Thought Leadership
Philipp Boelsen
PhilippBoelsen
Publiziert am
p.boelsen@suxeedo.de

 

Der Begriff Thought Leadership (Meinungsführerschaft) bezeichnet ein inhaltsbasierten Ansatz der Selbstvermarktung von Personen und Unternehmen. Ein Thought Leader (Vordenker) steht für eine hohe Expertise auf seinem Gebiet und verkörpert gleichzeitig Innovation und Vision. Unternehmen und Personen versuchen sich vor allem über Content Marketing-Maßnahmen als Thought Leader zu vermarkten, um bei der Zielgruppe ein fundiertes Vertrauen aufzubauen. Das Thought Leadership Image soll schließlich zum Imagebuilding einer Produkt- oder Unternehmensmarke beitragen. Thought Leadership wird der Theorie nach von der Zielgruppe automatisch mit dem subjektiven Empfinden von der Qualität eines Produktes assoziiert.

Thought Leadership durch Content Marketing

Wer inhaltlichen Mehrwert frei zugänglich anbietet, der positioniert sich nicht nur als Experte, sondern gewinnt auch das Vertrauen der Zielgruppe

Um ein Thought Leadership Image aufzubauen, veröffentlichen Unternehmen gezielt Content, welche inhaltlich und formal die Marke als Branchen-spezifische Autorität bei der Zielgruppe etablieren sollen. Häufig genutzte Formate sind Ebooks, Whitepapers oder Infografiken. Auch werden oft Fachartikel im Rahmen eines eigenen Online-Magazins oder im Rahmen von Gastbeiträgen in Branchen-relevanten Fachportalen instrumentalisiert, um das Thourght Leadership Branding voranzutreiben. Oftmals sind Thought Leader auch Influencer für ihre Zielgruppe. Thought Leader können Journalisten auf Twitter sein, deren Meinung von der Community ernst genommen wird. Thought Leader können aber auch Unternehmensgründer sein, welche sich als Visionäre und Innovatoren inszenieren. Sofern sich das Thought Leadership Branding mit der Produkt- und Dienstleistungsqualität deckt, schenkt die Zielgruppe dem entsprechenden Vordenker ihr Vertrauen. Der inhaltliche Mehrwert dient letztendlich der Kundenbeziehung und weckt das Interesse und das Vertrauen in das kommerzielle Angebot, welches der Thought Leader repräsentiert.

Thought Leadership Funktion und Ziele

Alle Maßnahmen, die auf ein Thought Leadership Branding eines Unternehmens oder einer Person abzielen, müssen im Einklang mit den tatsächlichen Kompetenzen eines Unternehmens stehen. Wer sich als Thought Leader positionieren möchte, muss zunächst das Vertrauen und den Respekt der Zielgruppe gewinnen, welches nicht durch bloße Behauptungen gelingen kann. Sollte sich die Selbstdarstellung nicht mit den Kompetenzen decken, kann der Versuch der Thought Leadership Branding eher schaden als nutzen. Das Ziel ist nicht nur das Vertrauen der Zielgruppe zu gewinnen, sondern ein Expertenstatus sowie ein Innovations-Image, welches inspirierend wirkt und nachhaltige Leads generiert.

Eine Thought Leadership Strategie basiert auf der Unternehmensstrategie. Inhaltlich sollten die Maßnahmen einen direkten Bezug zu den Themen des Unternehmens besitzen, sodass die Verknüpfung zwischen Inhalten und kommerziellen Angebot glaubwürdig erscheint sowie ein integrierte Kommunikation der eigentlichen Unternehmenskompetenzen möglich ist. Dabei setzen Unternehmen bewusst auf Themen, welche von den Wettbewerbern nicht oder nicht in der Ausführlichkeit behandelt werden, sodass die Zielgruppe über Nischenthemen oder neuartige Formate schneller auf die Inhalte des jeweiligen Unternehmens aufmerksam wird. Ein Fokus liegt immer auf dem inhaltlichen Mehrwert sowie einer originellen Aufarbeitung, um im Informationsangebot wahrgenommen zu werden. Gleichzeitig stehen Thought Leader unter dem Druck, beständig und aktuell zu informieren. Die Rolle des Thought Leaders zeichnet sich dadurch aus, dass die Kommunikation vorausschauend und relevant ist.

Um die eigene Vertrauenswürdigkeit bei der Zielgruppe zu untermauern, sollten die Inhalte auch auf externe Quellen verweisen, Forschungserkenntnisse beachten sowie Zahlen und Fakten enthalten. Um die Inhalte effektiv zu verbreiten, werden alle Kanäle, welche für die Zielgruppe relevant sind und Teil der Unternehmenskommunikation sind, in eine Strategie integriert. Dies ermöglicht eine konsistente Ansprache der Zielgruppe, berücksichtigt deren Touchpoints und verhilft dem Unternehmen zu mehr Glaubwürdigkeit.

Thought Leadership Beispiel: Steve Jobs

Steve Jobs galt seinerzeit als Thought Leader der Tech-Branche. Die Geschichte seines Unternehmens Apple ist fest mit ihm als Person verknüpft. So konnte Steve Jobs um seine Person bewusst eine Marke aufbauen – die des Rebellen, Erfinders und Visionärs. Die technischen Innovationen wurden auf seine Vorstellungskraft zurückgeführt. Für viele Apple-Anhänger galt er als ein Genie. Dieses Image hat ihm und seinem Unternehmen nicht nur eine maximale Aufmerksamkeit verschafft, sondern wurde auch auf die Apple-Produkte projiziert. So entstand ein Metaprodukt, welches über die technischen Funktionen der materiellen Produkte hinweg einen zusätzlichen Wert für die Zielgruppe darstellt: ein Image, zu welchem sich die einen beinahe religiös bekennen, und welches von anderen fast verachtet wird.

Content Marketing Thought Leadership

Thought Leadership ist ein Kommunikationsziel, während Content Marketing das Instrument ist, um zu diesem Ziel zu gelangen. Mit Content Marketing Thought Leadership aufzubauen, bedeutet, die Mechanismen des Content Marketing voll auszuschöpfen. Die Inhalte müssen aus dem Informationsangebot herausstechen und einen nachhaltigen Eindruck beim Rezipienten hinterlassen. Das Ziel des Thought Leadership ist nichts weniger als die Etablierung einer Marke als ein maßgebender Meinungsführer für die Zielgruppe. So muss eine Marke zu einem Medienhaus werden, um eine relevante und beständige Kommunikation zu ermöglichen.

Suxeedo Dossier

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