7 goldene Regeln für erfolgreiche Blogger-Relations

Auf dem Weg zur erfolgreichen Partnerschaft mit Bloggern gibt es ein paar wichtige Regeln. Wer sie kennt und berücksichtigt, wird zum Content-Liebling.

Franziska Schulze
FranziskaSchulze
Publiziert am
bloggerrelations@suxeedo.de

Wer schon einmal mit Bloggern zusammengearbeitet hat weiß: Blogger sind ein eigenes Völkchen. Der Umgang so wie ihn PR-Verantwortliche von ihrer Zusammenarbeit mit Journalisten kennen, funktioniert mit den neuen Medienschaffenden in den seltensten Fällen. Pressemeldungen landen im Papierkorb und persönliche E-Mails werden nicht beantwortet. Eine Formel für den richtigen Umgang mit Bloggern haben die meisten Unternehmen noch nicht gefunden.

Wer jedoch lernt, Blogger zu verstehen und Ihnen das zu geben, was sie brauchen, hat gute Chancen sich zum beliebten Marken-Partner zu etablieren. Diese sieben Grundregeln helfen dabei.

1. Schmeißen Sie ihr gelerntes PR-Wissen über Bord

Bevor Sie Ihre Zusammenarbeit mit Bloggern starten, vergessen Sie erst einmal alles, was Sie in Ihrer PR-Laufbahn über den Umgang mit Redakteuren gelernt haben. Denn die Zusammenarbeit mit Bloggern unterscheidet sich grundlegend von der mit Journalisten.

Dafür gibt es einen wichtigen Grund, den Sie für den Aufbau Ihrer Kommunikationsstrategie immer im Hinterkopf behalten sollten: Blogger werden für ihre Artikel nicht bezahlt. Sie schreiben nicht für einen Auftraggeber und sie müssen sich für ihr Verhalten vor niemandem rechtfertigen. Sie arbeiten aus einer tiefen inneren Motivation heraus. Meistens, weil sie etwas mit der Welt zu teilen haben. Das kann eine persönliche Leidenschaft sein, wie zum Beispiel Reisen oder etwas, das den eigenen Lebensstil beeinflusst, wie zum Beispiel eine chronische Krankheit oder eine Lebensmittelunverträglichkeit.

Während sich ein Journalist gegebenenfalls freut, wenn ein PR-Verantwortlicher ihm Recherchearbeit abnimmt oder ein fertiges Interview liefert, ist es für Blogger das höchste Gut, selbst zu gestalten und eigenen Content zu produzieren.

Als Verantwortlicher für Blogger-Relations ist es wichtig zu verstehen, dass Bloggen etwas sehr Persönliches ist und das jedwede Fehlkommunikation oder ein forsch formulierter Wunsch in den Content einzugreifen schnell persönlich genommen wird.

2. Verabschieden Sie sich von Schema-F

Für eine reibungslose Kommunikation mit ihren künftigen Medienpartnern ist es außerdem wichtig zu wissen, dass Blogger nicht immer Profis sind. Sie sind selten Berufsjournalisten, noch haben sie die Vermarktung ihres Mediums in einem Verlagshaus gelernt. Daraus resultiert, dass jeder Blogger seine eigenen Vermarktungsstrategien ausprobiert. Das kann von Plattform zu Plattform ganz unterschiedlich sein.

Verantwortliche für Blogger-Relations müssen sich hier in Gelassenheit und Flexibilität üben. Sein Sie offen für individuelle Content-Partnerschaften und Deals. Versuchen Sie sich auf die Arbeitsweise der Blogger einzustellen, anstatt Ihnen Ihre Vorstellungen von einer Kooperation aufzuzwingen. So erzielen Sie die besten Resultate.

3. Entschlüsseln Sie die persönlichen Treiber

Der Schlüssel für erfolgreiche Blogger-Relations liegt darin, den persönlichen Treiber der semiprofessionellen Medienpartner zu verstehen und zu bedienen. Fragen Sie sich nicht, wie der Blogger Ihren Content am prominentesten bei sich unterbringen kann, sondern, wie Sie den Blogger bei der Erfüllung seiner oder ihrer Leidenschaft mit ihrer Marke unterstützen oder inspirieren können.

Die wichtigste Frage sollte immer lauten: „Was hat Ihr Medienpartner von einer Zusammenarbeit mit Ihrer Marke?“ Das kann von Blog zu Blog ganz unterschiedlich sein.

4. Machen Sie den ersten Schritt

Wenn Sie langfristige Beziehungen zu Bloggern aufbauen möchten, geben Sie Ihnen zunächst das, was sie sich selbst von ihnen wünschen. Folgen Sie Ihren auserkorenen Partnern auf deren Social-Media-Kanälen und schätzen Sie die Beiträge mit einem „gefällt mir“ wert. Treten Sie authentisch in Interaktion, indem Sie regelmäßig und ohne Eigeninteresse Beiträge kommentieren und auf Ihren eigenen Social-Media-Plattformen teilen.

Die Blogger sollten dabei nie das Gefühl bekommen, dass Sie etwas von ihnen wollen, sondern dass Sie von dem Content begeistert sind. Denken Sie daran: Bloggen ist persönlich und jeder Blogger freut sich über die Anerkennung seiner Leistung.

Verfolgen Sie die Aktivitäten ihrer Content-Partner aufrichtig und bleiben Sie am Ball. Das macht sich auf lange Sicht bezahlt!

5. Schaffen Sie selbst Content

Eine bewährte Methode, um Blogger für sich zu gewinnen ist es, den Spieß umzudrehen. Warten Sie nicht darauf, dass Ihre Marke in ihren Wunschblogs Erwähnung findet, sondern schreiben Sie selbst über Ihre Blog-Favoriten auf Ihrem Unternehmensblog. Verfassen Sie regelmäßig Beiträge wie zum Beispiel „Die 10 besten Food-Blogger“ oder die „10 interessantesten Blogposts des Monats“ oder die schönsten Beiträge zu einem Thema, das zu ihrer Marke passt.

Blogger suchen immer nach spannendem Content zum Befüllen ihrer Social-Media-Kanäle. Beiträge, in denen sie selbst erwähnt werden, stehen dabei besonders hoch im Kurs und werden auch gern auf den privaten Kanälen geteilt.

6. Begeistern Sie Blogger für sich

Wenn es darum geht, in den Content der Blogger zu gelangen, sollte man sich immer fragen, wie man den favorisierten Content-Owner für einen Bericht begeistern kann. Durch das regelmäßige Verfolgen der Blogposts und Social-Media-Kanäle bekommt man ein gutes Gespür dafür, worüber die ausgewählten Blogger gerne schreiben. So könnten sich Fashion-Blogger zum Beispiel für einen Styling-Tag mit einem bekannten Hair-And-Makeup-Artist freuen. Foodblogger könnten Sie mit einem Kochworkshop samt Sternekoch für einen Beitrag gewinnen.

Auch Themenabende und Panel-Talks, bei denen Blogger als Experten zu einem Thema eingeladen werden, können für Blogger spannend sein, wenn diese sich als Speaker profilieren wollen. Gleichzeitig bieten solche Veranstaltungen spannende Inhalte für einen Blog-Bericht. Auch hier gilt wieder: Fokussieren Sie sich auf die persönlichen Treiber der Blogger.

7. Denken Sie jenseits von Content

Die Blogosphäre in Deutschland befindet sich aktuell auf dem Weg zur Professionalisierung. In fast allen Konsum-Bereichen, wie zum Beispiel Reise, Ernährung, Mode und Fitness gibt es eine reichweitenstarke Bloggerschaft, die den klassischen Medien ernste Konkurrenz macht.

Viele der Blogger wissen jedoch noch nicht, wie sie ihre Reichweite in ein tragendes Geschäftsmodell transformieren können. Hier besteht aktuell die fruchtbarste Verbindung für eine langfristige Blogpartnerschaft, denn an diesem Punkt ergänzen sich Marken und Blogger perfekt: Unternehmen verfügen über die nötigen Strukturen und Business-Know, das vielen Bloggern fehlt. Diese haben wiederum den direkten Draht zu Ihrer Zielgruppe.

Fragen Sie sich, mit welchem Expertenwissen oder Ressourcen Sie Blogger unterstützen können. Sie könnten zum Beispiel einen SEO-Workshop anbieten, Ihr Fotostudio zur Verfügung stellen oder Platz für einen Co-Working-Bereich in ihren Büros schaffen. So bauen Sie dankbare Partnerschaften mit Ihren Multiplikatoren auf.

Wenn Sie diese goldenen Regeln bei der Ausgestaltung ihrer Blogger-Relations beachten, werden ihre Content-Partner Sie lieben!

Autor

Franziska Schulze ist Mitgründerin von Deutschlands reichweitenstärksten Yoga-Lifestyle-Blogs Fuck Lucky Go Happy und berät Unternehmen bei der Umsetzung von Blogger-Relations. Aus eigener Erfahrung kennt sie die Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit mit Unternehmen und weiß, wie Marken mit authentischer Kommunikationsarbeit Blogger für sich gewinnen können.


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