Content Distribution
Philipp Boelsen
PhilippBoelsen
Publiziert am
p.boelsen@suxeedo.de

Content Distribution

Content Distribution (engl. für „Verbreitung von Inhalten“) beschreibt allgemein die Platzierung von Inhalten über Owned, Earned, Paid und Social Media. Inhalt, Format und Kommunikationskanal sind vom Kommunikationsziel sowie den ökonomischen Zielvorgaben abhängig. Bei der Auswahl der Kanäle wird im Hinblick auf die Zielgruppen von Touchpoints gesprochen; denn Ziel ist es, dass die Zielgruppe mit der Marke, dem Unternehmen oder einem Produkt hinter dem Inhalt in Berührung kommt. Dieses Prinzip gilt für die PR, die Werbung und das Seeding.

Content Distribution

Die Content Distribution findet im Earned, Owned, Paid und Social Media statt.

Content Distribution Definition

Die Content Distribution wird in vier unterschiedliche Bereiche aufgeteilt.

  • Owned Media: Kommunikationskanäle, welche im Besitz und unter der Kontrolle des Unternehmens sind, werden als Owned Media bezeichnet. Dies können Webseiten, Blogs, eigene Magazine und Portale sein. Die Content Distribution greift hier vor allem bei einem bereits existierenden Publikum, welches das Unternehmen für sich erschlossen hat. Daher dient die Content Distribution hier der Pflege von Kontakten und Kunden. Eine größere Reichweite kann hier erst durch Kooperationen mit anderen Medien unf Social Media-Schnittstellen geschaffen werden.
  • Earned Media: Medien, welche die Inhalte aufgreifen, weil sie diese als interessant genug für den eigenen Redaktionsplan empfinden, werden als Earned Media bezeichnet. Oft werden die Publikationen bei den Medien durch eine produktive Kontakt-Aufnahme initiiert. Das Unternehmen, welches den Inhalt erstellt und verbreitet sollte sich daher immer den Interessen anderer Medien mit relevanten Zielgruppen bewusst sein. So kann die Distribution vorausschauend bereits bei der Content Creation erfolgreich berücksichtigt werden.
  • Paid Media: Ob Native Advertising oder Display Werbung – die gekauften Kanäle, um den Inhalt zu platzieren und schnell einem breitem Publikum zu präsentieren sind sinnvoll, um der organischen Content Distribution unter die Arme zu greifen und ein Momentum für die Multiplikationseffekte zu generieren.
  • Social Media: Die sozialen Netzwerke spielen eine zentrale Rolle bei der Content Distribution, um eine Viralität der Inhalte zu ermöglichen. Hier können virale Effekte einerseits durch organische Interaktion, aber auch durch Kooperation mit Infuencern und Paid Ads, ausgelöst werden. Das Ziel ist, dass sich die Zielgruppe mit dem Content aktiv auseinandersetzt. Dadurch werden die Inhalte auch für den Freundeskreis sichtbar; das Ergebnis ist ein Schneeball-Effekt sein. Letztendlich soll durch die Social Media Interaktion ein qualitativ hochwertiger Traffic für die Owned Media-Kanäle generiert werden.

Arten der Content Distribution

  • Seeding: Das Seeding bezeichnet die digitale Content Distribution an den strategischen Touchpoints einer Zielgruppe. Einerseits sollen Branding- und Multiplikationseffekte generiert werden. Andererseits wird im Seeding oft gezielt die Generierung von Backlinks zwecks eines Offpage-SEO für die Unternehmens-Webseite verfolgt.
  • PR: Die klassische PR konzentriert sich auf die sogenannte Organisationskommunikation und die öffentliche Wahrnehmung gegenüber dem Unternehmen. Dies betrifft alle Stakeholder des Unternehmens – von der Politik, der Unternehmensbranche oder Geschäftspartnern bis hin zu NGOs, Endverbrauchern oder den eigenen Angestellten. Die Öffentlichkeitsarbeit findet dabei auf allen relevanten Kanälen statt – off- und online. Die strategische Kooperation zwecks Multiplikationseffekte im digitalen Raum bildet in der klassischen PR kaum oder nur untergeordnet eine Rolle.
  • Werbung: Die klassische Werbung konzentriert sich auf die Ansprache von Konsumenten oder einer ganzen Zielgruppe, mit dem Zweck, eine Brand Awareness zu generieren und zu einer Kaufentscheidung zu inspirieren. Im Gegensatz zur PR und dem Seeding werden werbende Inhalte mit relativ großer Gewichtung offline kommuniziert, was die Effektivität kaum skalierbar macht. Ob im TV, Radio oder als Plakat: Die klassische Werbung setzt vor allem auf eine emotionale Ansprache und nicht auf einen inhaltlichen Mehrwert für den Rezipienten. Allerdings bestehen im digitalen Raum inzwischen ebenso viele Möglichkeiten, Werbung zu schalten, welche verhältnismäßig vor allem von Unternehmen mit einem geringerem Budget beansprucht werden. Die Effektivität dieser Maßnahmen ist einerseits messbar, andererseits wird dabei ein Medienbruch vermieden – die Wahrscheinlichkeit für einen Kaufabschluss steigt.
  • Corporate Publishing: Einige Unternehmen betreiben ein Corporate Publishing und treten wie ein eigenes Medienhaus auf. Die Kommunikation nach innen stärkt die Bindung der Angestellten und das Employer Branding, die Kommunikation nach außen dient ebenso der Darstellung des Unternehmens als Arbeitgeber, aber auch einer Inszenierung der Marke, der Produkte und der Organisation insgesamt. Die Grenzen zwischen PR, Werbung und Content Marketing sind hier fließend.

Content Distribution und Content Marketing

Die Content Distribution wird im Content Marketing als strategischer Hebel für die Effektivität der Content-Maßnahmen angesehen. Vor allem das Seeding stellt eine zentrale Maßnahme dar, um mithilfe von Mehrwert den User an die Marke und letztendlich das kommerzielle Angebot des Unternehmens zu binden. Zudem dient es dem Offpage-SEO, indem es attraktive Inhalte anderen, relevanten Medien als Linkbaits anbietet, um hochwertig Backlinks zu generieren und die Sichtbarkeit in der Google-Suchmaschine so zu steigern. Immerhin gilt Google bei jeder Zielgruppe als Touchpoint Nummer eins. So dient das Seeding dem Unternehmen den Kommunikationszielen, indirekt auch den ökonomischen Zielen, da potentielle Kunden mit einem bestimmten Bedürfnis über die Suchmaschine auf die Inhalte eines Unternehmens stoßen. Die Wahrscheinlichkeit für die Leadgenerierung und den Kaufabschluss ist relativ hoch.

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