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Was ist ein Linkbait?

Definition:
Der Begriff Linkbait (Link-Köder) ist Teil eines strategischen Prozesses, bei dem ein Webseiten-Betreiber eigene Inhalte mit einem hohen Mehrwert themenverwandten Webseiten gegen eine Verlinkung zur Veröffentlichung anbietet. Die Inhalte, also der Linkbait selbst, können Videos, E-Books, Gewinnspiele oder Wettbewerbe sein, welche einen informativen oder unterhaltenden Mehrwert für die User der jeweiligen Online-Plattformen enthalten.

 

Je größer und herausragender der inhaltliche Mehrwert und origineller das Format, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass relevante, themenverwandte Webseiten den Content verlinken.

Linkbaiting ist eine zentrale Maßnahme des Offpage SEO, da Google eine Seite unter anderem nach der Anzahl und Qualität ihrer Backlinks bewertet. Backlinks werden von der Suchmaschine wie eine Empfehlung gewichtet: Links von Seiten mit einer hohen Autorität (überregionale Magazine, Universitäten, Fachportale, etc.) sind für eine Webseite ein wertvolles Gut, denn sie generieren einen qualitativ wertvollen Traffic und gelten für Google als Relevanz-Indikator.

Linkbaiting Backlink Aufbau
Herausragende Inhalte werden von Medien dankbar aufgegriffen – ideale Köder für einen natürlichen Linkaufbau

1. Linkbait: Strategie und Ziele

Linkbaiting beginnt mit der Konzeption von Inhalten. Dabei muss die Marke des Unternehmens, ihre Botschaft und das ökonomische Ziel im Fokus aller Überlegungen sein. Die Content Creation findet immer unter Berücksichtigung des Distributions-Potentials der Inhalte statt. Dazu werden die Bedürfnisse der potentiellen Kunden einerseits, und die redaktionellen Ansprüche der themenverwandten Webseiten andererseits betrachtet. Die Schnittmengen beider Zielgruppen bilden die Grundlage aller redaktionellen Überlegungen in der Content Creation. Linkbaiting gelingt also, wenn der inhaltliche Mehrwert, nicht die Marke eines Unternehmens, im Zentrum des Contents steht. Ein Linkbait bedeutet keine Verbreitung von Werbung, sondern im Sinne des Content Marketings die Verbreitung von Mehrwert. Aus dieser Erkenntnis lassen sich folgende Ziele ableiten:

  • Das erste Linkbait-Ziel ist offensichtlich die Generierung von Backlinks zwecks einer Verbesserung des Rankings in den Suchergebnissen. 
  • Hinzu kommt die Brand Awareness: durch die Verbreitung von relevanten Inhalten mit Verlinkungen auf die eigene Webseite, wird die Reichweite der Marke bei den Usern gesteigert und Aufmerksamkeit generiert. 
  • Durch die Verlinkung der qualitativ hochwertigen Beiträge auf relevanten Seiten zu der eigenen Homepage wird die Traffic Qualität erhöht. Wenn sich der User in seinem Bedürfnis angesprochen fühlt und auf den Link klickt, ist seine Kaufbereitschaft relativ hoch – sofern die Ansprache und das Angebot sich mit dem Mehrwert des verlinkten Contents decken.

2. Linkbait Beispiel

Linkbaiting gelingt mit Formaten wie E-Books, Whitepapers, Studien, Exklusivmeldungen, Infografiken, Studien, Gewinnspielen oder Wettbewerben. Welches Format schließlich eingesetzt wird, ist abhängig vom Kommunikationsziel sowie dem ökonomischen Rahmen.

So konnte kaufda mit einer Infografik zum Echtzeit-Konsum in Deutschland einige Linkbaits gewinnen; denn die Originalität der Idee liegt in der Vereinfachung großer Zahlen auf nachvollziehbare, wenige Konsum-Beispiele. Dabei erhält die Infografik in Echtzeit Updates zum Konsum – die Grafik ist also nicht statisch, sondern immer in Bewegung.

Das originelle Format mitsamt der visuell ansprechenden Aufbereitung und dem Informationsgehalt ist ein performantes Beispiel für interaktive Infografiken, da sie die Neugier des Rezipienten wecken und daher gerne von Online-Redaktionen veröffentlicht werden. Die Infografik funktioniert als Infotainment – ihr Mehrwert steht im Vordergrund, der Informationsnutzen ist im Einklang mit der Marke kaufda.

3. Linkbaiting und Seeding

Linkbaiting funktioniert nur durch eine proaktive Verbreitung von Content an strategischen Stellen. Dabei soll die Platzierung des Contents einen maximalen Reichweiten-Effekt haben – ein Ansatz, welcher durch Seeding ermöglicht wird. Beim Seeding werden potentielle Kooperationspartner (Publisher und Betreiber von Webseiten) telefonisch und per Email akquiriert. Gelegentlich werden bereits während der Phase Content Creation Kooperationen initiiert, um die Inhalte gemeinsam mit Influencern zu entwickeln und so das virale Potential zu erhöhen.

Content Seeding ist wichtig, um maximale Linkbait-Effekte zu ermöglichen. In Absprache mit der jeweiligen Redaktion stellen die Verantwortlichen für den Seeding-Prozess sicher, dass die Beiträge an prominenter Stelle mit einem Link zur Unternehmenswebsite, dem Corporate Blog oder -Magazin veröffentlicht werden. Der Theorie nach sollte der Linkbait in sich qualitativ herausragend genug sein, sodass die relevanten Webseiten von sich aus die Inhalte veröffentlichen möchten. Jedoch müssen Redaktionen zunächst durch das Seeding auf die Inhalte aufmerksam gemacht werden. Eine Linkbaiting-Strategie muss also auch immer das Seeding-Potential von Inhalten berücksichtigen.

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