Website und dem Website Relaunch an
- Erstelle eine URL-Liste, die alle Website Assets beinhaltet und/ oder crawle das alte System der Website mit einem geeigneten Tool
Schritt 2: Benchmark-Analyse
Auch ein Blick auf die Wettbewerber:innen lohnt sich: Wie steht deine Website im Vergleich zur Konkurrenz dar? Wie entwickelt sich der Markt allgemein? Was kommunizieren andere Websiten und wie sprechen sie ihre Zielgruppe an? Welche Inhalte und Designs nutzen sie? Was machen andere Websiten gut, was kannst du besser machen? Erstelle einen ausführlichen Vergleich, um Verbesserungspotenzial zu entdecken. Mit Hilfe der Analyse der Wettbewerber kannst du Alleinstellungsmerkmale leichter erkennen und eine Positionierung herausarbeiten.
Die zentrale Frage: Was findest du gut und was schlecht an deiner alten Website im Vergleich zur Konkurrenz und welche Ziele möchtest du mit der neuen Website erreichen?
Schritt 3: Ziele und Strategie festlegen
Welche Ziele verfolgt dein Unternehmen mit einem Website Relaunch? Was will dein Unternehmen mit einer neuen Website erreichen? Führe eine klare Zielanalyse durch, um herauszufinden, was genau die Ziele deines Unternehmens sind und wie du diese am besten mit der Umsetzung des Website Relaunches erreichst. Ein weiterer Vorteil der genauen Festlegung deiner Ziele: Je präziser die Ziele definiert sind, desto besser kannst du im Anschluss den Erfolg messen.
Damit die Zielerreichung und Umsetzung eines Website Relaunches gelingt, braucht es eine ausgefeilte Strategie. Die richtige Strategie und eine Begleitung des Relaunches durch beispielsweise eine Agentur kann bei der Umsetzung helfen. Die Relaunch Begleitung soll dabei unterstützen:
- Die Dauer der Umstellung in den Suchmaschinen so gering wie möglich zu halten, damit keine „Parallelwelten“, kein doppelter Content oder ähnliches entstehen
- Die Rankings zu prüfen und die wichtigsten auf die neue Website zu übertragen, Traffic-Ströme über (Back-)Links, Werbepartner oder ähnlichem zu sichern und ggf. nach dem Relaunch für einen zusätzlichen Push zu sorgen, damit ein Ranking-Verlust nur vorübergehend auftritt
- Die De-Indexierung alter Inhalte/ URLs durchzuführen und die Indexierung von neuen, geänderten Inhalten/ URLs zu beschleunigen, damit diese bei Google auch so schnell wie möglich gefunden werden
- Kein System zu launchen, welches aus Suchmaschinen-Sicht noch nicht ausreichend optimiert ist
Erstelle einen Projektplan. Je besser du den Website Relaunch planst, desto besser und reibungsloser kannst du diesen durchführen. Der Projektplan sollte alle Aufgaben zusammenfassen, entsprechenden Personen zuteilen und Zeitlimits setzen. Bei der Erstellung eines Projektplans können dich Expert:innen, bspw. auch eine Agentur, begleiten und unterstützen.
Schritt 4: Zielgruppenanalyse
Mit der Zielsetzung ergibt sich meistens auch schon die Zielgruppe, die es zu erreichen gilt. Erstelle für die Zielgruppenanalyse eine oder mehrere Buyer Personas, um eine Repräsentation deiner idealen Kund:innen bzw. Websitenbesuchenden zu erstellen. Was erwartet diese Person, wenn sie deine Website besucht? Was sollte deine Buyer Persona auf der Website vorfinden, um eine positive User Experience zu erleben? Wie kann die Website ein Problem lösen? Mit der Festlegung der Zielgruppe wird die konzeptionelle Richtung des Aufbaus der neuen Website vorgegeben.
Deine Website besuchen inzwischen nicht mehr nur Menschen. KI-Systeme wie ChatGPT oder Perplexity lesen Inhalte aus, um Fragen zu beantworten. KI-Agenten gehen noch weiter und bedienen Websites im Auftrag deiner Nutzer:innen, etwa um Angebote zu vergleichen oder Formulare auszufüllen. Plane beide beim Relaunch deshalb als zusätzliche Zielgruppe mit ein.
Damit KI-Systeme deine Inhalte verstehen, braucht die neue Website eine klare Struktur, semantisches HTML und strukturierte Daten. Damit Agenten sie bedienen können, zeichne Navigation, Buttons und Formulare eindeutig aus. OpenAI empfiehlt in seinen Hinweisen zu ChatGPT Atlas dafür die WAI-ARIA-Best-Practices, also dieselben Rollen und Labels, auf die auch Screenreader zugreifen.
User:innen in den Fokus! Orientiere dich im ganzen Prozess des Website Relaunches an deiner Persona und stelle die Bedürfnisse der Nutzer:innen in den Vordergrund.
Schritt 5: Konzeption
Welchen Aufbau soll die Website nach dem Relaunch haben und welches Konzept soll sie verfolgen? Die Konzeption der Website ist wie die Bauskizze eines Hauses zu verstehen: In beiden Fällen geht es darum, abzubilden, wo was seinen Platz finden soll.
Eine Informationsarchitektur und eine Navigationsstruktur helfen dabei den Aufbau festzulegen. Die Informationsarchitektur bestimmt, welche Inhalte wie organisiert werden. Aus diesen Überlegungen der Organisation, entsteht eine Seitenstruktur, bzw. Sitemap und eine Navigationsstruktur, die die User:innen durch die gesamte Website leiten und ihre Wege innerhalb der Website bestimmen. Wireframes ermöglichen einen ersten konzeptionellen Entwurf der Website. Die Inhaltsstruktur, das heißt die erste Anordnung und Positionierung der einzelnen Elemente einer Website, lassen sich so visualisieren.
Neben der Definition der Details bezüglich der Umsetzung von Design und Inhalten, ist auch die URL-Bestimmung für einen logischen Aufbau ein wichtiger Aspekt. Nicht nur für den Überblick innerhalb der Website ist die URL von Bedeutung, sondern auch, um bei Suchmaschinen wie Google weit oben zu ranken, sodass Nutzer:innen bei bestimmten Keywords auf deine Website aufmerksam werden.
Checkliste:
Bei einem Website Relaunch ist in diesem Schritt folgendes zu beachten:
- Richte Weiterleitungen für www/http/https und die Adressen ohne www ein und richte gängige Tippfehler in der Domain ein
- Versuche den Inhalt der alten Seite im Falle einer Weiterleitung so nah wie möglich an den Inhalt der neuen Seite zu halten um Rankingverluste zu vermeiden
- Nutze am besten wieder genau dieselbe URL-Struktur der alten Website
- Richte Weiterleitungen im Falle einer URL-Änderung ein, um Fehlerseiten zu vermeiden und eventuelle Rankings zu erhalten
- Vermeide Weiterleitungsketten
Schritt 6: Layout und Design
Mit dem Festlegen des Konzepts hat nun der Webdesigner eine Basis für die Gestaltung der Website. Das Design der Website vermittelt den ersten Eindruck und ist somit ein sehr wichtiger Aspekt eines Website Relaunches. Webdesign befindet sich stetig im Wandel: Was spricht die User:innen aktuell an und was lädt zum Bleiben ein? Hilfreich ist hier eine Analyse durch UX Expert:innen, die dir die wichtigsten Tipps und Richtlinien für das Design an die Hand geben. Ästhetik, Usability bzw. Benutzerfreundlichkeit, Bedienbarkeit, Übersichtlichkeit, Image – all diese Aspekte sollten bei der Erstellung des Webdesigns berücksichtigt werden.
Wichtig ist außerdem, dass das Design auf allen Endgeräten und Browsern funktioniert und optimal angezeigt wird. Das Stichwort hier: Responsive Design.
Auch der Weg zum fertigen Design verändert sich mit KI. Moodboards, Wireframes und Mockups müssen nicht mehr zwingend nacheinander als separate Zwischenschritte entstehen. KI-Tools wie Figma Make erzeugen aus Prompts und bestehenden Design-Komponenten klickbare Prototypen, sodass du deutlich früher in die Prototyping-Phase einsteigen kannst. Navigation und Layout testest du so direkt mit echten Nutzer:innen, statt lange über statische Entwürfe zu diskutieren. Welche Variante zur Marke und zu deinen Zielen passt, entscheiden aber weiterhin Designer:innen und UX-Expert:innen.
Schritt 7: Inhalte
Guter Content ist enorm wichtig, er liefert die Antworten zu den Fragen der User:innen und bietet Orientierung. Ist der Inhalt der Seite bereits schon auf der alten Website optimiert, kann dieser für den Relaunch einfach übernommen werden. Um den passenden Content bieten zu können, helfen folgende Fragen zur Orientierung: Spricht der Inhalt die gewünschten Zielgruppen an? Ist der Inhalt allgemein ansprechend? Ist der Inhalt informativ? Hat der Inhalt Mehrwert? Regt der Content an und macht es Spaß, die Inhalte zu lesen? Sind die Inhalte für die Suchmaschine optimiert, haben sie bereits gute Rankings? Passt der Inhalt zu der neuen Website? Um diese Fragen beantworten zu können, lohnt es sich vor dem Relaunch eine Content Analyse durchzuführen.
Content Management Systeme (CMS) wie WordPress oder Typo 3 vereinfachen die Pflege deines Contents. Falls du Hilfe beim Setup oder der Optimierung deines CMS brauchst, sprich uns gerne an. Als Content Management Agentur haben wir eine ausgezeichnete Expertise im Umgang mit verschiedensten Systemen!
Schritt 8: Keyword Recherche und SEO
Damit die neue Website auch in den SERPs (Search Engine Results Pages) in den Top 10, oder noch besser, in den Top 3 erscheint, ist es wichtig, die Website und ihre Inhalte nach SEO-Richtlinien zu optimieren. Denn: Ein optimal vorbereiteter Website Relaunch nützt nichts, wenn die Seite am Ende nicht gefunden wird.

Die Suchmaschinenoptimierung beginnt mit der Definition und Analyse wichtiger Suchbegriffe. Ist durch die Keywordanalyse mit Hilfe von Keywordtools ein business-relevanter Suchbegriff gefunden, wird der Inhalt festgelegt. Hierbei gilt erneut Nutzer:innen stehen im Fokus. Was sucht bzw. erwarten User:innen, wenn sie nach einem bestimmten Keyword suchen? Nur wenn du diese Intention triffst, hat der Inhalt dauerhaft eine Chance, in der Suchmaschine zu erscheinen.
Der Content und die Contentstruktur sind jedoch nur ein Faktor der Suchmaschinenoptimierung. Damit die Seite so gut wie möglich rankt, müssen noch weitere Faktoren beachtet werden. So solltest du die Metadaten angepassen, die URLs verständlich und übersichtlich gestalten, interne und externe Verlinkungen setzen, neueste Sicherheitsstandards berücksichtigen, eine hohe Geschwindigkeit möglich machen uvm.
Schritt 9: Entwicklung und Technik
Ist der Website Relaunch in der gewünschten Form technisch realisierbar? Definiere die IT-Anforderungen an deine Website und überprüfe, wie du diese umsetzen kannst. Kann die Website regelmäßig mit neuen Inhalten, die nach und nach dazu kommen, ergänzt werden? Welches Content Management System (CMS) kann die Anforderungen erfüllen? Sind Updates problemlos möglich? Passen sich Layout, Design und Inhalte an die technischen Veränderungen an?
Prüfe bei der Wahl des CMS zusätzlich die AI-Readiness, also ob das System Inhalte strukturiert speichert und über offene Schnittstellen mit KI-Tools zusammenarbeiten kann. So können KI-Systeme später Entwürfe einspielen, bestehende Seiten aktualisieren oder Metadaten befüllen, während dein Team entscheidet, was live geht. WordPress bietet dafür zum Beispiel einen offiziellen MCP Adapter, über den KI-Agenten per Model Context Protocol auf Funktionen der Website zugreifen. Ein Relaunch ist außerdem der richtige Zeitpunkt, den Webauftritt direkt als AI-First Website zu denken. CMS, Architektur und Inhaltsstruktur von Anfang an für KI auszulegen, ist deutlich einfacher, als später nachzurüsten.
Auch beim Coding übernimmt KI mittlerweile einen Teil der Arbeit. KI-Assistenten wie GitHub Copilot helfen dabei, Code zu schreiben, Fehler zu finden oder Templates zu migrieren. Die DORA-Forschung von Google zeigt allerdings, dass KI in der Softwareentwicklung vor allem als Verstärker wirkt. Gut aufgestellte Organisationen profitieren, bei weniger gut aufgestellten wachsen bestehende Schwächen. Binde KI-generierten Code deshalb in einen sauberen Entwicklungsprozess mit Code-Reviews, automatisierten Tests und klaren Freigaben ein. Strukturentscheidungen wie Systemarchitektur oder Datenmodell treffen weiterhin Senior Developer und Software-Architekt:innen.
Checkliste:
Neben der technischen Realisierbarkeit, sind folgende technische Maßnahmen zu beachten:
- Passe Systeme, die noch alte Daten ausliefern könnten wie A/B-Tests, Load-Balancer, URL Shortener o.ä. an
- Verhindere mit Hilfe technischer Maßnahmen wie bspw. Meta-Daten und .htaccess, dass deine Seiten im Browser der Nutzer:innen, als auch von Suchmaschinen wie Google oder Bing gecached werden und sorge dafür, falls Caching verwendet wird, dass der Cache nach der Umstellung geleert wird
- Stelle den Zugriff auf die Google Search Console des alten Systems sicher und achte darauf, dass dieser nicht durch eingerichtete Weiterleitungen ungültig wird
- Stelle den Google Search Console der neuen Domain auf das neue System vorab sicher, unabhängig von der Variante der neuen Domain
- Stelle den Zugriff auf das Konto der neuen Domain sicher und binde dein Website Tracking auf alle neuen Templates ein bzw. passe sie an
Schritt 10: Testing
Die Website ist aufgebaut, designt und mit Inhalten bestückt, doch funktioniert die Website auch einwandfrei? Mit einem Testing lassen sich die technischen Funktionen, Usability und der Content überprüfen. Das Testing dient dazu, Fehler und Lücken aufzudecken und diese vor dem Launch auszubessern und die Seite zu optimieren. Funktioniert die Seite mit verschiedenen Browsern und Geräten? Ist die Seite gut bedienbar? Sind die Inhalte ansprechend und gut lesbar? Ist die Navigation ausreichend und verständlich?
Checkliste:
Das solltest du bei einem Testing beachten:
- Sorge dafür, dass die Testumgebung so nah wie möglich an dem Launch-Zustand ist und dokumentiere, welche Unterschiede bestehen, was noch fehlt und was ausgebessert werden muss
- Korrigiere Fehler, Crawle das Testsystem und prüfen SEO-Relevante Faktoren, darunter fallen bspw. Meta-Daten, Headlines, Mobilität, Hreflang-Attribute, Canonical Tags usw.
- Teste mit einem Browser-Agenten, ob er zentrale Inhalte erfasst und wichtige Funktionen wie Kontaktformular oder Suche bedienen kann
- Schütze den Zugriff zur Testumgebung mit einem Passwort
- Sperre das Testverzeichnis für das Crawling mittels robots.txt Sperre, damit die Seite nicht in den Suchmaschinen wie Google auftaucht und setze alle Dokumente auf noindex/nofollow
- Vergleiche bei einem Domainumzug ohne Inhaltsveränderungen den initialen Crawl mit dem Testsystem-Crawl und suche nach Unterschieden
- Führe bei einem Serverumzug Lasttests durch
- Überprüfe bei einem Domainwechsel, ob das SSL-Zertifikat für die neue Domain inkl. aller Subdomains gültig ist
Bevor du nun den Schritt zum endgültigen Launch wagst, solltest du außerdem noch folgende Punkte der Checkliste abhaken:
- Lege den Termin der Umstellung auf Zeiten mit wenig Traffic
- Sorge für den notwendigen Support am Zeitpunkt der Umstellung
- Informiere Werbepartner o.ä über die Umstellung und fordere diese auf, die (Back-)Links und Kampagnen zum geplanten Termin anzupassen
- Produziere bereits vor der Umstellung alle XML-Sitemaps mit den neuen URLs und lade diese bereits auf die spätere neue Website hoch
Nimm dir Zeit alles genau zu überprüfen. Wichtig ist: Kein Launch eines nicht optimierten Systems!
Schritt 11: Launch
Endlich ist es soweit: Die Seite ist entworfen, getestet und optimiert und bereit live zu gehen!
Checkliste:
Stelle beim Launchen sicher, dass:
- das neue System unmittelbar gecrawlt und auf Indexierbarkeit, Fehlerfreiheit & SEO Optimierung geprüft wird
- die Noindex-/ Nofollow Anweisungen vor dem Live gehen entfernt sind
- die IP Sperre/ Sperre in der Robots.txt entfernt ist
- die Einstellung der Search Console genau überprüft wird
- der Domainumzug und die neue XML Sitemaps in Google Search Console angemeldet bzw. hinterlegt sind
- die Weiterleitungen mit Hilfe alter URL-Liste / XML-Sitemaps geprüft sind, funktionieren und keine Fehlerseiten ausgespielt werden
- die korrekte Implementation des Trackings vorhanden ist
- alle Seiten über eine sichere Verbindung (SSL) laufen
- die Seite mobilfreundlich ist und alle Inhalte auf allen möglichen Endgeräten korrekt angezeigt wird
- Nutzer:innen und Crawler auf die Seite zugreifen können
- Core Web Vitals ausreichend sind (Google Page Speed Test)
Schritt 12: Controlling und Erfolgsmessung
Mit dem Launch der Website ist es noch nicht getan. Als letzter und wichtiger Schritt steht das Controlling und die Erfolgsmessung.
Wie performt deine Website? Erfüllt die Website die neuen Standards und Ziele? Gibt es Probleme und Fehler, die nun im Nachhinein noch behoben werden müssen? Es ist unwahrscheinlich, dass alles auf Anhieb funktioniert.
Checkliste:
Folgendes solltest du also dauerhaft im Blick behalten:
- Beobachte die Anzahl und die Entwicklung der Indexierten Seiten im alten und im neuem System
- Beobachte in regelmäßigen Abständen Weiterleitungen, Crawlstatistiken und Fehlermeldungen in der Google Search Console
- Analysiere in regelmäßigen Abständen Logfiles nach Traffic auf Fehlerseiten, im alten System und überprüfe ob Weiterleitungen fehlen
- Beobachte, in wie fern sich der Traffic im neuen System entwickelt
- Kontrolliere, ob Sitemaps regelmäßig abgerufen werden
- Beobachte, wie sich die Rankings und Sichtbarkeit entwickeln: Gibt es einen Sichtbarkeitsverlust?
Google Analytics kann dir bei der Analyse helfen. GA liefert Zahlen unter anderem zur Verweildauer, Bounce Rate und Conversion der Seite. Diese und noch andere Kennzahlen sind nach dem Relaunch sehr wichtig: Sie geben Auskunft darüber, ob sich der Aufwand gelohnt hat und ob es noch Verbesserungspotenzial gibt.
Woran erkenne ich einen erfolgreichen Website Relaunch?
Nach einem erfolgreichen Relaunch, können einige Muster auftreten, die jedoch ganz typisch nach einem Relaunch sind. So kommt es im Anschluss eines Relaunches nicht selten vor, dass es einen sehr schnellen Anstieg der Rankings gibt, gefolgt von einem starken Abfall. Starke Rankingschwankungen in den ersten Wochen nach Relaunch sind also zu erwarten. Auch ein reduzierte Sichtbarkeit ist zunächst nicht überraschend, denn Google benötigt Zeit, um Rankingsignale anzupassen und zu übertragen. Auch ist durch Google eine langsame De-/Indexierung nicht unwahrscheinlich, wodurch es dazu kommen kann, dass ein Teil der alten URLs parallel zur neuen URL im Index verbleibt.
Checkliste:
Wenn jedoch folgende Punkte auftreten, solltest du zwingend eine weitere Prüfung durchführen:
- Das Rankingniveau der neuen Inhalte des neuen Systems liegt unter 30%: Führe schnellstmöglichst eine Detailanalyse durch
- Nach dem Festhalten einer hohen Crawling-Aktivität sinken die Aktivitäten wieder: Überprüfe, ob und warum der Server zu langsam reagiert und ob der Googlebot ggf. in eine „Trap“ gelaufen ist
- Auf der alten URL gibt es weiterhin Besucher:innen und hohe Rankings: Überprüfe, warum die Deindexierung der alten URLs erst gar nicht gestartet hat oder stoppt und reiche die alten Sitemaps erneut ein, kontrolliere die Weiterleitungen und die Meldung des Domainumzugs
- Die Besucherzahlen auf dem neuen System liegen unter der Hälfte der gewohnten Anzahl: Kontrolliere die Logfiles, das Tracking, Fehlerberichten etc.
Fazit: Website Relaunch – Ein Prozess, der sich lohnt
Mit einem Website Relaunch stehen die Chancen gut, die Rankings, das Unternehmensimage und die Marktposition zu verbessern und sich von der Konkurrenz abzuheben. Das A und O des Website Relaunch ist die Vorbereitung. Der Prozess hin zum Launch ist lang und muss gewissenhaft durchgeführt werden. Wichtig ist genügend Zeit, genügend Ressourcen und ausreichende Überlegungen.
Du bist dir nicht sicher, wie du starten sollst? In unserer Funktion als Website Relaunch Agentur stehen dir bei der Umsetzung gerne zur Seite und begleiten dich technisch, strukturell und auch inhaltlich durch diesen Prozess.


