Content Marketing ROI steigern: In 3 Stufen zum Umsatzplus

Um den Erfolg von Content zu verbessern, müssen die richtigen Daten gemessen werden. Wer seine Kunden beobachtet und Schwachstellen identifiziert, kann den tatsächlichen Wert seiner Inhalte bestimmen und steigern.

Fionn Kientzler
FionnKientzler
Publiziert am
fionn.kientzler@suxeedo.de

Der Content Marketing ROI (deutsch: Kapitalrendite der Inhalts-getriebenen Kommunikation) ist eine zentrale Messgröße für die Wirtschaftlichkeit von Inhalten und bezeichnet insgesamt das prozentuale Verhältnis zwischen Investition in inhaltliche Formate und Gewinn.

Die richtigen Indikatoren und Messwerte helfen nicht nur bei der Analyse von inhaltlichen Stärken und Schwächen, sondern auch bei der Budgetplanung, um die Performance und Usability von Inhalten strategisch zu pushen. Denn wer an den richtigen Stellen schraubt, macht aus seinen Lesern wertvolle Kunden und steigert somit seinen Content Marketing ROI. Wir haben alle relevanten Faktoren für die Erfolgskontrolle zusammengefasst, kategorisiert und sortiert.

Die Bestimmung des monetären Wertes von Content

Im Gegensatz zu E-Commerce-Seiten, auf denen der Umsatz direkt generiert wird, gestaltet sich das Umsatz-Tracking für B2B-Dienstleister und Seiten mit dem Fokus auf Content-Publikationen scheinbar schwieriger. Hier liegt der Schwerpunkt auf der Gewinnung von Leads, welche im Anschluss zu “Offline”-Umsätzen führen. Der monetäre Wert von Conversions lässt sich durch CRM-Systeme und Lead-Management Tools bestimmen, welche die für das Tracking relevanten Daten mit Auswertungs-Tools wie Google Analytics austauschen. Aus den verschiedenen Ebenen der Planung, Umsetzung und Evaluierung ergeben sich Kreisläufe der Content Optimierung, welche sich gegenseitig beeinflussen.

Kreislauf der Optimierung durch Erfolgsmessung

Die Erfolgsmessung führt zu einem beständigen Prozess der Optimierung der Marketing-Strategie.

Die Erfolgsmessung und die operative Umsetzung der Content-Strategie findet in zwei Kreisläufen statt, welche in gegenseitiger Wechselwirkung auftreten:

  • Jede Strategie beginnt mit der internen und externen Analyse der Ausgangssituation
  • Zeitgleich dient die Zielbestimmung der Identifizierung der passenden operativen Maßnahmen
  • Inhalte und Formate ergeben sich aus den Zielen und bestimmen die Konzeption und Creation von Content
  • Um die Performance und den monetären Wert des Contents zu bewerten, müssen die Key Performance Indicators (KPIs) vom Unternehmen definiert werden.
  • Auf dieser Grundlage folgt die operative Umsetzung und eine beständige Erfolgsmessung
  • Aus den Erkenntnissen der Erfolgsmessung ergeben sich die Konsequenzen für die Optimierung der Strategie

Die Content Performance-Pyramide: 5 KPIs für einen höheren Content Marketing ROI

Die Bewertung von Inhalten geschieht auf drei Ebenen, welche in der Content Performance-Pyramide nach User-, Traffic- und Umsatz-relevanten Faktoren sortiert werden. Die Pyramide dient als Guideline und basiert auf den praktischen Erfahrungen von Suxeedo. Sie fasst alle wichtigen Messvariablen auf einen Blick zusammen, wobei die Metriken in der Pyramidenspitze die Key Performance Indicators bilden.

Die Content Performance-Pyramide

Für die Erfolgsmessung werden fünf KPIs bestimmt, welche die Spitze der Pyramide bilden. Alle anderen Messgrößen sind Indikatoren für die Content-Optimierung

  • Die Umsatz-relevanten Faktoren bilden die Spitze der Pyramide. Sie sind die Key Performance Indicators, da es bei der Erfolgskontrolle vor allem um ökonomische Ziele geht. Ein Unternehmen sollte sich bei der Analyse auf fünf KPIs beschränken.
  • Die Metriken der Traffic-relevanten Faktoren bilden eine Grundlage für die KPIs in der Pyramidenspitze. Denn je höher der Traffic, desto mehr Leads und desto höher letztendlich der ROI.
  • Die Metriken der User-relevanten Faktoren dienen als Indikatoren zur Verbesserung der Seite, ihrer Inhalte und der Kampagnen, deren Performance die Traffic-relevanten Faktoren und somit auch die KPIs aktiv unterstützen.

Stufe 1: Umsatz-relevante Faktoren – Die 5 KPIs

Die Umsatz-relevanten Faktoren sind die wichtigsten Indikatoren für den Content Marketing ROI, denn sie beschäftigen sich direkt mit der Umsatzsteigerung – deswegen sind sie auch die fünf Key Performance Indicators. Der ROI bildet dabei die Spitze der Pyramide, da er den letztendlichen Gewinn der Maßnahmen erfasst.

ROI – Return of Investment:
Die Ausgaben für die Erstellung von Content müssen ins Verhältnis zu den Einnahmen durch Conversions gesetzt werden. Hier werden die Conversions den entsprechenden Inhalten zugeordnet, durch welche sie zustande gekommen sind. So lässt sich bestimmen, welcher Content zu welchen Kosten besonders gewinnbringend ist. Dabei muss ein Multi-Channel-Umsatz-Reporting stattfinden, um eine holistische Bewertung der On- und Offline-Maßnahmen des Sales-Funnels zu ermöglichen.

Beispiel: Universal Analytics ist ein wichtiges Tool, um aussagekräftige Daten zum ROI (Return of Investment) verschiedener Online-Maßnahmen zu erfassen. So werden bei der Lead-Generierung die Daten weitergegeben, die Google Analytics zur Wiedererkennung des Nutzers benötigt. Im Anschluss wird nach erfolgreichem Vertriebsprozess der Umsatzwert über Googles Measurement Protocol an Google Analytics weitergeleitet. Die Auswertung definiert die erfolgreichen Conversions und ihren Umsatz, was in Relation zu den Online-Maßnahmen eine erfolgsbasierte Analyse von Content ermöglicht.

Multichannel-Umsatz-Reporting

Im Multichannel-Umsatz-Reporting werden On- und Offline-Daten gesammelt, welches eine holistische Bewertung des Sales Funnels ermöglicht.

  • Expertentipp: Da potentielle Kunden nicht nur Kontaktformulare, sondern auch das Telefon zur Kontaktaufnahme nutzen möchten, muss Telefon-Tracking Teil der Webanalyse sein. Mithilfe von dynamischen Rufnummern werden über Universal Analytics auch hier die wichtigen Daten zur Wiedererkennung an Google Analytics weitergeleitet.

Leadgenerierung: Um erfolgreich Leads zu generieren, müssen dem User Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme geschaffen werden, ohne dass diese aufdringlich und werbend wirken. So ist der User für Content mit einem eindeutigen und bedürfnisorientierten Mehrwert eher bereit, seine Kontaktdaten zu hinterlassen. Dies können Ebooks, Tools oder andere Ressourcen sein, welche auf der Homepage, über eine Email oder Landing Page angeboten werden. Die Eignung von Content zur Leadgenerierung wird messbar, sobald er mit Call-to-actions gezielt verknüpft wird. Auf der Homepage kann in unmittelbarer Nähe zum Content ein Kontaktformular platziert werden, in den der Leser Name, Email und Telefonnummer eingibt. Mehr Daten sind gar nicht nötig. Dies verringert die Hürde zur ersten Kontaktaufnahme erheblich.

  • Expertentipp: Effektive Köder, um an Kontaktdaten von potentiellen Kunden zu kommen, sind Whitepapers oder Ebooks. Der User muss hier seine Daten in ein Kontaktformular eintragen, bevor er den Content downloaden kann und erhält dafür seine Belohnung. Leads, welche noch keinen Umsatz gebracht haben, bieten gewinnbringendes Potential für die Zukunft. Es stellt sich die Frage, was einem Geschäft bisher im Weg stand.

Converted Leads: Die Konvertierung der Leads zu Kunden muss ein voll integrierter Prozess aller On- und Offline-Maßnahmen sein. Einerseits können über Online-Maßnahmen weitere Informationen über das Unternehmen und die Produkte an die Kontakte gestreut werden. Bei konkreten Anfragen muss jedoch auch eine inhaltliche Beratung stattfinden, welche auf demselben Niveau des Contents stattfindet, die den Lead generiert hat. Wenn die Beratung enttäuscht, kann dies den Content und das Kompetenz-Image des Unternehmens nachhaltig abwerten. Die Dokumentation des Lead-Status, der Dauer der Geschäftsabschlüsse und der Conversion Rate einzelner Maßnahmen findet CRM-basiert statt und muss zwecks einer nachhaltigen Optimierung der Online-Maßnahmen im Austausch der Webanalyse-Daten geschehen.

Content Marketing Funnel

Von der Brand Awareness über die Conversion bis hin zur Interaktion mit dem Kunden: Der Marketing Funnel und die inhaltliche Betreuung müssen „aus einem Guss“ sein – ein voll integrierter Prozess, der inhaltlich hält, was er verspricht.

  • Expertentipp: Bei E-Commerce-Seiten erhalten die User keine inhaltliche Beratung. Stattdessen muss eine gute Verlinkung zu den Fakten, Produktbeschreibungen oder weiteren nützlichen Informationen gewährleistet werden. Wenn sich der Leser gut informiert und von dem Nutzen überzeugt fühlt, ist ein Geschäftsabschluss die logische Konsequenz.

Total Cost per Leads: Der monetäre Erfolg von Content lässt sich durch das Verhältnis von Input (Kostenaufwand für die Erstellung von Inhalten) zu Output (die durch den Content generierten Leads) kontrollieren – unabhängig davon ob die Leads bereits Gewinn eingebracht haben oder nicht. Schließlich bilden die Leads, welche noch keinen Umsatz gebracht haben, gewinnbringendes Potential für die Zukunft. In Zusammenhang mit den Einnahmen und der Conversion Rate des Sales Funnels muss jedes Unternehmen für sich definieren, wie viel ihm ein Lead Wert ist.

  • Expertentipp: Um das Kostenverhältnis für einen Content umfassend zu berechnen, sollten nicht nur die über Online-Formulare generierten Leads, sondern auch Anfragen über Telefon oder Email berücksichtigt werden. Ein Multi-Channel-Umsatz-Reporting ermöglicht den Vergleich der monetären Performance von Inhalten und hilft der Kostenreduzierung bei einer gleichzeitig höheren Leadgenerierung.

Wiederkaufrate (Kundenloyalität): Inhalte mit Mehrwert steigern die Zufriedenheit der Kunden mit einem Produkt und stärken die Bindung zu einer Marke. Wer die Kundenloyalität messen möchte, muss bewusst und systematisch dem bereits bestehenden Kunden Inhalte anbieten, die das Angebot des Unternehmens subtil anteasern. So kann die Performance der Inhalte mit dem KPI der Wiederkaufrate in Verbindung gebracht werden.

  • Expertentipp: Zu viel Werbung kann bestehende Kunden schnell verprellen. In Emails oder Newslettern gilt der Grundsatz: Weniger ist mehr. Stattdessen eignen sich spannende Inhalte hervorragend als Köder, um den Leser an die eigenen Angebote heranzuführen. Ein P.S. am Ende der Email mit dem Verweis auf nützlichen oder unterhaltsamen Content macht nicht nur neugierig, sondern etabliert das Unternehmen als vertrauenswürdigen Mehrwert-Lieferanten, zu dem man gerne zurückkehrt.

Stufe 2: Traffic-relevante Faktoren für den Content Marketing ROI

Die Traffic-relevanten Faktoren sind Metriken, welche einerseits den vorhandenen Traffic evaluieren, andererseits dazu dienen, den Traffic nachhaltig zu steigern. Das Unternehmen muss sich an dieser Stelle fragen, welche Nachfrage bei der Zielgruppe besteht und ob die inhaltliche Qualität diese Nachfrage erfolgreich bedient. Nur so kann die Traffic-Qualität hinsichtlich der Leadgenerierung gesteigert und nutzbar gemacht werden.

Unique Visitors: beschreibt, wie viele Individuen eine Website innerhalb eines Zeitraumes besucht haben. Durch den Vergleich dieser Kennzahl von verschiedenen Inhalten lassen sich Trends entdecken. Dabei spielt die Art des Contents eine wesentliche Rolle: Der Unique Visitor eines Whitepapers zur Lead Generierung besitzt eine höhere Gewichtung als der eines Gastbeitrages, da die Hürde und demnach auch das Interesse höher ist.

  • Expertentipp: Das Verhältnis von Unique Visitors zu Visits gibt Aufschluss über die Anzahl der Stammleser, also derer, die regelmäßig zur Seite zurückkehren und demnach vielversprechende Kandidaten für den Marketing Funnel sind.

Page Views: Das Volumen einer Session pro Visitor auf der Website vermittelt einen ersten Eindruck davon, ob der User das Informationsangebot interessant findet. Es ist zudem ein erster Indikator für die Qualität der User-Experience. Dies ermöglicht bei der Planung von zukünftigen Inhalten eine Anpassung an die Interessen, die aus dem Nutzerverhalten hervorgehen.

  • Expertentipp: Eine gute interne Verlinkung vereinfacht dem User nicht nur die Navigation auf der Website, sondern verleitet ihn immer tiefer zu immer mehr Seiten – wenn sie sinnvoll erscheint. Verlinkungen an geeigneter Stelle zu verwandet Themen vertiefen das Volumen der Session. Werden die Links an inhaltlich unzusammenhängenden Stellen gesetzt, springt der User oft schneller ab, als er es sonst tun würde.

Referral Traffic: bezeichnet den Traffic, welcher über dritte Seiten und andere Quellen auf die Website geleitet wird. Hier wird unterschieden zwischen organischen und durch Kampagnen erzeugtem Traffic: Organischer Referral Traffic kann über Social Media-Plattformen oder den Einsatz von Linkbaits entstehen. Auch Verlinkungen durch andere Seiten erzeugen einen organischen Traffic. In diesem Fall dient der Referral Traffic als Indikator für die Qualität und die Relevanz des Contents, da die User diesen als gut genug empfinden, um ihn zu teilen oder zu verlinken. Kampagnen kurbeln den Referral Traffic mithilfe von Newsletters, Social Media Ads, Display-Advertising oder Native Advertising an. Wann immer für diesen Traffic Geld bezahlt wird, sollten die Kosten im Verhältnis zur Leadgenerierung analysiert werden.

  • Expertentipp: Um den Referral Traffic richtig auswerten zu können, müssen alle Quellen gelistet werden. Dies ist leichter gesagt als getan, da Google Analytics die wichtigsten Quellen wie Newsletter, Social Media oder Redirects nicht korrekt erfasst. Wieder andere Quellen werden fälschlich als Direkt-Quellen benannt, was in der Auswertung einen unnatürlich hohen Direct-Traffic ergibt. Eine Lösung bietet Google Analytics mit der Erstellung benutzerdefinierter Kampagnen, indem die URLs der Links durch sogenannte individualisierte UTM-Parameter ergänzt werden. So können die Quellen, von denen verwiesen wird, erfasst und die Performance einer Kampagne bewertet werden.

SEO-Faktoren: Ein wesentliche Voraussetzung für mehr Traffic ist die Verbesserung des Rankings einer Website in den Suchergebnissen. Online-Tools wie Searchmetrics oder Semrush ermöglichen ein Tracking und einen Überblick über die Entwicklung des Rankings. Der Sichtbarkeitsindex einer Website basiert auf den vorher definierten Keywords. Ein Unternehmen muss sich bei der Erstellung von Content also festlegen, zu welchen Keywords es ranken möchte. Dies geschieht auf der Grundlage der Erkenntnisse, die ein Unternehmen über seine Zielgruppe und dessen Customer Journey besitzt. Aber auch Tools wie Semrush bieten hier die Möglichkeit, relevante Keywords zu tracken. Das Keyword-Ranking muss kontinuierlich beobachtet und die eigenen Inhalte evaluiert werden, um die relevanten Keywords herauszufiltern, welche tatsächlich zu Conversions führen.

Keyword-Recherche auf mehreren Ebenen

Von der Konversion Rate bis zu einem hohen PPC: Die Faktoren für die Auswahl der Keywords richten sich nach den Bedürfnissen der Zielgruppe und ihrer Customer Journey.

  • Expertentipp: Um die Relevanz von Keywords zu ermitteln, muss sich der SEO-Stratege intensiv mit den Bedürfnissen der Zielgruppe und den thematisch passenden Suchbegriffen mit den höchsten Suchvolumen beschäftigen. Hier bieten PPC-Testläufe (Pay-per-click) über Google Adwords erste Hinweise dazu, welche Suchbegriffe gut funktionieren. Zudem lohnt sich der Blick mithilfe von Semrush und vergleichbaren Tools auf die Keywords der Konkurrenten.

Lead Quality: Nicht jeder Lead gleicht dem anderen. Manche Leads sind nur aus einem Interesse der User an einem bestimmten Content entstanden. Andere Leads mit der festen Absicht eines Geschäfts. Je nach Herkunft, Umfang und qualitativer Parameter sollten die einzelnen Leads kategorisiert werden. Wenn kein explizites Interesse des potentiellen Kunden geäußert wurde, orientiert sich der weitere Umgang mit den Kontaktdaten an der Art der Inhalte, die zum Lead geführt haben. Die Quellen erfolgreicher Conversions und vielversprechender Leads müssen identifiziert werden, um dort weiteren Content gezielt zu investieren und mehr Traffic mit hohem Potential zur Leadgenerierung auf die Website zu bekommen.

  • Expertentipp: Das offensichtliche Interesse des Users mit dem Leistungsangebot subtil und sinnvoll in Verbindung bringen. Ziel ist es, den User mit weiteren Inhalten zu versorgen und ihn immer tiefer in den Marketing Funnel zu führen. Dabei muss sich der Marketing-Stratege kontinuierlich die Frage stellen, was einem Geschäft bisher im Weg stand. So kann es sein, dass sich ein User ausdrücklich für einen bestimmten Inhalt interessiert, jedoch das Unternehmen es bisher versäumt hatte, sein kommerzielles Leistungsangebot an geeigneter Stelle zu kommunizieren.

Engagement: Das Customer Engagement beinhaltet unter anderem Likes, Shares und Social Comments in sozialen Netzwerken, welche zu einer hohen Trafficqualität führen. Hier kann man davon ausgehen, dass die User den Content tatsächlich wahrnehmen und nicht nur anklicken, weil er über Werbung angeteasert wird. Eine qualitative Auseinandersetzung mit dem Inhalt steigert zudem die Brand-Awareness. Eine erhöhte Interaktion über Social Media kreiert ein Traffic-Momentum und steigert somit die Wahrscheinlichkeit für mehr Leads.

  • Expertentipp: Dem User sollte es so einfach wie nur möglich sein, den Content mithilfe von integrierten Social Sharing Widgets zu teilen. Durch diese Social Signals lässt sich ableiten, wie viel Wert, Identität und Vertrauen die User dem Content und einer Marke beimessen.

Stufe 3: User-relevante Faktoren für den Content Marketing ROI

Die User-relevanten Faktoren sind Metriken, welche den Erstkontakt und die Reaktion der Zielgruppe auf den Content beschreiben. Die zentrale Frage lautet demnach: Kommt der Inhalt überhaupt bei den potentiellen Kunden an? Das Ziel ist die Anpassung der inhaltlichen Relevanz an die Bedürfnisse der User, eine Verbesserung der Ansprache und eine Evaluation der User Experience. Die Interaktionsmetriken der User liefern erste Hinweise dazu, wie relevant die Zielgruppe den Content für sich empfindet.

Downloads: Es spricht für den Content auf der Homepage, wenn die User bereit sind, weiteren Inhalt auf ihr Endgerät zu laden. Die Konsumbereitschaft bedeutet gleichzeitig eine Interaktion, die den User ein Stückchen mehr an das Unternehmen und die Marke bindet.

Subscriptions: Das Abschließen eines Newsletter-Abonnements oder die Erlaubnis von Email-Werbung stellt ein Vertrauensbeweis des Users dar. Dies spricht für den Content auf der Website und dem Interesse des Users – ein wertvoller weiterer Schritt im Sales Funnel. Nun muss der Inhalt im Newsletter das Vertrauen aufrecht erhalten, wenn nicht sogar mit Überraschungen übertreffen. Denn Newsletter können sehr schnell als überflüssiger Werbemüll empfunden werden.

  • Expertentipp: Der User freut sich über Benefits, die ihm das Gefühl von Exklusivität und nachhaltigem Nutzen vermitteln. So wird ein Newsletter zu einem Mehrwert-Garanten, in dem die Bewerbung von Produkten und Dienstleistungen nicht länger stört.

Kommentare: Das eigene Produkt oder Angebot ins Gespräch zu bringen, muss ein Ziel jeder Content-Maßnahme sein. Dabei sollte das Gespräch zugunsten des Unternehmens geführt werden. Wer einen Kunden als Fürsprecher für das Produkt gewinnt, erhält auch das Vertrauen derer, die seinen Kommentar lesen. Doch selbst bei negativen Kommentaren bieten sich den Marketing-Strategen wertvolle Einblicke in die Bedürfnisse und Erwartungshaltung der User. Die Zeiten der „One Way“-Kommunikation als Einbahnstraße sind vorbei. Stattdessen erwartet der User vom Unternehmen, dass es ihm zuhört, ihn versteht und sich auf der Grundlage seiner Bedürfnisse mit ihm verständigt.

Kommunikation im Konflikt

Bei negativen Kommentaren müssen Kritik ernst genommen und ein konstruktives Gespräch auf Augenhöhe gesucht werden.

  • Expertentipp: Bei negativen Kommentaren schnell reagieren, nicht abwarten. Die User müssen das Gefühl haben, dass der Dialog offen und ehrlich gesucht wird. Wenn das Unternehmen auf den Ärger der User konstruktiv eingeht und Lernbereitschaft signalisiert, kann es das Gespräch für sich positiv verwenden und Vertrauen zurück gewinnen.

Die Rezeptionsmetriken der User beschreiben die unmittelbare Reaktion auf den Content und dienen als grundlegende Indikatoren für die Performance. Aus den Metriken lässt sich ableiten, welche Ansprache funktioniert und ob der Inhalt die Erwartungen erfüllt.

Click Through Rate: Durch die Klickzahlen bei bestimmten Inhalten lässt sich erkennen, wie die Resonanz der User auf Headlines, Anzeigen oder Widgets ausfällt. So können Inhalte und ihre Teaser an die Interessen der User angepasst und somit der Traffic erhöht werden. Je höher die Click Through Rate, desto besser fürs Ranking.

  • Expertentipp: Die Headline und das Snippet in den Suchergebnissen ist für User oft der erste Berührungspunkt mit dem eigenen Informationsangebot. Damit es nicht der letzte bleibt, muss bereits in der Headline ein klares Alleinstellungsmerkmal im Vordergrund stehen. Bevor also der Inhalt online gestellt wird, sollten die besten Suchergebnisse miteinander verglichen werden, um sich anschließend von den Wettbewerbern positiv abzugrenzen. Je relevanter und herausragender die Inhalte für die Suchanfrage sind, desto höher fällt die Click Through Rate aus.

Time on site: Die durchschnittliche Dauer einer Session gibt Aufschluss über die Qualität und die Relevanz des Contents. Je länger die durchschnittliche Zeit ausfällt, desto mehr scheint das Angebot die bedürfnisorientierten Erwartungen der Besucher zu erfüllen und desto höher die Wahrscheinlichkeit der Conversion.

  • Expertentipp: Je besser die Verpackung, also Lesbarkeit, visueller Anspruch und interne Verlinkung (Navigation der Website), desto länger die Sessions der Besucher. Dagegen schlägt eine schlechte User Experience den Traffic in die Flucht.

Bounce Rate: Es ist eine Sache, viel Traffic auf die eigene Homepage zu gewinnen – Es ist mindestens genauso wichtig, den gewonnenen Traffic auf der Website zu halten. Wenn 90 Prozent der Unique Visitors sich nur 15 Sekunden lang mit dem Content auf der Homepage beschäftigen bevor sie die Seite wieder verlassen, dann stimmt entweder etwas mit der User Experience nicht oder der Content enttäuscht. Die Erwartungen der User müssen erfüllt werden, um eine hohe Bounce-rate zu vermeiden. Dies kommt auch dem Ranking nachhaltig zugute. Es empfiehlt sich, bei der Absprungrate zu differenzieren. Die Untersuchung der Zielseiten, aber auch einzelner Traffic-Quellen lässt das mögliche Problem bereits eingrenzen und gezielt beheben.

  • Expertentipp: Die Content Tests von Google Analytics bieten in umfangreichen Testläufen einen Vergleich der Performance unterschiedlicher Content-Variationen, um die bestmögliche Ansprache für die Zielgruppe zu ermitteln.

Brand-Awareness

Die Brand-Awareness ist eine Meta-KPI, die sich aus mehreren Messgrößen zusammensetzt. So dienen Views und Shares durch Social Media oder Influencer als Erfolgsparameter und Indikatoren: Je mehr die Leute über den Content sprechen und mit ihm interagieren, desto mehr Aufmerksamkeit gewinnt die Marke hinter dem Inhalt. Mit aufregenden und spannendem Content, die den Markenkern kommunizieren, erreicht die Marke das Publikum auf kognitiver und emotionaler Ebene. Der Mehrwert wird mit der Marke assoziiert und untermauert ihre Botschaft. Die Konsequenz ist eine höhere Traffic-Qualität, da die User ein Bewusstsein und eine Affinität zur Marke mitbringen, wenn sie gezielt nach der Homepage und anderen Content-Angeboten des Unternehmens suchen. Eine erhöhte Traffic-Qualität kommt dabei auch dem Content Marketing ROI zugute.

Content Marketing ROI „short and sweet“: Alle Learnings im Überblick

  • Erfolgsmessung und die operative Optimierung von Strategien müssen simultan stattfinden
  • Das Tracking von Offline-Umsätzen durch Online-Maßnahmen ist durch ein Multi-Channel-Umsatz-Reporting möglich und wichtig, um den Content Marketing ROI akkurat zu bestimmen
  • Die Umsatz-relevanten Faktoren sind die Key Performance Indicators für die Erfolgskontrolle
  • Die unteren Ebenen der Content Performance-Pyramide bestehen aus Metriken, welche der Verbesserung des Contents und zur aktiven Unterstützung der KPIs dienen
  • Die Brand Awareness ist eine wichtige Meta-KPI, welche langfristig und qualitativ aufgebaut wird und mit der Steigerung der Traffic-Qualität zu einer erhöhten Leadgenerierung führt.

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