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9 Schritte zur optimalen Marketingstrategie

Die wichtigste Marketingregel ist einfach und kompliziert zugleich: Bringe deine Zielgruppe dazu, deine Produkte und Dienstleistungen zu lieben. Das ist einfach, weil du schließlich tolle Angebote machst und voll hinter deinen Leistungen stehst. Kompliziert ist es, weil es nahezu unendlich viele Wege gibt, deine Zielgruppe zu erreichen und jede Menge Konkurrenz. Wenn du einfach loslegst, deine Zielgruppe irgendwie zu erreichen, ist die Gefahr groß, dass du dich verzettelst und vom Weg abkommst. Setze daher auf ein Navigationsgerät, das dich sicher und passgenau zu deinem Ziel führt. Sein Name lautet: Marketingstrategie. Dieser Artikel stellt dir 9 Schritte und 8 Marketingmaßnahmen vor, mit denen du eine effiziente und individuelle Marketingstrategie erstellst.

Was ist eine Marketingstrategie?

Die Marketingstrategie ist ein langfristig angelegtes Konzept zur Erreichung der Marketingziele. Sie umfasst alle Maßnahmen und Methoden, die du für die Realisierung deiner Marketingziele ergreifen solltest.

Die Marketingziele leitest du von deinen Unternehmenszielen ab. Moderne Marketingstrategien nutzen digitale Marketingkanäle, ohne klassische Marketingmaßnahmen zu vernachlässigen. Marketingstrategien helfen dir dabei, deine Produkte bzw. deine Marke zu stützen, sodass sie deine Kund:innen erreicht und begeistert.

Content, der performt CTA Banner

Darum braucht dein Unternehmen eine Marketingstrategie

Mit einer Marketingstrategie wählst du nicht blind irgendwelche Marketingmaßnahmen, sondern nutzt ein planvolles Vorgehen. Dadurch passt du deine Maßnahmen perfekt auf deine Zielgruppe an und investierst nur in erfolgversprechende Kampagnen. Durch einen effizienten Ressourceneinsatz hältst du deinen Betrieb wettbewerbsfähig und sicherst dir Marktanteile. Zudem erlaubt dir deine Marketingstrategie, dein Unternehmen auf sich verändernde Marktsituationen anzupassen. So bleibst du flexibel, innovativ und interessant für deine Zielgruppe.

Vorteile einer Marketingstrategie:

  • planvolles Vorgehen
  • zielgruppengerechtes Marketing
  • effizienter Ressourceneinsatz
  • realistische Bewertung von Marketingkampagnen
  • dein Unternehmen bleibt wettbewerbsfähig
  • Sicherung von Marktanteilen
  • große Flexibilität
  • Raum für Innovation

In 9 Schritten eine erfolgreiche Marketingstrategie entwickeln

Jede Marketingstrategie ist einzigartig und muss individuell auf das jeweilige Unternehmen angepasst werden. Patentlösungen und Strategien von der Stange sind wenig zielführend. Es gibt allerdings einige Aspekte, die bei der Entwicklung jedes Marketingkonzepts eine Rolle spielen und an denen du dich orientieren kannst: 

1. Eine Ist-Analyse durchführen

Um deine Marketingziele zu erreichen, musst du zunächst wissen, wo dein Unternehmen gerade steht. Befindest du dich in der Gründungs-, Entwicklungs- oder Konsolidierungsphase? Musst du deine Zielgruppe mit deinen Produkten und Dienstleistungen vertraut machen oder haben sie bereits ein bestimmtes Image von dir?

Mit der Definition des Ist Zustands deines Unternehmens ist es außerdem wichtig, Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken des Unternehmens zu ermitteln. Das gelingt mit einer SWOT Analyse. Mit dieser Analyse lässt sich herausfinden, welche Stellen eine Veränderung und Optimierung benötigen und welche Stellen vielleicht noch weiter gestärkt werden sollten. 

visuelle Darstellung der SWOT Analyse

Ebenfalls wichtig ist die Frage, wie es um deinen Wettbewerb steht. Bist du in einem hart umkämpften Segment tätig oder bedienst du eine bestimmte Nische? Je besser du deine Marktsituation einschätzt, deine Stärken und Schwächen kennst, Chancen und Risiken identifizierst, desto besser kannst du eine Strategie entwickeln und dementsprechend die richtigen Maßnahmen ergreifen, die du zum Erreichen deiner Ziele brauchst.

2. Marketingziele entwickeln und festlegen

In einem zweiten Schritt deiner Marketingstrategie legst du anhand der Ist Analyse die Ziele fest, die du über dein Marketing erreichen willst. Geht es um die Neukund:innengewinnung, die Vorstellung neuer Produkte und Dienstleistungen oder die Umsetzung einer Rabattaktion? Willst du Kund:innen für einen Besuch deiner Events begeistern, sie als Premium Mitglieder gewinnen oder ihnen individuelle Angebote unterbreiten? Willst du mehr Traffic auf deiner Website und deine Zielgruppe schon auf den digitalen Kanälen einfangen? Je genauer – am besten mit klaren KPIs – du deine Marketingziele bestimmst, desto besser kannst du deinen Weg zur Erreichung dieser Ziele festlegen und umso erfolgreicher sind deine Marketingmaßnahmen.

Die Formulierungen von sogenannten SMART Zielen hilft dir dabei. SMART steht für den Anfangsbuchstaben von fünf Eigenschaften, die jedes Ziel mitbringen sollte:

  • Spezifisch
  • Messbar
  • Attraktiv
  • Realistisch
  • Terminiert

3. Zielgruppe definieren 

Je nach Unternehmen gilt es, unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen. So können sich Zielgruppen nach zum Beispiel Alter, Geschlecht, Hobbys, beruflicher und persönlicher Position oder politischer Einstellung unterscheiden. Wichtig für deine Marketingstrategie ist also zunächst die eigene Zielgruppe zu definieren, damit mit den anschließend gewählten Maßnahmen auch die richtige Zielgruppe für das jeweilige Produkt oder die Dienstleistung angesprochen wird. Wenn du deine Zielgruppe kennst, weißt du außerdem, auf welchen Kanälen du sie am besten antriffst und welche Maßnahmen, sowohl für den Kanal als auch für die definierte Zielgruppe, am erfolgversprechendsten sind.

Um die richtigen Maßnahmen treffen zu können und die bevorzugten Kanäle herauszufinden, ist es wichtig, die Bedürfnisse der Zielgruppe zu kennen. Um diese herauszufinden, erstellst du am besten eine Buyer Persona. Die Buyer Persona repräsentiert deine Zielgruppe und ihre Bedürfnisse. 

4. Das Budget bestimmen

Definiere klar, welche Summen du in deine Marketingstrategie investieren möchtest und auch kannst. So erkennst du, welche Maßnahmen finanziell umsetzbar sind. Setze anschließend Schwerpunkte und priorisiere die wichtigsten Strategien und Kampagnen. Setzt du am Ende eines definierten Zeitraums das Budget mit den KPIs aus den Zielen ins Verhältnis, kannst du den Marketing ROI (Return of Investment) berechnen.

5. Marketingmaßnahmen und Instrumente definieren

Es gibt eine große Anzahl an Marketingmaßnahmen, die du für deine Strategie wählen kannst. Es ist nicht sinnvoll, auf allen Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen und alles irgendwie nutzen zu wollen. Deine Kampagnen wirken dann schnell beliebig. Außerdem verschleuderst du so Ressourcen und verschenkst die Chance, Maßnahmen zu nutzen, die genau die Bedürfnisse deiner Zielgruppe treffen. Dennoch solltest du dich nicht auf einen Kanal verlassen. Wähle gezielt bestimmte Maßnahmen aus, die nach deinem Budget, deiner Zielgruppe, den ausgewählten Kanälen und den Wettbewerbsbedingungen gerichtet sind. Stelle außerdem sicher, dass die ausgewählten Maßnahmen ineinandergreifen und sich gegenseitig in ihrer Wirkung unterstützen.

6. Die Inhalte gestalten

Nachdem du nun deine Zielgruppe, die jeweiligen Kanäle kennst und Marketingmaßnahmen festgelegt hast, kannst du dich nun der inhaltlichen Gestaltung widmen. Je nach Maßnahme entwickelst du jetzt zum Beispiel neue Landingpages auf der Website, Videos, Fotostrecken, Gutscheine, E-Books und anderen Content, um deinen Marketingplan zu realisieren. Für unterschiedliche Kanäle benötigst du jeweils andere Inhalte. Orientiere dich bei der Gestaltung gerne an Wettbewerber:innen, achte aber darauf, innovativ und kreativ zu sein und deinen eigenen Weg zu gehen. Du willst niemanden kopieren, sondern von deiner Zielgruppe als einzigartig wahrgenommen werden.

7. Die Durchführung der Marketingstrategie

In einem weiteren Schritt veröffentlichst du die von dir erstellten Inhalte auf diversen Marketingkanälen. Ganz unabhängig von der Zielgruppe – digitale Kanäle sollten heute immer im Vordergrund stehen: Das kann dein eigener Webauftritt sein, ebenso wie deine Social Media Kanäle oder Blogs von anderen Webseitenbetreiber:innen der Branche. Analoge Marketingkanäle sind beispielsweise Zeitschriften, Zeitungen sowie Fernseh- und Radiowerbung. Achte darauf, dein Pulver nicht auf einmal zu verschießen, sondern den gesamten Kampagnenzeitraum über immer neue Inhalte zu veröffentlichen.

8. Erfolge messen

Nachdem du die Maßnahmen festgelegt und umgesetzt hast, musst du nun die Erfolgskriterien definieren. Diese sind abhängig von deinen Marketingzielen. Um den Erfolg deiner Marketingstrategie und ihre Maßnahmen zu messen, gibt es verschiedene Tools und Hilfsmittel.

Wenn du beispielsweise Neukunden gewinnen möchtest, kannst du den Traffic, die Anmeldungen zum Newsletter oder die neu generierten Nutzerkonten in den Blick nehmen. Es ist wichtig, den Erfolg der verschiedenen Maßnahmen mit verschiedenen Methoden stets zu überprüfen. Nur so kannst du deine Marketingstrategie laufend optimieren und ihre Reliabilität feststellen. Idealerweise führst du vom ersten Tag deiner Marketingkampagne an Erfolgsmessungen durch.

9. Optimierungen der Kampagne

Mithilfe der Erfolgskontrolle stellst du fest, ob eine Marketingstrategie an einigen Stellen aneckt und nicht mehr zu den gewünschten Ergebnissen führt. Um das zu beheben, solltest du die gewählten Maßnahmen und Inhalte noch einmal ansehen, Fehler korrigieren und Verbesserungen vornehmen. Wichtig ist, deinen Marketingplan kontinuierlich zu optimieren und letztlich zu perfektionieren.

Mann steht vor Wand mit Notizen

Die wichtigsten Maßnahmen für deine Marketingstrategien

Es gibt zahlreiche Marketingmaßnahmen, aus denen du für deine Marketingstrategie wählen kannst. Diese sollten dabei immer auf deine Marketingziele einzahlen und deine Zielgruppe erreichen. Die wichtigsten Maßnahmen im Marketing sind heute vor allem eines: digital.

1. Digitalmarketing

Digitalmarketing umfasst alle Marketingmaßnahmen, die du über digitale Kanäle ergreifst. Digitalmarketing dient nicht nur dem Aufbau und der Pflege einer Marke. Du kannst diese Marketingstrategie zur Leadgenerierung und zur Conversionoptimierung nutzen oder mit seiner Hilfe Awarenesskampagnen eine hohe Reichweite erlangen. Eine Alternativbezeichnung für Digitalmarketing ist Data Driven Marketing, weil du Kundendaten einsetzt, um interessante Marketingstrategien zu entwickeln und deine Zielgruppe individuell anzusprechen. Für eine effiziente Umsetzung empfiehlt sich die Erstellung eines Digitalkonzepts für dein Unternehmen.

2. Direktmarketing

Direktmarketing meint alle Marketingmaßnahmen, bei denen du direkten Kontakt zu deinen Kund:innen herstellst und im Idealfall eine Antwort von ihnen erhältst. Typische Beispiele für Direktmarketing sind das Newsletter und E-Mail Marketing. Hier ist vor allem eines wichtig: die persönliche Kundenansprache. 

3. Content Marketing

Content Marketing meint alle Marketingstrategien, bei denen du mittels interessanter Inhalte versuchst, deine Zielgruppe anzusprechen. Von Videos und Texten über Infografiken und Studien bis hin zu Linkable Assets und Gutscheinen gibt es unzählige Inhalte, die du bei deinem Content Marketing anbieten kannst. Die Inhalte konzipierst und erstellst du entweder selbst oder lagerst diese Aufgabe an ausgewiesene Fachleute wie Grafiker:innen, Blogger:innen oder Texter:innen aus. Achte darauf, deinen Content an den jeweiligen Marketingkanal anzupassen. Gerade im B2B Bereich bietet sich Content Marketing an, da hier die Produkte und Dienstleistungen oft etwas komplexer sind und Erklärungs- und Informationsbedarf besteht.

4. Influencer:innen Marketing

Beim Influencer:innen Marketing ziehst du Influencer:innen zur Hilfe, um für deine Produkte und Dienstleistungen zu werben. Diese präsentieren deine Angebote auf ihren verschiedenen Kanälen und versuchen ihre Follower dafür zu begeistern. Achte darauf, dass die gewählten Influencer:innen für deine Zielgruppe relevant sind. 

Es müssen nicht die bekanntesten und größten Influencer:innen sein, auch Micro Influencer:innen können dich bei deiner Influencer Marketingstrategie erfolgreich unterstützen. Denn nicht nur die Bekanntheit spielt eine Rolle, sondern vor allem die Expertise und Glaubwürdigkeit. Wichtig ist vor allem, dass der Influencer bzw. die Influencer:in mit deiner Marke und deinem Unternehmen zusammenpassen. Sonst läufst du Gefahr, dass Follower eher irritiert anstatt begeistert sind und dass deine Marke bei den Kund:innen nicht gut ankommt.  

5. Social Media Marketing

Es gibt unzählige soziale Netzwerke, auf denen du in unmittelbaren Kontakt mit deiner Zielgruppe treten kannst. Mit Social Media Marketing hast du die Möglichkeit, interessante Inhalte mit Mehrwert anzubieten, auf Aktionen aufmerksam zu machen, Interaktionen zu ermöglichen und Feedback einzuholen. Fokussiere dich auf die für dich – und deine Zielgruppe – wichtigsten Social Media Kanäle und versuche nicht überall präsent zu sein. Poste zudem regelmäßig Inhalte und nicht nur dann, wenn du eine Aktion bewerben willst. Nur so kannst du aus den Wettbewerber:innen herausstechen und gehst im Algorithmus nicht unter. 

6. E-Mail Marketing

Das E-Mail Marketing ist eine Form des Direktmarketings. Hier hast du die Möglichkeit, deine Kund:innen persönlich anzusprechen, ihnen individuelle Angebote zu unterbreiten und Leads zu generieren. Mit E-Mail Marketing präsentierst du dich als Marke und zeigst deine Stärken auf. Vor allem kann dir E-Mail Marketing dabei helfen, eine hohe Kund:innenloyalität zu erreichen. 

7. SEO

SEO bzw. Suchmaschinenoptimierung (Search Engine Optimization) ist extrem wichtig für deine Marketingstrategie. Nur wenn du in den Suchmaschinenergebnissen weit oben rankst, klicken Suchende auf den Link deiner Website und erhöhen durch ihren Besuch auf deiner Website deinen Traffic. So hast du die Möglichkeit, User:innen zu Kund:innen zu machen. Denn eins ist klar: Die Suchmaschine ist zielgruppenübergreifend ein Kanal, der täglich omnipräsent ist. Um in den Top 10 der SERPs (Search Engine Result Pages) auf einen bestimmten Suchbegriff bzw. Keyword zu ranken, musst du verschiedene Maßnahmen ergreifen, die zur Optimierung verschiedener Teilbereiche deiner Website beitragen. Der erste Schritt der Suchmaschinenoptimierung ist die Durchführung einer Keywordrecherche, um zu prüfen, auf welche Begriffe hin du deinen Webauftritt optimieren solltest.

8. Guerilla Marketing

Guerilla Marketing beschreibt außergewöhnliche, innovative und kreative Marketingmaßnahmen, die oft auf Emotionen abzielen und polarisierend sind. Das Ziel ist es, mit wenig Aufwand und Budget möglichst viele Marketingziele zu erreichen und einen großen Effekt zu bewirken. Die Wirkung erzielt Guerilla Marketing üblicherweise durch einen Überraschungseffekt bei den Kund:innen. Mit etwas Glück erzielst du mit Guerilla Marketing einen viralen Hit. Der Schuss kann aber auch nach hinten losgehen und ist daher nicht für jedes Unternehmen geeignet. 

Fazit: Individuelle Marketingstrategie entwickeln

Habe bei deiner Marketingstrategie den Mut, innovativ und kreativ zu sein. Kopiere keine Wettbewerber:innen, sondern sei du selbst. Deine Zielgruppe weiß es zu schätzen, wenn du eine klare Unternehmensphilosophie besitzt und wenn sie mit dir ein konkretes Image verbindet. Wenn du es schaffst, dich selbst als Marke zu positionieren, haben deine Marketingstrategien den größten Erfolg und du wirst dir mit deinen Produkten und Dienstleistungen viele Marktanteile sichern. 

Achte dabei vor allem auf deine Digitalstrategie. Denn Unternehmen, die ihren Fokus auch heute noch auf analoge Kanäle legen, werden es in Zukunft schwer haben – egal welcher Branche zugehören. Solltest du bei diesen Aufgaben Hilfe benötigen, kann dir eine Content Marketing Agentur unter die Arme greifen.

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Autorenbild Mira Aring
Mira Aring

Mira ist Content Marketing Managerin bei suxeedo. Sie kombiniert Wissenschaft an der TU Berlin mit praktischer Arbeit bei suxeedo und schafft sich so ein umfassendes Bild von Marketingprozessen.


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Fionn Kientzler

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