Seeding
Philipp Boelsen
PhilippBoelsen
Publiziert am
p.boelsen@suxeedo.de

Seeding

Seeding (vom englischen to seed – säen) bezeichnet den Prozess der proaktiven Verbreitung und strategischen Platzierung von Content. 

Der Prozess zielt einerseits auf Branding-Effekte und die Generierung der Aufmerksamkeit von Zielgruppen sowie Multiplikatoren, andererseits auf einen organischen Linkaufbau, um das Ranking von Webseiten in den Google-Suchergebnissen zu verbessern.

Content Seeding

Informierender oder unterhaltender Mehrwert mit inhaltlicher wie formaler Qualität, welcher der Zielgruppe an relevanten Touchpoints zur Verfügung gestellt wird, stellt die Rahmenbedingungen für Content Seeding dar. Dabei geht es um:

  • eine Verbreitung von einzigartigen Inhalten, welche der Zielgruppe einen unterhaltsamen oder informativen Mehrwert bieten.
  • Zugleich sollte der Content so gestaltet sein, dass Multiplikatoren sie gerne aus eigener Motivation weiterverbreiten möchten.


Die Content-Verbreitung kann in folgende Kategorien unterteilt werden:

Video Seeding

Die Strategie des Video Seeding wird wesentlich durch das Format bestimmt: Erfolgreiche Videos besitzen wiederkehrende emotionale Motive, Inhalte, episodische Elemente und Mechanismen der Ansprache. Die Verbreitung wird durch 3 mögliche Maßnahmen proaktiv gestaltet:

  • Organisch: Ansprache von Redakteuren von Plattformen mit einer inhaltlich hohen Schnittmenge und Zielgruppen-Relevanz, welches das zu verbreitende Video attraktiv für die Publisher macht.
  • Durch Multiplikatoren: Videos werden über Influencer und Thought Leader verbreitet, welche ein großes Multiplikations-Potential ermöglichen, da die Veröffentlichung des Contents im Rahmen einer bereits bestehenden Community erfolgt.
  • Video Ads: Werbende Maßnahmen dienen als Ergänzung für die organische Verbreitung und untertützen die Generierung einer ersten Aufmerksamkeit.

Viral Seeding

Die Verbreitung des Contents kann zudem als eine Strategie betrachtet werden, welche der Initiierung von viralen Kampagnen dient. Während Viral Seeding Content mit oftmals wiederkehrenden Attributen aufweist, muss die Verbreitung proaktiv über geeignete Netzwerke stattfinden, welche sich aus den relevanten Touchpoints der Zielgruppe ergeben.

Branded Content Seeding

Durch die Distribution von Inhalten können Marken im Netz zu digitalen Autoritäten aufgebaut werden, indem der inhaltliche Mehrwert die Bedürfnisse der Zielgruppe bedient und somit eine nachhaltige Brand Awareness schafft. Im Fokus der Verbreitung muss jedoch der inhaltliche Mehrwert stehen, nicht die Marke.

Branded Content Seeding ist effektiv, wenn eine Marke wie ein Medienhaus funktioniert, welches nicht eine Markenbotschaft in den Vordergrund stellt, sondern über die Bereitstellung von Inhalten der Zielgruppe Antworten auf ihre Fragen bietet und dadurch eine kognitive Präsenz sowie affektive Bindung zur Brand ermöglicht.

Beispiel

Das Schnäppchen-Portal kaufda.de veröffentlichte ein Ebook zum Thema Brandschutz, in denen Brandschutzaufklärung und -Erziehung sowie Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln im akuten Brandfall aufbereitet wurden.

  • Mit dem Ebook konnte sich kaufda als Lösungsbringer für Krisensituationen positionieren.
  • Brandschutz bedeutet für die Zielgruppe ein hohes Themen-Involvement und einen wertvollen Mehrwert – nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für Hilfsorganisationen und -Institutionen.
  • So konnte sich kaufda mit dem Ebook auch gezielt an die Webseiten-Betreiber von lokalen Feuerwehren wenden, um wertvolle Backlinks zu gewinnen.
  • Gleichzeitig verknüpft kaufda den inhaltlichen Mehrwert auf der Landingpage mit dem kommerziellen Angebot, in dem auch auf aktuelle Angebote für Rauchmelder und Feuerlöscher hingewiesen wird.
Seeding Beispiel

Die strategische Verbreitung von Content mit informativem Mehrwert schafft Schnittstellen zwischen der Zielgruppe mit einem konkreten Bedürfnis und dem kommerziellen Angebot eines Unternehmens, welches das Bedürfnis inhaltlich adressiert.

Seeding Performance

Die Auswertung vergangener Kampagnen gibt Aufschluss über Stellschrauben, mit welchen sich die Seeding Performance optimieren lässt. Unter anderem die Strategie sowie die Herangehensweise bei der Initiierung der Kooperationen sowie eine Dokumentation und Evaluation der Prozesse sind Voraussetzung für nachhaltig performanten Content.

Seeding Performance Ergebnisse

Seeding Performance lässt sich verbessern, wenn langrfistig gedacht wird. Kontaktversuche (grün) und die Kooperations-Wahrscheinlichkeit (in %): Das Verbreitungspotential von Inhalten stoppt nicht beim Erstkontakt – am Ball zu bleiben lohnt sich.

Content Marketing-Strategie

Die proaktive Verbreitung von Inhalten ist erfolgskritisch für das Content Marketing: Inhalte werden bei der Content Creation gezielt als Linkbaits konzipiert, welche der Zielgruppe einen Mehrwert bieten, Aufmerksamkeit generieren, informieren und inspirieren, gleichzeitig aber auch dazu motivieren, die Seiten miteinander zu verlinken.

Seeding Linkbaits

Seeding von Linkbaits ist eine effektive Maßnahme, um Backlinks zu generieren und nachhaltiges Offpage-SEO zu betreiben.

Im Content Marketing steht der Informations- und Unterhaltungswert im Zentrum, da der Verbreitungs-Prozess und dessen Outcome nur so erfolgreich wie der Mehrwert für die Zielgruppe ist.

Seeding Content Ziele

Seeding muss letztendlich einer guten Content Performance dienen: Wenn qualitativ hochwertige und relevante Inhalte an die richtigen Stellen geseedet werden, wird dies mehr hochwertigen Traffic ermöglichen, Interaktion steigern und einen ökonomisch wertvollen Outcome ermöglichen.

Die Verbesserung des ROI beginnt bei der Content Creation: Inhalt, Format und Medium müssen stimmig sein, damit eine Veröffentlichung durch Multiplikatoren schlüssig erscheint und von der Zielgruppe gleichermaßen angenommen wird. So werden ganze Content Marketing-Strategien mit Hinblick auf das virale Potential konzipiert.

Outreach am Telefon: Die Stimme trainieren

Multiplikatoren werden oft von Anfang an in die Content Creation involviert, wodurch diese sich selbst profilieren können und ein hohes Eigeninteresse an der Verbreitung des Contents mitbringen. Dies sichert dem Content von Anfang an eine hohe Reichweite, bevor weitere Kooperationspartner akquiriert werden müssen.

Seeding Sprache

Seeding Erfolge sind ganz wesentlich von der Sprache und Stimme der Person abhängig, welche Kooperationen initiiert.

Medien-Kooperationen werden meist durch den Telefon-Kontakt initiiert. Im Gegensatz zum Email-Kontakt schafft das Gespräch am Telefon beim Gegenüber ein Gefühl von Verbindlichkeit, da es einen direkten und persönlichen Austausch ermöglicht. Umso wichtiger ist beim Telefon Outreach ein korrekter Einsatz der Stimme. Intonation, Sprechgeschwindigkeit, Atmung und Tonlage bestimmen wesentlich, wie der Inhalt beim Gesprächspartner ankommt und von ihm interpretiert wird. Die Prozesse der Kontakt-Aufnahme und der Beziehungspflege von Kooperationspartnern beständig ins Auge gefasst und evaluiert werden.

Dokumentation und Optimierung des Verbreitungs-Prozesses

Im Gegensatz zur klassischen PR sind die Leistungen und Erfolge in der strategisch digitalen Content-Verbreitung messbar. Ob die klassische PR Seeding überdauern wird, ist zweifelhaft. Der Prozess der digitalen Content-Verbreitung bedeutet eine Innovation und verändert die Bewertungsgrundlage der geleisteten Arbeit. Es ermöglicht einen effektiveren Einsatz des Budgets sowie eine höhere und nachhaltigere Sichtbarkeit des Unternehmens auf den relevanten Plattformen.

Seeding CRM

Seeding Prozesse, Erfolge und Kontakt-Daten müssen in einem CRM-System dokumentiert werden, damit die laufende Kampagne sowie auch zukünftige Kampagnen optimiert werden können.

Um die Performance zu steigern, müssen die Kontakte und Kooperationen in einem CRM-System dokumentiert werden. So können die Kooperationen im Nachgang evaluiert und Verbesserungen für weitere Kampagnen identifiziert werden.

Weblinks

Suxeedo Dossier

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