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Wettbewerbsanalyse in 4 Schritten

Sich einen Überblick über die Konkurrenz, ihre Strategien und Produkte zu verschaffen ist wichtig, um langfristig auf dem Markt bestehen zu können. Mit der Wettbewerbsanalyse kannst du deine Wettbewerber:innen auf dem Markt bestimmen und bewerten. Nur so ist es möglich, frühzeitig auf Veränderungen zu reagieren. Was eine Wettbewerbsanalyse ausmacht, welche Faktoren den Wettbewerb beeinflussen und wie du eine Wettbewerbsanalyse am besten umsetzt, erfährst du hier!

Was ist eine Wettbewerbsanalyse?

Mit der Wettbewerbsanalyse bekommst du Auskunft über deine Position auf dem Markt, du definierst deine Konkurrent:innen, ermittelst deren Strategien, Methoden und Produkte und untersuchst mit Hilfe einer Konkurrenzanalyse ihre Stärken und Schwächen. Die Konkurrenzanalyse ist der wichtigste Teil der Wettbewerbsanalyse und bietet die Grundlage für diese und ihre darauffolgenden Strategien. 

Die Wettbewerbsanalyse gibt dir Aufschluss über die aktuelle Marktsituation und hilft dir, Prognosen für die Zukunft deines Unternehmens zu erstellen. 

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Warum brauchst du eine Wettbewerbsanalyse?

Mit der Wettbewerbsanalyse schützt du dich vor “bösen” Überraschungen. Mit der Analyse und den gesammelten Daten erhältst du wichtige Informationen darüber, ob die Produkte oder Dienstleistungen, die Preisgestaltung, der Service, der Vertrieb und das Marketing deines Unternehmens den aktuellen Marktgegebenheiten entsprechen und kannst dementsprechend frühzeitig auf Veränderungen auf dem Markt reagieren. 

Eine Wettbewerbsanalyse in folgenden Fällen sinnvoll: 

  • Unternehmensgründung 
  • Website Relaunch
  • Einführung neuer Produkte und Dienstleistungen 
  • Erschließung eines neuen Markts oder einer neuen Zielgruppe 
  • Kontrolle (des Erfolgs) der eigenen Marketingstrategie und die der Konkurrenz
  • Kontrolle von Recruiting Strategien und Vorgehen der HR 
  • Innovationsentwicklung 

Welche (äußeren) Faktoren beeinflussen den Wettbewerb?

Doch nicht nur die Konkurrenz und Mitbewerber:innen haben Einfluss auf deine Stellung auf dem Markt. Auch äußere Faktoren sind wichtig für deine Wettbewerbsanalyse. Wir zeigen dir, welche das sind: 

  • Staat: Der Staat funktioniert insofern als Regulierer, indem er Preise festlegt und/ oder Zulassungen und Genehmigungen vergibt. Dadurch hat er einen gewissen Einfluss auf den Wettbewerb.
  • Lieferant:innen: Lieferant:innen haben eine starke Verhandlungsposition. Es kann dazu kommen, dass Lieferant:innen an ein Unternehmen und vielleicht sogar an deinen Konkurrenten gebunden sind. Auch können Lieferanten selbst zu Konkurrenz werden. Stelle also am Besten mit der Wettbewerbsanalyse fest, welche Lieferant:innen eine besonders starke Stellung einnehmen. 
  • Kund:innen: Kund:innen können natürlich einen großen Einfluss auf den Wettbewerb haben. Ganz nach dem Motto: Die Nachfrage bestimmt das Angebot. Vor allem auf die Preisgestaltung und die Kundenbindung haben Kund:innen meistens einen großen Einfluss. Das Stichwort hier: Zielgruppe in die Wettbewerbsanalyse einbeziehen. 
  • Markteintrittschance und Markteintrittsbarrieren: Ein Hindernis, dass beim Eintritt in den Markt erscheint, ist die Markteintrittsbarriere. Mit der Wettbewerbsanalyse kannst du die Barrieren einschätzen und entscheiden, ob es sich lohnt, diese Barrieren zu überwinden und dein Produkt/ Dienstleistung auf dem Markt platzieren.
  • Substitutionsprodukte: Mit welcher Wahrscheinlichkeit kann ein anderes Produkt dein Produkt ablösen? Oder kann dein Produkt durch ein anderes überflüssig werden? Mit der Wettbewerbsanalyse kannst du überprüfen, wie du deine Strategien und Produkte anpassen musst, um weiter auf dem Markt bestehen zu können. Wichtig ist hier vor allem Trends und Technologieentwicklung im Auge zu behalten. 

Ein Beispiel für die optimale Wettbewerbsanalyse in 4 Schritten 

Das eine Wettbewerbsanalyse wichtig ist, hast du bereits gehört, doch wie lässt sie sich jetzt am besten umsetzen? Es gibt viele verschiedene Arten und Methoden der Wettbewerbsanalyse, in der Praxis bieten sich aber folgende 4 Schritte an: 

1. Ziele definieren

Die Wettbewerbsanalyse kann verschiedene Ziele haben und aus verschiedenen Gründen erfolgen. Welche Informationen möchtest du mit der Wettbewerbsanalyse sammeln und was möchtest du mit den gewonnen Ergebnissen erreichen? Damit du deine Analyse strategisch durchführen kannst, den Fokus bei der Auswertung richtig legst und die Ergebnisse im Anschluss ihren Zweck erfüllen, musst du zunächst deine Ziele definieren. So kann ein Ziel zum Beispiel sein, die eigene Marktposition zu analysieren, um das Selbstbild deines Unternehmens zu überprüfen. Ein anderes Ziel kann sein, von der Branchenerfahrung anderer Unternehmen und Mitbewerber:innen zu profitieren. 

Glühbirne, die auf einer Tafel liegt

2.  Mitbewerber:innen identifizieren 

Wer hält sich mit dir zusammen in der gleichen Branche auf? Wer sind deine wichtigsten und interessantesten Mitbewerber:innen und Konkurrent:innen? Hier kannst du damit beginnen, alle Konkurrent:innen, die dir einfallen, aufzuschreiben. Weitere Konkurrent:innen kannst du anschließend durch eine Recherche finden. Recherchieren kannst du zum Beispiel über die Suchmaschine, aber auch über die sozialen Medien, in Fachzeitschriften, im Branchenverzeichnis oder im Handelsregister. Deine Vergleichsbasis sollte dabei fünf bis zehn Unternehmen enthalten und so priorisiert sein, dass die Unternehmen gelistet sind, die den größten Einfluss auf dein Unternehmen und deine Marktposition haben.

Beachte bei deiner Recherche sowohl direkte als auch indirekte Mitbewerber:innen. Bei direkten Mitbewerber:innen unterscheidet sich eure Zielgruppe nicht und ihr bietet beide ein ähnliches Produkt oder Dienstleistung an. Bei indirekten Mitbewerber:innen überschneidet sich die Zielgruppe nur und ist nicht deckungsgleich. Das andere Unternehmen erfüllt jedoch die gleichen Kundenbedürfnisse wie dein Unternehmen. 

Tipp:
Deine Konkurrent:innen können sich im Laufe der Zeit verändern. Passe also im Verlauf weiterer Wettbewerbsanalysen deine Mitbewerber:innen dementsprechend an und ergänze sie.


3. Informationen über die Konkurrenz sammeln

Nachdem du nun deine Konkurrent:innen kennst, ist der nächste Schritt Daten über sie zu sammeln. Dafür bieten sich verschiedene Quellen an, unter anderem die bereits oben genannten Recherchen, aber auch die Unternehmenswebsite und Pressemitteilungen der Wettbewerber:innen, Gelbe Seiten, Google Places, Messen der Branche oder Corporate Blogs. Auch kannst du Verbraucher:innen oder Brancheninterne befragen. Eine Marktanalyse oder Erkenntnisse der Marktforschung können ebenfalls zum Sammeln der Daten beitragen.

Auch die SWOT Analyse kann dir dabei helfen, wichtige Erkenntnisse über deine Mitbewerber:innen zu erlangen. Die SWOT Analyse wird sowohl für die Bewertung der eigenen Stärken und Schwächen eingesetzt als auch für die Einschätzung anderer Unternehmen.

Visuelle Darstellung der SWOT Analyse

SWOT steht für Strengths (Stärke), Weakness (Schwächen), Opportunities (Chancen) und Threats (Risiken), das heißt, die SWOT Analyse hilft nicht nur dabei, Stärken und Schwächen zu erkennen, sondern auch Chancen und Risiken der Branche und des Marktes auszumachen. So bietet das Tool die perfekte Grundlage für ein Benchmarking und du bekommst durch den direkten Vergleich mit der Konkurrenz, einen guten Überblick über den aktuellen Stand des Markts. 

4. Ergebnisse Auswertung und Entscheidung treffen 

Die Ergebnisse der Analyse zeigen dir, welchen Platz dein Unternehmen auf dem Markt im Vergleich zu anderen einnimmt. Du solltest am Ende wissen, wer deine Mitbewerber:innen sind, alle Einflussfaktoren auf dein Unternehmen kennen und die notwendigen Schlussfolgerungen ziehen können. Mit den gesammelten Informationen kannst du entscheiden, welche Maßnahmen und Strategien du ergreifen und umsetzen möchtest und welche Ansätze am Besten zu deinem Unternehmen passen, damit du das Marktpotenzial so gut wie möglich ausschöpfen kannst. 

Wettbewerbsanalyse im SEO

Das Suchmaschinenmarketing hält eine ganz besondere und spannende Art der Wettbewerbsanalyse bereit. Hier geht es darum, die organischen Suchmaschinenrankings bei Google der eigenen Seite mit den Rankings der anderen Seiten zu vergleichen. 

Beispiel: Ein Unternehmen, das Holzfenster verkauft, möchte mit dem Keyword “holzfenster” gern weit oben bei Google erscheinen. Taucht die Konkurrenz auf Platz 1 auf und das eigene Unternehmen eventuell sogar auf der zweiten Seite, sind die Chancen gering, dass Endverbraucher:innen via Google auf das Unternehmen aufmerksam werden.

Zu welchen Keywords taucht ein Unternehmen bei Google auf? Wo ist die Konkurrenz stärker? Und auf welche Keywords solltest du in Zukunft stärker setzen? Tools wie Sistrix oder Semrush erlauben in wenigen Schritten eine Wettbewerbsanalyse, bei der du genau das herausfindest.

Möchtest du mehr zum Thema Wettbewerbsanalyse im Digital Marketing wissen? Als SEO Agentur beraten wir dich gerne.

Wettbewerbsanalyse: Konkurrenz und Markt kennen und sich somit ein Vorteil verschaffen

Indem du deine Konkurrenz durchleuchtest und dein eigenes Marktpotenzial kennst, kannst du die richtigen Maßnahmen und Strategien ergreifen, um deine Marktposition zu stärken und auf dem Markt mit seinen Massen an Produkten und Dienstleistungen herauszustechen. Wenn du weißt, wie dein Konkurrenz agiert, kannst du dir ein Alleinstellungsmerkmal herausarbeiten. Auch kannst du bestimmte Produktentwicklungen priorisieren, dein Produkt oder deine Dienstleistung verbessern und neue Marktsegmente entdecken. Mit gesammelten Daten kannst du außerdem dein Wachstum benchmarken. Kennzahlen wie der Umsatz, Marktanteil und Absatzzahlen helfen dir dabei, zu erkennen, wo du im Verhältnis zu deinen Mitbewerber:innen stehst.

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Mira Aring

Mira ist Content Marketing Managerin bei suxeedo. Sie kombiniert Wissenschaft an der TU Berlin mit praktischer Arbeit bei suxeedo und schafft sich so ein umfassendes Bild von Marketingprozessen.


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Fionn Kientzler

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