UX – User Experience
OliverMietzner
Publiziert am
oliver.mietzner@suxeedo.de

 

Der Begriff User Experience (Nutzererlebnis), kurz UX, beschreibt die Erfahrung, die ein Nutzer im Umgang mit einer Software, einer Webseite oder einem speziellen Inhalt macht. Diese Erfahrung wird durch die Fragen nach Nützlichkeit, Ästhetik und Stabilität bestimmt. Das Zusammenspiel aller Aspekte gibt Hinweise darauf, inwiefern die Anwendung für den Nutzer emotional und kognitiv angenehm ist.

Die Frage nach der User Experience (UX) und die Ermittlung von Kunden-Feedback dienen der Optimierung und Entwicklung von Anwendungen. Die Entwickler hinter einer Software oder einem Content müssen sich die Frage stellen, an welcher Stelle strategische Anpassungen vorgenommen werden müssen, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Eine optimierte User Experience dient immer den Kommunikationszielen wie Branding sowie den Unternehmenszielen, beispielsweise einer erhöhten Leadgenerierung. Wenn die Anwendung für den Nutzer angenehm ist, wird sich dies in einer stärkeren Interaktion zwischen User und Angebot äußern – ein Effekt, welcher die Kaufwahrscheinlichkeit steigert.

UX User Experience Elemente

Die User Experience (UX) wird wesentlich geprägt von den ökonomischen Zielen sowie den Kommunikationszielen und der Funktionalität einer Seite, die dem erwünschten Outcome dient.

User Experience als Rahmen für den Content Marketing Funnel

Die User Experience muss es dem Nutzer einfach machen, mit dem Angebot eines Unternehmens zu interagieren. Hier steht das Unternehmen in der Pflicht, die Informationsarchitektur sowie die Inhalte attraktiv zu gestalten. Bei kognitivem Mehrwert und einer emotional ansprechenden Gestaltung werden Call to Actions von dem Nutzer begrüßt und kommerzielle Angebote gerne angenommen. Die Grundlage für die Konzeption einer effektiven UX bildet eine Zielgruppenanalyse. Wenn Unternehmen wissen, wer die Zielgruppe ist, können mithilfe der Orientierung an deren Bedürfnisse alle Inhalte optimiert werden. Wichtige Faktoren für die Konzeption der User Experience:

  • Inhalte müssen für die relevanten Touchpoints der Zielgruppe konzipiert werden.
  • Die Formate und die Ansprache werden durch das Medium (Touchpoint) definiert.
  • Unabhängig davon, welches Medium genutzt wird, gibt es allgemeine Prinzipien, welche bei Anwendung jeden Inhalt für den Rezipienten leicht erfassbar und attraktiv machen.
  • Der Mehrwert und Nutzen muss immer im Vordergrund stehen.
  • Die visuelle Gestaltung muss sich einerseits an dem Ästhetik-Empfinden der Zielgruppe orientieren, andererseits den Inhalt leicht konsumierbar machen.
  • Die Ansprache ist immer verknüpft mit einem Bedürfnis der Zielgruppe.
  • Auf die Ansprache folgt ein informativer oder unterhaltsamer Mehrwert, welcher emotional oder sachlich auf das Bedürfnis der Zielgruppe eingeht.
  • Die User Experience muss die entscheidenden Alleinstellungsmerkmale des kommerziellen Angebots herausstellen.
  • An passender Stelle werden Call to Actions subtil platziert, welche dem User Gelegenheit geben, auf den Mehrwert zu reagieren und eine Entscheidung zu treffen – sei es die Anmeldung für einen Newsletter, den Download eines Whitepapers oder der Kaufabschluss.
  • Dem User sollte es so einfach und attraktiv wie möglich gemacht werden, in Kontakt zu bleiben, seine Kontakt-Daten zu hinterlassen und interaktiv an der Kommunikation teilzunehmen – zum Beispiel durch Kommentare, Likes oder Shares auf Social Media. Zudem sollten gezielt Anreize gegeben werden, zu den Medien des Unternehmens zurückzukehren.

Die User Experience zielt auf die Umsatzsteigerung

Die Qualität der User Experience entscheidet darüber, wie lange ein User auf einer Webseite bleibt, wie er eine Software oder App nutzt und was er nach der Rezeption eines Inhaltes tut. So hat die UX einen wesentlichen Einfluss auf die Markenwahrnehmung, die Weiterempfehlung und letztlich auch auf das Kaufverhalten. Neben der aktiven Unterstützung der Brand Awareness eines Users sowie innerhalb einer Community dient die User Experience ökonomischen Zielen: Wenn die Zielgruppe ein Vertrauen und einen “Joy of Use” gegenüber einer Marke aufbaut, ist sie auch bereit, ihr kommerzielles Angebot in Anspruch zu nehmen. Daher ist Usability ein wesentlicher Erfolgsfaktor der UX. Der Weg vom ersten Interesse zum Kaufabschluss findet somit im Rahmen einer User Experience statt, die es dem User einfach macht, das eigene Bedürfnis mit dem Angebot auf einem Medium zu verbinden sowie Vertrauen zur Marke aufzubauen.

User Experience-Beispiel

Die User Experience beginnt bereits mit den Suchergebnissen bei Google: User Thomas empfindet seit einer Woche einen anhaltenden Hustenreiz. Er fühlt sich nicht krank, weiß aber auch nicht, was den Reiz ausgelöst haben könnte. Er will den Reiz schnell loswerden und gibt den Suchbegriff “Hustenreiz unterdrücken” ein. Unter den ersten zehn Ergebnissen findet er eine Überschrift, die ihn anspricht: “Schnell und einfach: Die 7 wirksamsten Mittel gegen Husten”. In dem beschreibenden Meta-Text unter der Überschrift liest er: “ Mit diesen 7 einfachen Mitteln den Hustenreiz unterdrücken: Gute und günstige Medikamente, die sich in jedem Haushalt befinden.”

Thomas klickt auf das Ergebnis und landet auf einer Webseite, auf welcher sich ein Artikel befindet, der die angekündigten 7 Mittel vorstellt. Thomas findet sich auf der Seite schnell zurecht: Überschrift, Unterüberschrift, Absätze, Bulletpoints und große Bilder machen den Beitrag leserlich und attraktiv. Zu jedem Mittel gibt es ein großes Foto und eine aussagekräftige Überschrift. Er muss den Artikel noch nicht mal komplett lesen, um herauszufinden, was ihm helfen kann.

In einem der Absätze findet er einen interessanten Link zum Thema Alternativmedizin. Er klickt drauf und wird zu einem neuen Ressort auf der Webseite weitergeleitet. Er entdeckt eine Übersicht an Ratgeberartikeln, Reiseberichten und Reportagen, die sich allesamt mit der alternativen, teils spirituellen Heilkunde befassen. Thomas’ Interesse ist geweckt. Er schaut nach, welche weiteren Ressorts in dem Gesundheits-Magazin angeboten werden. Dabei empfindet er die Navigation als sehr einfach. Die Farben wirken auf ihn beruhigend. Das Layout der Seite ist sehr klar – nicht zu bunt, stattdessen minimalistisch. In der Sidebar entdeckt er das Angebot für einen Newsletter zum Thema Präventiv-Medizin, Trends und Wellness. Er ist von dem Magazin überzeugt und möchte den Newsletter erhalten. Er meldet sich an.

In dem ersten Newsletter, den Thomas erhält, befindet sich ein Rabatt-Gutschein für Detox-Tee-Produkte. Er kann den Gutschein in einer Online-Apotheke einlösen. Auf der Produktseite befindet sich zudem ein Link zu einer Reisereportage auf dem Gesundheitsmagazin, in welcher ein Journalist von seinen Erlebnissen in Peru und dem besonderen Coca-Tee erzählt. Den kann Thomas im Online-Shop übrigens auch kaufen. Die Bestellung geht ganz schnell und Bewertungen sowie Erfahrungsberichte anderer User zu den Produkten schaffen Vertrauen. Thomas fühlt sich umfassend informiert und hat das Gefühl, für wenig Geld etwas besonderes gekauft zu haben.

Die Bedeutung der User Experience für SEO

Wenn die User Experience die Zielgruppe anspricht, wird sich diese gerne und lange auf der Webseite aufhalten. Das Nutzerverhalten wird nicht nur der Erreichung der Unternehmensziele dienen, sondern auch von Google positiv gewichtet – ein Umstand, welcher sich durch ein besseres Ranking in den Suchergebnissen ausdrückt. Ein nutzerfreundliches Design bedeutet zeitgleich immer ein SEO-freundliches Design. Allem voran muss dabei der inhaltliche Mehrwert im Vordergrund stehen. Inhalte, die aufgrund von Content-Struktur und Seitenaufbau für den Leser leicht zu erfassen sind, werden auch vom Googlebot besser indexiert.

Suxeedo Dossier

 


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