Linkbaiting
Philipp Boelsen
PhilippBoelsen
Publiziert am
p.boelsen@suxeedo.de

 

Der Begriff Linkbaiting (Link-Köder) bezeichnet einen strategischen Prozess, bei dem ein Webseiten-Betreiber eigene Inhalte mit einem hohen Mehrwert themenverwandten Webseiten gegen eine Verlinkung zur Veröffentlichung anbietet. Die Inhalte, auch Linkbaits genannt, können Videos, Ebooks oder Wettbewerbe sein, welche einen informativen oder unterhaltenden Mehrwert für die Nutzer der jeweiligen Online-Plattformen enthalten.

Je größer und herausragender der inhaltliche Mehrwert und origineller das Format, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass relevante, themenverwandte Webseiten den Content verlinken.

Linkbaiting durch spannenden Content

Herausragende Inhalte werden von Medien dankbar aufgegriffen – ideale Köder für einen natürlichen Linkaufbau

Linkbaiting ist eine zentrale Maßnahme des Offpage SEO, da Google eine Seite unter anderem nach der Anzahl und Qualität ihrer Backlinks bewertet. Backlinks werden von der Suchmaschine wie eine Empfehlung gewichtet: Links von Seiten mit einer hohen Autorität (überregionale Magazine, Universitäten, Fachportale, etc.) sind für eine Webseite ein wertvolles Gut, denn sie generieren einen qualitativ wertvollen Traffic und gelten für Google als Relevanz-Indikator.

Linkbaiting Strategie und Ziele

Linkbaiting beginnt mit der Konzeption von Inhalten. Dabei muss die Marke des Unternehmens, ihre Botschaft und das ökonomische Ziel im Fokus aller Überlegungen sein. Die Content Creation findet immer unter Berücksichtigung des Distributions-Potentials der Inhalte statt. Dabei werden die Bedürfnisse der potentiellen Kunden einerseits, und die redaktionellen Ansprüche der themenverwandten Webseiten andererseits betrachtet. Die Schnittmengen beider Zielgruppen bilden die Grundlage aller redaktionellen Überlegungen in der Content Creation. Linkbaiting gelingt also, wenn der inhaltliche Mehrwert, nicht die Marke eines Unternehmens im Zentrum des Contents steht. Linkbaiting bedeutet keine Verbreitung von Werbung, sondern im Sinne des Content Marketings die Verbreitung von Mehrwert. Aus dieser Erkenntnis lassen sich folgende Ziele ableiten:

  • Das erste Linkbaiting-Ziel ist offensichtlich die Generierung von Backlinks zwecks einer Verbesserung des Rankings in den Suchergebnissen.
  • Hinzu kommt die Brand Awareness: durch die Verbreitung von relevanten Inhalten mit Verlinkungen auf die eigene Webseite, wird die Reichweite der Marke gesteigert und Aufmerksamkeit generiert.
  • Durch die Verlinkung der qualitativ hochwertigen Inhalte auf relevanten Seiten zu der eigenen Homepage wird die Traffic Qualität erhöht. Wenn sich der User in seinem Bedürfnis angesprochen fühlt und auf den Link klickt, ist seine Kaufbereitschaft relativ hoch – sofern die Ansprache und das Angebot sich mit dem Mehrwert des verlinkten Contents deckt.

Linkbaiting Beispiel

Linkbaiting interaktive Infografik

Inhalte, welche komplexe Sachverhalte und unpersönliche Größenordnungen greifbar machen, sind perfekte Linkbaits. Die Schuldenuhr fasziniert und unterhält den User, weil sie ihn mit bekannten Kaufvorgängen konfrontiert und gleichzeitig einen Perspektivenwechsel ermöglicht.

Linkbaiting gelingt mit Formaten wie E-Books, Whitepapers, Studien, Exklusivmeldungen, Infografiken, Studien oder Wettbewerben. Welches Format schließlich eingesetzt wird, ist abhängig vom Kommunikationsziel sowie dem ökonomischen Rahmen. So konnte kaufda mit einer Infografik zum Echtzeit-Konsum in Deutschland einige Linkbaits gewinnen; denn die Originalität der Idee liegt in der Vereinfachung großer Zahlen in nachvollziehbare, wenige Konsum-Beispiele. Dabei erhält die Infografik in Echtzeit Updates zum Konsum – die Grafik ist also nicht statisch, sondern immer in Bewegung. Das originelle Format mitsamt der visuell ansprechenden Aufbereitung und dem Informationsgehalt ist ein performantes Beispiel für interaktive Infografiken, da sie die Neugier des Rezipienten wecken und daher gerne von Online-Redaktionen veröffentlicht werden. Die Infografik funktioniert als Infotainment – ihr Mehrwert steht im Vordergrund, der Informationsnutzen ist im Einklang mit der Marke kaufda.

Linkbaiting und Seeding

Linkbaiting funktioniert nur durch eine proaktive Verbreitung von Content an strategischen Stellen. Dabei soll die Platzierung des Contents einen maximalen Reichweiten-Effekt haben – ein Ansatz, welcher durch Seeding ermöglicht wird. Beim Seeding werden potentielle Kooperationspartner (Publisher und Betreiber von Webseiten) telefonisch und per Email akquiriert. Gelegentlich werden bereits während der Phase Content Creation Kooperationen initiiert, um die Inhalte gemeinsam mit Influencern zu entwickeln und so das virale Potential zu erhöhen. Content Seeding ist wichtig, um maximale Linkbaiting-Effekte zu ermöglichen. In Absprache mit der jeweiligen Redaktion stellen die Verantwortlichen für den Seeding-Prozess sicher, dass die Inhalte an prominenter Stelle mit einem Link zur Unternehmenswebsite, dem Corporate Blog oder -Magazin veröffentlicht werden. Der Theorie nach sollten Linkbaits in sich qualitativ herausragend genug sein, dass die relevanten Webseiten von sich die Inhalte veröffentlichen möchten. Jedoch müssen Redaktionen zunächst durch das Seeding auf die Inhalte aufmerksam gemacht werden. Eine Linkbaiting-Strategie muss also auch immer das Seeding-Potential von Inhalten berücksichtigen.

Suxeedo Dossier

Linkbaiting, 5 / 5 (1 votes)

Scroll To Top Erfolg im Content Marketing
AS SEEN IN
Infografiken Thoughtleader bei ibusiness
Content Marketing Beispiel Siemens
suxeedo als Thoughtleader in der Website Boosting
Infografik Thoughtleader suxeedo bei Deutschlandradio