PR Trends 2018: Vier Prognosen für die Zukunft

Das Zusammenwachsen der Medien im digitalen Zeitalter erfordert ein Umdenken: Die PR Trends von heute deuten auf innovative Content Marketing-Strategien von morgen.

Fionn Kientzler
FionnKientzler
Publiziert am
fionn.kientzler@suxeedo.de

Da die die Auflagen der Tageszeitungen seit 1991 um insgesamt 27 Millionen Exemplare gesunken sind und die zunehmende Online-Kommunikation zu einem Medienbruch zwischen den etablierten Printmedien und den verstärkt digitalen Touchpoints führt, kann klassische PR kein Zukunftsmodell der Unternehmenskommunikation sein. Stattdessen bietet der Medienwandel der PR Möglichkeiten und die Notwendigkeit, sich neu zu erfinden. Die PR Trends deuten auf eine interdisziplinäre Kommunikation, welche die Grenzen der Abteilungen verwischt und einen Paradigmenwechsel von der Content Creation bis zur Distribution bedeutet.

1. Online PR wird in Form von Seeding zur Kernkompetenz

Die relevanten Touchpoints der Stakeholder verlagern sich zunehmend und bald vollständig in den digitalen Raum. Online PR ist keine Nische der Unternehmenskommunikation, sondern DAS Instrument der Zukunft. Wer präsent und relevant bleiben möchte, sollte sich frühzeitig Assets im Web aufbauen und sein Unternehmen, die Marke und die eigenen Plattformen zu einer Autorität entwickeln. Mithilfe von Seeding können Unternehmen ihre Botschaft strategisch verbreiten, einen organischen Linkaufbau vorantreiben und den Medienbruch zwischen owned und earned Media-Plattformen vermeiden. Die Online Positionierung ist unumgänglich, da die Zielgruppe gerade im Web nach Antworten sucht, sich organisiert und mit Marken interagiert. Hier gilt es professionelles SEO zu betreiben, um sichtbar und auffindbar zu sein – denn wer die User in ihren Bedürfnissen auf ihrer Customer Journey anspricht, gewinnt bald das Vertrauen der ganzen Zielgruppe.

2. Verknüpfung von PR und Content Marketing ist zwingend

Ob mit einem eigenen Online Magazin wie Coca Colas Journey oder in Form eines Youtube-Kanals wie bei Siemens: Die großen Player der Industrie betreiben eine zunehmend inhaltsgetriebene Unternehmenskommunikation, welche sich über den Mehrwert für die Stakeholder definiert. Es geht weniger darum, sich als Unternehmen zu profilieren, als vielmehr einen Content anzubieten, für welchen das Unternehmen steht. Die Tage des traditionellen Reputations-Risiko-Managements sind längst vorbei. Stattdessen müssen Unternehmen zum Medium werden, den Zielgruppen Expertise bieten und bedürfnisorientierte Angebote machen. Die inhaltliche Profilierung steht im Zentrum der PR und muss durch ihren Mehrwert überzeugen, die Zielgruppe also dort abholen, wo sie sich befindet – und nicht zuerst dort, wo sich das Unternehmen selber gerne sieht.

3. Kooperation mit externen Multiplikatoren

PR muss verstärkt auf die Zusammenarbeit mit inhaltlich verwandten und relevanten Influencern und Opinion Leaders setzen. Ob Youtube-Stars oder Blogger – Sie können alle als Multiplikatoren dienen, welche nicht bloß als Testimonials fungieren (bloß ein T-Shirt mit dem Markenlogo tragen oder ein Produkt des Unternehmens öffentlich nutzen), sondern von der Creation bis zur Distribution der PR-Inhalte fester Bestandteil der Kommunikationsstrategie sind. Multiplikatoren werden in Zukunft verstärkt in die Markenkommunikation des Unternehmens involviert, um das Brandimage aktiv mitzugestalten. Während sie in die Gestaltung und die Kommunikation des Contents miteinbezogen werden und die Marke mit ihrer Expertise aufladen, erhalten sie gleichzeitig die Möglichkeit zur eigenen Profilierung ihrer Personenmarke. Dabei macht sich das Unternehmen die Aufmerksamkeit und die Reichweite ihrer Fan Base zunutze, deren Interesse an dem Multiplikator mit der Botschaft der Marke zusammengebracht wird. Deswegen müssen Personenmarke des Multiplikators und Botschaft der Marke eine inhaltliche Schnittmenge besitzen, die groß genug ist, damit die Kooperation glaubwürdig erscheint. Im Hinblick auf die Kanäle und die Community der Multiplikatoren wird der Content also mit einem viralen Potential zusammengeführt, welches sich durch ein proaktives Seeding entfalten kann.

4. PR muss crossmedial und ganzheitlich funktionieren

Content darf nicht länger bloß für ein Medium konzipiert werden, sondern muss alle verfügbaren Kanäle der Zielgruppe bespielen. PRler müssen groß denken und das Potential eines Inhaltes für Online-Magazine ebenso wie für Social Media-Postings erkennen. Die PR-Strategie darf sich dabei auf den einzelnen Kanälen nicht widersprechen, sondern muss mit einer einheitlichen Botschaft formal und zeitlich aufeinander abgestimmt werden. Ob Owned, Earned oder Paid: die einzelnen Kanäle wachsen zusammen, die Schnittstellen werden größer und die Kommunikation muss auf allen Ebenen stattfinden. Wer die einzelnen Teilbereiche der Kommunikation unter einer gemeinsamen Content Strategie vereint, wird die viralen Möglichkeiten für sich nutzen können. Wer die Medienkonvergenz ignoriert, wird sich formal, zeitlich und inhaltlich widersprechen und die eigene Glaubwürdigkeit aufs Spiel setzen.


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