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Social Media News: Instagram öffnet seine API und erlaubt das Planen von Posts

Instagram galt bislang immer als sperrig, wenn es um die Platzierung von Links oder die Planung von Beiträgen geht. Doch nun gibt es gute Nachrichten für alle Social Media-Manager! Instagram öffnet seine Graph-API und vereinfacht damit die Vorausplanung von Posts. Was das genau bedeutet, erfährst du hier!

Wie Facebook, der Mutterkonzern von Instagram, am 26.01. über seinen Entwicklerblog selbst verkündete, erweitert das Unternehmen die Graph-API von Instagram um ein Feature, dass die Veröffentlichung von Beiträgen über Drittanbietern vereinfacht. Das neue Tool wurde mit großen Anbietern wie Hootsuite oder Dash Hudson getestet. Mit ihnen steuerst du mehrere Social Media-Accounts auf verschiedenen Plattformen gleichzeitig. Dank der neuen Content-Publishing-API können sowohl Marken ihre eigenen als auch Agenturen die Social Media-Posts ihrer Kunden besser planen.

Eine Graph-API (Application Programming Interface) ist eine Methode, mit der die Entwickler von Drittanbieter-Apps Daten in den Social Graph einer Social-Media-Plattform wie beispielsweise Facebook oder Instagram schreiben und ablesen. Die neue Content-Publishing-API ist nun eine Erweiterung der Graph-API von Instagram, mit der diese Drittanbieter nun neue Funktionen auf Instagrams Benutzeroberfläche bereitstellen wie in diesem Fall die Planung von Beiträgen.

 

1. Das waren die Probleme und so löst Instagram sie

Die Vorausplanung von Posts war für Business Accounts zwar schon vorher möglich, jedoch war dafür bisher ein Umweg über das Creator Studio von Facebook nötig. Wer diesen komplizierten Weg nicht gehen wollte, dem blieb nur das manuelle Bespielen der Accounts über die Instagram-App übrig. Besonders für Zielgruppe und Märkte, die am besten nachts oder am Wochenende mit Inhalten bespielt werden müssen, war dieses Vorgehen problematisch. Mit der Änderung kommt Instagram Marken, Unternehmen und Agenturen nun also entgegen, die sich somit mit ihren Inhalten ganz unkompliziert über Drittanbieter-Tools „zum besten Zeitpunkt an ihr Publikum wenden können.“

Hier sind nochmal die wichtigsten Fakten der API-Öffnung für dich zusammengefasst:

  • Mithilfe der Content-Publishing-API wird die Vorausplanung und Veröffentlichung von Foto- oder Video-Beiträgen für Instagram-Feeds über Drittanbieter einfacher.
  • Über die API dürfen innerhalb von 24 Stunden maximal 25 Beiträge veröffentlicht werden. Wird diese Rate überschritten, werden die weiteren Posts entweder per Hand über die Instagram-App oder weiterhin über das Facebook Creator Studio veröffentlicht.
  • Die Content-Publishing-API unterstützt bis auf weiteres nur Instagram Business Konten.
  • Um überhaupt auf die Erweiterung der Instagram-API Zugriff zu haben, müssen sich die Entwickler von Drittanbieter-Apps bei Facebook für den App-Review-Prozess Erst wer den Plattformbedingungen und Entwicklerrichtlinien Facebooks entspricht, erhält Zugriff auf die Content-Publishing-API.

2. So wirkt sich die Öffnung der API auf das Social Media- und Content-Marketing aus

Die von Instagram initiierte Änderung seines API-Zugriffs hat große Auswirkungen auf Content- und Social-Media-Marketing-Agenturen weltweit. Sie betreuen meist die Accounts mehrerer Kunden und sind für die Planung und Veröffentlichung derer Inhalte verantwortlich. Dabei ist es gängige Praxis, auf Drittanbieter wie Hootsuite zurückzugreifen. Diese bieten eine einfache Möglichkeit, die Social-Media-Accounts mehrerer Kunden auf den verschiedenen Plattformen zu tracken und parallel zu bespielen. Auf Plattformen wie Facebook und Twitter war gerade das Planen von Beiträgen problemlos möglich, nun stößt also Instagram durch die Öffnung seiner Graph-API hinzu. Das vereinfacht auf der einen Seite die Planbarkeit und die Automatisierung der Prozesse insgesamt und spart auf der anderen Seite auch Zeit und Ressourcen.

3. Trotz der Öffnung der API gibt es noch Verbesserungsbedarf

Obwohl die Öffnung der Graph-API Instagrams schon ein Schritt in Richtung effizienterer Platzierung von Social-Media-Inhalten ist, gibt es dennoch ein paar Einschränkungen, die aber gleichzeitig noch Verbesserungspotenziale für die Zukunft bieten. Die bedeutendsten sind für dich in dieser Übersicht zusammengefasst:

  • Bislang haben lediglich Instagram Business Profile Zugriff auf die API-Öffnung, sodass Influencer und private Nutzer bislang noch nicht von der neuen Funktion profitieren.
  • Über die Planungstools sind bislang weder Filter noch Multi-Image-Posts anwendbar.
  • Die bei vielen Instagram-Nutzern beliebten Formate Stories, IGTV sowie die noch relativ neuen Reels können auf diese Weise noch nicht veröffentlicht werden.
  • Instagram selbst setzte in den vergangenen Jahren verstärkt auf Branded Content- und Shopping-Tags, die bislang jedoch nicht durch die API-Öffnung unterstützt werden.

Insgesamt ist die Öffnung der Graph-API von Instagram ein Schritt in eine einfachere, zunehmend automatisierte Social-Media-Zukunft. Doch diese Änderung ist bislang nur der Anfang eines Prozesses, von dem bis hierhin vor allem Marken, Unternehmen und Agenturen profitieren, die jeweils Instagram Business Accounts verwalten. Besonders für Social-Media- und Content-Marketing-Agenturen ist es praktikabel, dass durch die Erweiterung der Instagram-Graph-API durch die Content-Publishing-API die drei großen Bereiche Publishing, Community Management und Tracking so zusammengeführt wurden, dass sich alle mit einer Drittanbieter-Plattform ohne Umwege steuern lassen.


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Fionn Kientzler

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